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  • Uns des Lebens in Gottes neuer Ordnung würdig erweisen
    Der Wachtturm 1976 | 15. März
    • sind nun bald erreicht. Wenn dieser Gott, der sich an unveränderliche gerechte Maßstäbe hält, die Engel, die in den Jahren vor der Flut ungehorsam gewesen waren, nicht verschonte und wenn er die materialistische Welt der Gottlosen in den Tagen Noahs nicht verschonte, ja, wenn er die unmoralischen Städte Sodom und Gomorra in den Tagen Abrahams und seines Neffen Lot nicht verschonte, dann wird er bestimmt auch die gegenwärtige Welt ungläubiger, egoistischer Menschen nicht verschonen.

      23, 24. (a) Warum sollten wir nicht folgern, daß Gott die Zeit hierfür nicht festgesetzt habe? (b) Was war dadurch möglich, daß Gott in den Tagen Noahs langmütig war?

      23 Obwohl diese Welt aus der Bibel nicht genau erfährt, an welchem Tag und zu welcher Stunde der „Richter der ganzen Erde“ sein Vernichtungsurteil am gegenwärtigen System der Dinge vollstrecken wird, heißt das nicht, daß er die Zeit dafür nicht festgesetzt hat (1. Mose 18:25).

      24 Es handelt sich hierbei nicht um einen Rechtsfall, bei dem das Urteil erst nach langwierigen Verhandlungen gefällt wird, wie das bei heutigen Gerichtsverfahren oft der Fall ist. Gott schlummert nicht gewissermaßen auf dem Richterstuhl, und er schläft auch nicht, was die Vernichtung des „gegenwärtigen bösen Systems der Dinge“ betrifft (Gal. 1:4). Seine hierfür festgesetzte Zeit ist bis jetzt noch nicht gekommen, weil er langmütig oder „langsam zum Zorn“ ist (2. Mose 34:6). Wir können heute alle froh sein, daß Gott den Verlauf der Dinge zeitlich so festgelegt hat. Warum? Weil uns dadurch die Möglichkeit geboten wird, gerettet zu werden. Es ist so wie in den Tagen Noahs. Damals wartete Gott noch 120 Jahre, bis er die Flut herbeiführte. So war es möglich, daß Noah und seine Frau noch drei Söhne haben konnten, daß diese heranwachsen und heiraten konnten und daß dann alle acht gemeinsam die Arche bauen und die Tiere hineinbringen konnten, damit sie am Leben blieben (1. Mose 6:3 bis 7:10; Ps. 103:8).

      25. Inwiefern ziehen die Unterstützer der alten Ordnung und diejenigen, die Gottes neue Ordnung herbeisehnen, aus seiner Langmut Nutzen?

      25 Die heutige Welt der Gottlosen zieht aus Gottes Langmut insofern Nutzen, als sie entsprechend länger ihren Vergnügungen in der verderbten alten Welt nachgehen kann. Diejenigen, die Gottes gerechte neue Ordnung herbeisehnen, ziehen aus seiner Langmut insofern Nutzen, als sie ihre todbringenden Werke bereuen und sich der Rettung und des Lebens in seiner neuen Ordnung würdig erweisen. Sie stehen auf dem gleichen Standpunkt wie der Apostel Petrus, der sagte: „Jehova ist hinsichtlich seiner Verheißung nicht langsam, wie es einige für Langsamkeit halten, sondern er ist geduldig mit euch, weil er nicht will, daß irgend jemand vernichtet werde, sondern will, daß alle zur Reue gelangen“ (2. Petr. 3:9).

      26, 27. (a) Womit steht die Reue, von der hier die Rede ist, in Verbindung? (b) Wie zeigte Jesus, daß er an diese Art von Reue dachte?

      26 Sind wir bereits zur Reue gelangt? Wenn wir diese Frage stellen, meinen wir nicht die gewöhnliche Reue über ein begangenes Unrecht, die Reue, von der Jesus zum Beispiel sprach, als er von jemandem, der immer wieder sündigt, sagte: „Auch wenn er siebenmal am Tag gegen dich sündigt, und er kommt siebenmal zu dir zurück und sagt: ,Ich bereue‘, sollst du ihm vergeben“ (Luk. 17:4). Nein, die Reue, von der in 2. Petrus 3:9 die Rede ist, steht mit unserer Handlungsweise gegenüber dem Königreich Gottes in Verbindung, der Regierung, an deren Spitze Jesus Christus als König über die ganze Menschheit steht.

      27 Von dieser Reue, der Reue in Verbindung mit dem messianischen Königreich Gottes, sprach Jesus gemäß dem Bericht aus Matthäus 4:17, wo wir lesen: „Von dieser Zeit an fing Jesus an zu predigen und zu sagen: ,Bereut, denn das Königreich der Himmel hat sich genaht.‘ “ (Siehe ferner Markus 1:14, 15; Matthäus 3:1, 2.) Damit in Übereinstimmung wird uns berichtet, daß Jesus Christus seine zwölf Apostel aussandte, damit sie das gleiche predigten wie er: „Das Königreich der Himmel hat sich genaht.“ Demgemäß „zogen sie aus und predigten, damit die Leute bereuen möchten“ (Matth. 10:1-15; Mark. 6:7-12).

      28. Wie wiesen Petrus und Paulus auf die dringende Notwendigkeit hin, in Verbindung mit dem messianischen Königreich, zu bereuen?

      28 Damals war es dringend notwendig, daß die Juden in Verbindung mit dem messianischen Königreich bereuten. Darum sagte Jesus zu ihnen: „Wenn ihr nicht bereut, werdet ihr alle gleicherweise umkommen“ (Luk. 13:1-4). Am Pfingsttag des Jahres 33 u. Z. sagte der Apostel Petrus zu Tausenden wißbegieriger Juden: „Bereut, und ein jeder von euch lasse sich in dem Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden taufen“ (Apg. 2:1-38). Gemäß Apostelgeschichte 3:19-23 gab Petrus später den Juden im Tempel zu Jerusalem einen ähnlichen Rat. Auch der Apostel Paulus betonte die Reue im Hinblick auf das messianische Königreich Gottes. In Athen (Griechenland) sagte er zum Beispiel vor dem Areopag-Gericht auf dem Marshügel, nachdem er „die gute Botschaft von Jesus und der Auferstehung“ verkündet hatte: „Gott [hat] über die Zeiten solcher Unwissenheit hinweggesehen, doch läßt er jetzt den Menschen sagen, daß sie alle überall bereuen sollten. [Warum?] Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er die bewohnte Erde in Gerechtigkeit richten will durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat, und er hat allen Menschen eine Gewähr dafür gegeben, indem er ihn von den Toten zur Auferstehung gebracht hat“ (Apg. 17:16-31; siehe ferner Apostelgeschichte 26:20; Römer 2:4).

      29. (a) Welches ist also der erste Schritt, den wir tun müssen, um uns des Lebens in Gottes neuer Ordnung würdig zu erweisen? (b) Haben wir nach den Worten des Apostels Petrus alles getan, wenn wir zur Reue gelangt sind?

      29 Es steht also außer allem Zweifel, daß Reue — und zwar Reue im Hinblick auf Gottes messianisches Königreich — der erste Schritt ist, den wir tun müssen, um uns des Lebens in Gottes gerechter neuer Ordnung würdig zu erweisen. Nur durch Jesus Christus, den von Gott für diese Regierung eingesetzten König, können Personen, die ihre Sünden bereuen, von Gott Vergebung empfangen (Apg. 2:38). Durch dieses messianische Königreich wird Gott seine universelle Herrschaftsgewalt rechtfertigen. Die Menschen müssen bereuen, daß sie unter der Herrschaftsgewalt des Widersachers Gottes, Satans, des Teufels, gestanden haben. Sind wir alle dem Willen Gottes gemäß zu dieser Reue gelangt? Wenn ja, dann sollten wir nach den Worten des Apostels Petrus auch das übrige tun, was Gott von uns verlangt, wenn wir schließlich seine Gunst erlangen möchten. Wir können uns die Geduld, die er mit dieser verderbten alten Ordnung der Dinge übt, zunutze machen. Dann werden wir schließlich seine Gunst erlangen, und das bedeutet für uns Rettung.

  • Deine Seele
    Der Wachtturm 1976 | 15. März
    • Deine Seele

      ● Die meisten Kirchen der Christenheit lehren, daß du eine Seele hast, die beim Tod den Körper verläßt und im geistigen Bereich weiterlebt. Gibt es aber für diese Lehre eine Stütze in den inspirierten Schriften?

      In dem kürzlich veröffentlichten Buch Western Civilization: Its Genesis and Destiny gibt Professor Norman F. Cantor zu, daß dies nicht der Fall ist:

      „Christliche Denker des zweiten Jahrhunderts, besonders die in Alexandria, eiferten dem Versuch Philos nach, den Platonismus und das Judentum miteinander zu verquicken. Für sie war Gott rein geistig; der Mensch war eine Vereinigung von Geist und Materie, von Seele und Leib, und seine Rettung wurde dadurch ermöglicht, daß sich die Seele vom Körper trennte und zu den Engelheerscharen aufstieg, die den Gott-Geist umgaben. Diese Anschauung rückte deutlich vom Standpunkt der Hebräer ab, für die der Mensch als nephesch [Seele] ein ganzes, undifferenziertes menschliches Wesen war.“

      Tatsächlich lehrt die ganze Bibel, daß der Mensch eine Seele ist und daß er, wenn er stirbt, nur durch eine Auferstehung wieder zum Leben kommen kann.

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