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Säe, was du ernten möchtest!Erwachet! 1976 | 22. Juli
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Jehova Gott das so aus: „Sät Samen für euch in Gerechtigkeit; erntet gemäß liebender Güte. Beackert für euch urbares Land, wenn es Zeit ist, nach Jehova zu suchen, bis er kommt und euch Unterweisung in der Gerechtigkeit erteilt“ (Hos. 10:12). Gott sprach hier zu seinem abtrünnigen Volk, dem Zehnstämmereich Israel, und gab ihm den Rat, das Rechte zu tun. Wenn sich die Israeliten nach Gott richten würden, würden sie in Gerechtigkeit säen oder pflanzen. Was zu ernten, könnten sie dann hoffen? Die liebende Güte Jehovas Gottes!
Dasselbe gilt für die alltäglichen menschlichen Beziehungen. Was für eine Ernte kann man erwarten, wenn man zu anderen immer grausam ist? In der Bibel heißt es: „Der Grausame bringt seinen eigenen Organismus in Verruf.“ Umgekehrt heißt es in demselben Spruch: „Ein Mann von liebender Güte handelt mit seiner eigenen Seele auf eine sich lohnende Weise“ (Spr. 11:17). Während sich der Grausame Feinde macht, behandelt sich der, der anderen liebende Güte erweist, gut, denn er genießt ihr Wohlwollen.
Einige, die in Übereinstimmung mit selbstsüchtigen Wünschen säen, ohne sich darum zu kümmern, gerecht zu handeln, suchen vermeintliche Freude und Zufriedenheit. Vielleicht hat sich ein Mann für ein sexuell leichtsinniges Leben entschieden. Was kann er ernten? Ein Leben wahrer Freude und Zufriedenheit? Beachte, was die Bibel sagt: „Sie [eine Prostituierte] hat ihn durch die Fülle ihrer Überredung verleitet. Durch die Glätte ihrer Lippen verführt sie ihn. Ganz plötzlich geht er ihr nach wie ein Stier, der sogar zur Schlachtung kommt ..., bis ein Pfeil seine Leber zerspaltet ..., und er hat nicht gewußt, daß es um seine Seele selbst geht“ (Spr. 7:21-23). Die Leber und auch andere Organe mögen von Syphilis befallen werden, und die Folge dieser Geschlechtskrankheit kann der Tod sein. Aber selbst wenn jemand, der ein unsittliches Leben führt, keine tödliche Krankheit erntet, mißbilligt Gott seine Handlungsweise. Der Apostel Paulus erklärte: „Betrügt euch nicht selbst. Menschen, die Unzucht treiben, Götzenanbeter, Ehebrecher, Homosexuelle ... — ihnen gibt Gott sein Reich nicht“ (1. Kor. 6:9, 10, NT 68).
Mit gutem Grund schrieb Paulus, nachdem er erklärt hatte, man werde ernten, was man gesät habe: „Denn wer im Hinblick auf sein Fleisch sät, wird von seinem Fleisch Verderben ernten, wer aber im Hinblick auf den Geist sät, wird vom Geist ewiges Leben ernten.“ Zuvor hatte der Apostel die Früchte des Geistes Gottes aufgezählt, nämlich Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Glauben, Milde, Selbstbeherrschung (Gal. 6:8; 5:22, 23). Offensichtlich wird jemand, der an solchen Eigenschaften arbeitet und sie aufweist, das Wohlwollen derer ernten, mit denen er zu tun hat. Auch wird er Gottes Anerkennung finden.
Ein weiser Mensch wird so säen, daß er Gutes ernten kann. Möchtest du ewig in Sicherheit leben und glücklich sein? Dann erwirb eine genaue Erkenntnis über Gott und sein Wort, die Bibel. Der von Gott inspirierte Psalmist sagte: „Wer nun ist der Mann, der Jehova fürchtet? Er wird ihn unterweisen in dem Wege, den er wählen wird. Seine eigene Seele wird in Gutem selbst verweilen, und seine eigene Nachkommenschaft wird die Erde in Besitz nehmen“ (Ps. 25:8, 12, 13).
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An andere denkenErwachet! 1976 | 22. Juli
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An andere denken
● Jesus betonte die Nächstenliebe. Sie bewahrt den Christen davor, immer, wenn er denkt, nur an sich selbst zu denken.
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