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Die Tage der Christenheit sind gezählt!Der Wachtturm 1972 | 1. September
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darin besteht, eine „neue Erde“ zu schaffen, eine gerechte menschliche Gesellschaft auf dieser Erde. Er will nicht, daß auf religiösem Gebiet ein Vakuum entstehe. Im Gegenteil, er vernichtet die falsche Religion, damit die reine Anbetung auf der Erde konkurrenzlos und unbestritten dasteht. — 1. Mose 1:28; 2. Petr. 3:13.
Darum werden nur solche Menschen die „große Drangsal“ überleben, die sich nicht länger durch die heuchlerischen, lügnerischen Behauptungen von Geistlichen täuschen lassen. Diese Menschen müssen sich auch darum kümmern, was mit ihnen und mit ihren Mitmenschen geschieht. Sie müssen denken und überlegen. Sie müssen erkennen, daß es auf Erden WAHRHEIT gibt und daß Jehova der Gott der Wahrheit ist. Sie müssen wie jene wenigen Bewohner des alten Jerusalem erkennen, daß ihr Leben auf dem Spiel steht und daß sie deshalb nun der Aufforderung Jehovas: „Laßt uns die Dinge zwischen uns richtigstellen“ nachkommen müssen, damit sie vom Hinrichtungsschwert nicht „verzehrt“ werden. — Jes. 1:18-20; vergleiche Johannes 8:32.
Da die Tage der Christenheit nun bald abgelaufen sind, sollten alle, die am Leben bleiben möchten, jetzt unverzüglich und entschieden bestimmte Schritte unternehmen. Die bevorstehende „große Drangsal“ wird für niemand leicht zu ertragen sein, denn der Apostel Petrus schrieb: „Wenn der Gerechte mit Mühe gerettet wird, wo wird sich der Gottlose und der Sünder zeigen?“ Er sagte aber auch: „Jehova weiß Menschen von Gottergebenheit aus der Prüfung zu befreien.“ — 1. Petr. 4:18; 2. Petr. 2:9; Matth. 24:21, 22.
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Sie treten aus der Kirche ausDer Wachtturm 1972 | 1. September
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Sie treten aus der Kirche aus
ZU DEN Menschen, die heute aus den Kirchen der Christenheit austreten, gehören viele, die wirklich Gerechtigkeit lieben. Sie sind nicht nur wegen der Heuchelei verwirrt, die sie in den Kirchen erlebt haben, sondern sie sind auch sehr daran interessiert, die Bibel kennenzulernen. Viele dieser aufrichtigen Menschen freuen sich jetzt, mit Jehovas Zeugen die Heilige Schrift zu studieren. Sie sind auch eifrig darauf bedacht, anderen von den guten Dingen zu berichten, die sie gelernt haben.
● In Shillong (Indien) begann ein Student mit Jehovas Zeugen die Bibel zu studieren. Später kehrte er in sein Dorf zurück. Dort baute er einen Königreichssaal und begann, regelmäßig Zusammenkünfte abzuhalten. Kürzlich besuchte einer der Zeugen Jehovas aus Shillong das Dorf. Zu seiner großen Überraschung waren achtzehn Personen mit dem früheren Studenten versammelt. Aus ihren vielen Fragen ging hervor, daß sie sehr an der Bibel interessiert waren. Zwölf von ihnen hatten schon ihre Verbindungen mit der lutherischen Kirche gelöst. Zu dieser Gruppe gehörte ein siebzigjähriger Mann, der sechzehn Jahre lang ein Prediger der lutherischen Kirche gewesen war. Sein Austritt aus der Kirche bedeutete, daß er seinen Lebensunterhalt verlor. Aber er rief freudig aus: „Ich bin aus Babylon der Großen herausgekommen und befinde mich nun in Gottes Organisation.“
● In einem anderen Dorf in Indien, in dem eine neue Kirche errichtet wurde, begannen Jehovas Zeugen einen bescheidenen Königreichssaal zu bauen. Schließlich nahm der Kirchenbesuch immer mehr ab, und die Besucherzahl im Königreichssaal stieg. Die Zahl derer, die sich daran beteiligten, die Botschaft der Bibel mit anderen im Dorf zu teilen, stieg auf achtundzwanzig. Als kürzlich ein reisender Prediger von Jehovas Zeugen einen öffentlichen Vortrag am Sonntag im Königreichssaal hielt, waren 149 Personen anwesend. Aber nur fünf Menschen waren an jenem Sonntag in der Kirche zu sehen.
Der gute Besuch im Königreichssaal war möglich trotz der Tatsache, daß der Sekretär der Kirche einen Mann angestellt hatte, der im Dorfe herumgehen, eine Trommel schlagen und die Leute zur Kirche rufen sollte. Kirchenmitglieder ließen sogar einen Mann Mist in die Hütte werfen, wo der reisende Prediger der Zeugen Jehovas wohnte.
Nach der letzten Mitteilung ist der Sekretär der Kirche aus dieser Kirche ausgetreten, und der Kassierer erwägt ernsthaft, das gleiche zu tun. Die Leute, die noch Kirchenmitglieder sind, glauben, daß Jehovas Zeugen bald das Kirchengebäude als Königreichssaal benutzen werden.
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