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  • Läßt sich die Kriminalität durch Gesetze beseitigen?
    Erwachet! 1979 | 8. Oktober
    • näher beleuchten. Als der Apostel Paulus noch kein Christ war, lernte er unter der Führung eines der besten Gesetzeslehrer Israels das Gesetz kennen und eiferte sehr für eine strenge Anwendung desselben. Er schrieb an Christen: „Warum denn das ,Gesetz‘? Es wurde hinzugefügt, um Übertretungen kundzumachen, bis der Same gekommen wäre, dem die Verheißung gegeben worden war“ (Gal. 3:19). Dadurch, daß das Gesetz die verschiedenen Fehler, die die Menschen begehen, beim Namen nannte, machte es deutlich, daß alle Menschen Sünder sind und ein vollkommenes Gesetz nicht zu halten vermögen. Paulus schrieb darüber: „Tatsächlich hätte ich die Sünde nicht kennengelernt, wenn nicht das ,Gesetz‘ gewesen wäre; und ich hätte zum Beispiel die Begierde nicht erkannt, wenn das ,Gesetz‘ nicht gesagt hätte: ,Du sollst nicht begehren‘“ (Röm. 7:7; 2. Mose 20:17).

      Ganz gleich, wie jemand lebte — nicht stahl, keinen Ehebruch, keinen Mord und auch kein anderes ausdrücklich erwähntes Delikt beging —, er konnte nicht behaupten, niemals etwas Unrechtes zu begehren oder unrechte Wünsche zu hegen. Er wußte daher, daß er ein Sünder war. Aber das mosaische Gesetz war nützlich für ihn, weil es ihm vor Augen führte, daß weder er noch ein anderer ein solches Gesetz zu halten vermochte (Röm. 3:10-20).

      Alle Menschen sind unvollkommen und von Natur aus ungehorsam, weil die Sünde zu allen Menschen durchgedrungen ist. Jemand mag nun einwenden: „Alle Menschen sind zwar Sünder, aber es gibt auch solche, die sich bemühen, das Gesetz zu befolgen. Wieso kann man also sagen, die Gesetzlosigkeit könne nicht beseitigt werden?“ Die Sündhaftigkeit, mit der wir behaftet sind und die wir an unsere Kinder vererben, ist weit schlimmer, als man es sich vorstellt. Die Bibel enthält den Beweis dafür: die Geschichte eines Volkes, das rund 1 500 Jahre unter dem mosaischen Gesetz lebte. Der Apostel Paulus schrieb an Mitchristen: „Denn als wir mit dem Fleisch in Übereinstimmung waren, waren die sündigen Leidenschaften, die durch das ,Gesetz‘ erregt wurden, in unseren Gliedern wirksam, damit wir für den Tod Frucht brächten“ (Röm. 7:5; 1. Kor. 15:56). Demnach erregten die verschiedenen Bestimmungen des Gesetzes, die gewisse unrechte Taten verboten, in den Menschen das Verlangen, gerade diese Dinge zu tun.

      War das mosaische Gesetz deshalb schlecht, oder ist es schlecht, heute Gesetze zu haben? Keineswegs. Der Apostel schreibt: „Gereichte mir denn etwas, was gut ist, zum Tode? Das geschehe nie! Die Sünde aber tat dies, damit sie als Sünde aufgezeigt werde, die durch das, was gut ist, für mich den Tod bewirkt, damit Sünde durch das Gebot weit sündhafter werde. Denn wir wissen, daß das ,Gesetz‘ geistig ist; ich aber bin fleischlich, unter die Sünde verkauft“ (Röm. 7:13, 14). Zeigt das nicht, wie tief bei uns die Sünde sitzt? Ist es nicht ein Beweis unserer Sündhaftigkeit, daß wir so eigensinnig und so geneigt sind, ungehorsam zu sein, ja zu rebellieren; daß wir, wenn uns die Obrigkeit gebietet, etwas, was sich für uns nachteilig auswirken würde, nicht zu tun, geradezu den Drang verspüren, es zu tun, obgleich wir vorher vielleicht nie an so etwas gedacht haben?

      Der Kriminologe Jerome H. Skolnick (Universität von Kalifornien, Berkeley) wies auf diese Neigung des Menschen hin, als er sagte: „Nicht jeder respektiert das Strafgesetz, oder nicht jeder respektiert es in gleicher Weise. Dadurch, daß wir ein Gesetz erlassen, mögen wir ein Verhalten, das durch das Gesetz verboten wird, noch populärer machen.“

      Das zeigt, warum Staatsregierungen der Kriminalität durch Gesetze nicht beikommen können. Worin besteht denn die Hoffnung?

  • Wie die Kriminalität beseitigt wird
    Erwachet! 1979 | 8. Oktober
    • Wie die Kriminalität beseitigt wird

      Die Wurzeln des Problems

      DIE Voraussetzung für die Beseitigung der Kriminalität ist offensichtlich die Beseitigung der Sünde — jeder einzelne von uns muß von jeglicher Spur der Sünde frei werden. Gesetze können den beabsichtigten oder gewünschten Zweck nicht erfüllen, wenn sich die Menschen als einzelne nicht für die den Gesetzen zugrunde liegenden Prinzipien einsetzen. Wäre die Sünde aber beseitigt, so wäre die innere Bereitschaft vorhanden, aus Liebe und nach rechten Grundsätzen — das eigentliche Wesen des Gesetzes — zu handeln. Dann wäre kein Gesetz notwendig, das bestimmte unrechte Handlungen verbieten und mit Strafe bedrohen würde.

      Darüber heißt es in der Heiligen Schrift: „Das Gesetz [ist] nicht für einen gerechten Menschen öffentlich bekanntgegeben ..., sondern für Gesetzlose und Widerspenstige, für Gottlose und Sünder“ (1. Tim. 1:9). Ein gerechter Mensch, der keine unrechten Wünsche und Gedanken hegt, wird von „Natur“ aus tun, was recht ist.

      Um den Menschen diese Tatsache vor Augen zu führen, gab Gott den Israeliten das Gesetz und sorgte dafür, daß es in schriftlicher Form erhalten blieb, so daß wir es heute lesen können. Wenn wir unsere schlechte Lage klar erkennen, sind wir bereit, unsere Hoffnung auf Gottes Mittel, Gerechtigkeit zu erlangen, zu setzen. Nur Gott, der Souverän des Universums, kann ein solches Mittel für uns beschaffen. Er hat es getan, und alles ist ganz einfach.

      Gottes Vorkehrung, Gerechtigkeit zu erlangen

      In der Bibel wird Gottes Vorkehrung beschrieben. Sie ist für jeden einzelnen Menschen zugänglich. Da wir alle Sünder sind und von unseren Vorfahren — von dem sündigen Adam an — Unvollkommenheit ererbt haben, sind wir machtlos. Es gibt kein Gesetz, das uns retten könnte. Von Sünde können wir nur durch jemand frei werden, der unschuldig ist, aber die Strafe für unsere Sünden auf sich nimmt. Diesen Weg hat Gott eingeschlagen, indem er seinen Sohn als vollkommenen, gerechten Menschen zur Erde sandte. Wir lesen: „Denn da auf seiten des ‚Gesetzes‘ ein Unvermögen vorlag, während es durch das Fleisch schwach war, verurteilte Gott die Sünde im Fleische, indem er seinen eigenen Sohn in der Gleichheit des sündigen Fleisches und der Sünde wegen sandte“ (Röm. 8:3).

      Diese Tatsache wird vom Apostel Paulus und auch vom Apostel Petrus noch mehr verdeutlicht.

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