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  • Braucht der Mensch Gott?
    Erwachet! 1973 | 22. April
    • von Proteinen sowie andere komplizierte Stoffe!

      Die lebende Zelle ist unendlich kompliziert. J. A. V. Butler schreibt in seinem vor kurzem erschienenen Buch The Life Process (Der Lebensvorgang): „Selbst die einfachsten vollständigen Organismen, die wir heute kennen, sind unglaublich kompliziert. Man kann sich die einzelnen Schritte, die zu ihrer Entstehung geführt haben, nur schwer vorstellen.“ In dem Werk Encyclopedia Americana (1971) lesen wir: „Die Wissenschaftler können in ihren Laboratorien noch lange kein Leben synthetisieren.“

      Eine lebende Zelle ist so kompliziert, daß es den Wissenschaftlern nicht gelingt, auch nur annähernd ein solches Gebilde zu erzeugen, dabei sind der Mensch und andere vielzellige Lebewesen weit komplizierter als die Einzeller.

      Die Entstehung eines Menschen

      Aus einer einzigen befruchteten weiblichen Eizelle entwickelt sich nach einem festen Plan ein Kind. Das ist, wie wir in einem Artikel der Zeitschrift Newsweek (25. Oktober 1965) lesen, „einfach ein Wunder“. „Es gibt keine Methode, durch die man den bedeutungsvollen Zeitpunkt der Empfängnis genau festlegen kann. Kein Wissenschaftler kann sagen, durch welche Kräfte die Entwicklung der Organe und der Myriaden von Nervenbahnen in einem menschlichen Embryo gesteuert wird.“

      Die winzige befruchtete Eizelle enthält alle Instruktionen und „Kenntnisse“, die erforderlich sind, um einen Menschen zu bilden. Diese Informationen würden, wollte man sie in englischer Sprache niederschreiben, mehrere vierundzwanzigbändige Ausgaben der Encyclopedia Britannica ergeben! Dabei besitzt jede der Milliarden Zellen, die danach entstehen, einen vollständigen Satz dieser Instruktionen.

      In jeder Zelle werden jedoch irgendwie alle Instruktionen unterdrückt, außer der Arbeitsanweisung, die für ihre differenzierte Entwicklung erforderlich ist. So differenzieren sich die einen Zellen zu Muskelzellen, die anderen zu Nervenzellen, wieder andere zu Knochenzellen und so fort. Diese Hunderte von verschiedenen Zellarten werden dann durch eine erstaunliche lenkende Kraft zu einem menschlichen Baby zusammengefügt, das so wundervoll gebildet ist, daß es unser Begriffsvermögen übersteigt.

      Man vermag sich vielleicht einigermaßen einen Begriff von der Kompliziertheit des menschlichen Körpers zu machen, wenn man beachtet, wie kompliziert sogar bescheidene Tiere sind. Dr. Warren S. McCullock, ein Wissenschaftler auf dem Gebiet der Datenverarbeitungsmaschinen, weist zum Beispiel darauf hin, wie wunderbar die Ameise gebildet ist. Er schreibt: „Unsere Rechenautomaten sind vorläufig noch dummen, ungefügen Riesentieren vergleichbar ... Sie haben noch nicht einmal soviel Gehirn wie eine zurückgebliebene Ameise.“ Auch in der Zeitschrift Natural History konnte man lesen: „Das Nervensystem eines Seesterns mit all seinen verschiedenen Ganglien und Nervenfasern ist verwickelter als die Londoner Fernsprechzentrale.“

      Wenn wir erfahren, wie kompliziert bescheidene Tiere, z. B. die Ameisen und Seesterne, gebaut sind, können wir dann nicht besser ermessen, wie wunderbar Gott den weit überlegenen menschlichen Organismus geschaffen hat? Das menschliche Nervensystem registriert in einer Sekunde rund zehn Millionen Sinneswahrnehmungen, die Augen nehmen vollkommen koordinierte dreidimensionale farbige Bilder auf, die Leber bewältigt Hunderte von lebenerhaltenden chemischen Umwandlungen, und die vielen anderen Organe erfüllen ähnliche, ebenso erstaunliche Funktionen. Stimmst du dem Bibelschreiber zu, der erklärte: „Ich [bin] auf furchteinflößende Weise wunderbar gemacht.“? — Ps. 139:14.

      Wir sind somit gezwungen, anzuerkennen, daß wir in bezug auf das Leben und die Vorgänge, durch die das Leben erhalten wird, auch heute noch genauso von Gott abhängig sind wie eh und je. Die Werke Gottes, des Schöpfers, zwingen uns Bewunderung ab wegen der Ordnung und der Vollkommenheit, die darin zum Ausdruck kommen.

      In den Angelegenheiten der Menschen dagegen herrscht Unordnung und Unvollkommenheit vor. Sozusagen überall sind Leiden, Bedrückung und Bosheit an der Tagesordnung „Warum?“ magst du fragen. „Warum schreitet Gott nicht dagegen ein? Verrät die Tatsache, daß er das Böse zuläßt, nicht, daß er sich nicht um den Menschen kümmert oder daß er ihn vergessen hat?“

  • Hat Gott den Menschen vergessen?
    Erwachet! 1973 | 22. April
    • Hat Gott den Menschen vergessen?

      DER Mensch bemüht sich, die Weltprobleme zu lösen, dennoch werden die Verhältnisse immer schlimmer. Deshalb ist es nicht verwunderlich, daß sich manch einer fragt: „Hat Gott den Menschen vergessen?“ Hast du dich das auch schon gefragt?

      Heute sind viele Personen davon überzeugt, daß Gott den Menschen vergessen hat. Sie glauben offenbar, Gott habe den Menschen auf die Erde gesetzt und ihn sich dann selbst überlassen, ähnlich wie ein Mann, der uneheliche Kinder in die Welt setzt und sich dann nicht mehr um sie kümmert. Es ist verständlich, daß jemand, der das glaubt, meint, ohne Gott auskommen zu können.

      Hat unser Schöpfer aber wirklich so gehandelt? Bist du aufrichtig an einer Antwort auf diese Frage interessiert?

      Es gibt Menschen, die nur so tun, als möchten sie eine Antwort darauf haben. Sie werfen zwar Fragen auf wie: „Wenn es einen Gott gibt, warum läßt er dann zu, daß die Menschen so leiden müssen?“ Aber anstatt nach einer Antwort zu forschen, glauben sie lieber, daß es keinen Gott gebe oder, falls es doch einen geben sollte, daß er den Menschen vergessen habe. Solche Menschen sind häufig zu stolz, das Beweismaterial zu prüfen.

      Schon im Altertum gab es solche Menschen. Sie hatten ihre persönliche Meinung über Gott, aber sie waren zu stolz, um zu prüfen, ob ihre Auffassung stimmte. David, einer der israelitischen Könige, sagte einmal über solche Personen: „Wegen seiner Hochnäsigkeit forscht der Böse nicht nach; alle seine Ideen sind: ,Es gibt keinen Gott.‘ Er hat in seinem Herzen gesagt: ,Gott hat es vergessen.‘“ — Ps. 10:4, 11.

      Da es heute Menschen gibt, die fast genau das gleiche über Gott sagen, ist es angebracht, daß wir uns mit diesem Vorwurf befassen.

      Hat Gott uns wirklich vergessen?

      Läßt die Art und Weise, wie unser Körper funktioniert, ohne daß wir regelnd oder steuernd eingreifen müssen, nicht erkennen, daß Gott die Lebensprozesse immer noch aufrechterhält? Wir beobachten an unserem Körper

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