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  • Der Tod eines Gottes
  • Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1975
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Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1975
w75 1. 8. S. 461-463

Der Tod eines Gottes

WAS ist ein Gott? Das Wort „Gott“ bedeutet „Mächtiger“. Der Ausdruck wird meist auf etwas angewandt, das als mächtig angebetet wird oder die Fähigkeit hat, seinen Anbetern Gutes oder Böses zu tun. Der Gott kann ein Gegenstand, eine Person, eine Gruppe von Menschen oder eine Organisation sein.

Bei dem Gott, von dem hier die Rede ist, handelt es sich um eine Gruppe oder Klasse von Menschen, und zwar um den in der Bibel erwähnten „Menschen der Gesetzlosigkeit“. Der Apostel Paulus beschreibt diesen Gott wie folgt:

„Er widersetzt sich [dem allmächtigen Gott] und erhebt sich über jeden, der ,Gott‘ oder ein Gegenstand der Verehrung genannt wird, so daß er sich in den Tempel d e s GOTTES niedersetzt und sich öffentlich darstellt, daß er ein Gott sei“ (2. Thess. 2:3, 4).

Auf wen trifft diese Beschreibung des „Menschen der Gesetzlosigkeit“ zu? Als Antwort darauf könnten wir fragen: Wer hat sich im Widerspruch zu den Worten Jesu aus Matthäus 23:8-12 Titel wie „Ehrwürden“, „Hochwürden“, „Pater“ und „Heiliger Vater“ zugelegt? (Vergleiche Hiob 32:21, 22.) Sind es nicht sowohl die katholischen als auch die protestantischen Geistlichen gewesen? Erheben sie nicht den Anspruch, die „Herde Gottes“ sei ihre Herde, und versuchen sie nicht vielerorts, andere energisch davon abzuhalten, mit den Leuten in ihrem Pfarrbezirk oder ihrer Gemeinde über Gottes Wort zu sprechen, falls sie nicht das sagen, was die Geistlichkeit lehrt? (1. Petr. 5:2). Genauso waren die geistlichen Führer der Juden gegenüber der Predigttätigkeit Jesu eingestellt, was ihre Handlungsweise bewies (Luk. 11:52). Man vergleiche damit auch das Verhalten der Führer der Juden in früheren Zeiten (Hes. 34:1-6; Micha 3:5).

Die Geistlichkeit hat ihren Einfluß dazu gebraucht, Regierungen zu veranlassen, diejenigen, die das Volk über die biblische Wahrheit zu belehren versuchten, in den Bann zu tun oder ihnen erhebliche Einschränkungen aufzuerlegen und sie zu unterdrücken. Viele Geistliche haben die Inspiration der Bibel geleugnet und den Inhalt dieses Buches als „Sage“, „veraltet“ und für das moderne Leben unpassend bezeichnet, wobei sie ihr eigenes Wort über Gottes Wort stellten und sich Gott gegenüber als gesetzlos erwiesen.

Obschon sich die Geistlichkeit der Christenheit selbst zu erhöhen und eine gottähnliche Stellung einzunehmen suchte, ist vieles, was sie getan hat, höchst ungöttlich. Sie hat sich zu einem Freund der Welt gemacht, wodurch sie sich, wie Jakobus, der Halbbruder Jesu, schrieb, selbst zu einem Feind des wahren Gottes gemacht hat (Jak. 4:4). Geistliche sind die Vertrauten und Ratgeber weltlicher Politiker und der Vertreter der Finanzwelt gewesen, und sie haben den kriegführenden Parteien und dem Militär Handlangerdienste geleistet. Als Feldgeistliche haben sie die todbringenden Waffen der Armeen gesegnet und in Kriegen, die zwischen sogenannt christlichen Nationen stattfanden, auf beiden Seiten um den Sieg gebetet.

Die Geistlichkeit hat sich dadurch zu einem einflußreichen Teil „Babylons der Großen“, des Weltreiches der falschen Religion, gemacht. Groß-Babylon wird symbolisch als „die große Stadt, die ein Königtum hat über die Könige der Erde“, bezeichnet (Offb. 17:18). Sie ist die religiöse „große Hure“, „mit der die Könige der Erde Hurerei begingen, während die, welche die Erde bewohnen, mit dem Wein ihrer Hurerei trunken gemacht wurden“ (Offb. 17:1, 2).

VOM ALLMÄCHTIGEN GOTT GERICHTET

Weil sich der „Mensch der Gesetzlosigkeit“ als ein Gott erhoben hat, muß er von Jehova dem allmächtigen Gott, gerichtet werden. Jesus Christus bezog sich auf die Psalmen, in denen von mächtigen Männern die Rede ist, die man als „Götter“ betrachtete. Bei diesen Männern, die Führer und Richter waren, handelte es sich um ungerechte Personen, und in dem Psalm, in dem sie als „Götter“ bezeichnet werden, heißt es weiter: „Sicherlich werdet ihr wie Menschen sterben; und wie irgendeiner der Fürsten werdet ihr fallen!“ (Ps. 82:1-7).

Die Klasse der Geistlichkeit, der „Mensch der Gesetzlosigkeit“, der „sich öffentlich darstellt, daß er ein Gott sei“, ist nicht unsterblich, sondern wird wie ein gewöhnlicher Mensch sterben. Er kann mit dem verräterischen Judas Iskariot verglichen werden, der „der Sohn der Vernichtung“ genannt wurde (Joh. 17:12; 2. Thess. 2:3). Obgleich sich dieser fürstliche „Mensch der Gesetzlosigkeit“ „über jeden, der ,Gott‘ oder ein Gegenstand der Verehrung genannt wird“, erhoben hat, wird er fallen; Jehovas Messias wird ihn hinrichten.

Wie wird der „Mensch der Gesetzlosigkeit“ vernichtet werden? Um darauf eine Antwort zu geben, wollen wir die Lage und das Geschick „Babylons der Großen“ betrachten, denn der „Mensch der Gesetzlosigkeit“ wird als Hauptteil dieses Weltreiches der falschen Religion mit ihr gerichtet werden. In der Bibel wird gesagt, daß „Babylon die Große“ auf dem Rücken eines scharlachfarbenen „wilden Tieres“ reitet. Dieses Tier stellt die Weltorganisation für Weltfrieden und internationale Sicherheit dar, die heute als die Vereinten Nationen bekannt ist. Es wird als ein „achter König“ bezeichnet, das heißt als die in der Bibel vorhergesagte achte Weltmacht (Offb. 17:1-11).

Die Geistlichen der Christenheit haben diese überstaatliche Organisation für Weltfrieden und internationale Sicherheit sehr befürwortet und sind dafür eingetreten, indem sie dieser unchristlichen Organisation sogar eine messianische Funktion zugeschrieben haben. Ihren Vorläufer, den Völkerbund, haben sie als den „politischen Ausdruck des Königreiches Gottes auf Erden“ bezeichnet. Der „Mensch der Gesetzlosigkeit“ erwartet von einer solchen internationalen Organisation, daß sie der Menschheit einen dritten Weltkrieg, einen Atomkrieg, erspare.

Aber wie die Bibel vorhersagt, werden die zehn „Hörner“ des symbolischen „wilden Tieres“, die die politischen Herrscher versinnbilden, „die Hure hassen und werden sie verwüsten und nackt machen und werden ihre Fleischteile auffressen und werden sie gänzlich mit Feuer verbrennen“ (Offb. 17:16). Wenn es soweit ist, daß die weltlichen Herrscher die Doppelzüngigkeit „Babylons der Großen“, ihre Heuchelei und Habgier sowie ihren Schmutz und ihre Gesetzlosigkeit verabscheuen, wird der „Mensch der Gesetzlosigkeit“ dieselbe Strafe erleiden wie „Babylon die Große“. Alle Menschen werden erkennen, daß die Klasse der Geistlichkeit falsche Lehren vertreten hat, daß sie sich in die weltliche Politik eingemischt und bei Kriegen und Revolutionen die Hand im Spiel gehabt hat, und ihre Kirchen werden der Reichtümer, die sie durch die Ausbeutung des Volkes aufgehäuft haben, beraubt werden.

Einigen erscheint es frevlerisch, zu sagen, die Kirchengebäude, in denen die Geistlichkeit amtiert und wie ein Gott verehrt wird, würden in Schutt und Asche sinken und die scheinheilige Geistlichkeit würde mit „Babylon der Großen“ vernichtet werden. Die religiösen Juden des ersten Jahrhunderts waren über die Vorhersage der Zerstörung der Stadt Jerusalem und ihres Tempels ebenfalls entsetzt. Doch im Jahre 70 u. Z. trat die angekündigte Zerstörung ein (Matth. 24:1, 2). In der Offenbarung wird gezeigt, daß es auch Personen geben wird, die über den endgültigen Sturz „Babylons der Großen“ wehklagen werden, nämlich die, die aus den Geschäften mit ihr materiellen Gewinn gezogen haben (Offb. 18:9-19).

Die Urteilsvollstreckung an dem „Menschen der Gesetzlosigkeit“ erfolgt zwar durch die politischen Herrscher, doch wird sie eigentlich von Gott durch seinen inthronisierten Sohn Jesus Christus herbeigeführt. Die Bibel gibt Gott die Ehre für die Vernichtung „Babylons der Großen“ und fordert dazu auf, ihn dafür zu preisen (Offb. 18:5, 8, 20; 19:1-3).

So erfüllen sich die Worte des Apostels Paulus über den „Menschen der Gesetzlosigkeit“, den, wie er schrieb, „der Herr Jesus beseitigen wird durch den Geist seines Mundes und zunichte machen [wird] durch das Kundwerden seiner Gegenwart“ (2. Thess. 2:8). Der Herr Jesus Christus, dessen unsichtbare Gegenwart in Königsmacht im Jahre 1914 begonnen hat, wird nun bald diese plötzliche Vernichtung herbeiführen. Irdische Könige werden zwar als Werkzeuge gebraucht, doch ist es der „Geist“ — die aus seinem Munde hervorgehende wirksame Kraft —, der die Vernichtung anordnet.

NICHT DEM „TRUG DER UNGERECHTIGKEIT“ FOLGEN

Allen, die der Geistlichkeit folgen, droht Unheil. Der Apostel sagte darüber: „Die Gegenwart des Gesetzlosen [ist] ... mit jedem Trug der Ungerechtigkeit für die, die zur Vergeltung dafür zugrunde gehen, daß sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, damit sie gerettet würden. Und darum läßt Gott ihnen eine Wirksamkeit des Irrtums zugehen, damit sie der Lüge glauben, so daß sie alle gerichtet werden, weil sie der Wahrheit nicht glaubten, sondern an Ungerechtigkeit Gefallen hatten“ (2. Thess. 2:9-12).

Es gibt heute genügend Beweismaterial, so daß man eindeutig feststellen kann, wer der „Mensch der Gesetzlosigkeit“ ist. Der Abfall hat in unserer Zeit seinen Höhepunkt erreicht. Seine schlechte Frucht ist voll ausgereift und als faul geoffenbart und enthüllt worden, so daß alle, denen daran gelegen ist, die Wahrheit finden können. Wer „die Liebe zur Wahrheit“ hat, sollte gründlich nachforschen, um nicht einem „Trug der Ungerechtigkeit“ zu folgen. Die Wahrheit zu finden und sie anzunehmen ist wichtiger und von größerer Bedeutung, als daß wir uns an eine Täuschung klammern, der wir zum Opfer gefallen sind, und das nur deswegen, weil unsere Vorväter schon über Generationen hin daran festgehalten haben. Unsere Entscheidung kann entweder Leben oder Tod bedeuten, denn Gott hat denen „eine Wirksamkeit des Irrtums“ zugehen lassen, die der Lüge glauben und den „Menschen der Gesetzlosigkeit“ als Gottes Vertreter betrachten, ja sogar als einen „Gott“, dessen Worte sie noch über die in der Bibel aufgezeichneten Worte des allmächtigen Gottes stellen.

Gott schickt diesen Getäuschten die „Wirksamkeit des Irrtums“ nicht direkt, sondern läßt sie ihnen zugehen, um zu beweisen, daß sie es wirklich so haben wollen. (Vergleiche Hebräer 4:12.) Auf diese Weise können alle aufrichtigen Personen erkennen, daß Gott in seinem Urteil gerecht ist (Offb. 19:2; 2. Thess. 1:6-8). Da diejenigen, die „der Lüge glauben“, ‘die Liebe zur Wahrheit nicht annehmen’, werden sie zu denen zählen, die beim Tode ihres „Gottes“, des „Menschen der Gesetzlosigkeit“, mit „zugrunde gehen“.

Deshalb handelt jemand vernünftig, wenn er sich heute die Zeit nimmt, um die Beweise, durch die der „Mensch der Gesetzlosigkeit“ gekennzeichnet und enthüllt wird, eingehend zu prüfen. Er wird mit großer Freude die herrlichen Verheißungen Gottes entdecken, die durch die falschen Lehren der Geistlichkeit der Christenheit verdunkelt worden sind. Dadurch, daß sich der „Mensch der Gesetzlosigkeit“ ‘in den Tempel d e s GOTTES niedergesetzt hat’, hat er die Menschen davon abgehalten, den wahren Gott, Jehova, sowie seine liebevollen Eigenschaften und Vorsätze kennenzulernen.

Der aufrichtige Wahrheitssucher wird nicht nur feststellen, wer der „Mensch der Gesetzlosigkeit“ ist, sondern auch erkennen, daß sich Gottes wunderbarer Vorsatz in Verbindung mit der Menschheit jetzt seiner Verwirklichung nähert. Nach der Vernichtung derer, die Gott falsch dargestellt haben, wird das gegenwärtige System der Dinge völlig beseitigt werden. Diejenigen, ‘die die Liebe zur Wahrheit angenommen haben, damit sie gerettet würden’, werden überleben und die Gelegenheit erhalten, auf einer gereinigten Erde zu leben. Dieser Gedanke wird in der nächsten Ausgabe des Wachtturms behandelt werden (Offb. 19:19-21; 7:9-17; 21:1-4; Zeph. 2:3).

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