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  • Das Abtreibungsproblem unter der Lupe
    Erwachet! 1971 | 22. Januar
    • sich den Kummer einer unerwünschten Schwangerschaft.

      Das Abtreibungsproblem kann gelöst werden, indem man nach den Gesetzen und Grundsätzen der Bibel lebt. Diese Erfahrung machen Jehovas Zeugen in über 200 Ländern. Wenn andere Personen die Gesetze, die Gott über die Geschlechtsmoral und das Töten erlassen hat, übertreten wollen, so ist das ihre Sache. Sie müssen sich deswegen vor Gott verantworten.

      Warum ist Jehovas Zeugen so daran gelegen, den Willen Gottes zu tun? Weil Gott der Schöpfer ist; außerdem lieben sie ihn und respektieren sein Gesetz. Auch leben wir in den „letzten Tagen“ des gegenwärtigen bösen Systems der Dinge. — 1. Joh. 2:17.

      Die Erfüllung biblischer Prophezeiungen zeigt, daß die Zeit nahe bevorsteht, in der Gott sein Urteil an diesem verderbten System der Dinge vollstrecken wird. Nur Personen, die Gottes Gesetze halten und Gott dienen, haben Aussicht. ewig in seiner neuen Ordnung, einer Ordnung des Friedens und der Sicherheit, zu leben. In dieser neuen Ordnung werden alle Menschen die Gesetze Gottes respektieren. Ein Abtreibungsproblem wird es dann nicht mehr geben.

  • Riesenkrake — ehrfurchteinflößendes Geschöpf des Meeres
    Erwachet! 1971 | 22. Januar
    • Riesenkrake — ehrfurchteinflößendes Geschöpf des Meeres

      DREI Neufundländer — Daniel, Theophilus und der zwölfjährige Tom — fuhren in ihrem kleinen Boot zum Fischen aufs Meer hinaus. Plötzlich sahen sie in nächster Nähe etwas Merkwürdiges dahintreiben. Neugierig stachen sie mit einem Bootshaken hinein. Doch wie erschraken sie, als das Wasser plötzlich zu schäumen begann und ein Riesenkrake auftauchte; das Tier warf seine Greifarme gegen das Boot, umschlang es schließlich damit und drohte es zum Kentern zu bringen.

      Der zwölfjährige Tom ergriff blitzschnell das Beil, das sonst zum Zerkleinern der Köder benutzt wurde, und hackte ein Stück eines der Fangarme des Ungeheuers ab. Zur großen Erleichterung der drei Fischer gab das Tier den Kampf auf und glitt in die Tiefe des Meeres zurück.

      Aber die anderen Fischer in der Conceptionbai hätten den Erzählungen von dieser schreckeneinflößenden Begegnung nicht geglaubt, hätte nicht ein Stück eines der Fangarme auf dem Bootsboden gelegen. Das abgeschnittene Stück des Fangarms war rund sechs Meter lang und hatte einen Umfang von fast zehn Zentimetern.

      Jahrhundertelang waren Berichte in Umlauf über verschiedene Seeungeheuer. Es mag sein, daß einigen dieser Gruselberichte Begegnungen mit dem Tier zugrunde liegen, das die Wissenschaftler jetzt als den größten lebenden Kopffüßer bezeichnen, dem Riesenkraken oder Riesentintenfisch oder dem großen Kraken. Stell dir vor, du würdest ein Meerestier sichten, das etwa achtzehn Meter lang ist, acht lange kräftige Arme und zwei noch längere Greifarme besitzt, die mit einem torpedoförmigen Körper verbunden sind. Seine Augen sind so groß wie ein Suppenteller. Seine papageienschnabelförmigen Kiefer sind so kräftig, daß er dicke Kabel zerbeißen kann. Er ist das größte aller bekannten wirbellosen Tiere.

      Entdeckung in der Neuzeit

      Kleinere Kraken findet man in allen Meeren, denn es gibt über 300 Arten davon; doch da der Riesenkrake in einer Tiefe von etwa 450 bis 900 Metern lebt, bekommt der Mensch ein solches Tier selten zu Gesicht. In alten Berichten von Seefahrern kann man lesen, daß solche Riesentiere gesehen und sogar gefangen wurden, doch bis vor etwa hundert Jahren haben die Wissenschaftler diesen Erzählungen gewöhnlich keinen Glauben geschenkt. Sie waren zum Teil so skeptisch, weil ganz phantastische Geschichten in Umlauf waren.

      In den 1870er Jahren sahen die Wissenschaftler zum erstenmal einen Riesenkraken. Aus unbekannten Gründen — vielleicht zufolge von Veränderungen im Meer — kamen an der kanadischen Küste viele an die Oberfläche. Man sichtete sie, und einige wurden sogar gefangen. Im November 1873, einen Monat nach dem Erlebnis, das die drei neufundländischen Fischer hatten, bei dem sie beinahe den Tod in den Wellen gefunden hätten, wurde ein Riesenkrake gefangen und sorgfältig untersucht. Er hatte eine Länge von fast zehn Metern.

      Gewaltige Arme mit schwenkbaren Saugnäpfen

      Wegen der langen schlangenähnlichen Arme glauben viele, der Riesenkrake sei nur eine größere Ausgabe des Gemeinen Kraken. Aber dem ist nicht so. Während der Gemeine Krake zu den Oktopoden oder Achtfüßern gehört, zählt der Riesenkrake zu den Dekapoden oder Zehnfüßern. Aber zwischen diesen beiden Meeresbewohnern bestehen noch andere Unterschiede. Der Gemeine Krake hat einen runden, sackförmigen Körper. Die größten Exemplare erreichen ein Gewicht von etwa einem halben Zentner und mit ausgestreckten Armen eine Gesamtlänge von etwa drei Metern.

      Stell dir nun den Riesenkraken vor. Er ist zehnmal größer als der größte unter den Gemeinen Kraken. Sein zylinderförmiger Körper ist etwa viereinhalb Meter lang, und er hat nicht nur acht, sondern zehn ehrfurchteinflößende Arme. Acht dieser Arme können eine Länge von mehr als dreieinhalb Metern erreichen. Außerdem besitzt er zwei Greifarme, die an den Enden mit Saugnäpfen besetzt sind und zwölf bis fünfzehn Meter lang sein können!

      Die übrigen Arme sind auch mit Saugnäpfen besetzt; sie sitzen auf kurzen beweglichen Muskelstielen, so daß jeder einzelne für sich tätig sein kann. Und je nach der Art mögen diese Saugnäpfe Ringe mit scharfen Zähnen tragen, die willkürlich vorgestreckt und zurückgezogen werden können. Diese Vorrichtung eignet sich vorzüglich zum Fang und Festhalten von Beute mit nachgiebiger oder glatter Oberfläche!

      Rückstoßantrieb

      Während der Gemeine Krake sich im allgemeinen mit den Armen kriechend über den Meeresgrund bewegt und in Höhlen oder Spalten wohnt, tummelt sich der Riesenkrake im offenen Meer. Mit Hilfe der beiden Seitenflossen kann er gemütlich durchs Wasser schwimmen. Aber wenn er es eilig hat, kann er auch den Düsenantrieb benutzen. Einige Arten können mit Hilfe der Wasserdüse über die Meeresoberfläche hinausschießen und etwa dreißig Meter durch die Luft segeln. Wie ist das möglich?

      Die Erklärung finden wir im Mantel. Dieser wird von einer dicken Haut und kräftigen Muskeln gebildet, die nicht nur die lebenswichtigen Organe des Kraken schützen, sondern es ihm auch ermöglichen, nach dem Raketenprinzip zu schwimmen. Wenn die Mantelmuskeln entspannt sind, strömt Meerwasser in die um den Hals offene Tasche ein. Wird die Mantelwand zusammengezogen, schließt sich die Öffnung, und das Wasser wird durch eine konische Röhre am Hals ausgestoßen. Durch Verstellen des Trichters kann der Krake die Richtung seiner Schwimmbahn willkürlich ändern.

      Fühlt sich das Tier bedroht, dann lösen ungewöhnlich dicke Nerven spontan einen Rückstoß aus, so daß es augenblicklich mit höchster Geschwindigkeit durchs Wasser schießen kann. Diese Nervenfasern, die hundertmal dicker sind als die des Menschen, sind so empfindlich, daß, wenn der Krake sich bedroht fühlt, ein Nervenimpuls gleichzeitig alle Teile des Mantels erreicht. Die Muskelwand zieht sich so stark zusammen, daß ein kräftiger Rückstoß entsteht.

      Weitere außergewöhnliche Eigenschaften

      In den Adern des Riesenkraken fließt buchstäblich blaues Blut. Seine blaue Farbe rührt vom Kupfer her, das es enthält. Wenn der Sauerstoff darin verbraucht ist, wird es von zwei Kiemenherzen in die Kiemen gepumpt. Das Körperherz dient dazu, das mit Sauerstoff angereicherte Blut durch die Gewebe zu pumpen. Dieser Meeresbewohner besitzt somit drei Herzen! Die Organe dieser lebenden Rakete legen beredtes Zeugnis davon ab, daß sie das Werk eines weisen Schöpfers sind.

      Der Riesenkrake und sein Weibchen besitzen auch einen Tintenbeutel. Auf der Flucht stoßen sie große Mengen schwarzbraune „Tinte“ aus, um den Verfolger zu verwirren — ein Tarnmanöver unter Wasser!

      Diese Meeresbewohner haben noch eine weitere Möglichkeit, Angreifer zu täuschen, nämlich mit Hilfe des Farbwechsels. Er kommt durch kleine Farbstoffzellen in der Haut zustande. Diese Zellen reagieren blitzartig auf einen Reiz und rufen so durch Kombination von verschiedenfarbigen und verschieden weit geöffneten Zellen die Farben des Untergrundes hervor. Eine Farbenwolke fliegt über den Körper des Kraken hin, während er von einem Untergrund zu einem anderen schwimmt.

      Dieser erstaunliche Kopffüßer besitzt gewaltige Augen. Sie mögen einen Durchmesser von etwa vierzig Zentimetern erreichen. Die Augen des Riesenkraken haben eine überraschende Ähnlichkeit mit dem menschlichen Auge: beide haben Augenlider, durchsichtige Hornhaut, vordere und hintere Augenkammern, Netzhaut, Linse, Stäbchenzellen zum Unterscheiden von Hell und Dunkel und Zapfenzellen, mit denen Farben unterschieden werden können. Der Bau des Krakenauges gleicht so auffallend dem des menschlichen Auges, daß Dr. N. J. Berrill, ein bekannter Biologe, äußerte: „Ich glaube, wenn man einen Zoologen fragen würde, was die unglaublichste Erscheinung in der Welt der Lebewesen sei, würde er wahrscheinlich nicht das menschliche Auge nennen, obschon es ein über die Maßen bewunderungswürdiges Organ ist, aber auch nicht das Krakenauge, sondern die Tatsache, daß dieses fast in allen Einzelheiten dem menschlichen Auge gleicht.“ Der Krake kann mit seinem Auge, das je Quadratmillimeter 100 000 lichtempfindliche Zellen aufweist, auch feine Einzelheiten unterscheiden.

      Die Größe

      Viele möchten wissen, wie groß diese Riesenkraken werden. In der Lyallbai (Neuseeland) wurde der bisher größte entdeckt; seine Länge betrug über siebzehn Meter. Doch kennt man bis jetzt erst zwölf Arten dieser Meeresriesen; es ist daher möglich, daß noch größere existieren. Es gibt einiges, was darauf hindeutet.

      Der Pottwal ernährt sich fast nur von Tintenfischen; er macht Beute auf kleinere Tintenfische, aber auch auf Riesentintenfische. Viele dieser gewaltigen Wale, die fünfundvierzig Tonnen wiegen, weisen tiefe Narben auf als Folge der Kämpfe mit Riesenkraken. Ihre Haut ist manchmal übersät mit kreisrunden Narben, die einen Durchmesser von sechs bis zehn Zentimetern haben. An diesen Stellen hatten offensichtlich die Saugnäpfe der Tintenfischarme während eines wilden Kampfes gesessen, denn diese Narben entsprechen ungefähr der Größe des Saugnapfes eines fünfzehn Meter großen Riesenkraken.

      Aber wenn man von der Größe der Saugnäpfe auf die Größe des Riesenkraken schließen kann, dann mögen im Meer noch wahre Giganten leben. Warum? Weil einige dieser Narben einen Durchmesser von fünfundvierzig Zentimetern haben! Das würde bedeuten, daß der Riesentintenfisch, der diese Narbe verursacht hat, etwa sechzig Meter lang gewesen wäre. Die Existenz solch riesiger Tintenfische ist bisher nicht bestätigt worden; es mag auch sein, daß durch Dehnung der nachgiebigen Haut des Wales durch die Saugnäpfe so große Narben entstanden sind. Ein Reiseschriftsteller aus dem neunzehnten Jahrhundert behauptete jedoch, einen Tintenfischfangarm gesehen zu haben, der so dick gewesen sei wie der Körper eines Mannes und Saugnäpfe von der Größe einer Untertasse gehabt habe.

      Mit der Zeit wird man bestimmt noch Weiteres über den Riesenkraken und die Geheimnisse erfahren, die dieses ehrfurchteinflößende Geschöpf des Meeres umgeben.

      [Bild auf Seite 9]

      Der Riesenkrake hat zehn gewaltige Arme. Zwei davon dienen als Greifarme oder Tentakel.

  • Die leidigen Warzen
    Erwachet! 1971 | 22. Januar
    • Die leidigen Warzen

      EINE Hand mit mehreren häßlichen Warzen ist kein schöner Anblick. Warzen können für ein Mädchen, das das natürliche Bedürfnis hat, schöne Hände zu haben, deprimierend sein. Auch ein Jüngling mag durch das Auftreten häßlicher Warzen aus der Fassung gebracht werden, und sie mögen lästig sein, weil sie ihn beim Arbeiten hindern. Aber Warzen treten nicht nur an den Händen auf.

      Manchmal entwickeln sich Warzen auch an den Fußsohlen, dann bereitet jeder Schritt Schmerzen. Warzen können nahezu an jeder Stelle der Haut auftreten, doch am häufigsten treten sie an den Händen und Füßen auf. Es gibt verschiedene Arten von Warzen, und dementsprechend ist auch ihre Färbung verschieden: weiß, verschiedene Schattierungen zwischen gelb und braun sowie schwarz oder grün.

      Die Ärzte sind überzeugt, daß die Warzen durch einen Virus hervorgerufen werden, der übertragbar ist. Den Virus hat man in einer Gewebekultur am Leben erhalten, auch ist er mit Hilfe eines Elektronenmikroskops photographiert worden.

      Wenn bei einer Person die Warzen spontan verschwinden, nimmt man an, diese Person sei nun verhältnismäßig immun dagegen. Warzen lassen sich auch, so überraschend es klingt, durch Suggestivbehandlung beseitigen. Besonders bei kleinen Kindern hat man damit Erfolg. Der Arzt mag die Warze bei einem kleinen Kind nur mit Leitungswasser bestreichen oder mit einem ungewöhnlichen Gegenstand und dem Kind sagen, die Warze werde nun verschwinden, darauf verschwindet sie auch tatsächlich im Laufe von einer Woche bis acht Wochen. In der Zeitschrift The Practitioner vom Mai 1967 konnte man lesen: „Der Warzenvirus ist der einzige Virus, der eine krankhafte Veränderung hervorruft, die durch Emotionen beeinflußt werden kann.“ Bei Kindern hat man mit der Suggestivbehandlung mehr Erfolg als bei Erwachsenen.

      Dr. John A. Crawford schrieb in der Fachzeitschrift Journal of the Indiana State Medical Association, Ausgabe vom Oktober 1967: „Ich habe meist die Zeit arbeiten lassen und dann erlebt, daß die Warzen durch wenig oder gar keine Behandlung verschwunden sind.“ Aber so leicht geht es nicht immer. Er erwähnt dann auch eine Behandlung, mit der er einen gewissen Erfolg erzielt hat. Ich habe ,Keramin‘ eingespritzt; das ist ein gesetzlich geschütztes Vitamin-A-Präparat, und damit habe ich merkwürdigerweise Erfolge erzielt, doch kann ich keine wissenschaftlichen Beweise dafür unterbreiten.“

      Auch eine Ernährungswissenschaftlerin erwähnt, daß man mit Vitamin A Warzen beseitigen kann. Adelle Davis schreibt in ihrem Buch Let’s Get Well (Wir wollen gesund werden), sie habe schon mehrere Fälle gehabt, in denen die Warzen nach wenigen Wochen verschwunden seien, wenn der Patient täglich 100 000 Einheiten Vitamin A und 300 Einheiten Vitamin E bekommen habe. Nach vier Wochen sei die Dosis von Vitamin A auf 50 000 Einheiten täglich herabgesetzt worden.

      Manchmal werden Warzen chirurgisch entfernt, aber diese Behandlung hinterläßt eine Narbe, und wenn sie auf der Fußsohle ist, kann sie Beschwerden verursachen, die ebenso unangenehm sein mögen wie die, welche die Warze verursacht hat. Auch die Behandlung durch Elektrokoagulation (Zerstörung durch Hochfrequenzströme) kann erfolgreich sein, wenn sie gründlich durchgeführt wird.

      Gegenwärtig ist keine Behandlung für jeden Fall ganz zufriedenstellend. Eine Behandlung, die bei dem einen Patienten erfolgreich ist, mag bei einem anderen Patienten zu keinem Ergebnis führen. Aber da es möglich ist, Warzen zu beseitigen, sollte niemand glauben, dazu verurteilt zu sein, mit häßlichen Warzen an den Händen durchs Leben zu gehen.

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