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Die Ehe im ParadiesDer Wachtturm 1960 | 15. Dezember
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Die Ehe im Paradies
„Und Gott, der Herr, nahm den Menschen und brachte ihn in das Paradies der Wonne, es zu pflegen und zu bewahren. Und Gott, der Herr, baute aus der Rippe, die er von Adam genommen hatte, ein Weib und brachte sie zu Adam.“ — 1. Mose 2:15, 22, Douay.
1. Wo hat die Ehegemeinschaft unter den Menschen ihren Anfang genommen, und wo wird ihr Zweck verwirklicht werden?
DIE erste Ehegemeinschaft nahm im Paradies ihren Anfang. Wenn unter Gottes Königreich das Paradies auf Erden wiederhergestellt wird, wird es so lange eine Ehegemeinschaft geben, bis Gottes Vorhaben in Verbindung mit dieser Gemeinschaft verwirklicht sein wird.
2. (a) Wie sollte man die Ehe betrachten, und weshalb? (b) Welche Frage entstand, als Gott seinen Beschluß, den Menschen zu erschaffen, kundtat, und warum?
2 Die Ehe sollte deshalb mit Recht geehrt und geachtet werden. Sie gehörte zu den Vorrechten, die der Mann und die Frau im Paradies genossen. Sie verlieh ihrem Leben im irdischen Paradies einen besonderen Reiz und erhöhte ihr Glück. Die menschliche Ehe wurde von der würdigsten, ehrenwertesten Instanz eingesetzt. Ihr Urheber war der Höchste, Gott im Himmel, der nie etwas Verkehrtes tut und nie eine Sünde begeht, der Schöpfer des Menschen. Gegen Ende des sechsten Schöpfungs-„Tages“ unternahm dieser heilige, erhabene Schöpfer Schritte, um sein höchstes irdisches Geschöpf ins Dasein zu bringen. „Und Gott [im Himmel] sprach weiter: ‚Laßt uns Menschen in unserem Bilde, gemäß unserem Gleichnis machen; und sie sollen sich untertan halten die Fische des Meeres und die fliegenden Geschöpfe der Himmel und die Haustiere und die ganze Erde und jedes kriechende Tier, das auf der Erde kriecht.‘“ (1. Mose 1:26, NW) Indem Gott zu seinem himmlischen Sohn, der ihm bei seinem Schöpfungswerk als Werkmeister diente, sagte: „Sie sollen sich untertan halten“, deutete er diesem gegenüber an, daß es zwei oder noch mehr, ja viele Menschen auf Erden geben sollte, die sich die niedrigeren, animalischen Geschöpfe untertan halten würden. Wie sollten diese Menschen hervorgebracht werden? Gott zeigte es seinem schöpferisch wirkenden Sohn.
3. Woher nahm Gott die Baustoffe, um den Menschen zu erschaffen, und wie bestätigt Paulus den Bericht hierüber im 1. Buch Mose?
3 Woher nahm Gott die Baustoffe dafür? In seinem Buch, der Bibel, sagt er: „Dann ging Jehova Gott daran, den Menschen aus dem Staub des Erdbodens zu bilden und in seine Nase den Odem des Lebens zu hauchen; und der Mensch wurde eine lebendige Seele. Auch pflanzte Jehova Gott einen Garten [einen Park, ein Paradies] in Eden, nach Osten hin, und dorthin setzte er den Menschen, den er gebildet hatte.“ (1. Mose 2:7, 8, NW und Fußnote) Der christliche Apostel Paulus bestätigt die inspirierte Echtheit dieses Bibelberichts in 1. Mose, Kapitel zwei, indem er sagt: „So steht auch geschrieben: ‚Der erste Mensch, Adam, wurde eine lebendige Seele.‘ … Der erste Mensch stammt von der Erde und wurde aus Staub gemacht.“ — 1. Kor. 15:45-47, NW.
4. Weshalb besitzt der Mensch geistige Fähigkeiten, ein Sittlichkeitsempfinden und Gefühle, die Affen nicht haben, und warum war es richtig, daß der männliche Mensch das Haupt seiner irdischen Gefährtin sein sollte?
4 Jehova Gott schuf ursprünglich nur e i n menschliches Geschöpf; doch war dies nicht nur ein Versuch. In wessen Bild schuf er den Menschen, vielleicht im Bilde eines Affen? Nein, sondern, wie Gott zu seinem schöpferisch tätigen Sohn sagte, „in unserem Bilde, gemäß unserem Gleichnis“. (1. Mose 1:26, NW) „Und Gott ging daran, den Menschen in seinem Bilde zu schaffen, im Bilde Gottes schuf er ihn.“ (1. Mose 1:27, NW) Aus diesem Grunde besaß der erste Mensch, der vollkommen und ein „Sohn Gottes“ war, geistige Fähigkeiten, ein Sittlichkeitsempfinden und Gefühle, die selbst das höchste der niedrigen, animalischen Geschöpfe nicht besaß. (Luk. 3:38, NW) Der Apostel Paulus bestätigte auch die inspirierte Echtheit der eben angeführten Worte aus 1. Mose, Kapitel 1, indem er sagte: „Ein Mann soll sein Haupt nicht verschleiern, da er Gottes Bild und Herrlichkeit ist.“ (1. Kor. 11:7, NW) Der erste Mensch, Adam, war Stammvater und Oberhaupt der menschlichen Familie. Er nahm deshalb dem nächsten Menschengeschöpf gegenüber, das auf der Erde erschien, eine Vorzugs- oder Vorrangstellung ein. Gott war als sein Schöpfer und himmlischer Vater daran interessiert, seinem Sohn Adam einen irdischen Gefährten zu geben, der zu ihm passen sollte. Wie beschaffte Gott diesen Gefährten?
5. Warum verband Gott den Menschen nicht mit einem Affen, und wie haben sich Wissenschaftler, die keinen Glauben haben, lächerlich gemacht?
5 Gott gab dem vollkommenen Menschen Adam nicht ein großes Affenweibchen zur Gefährtin. Dadurch hätte er seinen Sohn zur Bestialität verleitet. Der größte Biologe, Jehova Gott, wußte, daß sich Adam nicht mit einem Affenweibchen paaren konnte, um die Erde mit Bastardnachkommen zu füllen. Deshalb machten sich ungläubige Wissenschaftler nur lächerlich, als sie vergeblich versuchten, einen Mann oder eine Frau mit einem Affen zu kreuzen, um Nachkommen hervorbringen zu lassen und, gestützt auf deren Nachkommenschaft, ihre Theorie zu beweisen, daß der Mensch mit der Affenfamilie oder mit den Menschenaffen verwandt sei. — 2. Mose 22:19; 3. Mose 18:23-25.
6. Was war das Ergebnis der biologischen Studien Adams in Eden, und inwiefern wurde also Gottes Fähigkeit, als schöpferischer Vater zu wirken, auf die Probe gestellt?
6 Als Vater wünschte Gott seinem irdischen Sohn, Adam, Freude zu bereiten. Er machte ihn mit den Tieren, samt den Vögeln, bekannt und betraute ihn, weil Adam dazu befähigt war, mit der Aufgabe, allen Tieren Namen zu geben. Adam hatte jedoch nicht den geringsten Wunsch, sich mit einem der wildlebenden Tiere oder einem der Haustiere — auch nicht mit einem Affen — zu vereinigen und so mit einem dieser unter dem Menschen stehenden Geschöpfe Unzucht zu treiben. Der vollkommene Adam, „der Sohn Gottes“, fand unter den Tieren nicht seinesgleichen. Das Ergebnis seines biologischen Studiums sämtlicher Tiere ist in den Worten zusammengefaßt, die wir in 1. Mose 2:20 (NW) lesen: „Aber für den Menschen fand sich keine Gehilfin als seine Ergänzung.“ Was sollte Gott nun tun, um so mehr, als er gesagt hatte: „Es ist nicht gut für den Menschen, daß er allein bleibe, ich will ihm eine Gehilfin machen, die ihn ergänze“? Würde Gott imstande sein, ein Geschöpf hervorzubringen, das Adam gefallen und zu dem er sich als Mann hingezogen fühlen könnte, obwohl er es bis dahin noch nie gesehen haben würde? Als weiser Vater wußte Gott, wie er seinem Sohn eine Gefährtin geben konnte, mit der dieser wirklich zufrieden wäre. — 1. Mose 2:18, NW.
7, 8. (a) Auf welche Weise gab Jehova Gott seinem irdischen Sohn eine wirkliche Gefährtin? (b) Wie verhielt sich Adam, als Gott ihm seine künftige Edengefährtin vorstellte? Weshalb?
7 Stelle dir einmal im Geiste vor, du erwachest als normaler Mann aus einem tiefen, traumlosen Schlaf und sehest eine schöne, vollkommene Jungfrau vor dir, die, wie du, dem menschlichen Geschlecht angehöre — die erste, die du je gesehen hättest! Das hat Adam erlebt. „Darum ließ Jehova Gott einen tiefen Schlaf über den Menschen kommen, und während er schlief, nahm er eine von seinen Rippen und verschloß dann das Fleisch über ihrer Stelle. Und Jehova Gott ging daran, aus der Rippe, die er von dem Menschen genommen hatte, ein Weib zu bilden und sie zu dem Menschen zu bringen.“ — 1. Mose 2:21, 22, NW.
8 Jehova Gott macht keinen Fehler. Er ist ein exakter Wissenschaftler und zieht keine Fehlschlüsse. Er ist kein schlechter Ehestifter. Wie reagierte nun sein menschlicher Sohn auf diese erste Begegnung? Gott erklärte Adam, wer dieses weibliche Geschöpf sei und wie es ins Dasein gekommen sei. Folglich wußte Adam, daß es mit keinem der Tiere, die er vorher betrachtet und denen er Namen gegeben hatte, irgendwie in Verbindung stand oder verwandt war. Er erkannte, daß es der Wille seines himmlischen Vaters war, sich dieses weibliche Geschöpf zur Ehegefährtin zu nehmen. Er hätte sie, die von seinem Fleisch und Gebein war, niemals abgelehnt. Er war höchst beglückt, sie zur Frau zu nehmen und sie als seine Gehilfin und seine ihn ergänzende Gefährtin heimzuführen. Er war mit ihr völlig zufrieden, was seinen Vater sehr glücklich machte. „Dann sprach der Mensch [isch]: ‚Diese ist endlich Gebein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleische. Diese wird Männin [ischá] heißen, denn vom Manne [isch] wurde diese genommen.“ — 1. Mose 2:23, NW.
9. Von welchen Familiengruppen sollte Eden bewohnt werden, und wie bestätigte Jesus Christus die Übereinstimmung zwischen dem inspirierten ersten und zweiten Kapitel des ersten Buches Mose?
9 Deshalb wird in 1. Mose 1:27 (NW) gesagt: „Männlich und weiblich schuf er sie.“ Um dann zu zeigen, welche theokratische Regel im Edenparadies gelten sollte, erwiderte Gott auf die poetischen Worte Adams, gemäß 1. Mose 2:24 (NW), folgendes: „Deshalb wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen, und er muß sich zu seiner Ehefrau halten, und sie müssen e i n Fleisch werden.“ Mehr als viertausend Jahre später bestätigte Jesus Christus, der himmlische Sohn Gottes, die inspirierte Echtheit des ersten und des zweiten Kapitels des ersten Buches Mose. Er zeigte, daß diese sich nicht widersprechen, sondern miteinander übereinstimmen, indem er im Gespräch mit den religiösen Führern, die Gottes Wort durch ihre Überlieferungen ungültig gemacht hatten, daraus zitierte und sagte: „Habt ihr nicht gelesen, daß der, welcher sie schuf, sie am Anfang als Mann und Weib schuf und sprach: ‚Aus diesem Grunde wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen, und die zwei werden e i n Fleisch sein‘? … Was also Gott zusammengejocht hat, soll kein Mensch trennen.“ (Matth. 19:4-6, NW) Demgemäß sollte das Edenparadies mit unabhängigen, wenn auch verwandten Familiengruppen bevölkert werden.
DIE ERSTEN KOSTEN DER EHE
10. (a) Wie erklärt Paulus das Verhältnis zwischen Mann und Frau in bezug auf ihre entsprechende „Herrlichkeit“? (b) Warum war die vollkommene Frau für den vollkommenen Mann etwas Gutes?
10 Um eine Frau zu erhalten, kostete es Adam eine seiner Rippen. Da diese erste Frau vom ersten Mann, von Adam, stammte, der seinerseits im Bilde Gottes und gemäß dessen Gleichnis erschaffen worden war, wurde sie des Mannes Herrlichkeit. Der inspirierte Apostel Paulus deutet das Verhältnis zwischen Mann und Frau in diesem Sinne, wenn er sagt: „Er ist Gottes Bild und Herrlichkeit; die Frau aber ist des Mannes Herrlichkeit. Denn der Mann ist nicht aus der Frau, sondern die Frau aus dem Manne; und überdies wurde der Mann nicht um der Frau willen erschaffen, sondern die Frau um des Mannes willen.“ (1. Kor. 11:7-9, NW) Da der Mann das irdische Bild und Gleichnis Gottes war, hätte die Frau, die Gattin, allen Grund gehabt, vor ihrem Gatten, dem Mann, tiefen Respekt zu haben. Auf diese Weise hätte sie ihres Mannes Herrlichkeit am besten widerspiegeln können. Sie wäre dann für Adam wirklich etwas Gutes gewesen. „Wer ein Weib gefunden, hat Gutes gefunden und hat Wohlgefallen erlangt von Jehova“, lesen wir in Sprüche 18:22. Die Frau war etwas Gutes, weil sie vom himmlischen Vater kam; denn es steht geschrieben: „Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk stammt von oben, denn es kommt vom Vater der himmlischen Lichter herab.“ — Jak. 1:17, NW.
11. Wie war die Ehe in Eden, und weshalb ist die Ehe heilig?
11 Aus diesem Grunde war jene Ehe im Edenparadies eine vollkommene Ehe; denn sie war zwischen dem vollkommenen Mann und der vollkommenen Frau geschlossen worden, dem Mann, der in Gottes Bild und Gleichnis erschaffen worden war, und der Frau, die treulich die vollkommene Herrlichkeit des Mannes zu Gottes Ehre widerspiegeln konnte. Da die Ehe eine von dem Gott der Heiligkeit geschaffene Einrichtung ist, ist sie heilig. Sie ist nicht sündhaft an sich, doch kann man sich gegen sie versündigen.
12, 13. Warum konnte Gott das menschliche Ehepaar segnen, und weshalb gehörte die Ehe zu all dem, was Gott als gut ansah?
12 Gemäß dem Vorhaben Gottes, des Schöpfers, sollte die Ehe für Mann und Frau ein Segen sein; sie sollten miteinander in Frieden leben und gemeinsam zur Verwirklichung des vollkommenen Vorhabens Gottes, Jehovas, beitragen. Aus diesem Grunde segnete ihr Schöpfer und himmlischer Vater sie, als der Mann, Adam, die Frau zur Ehegefährtin annahm.
13 Aus folgenden Worten geht hervor, wie er sie segnete und ihnen seinen Willen kundtat: „Männlich und weiblich schuf er sie. Sodann segnete Gott sie, und Gott sprach zu ihnen: ‚Seid fruchtbar, werdet viele und füllt die Erde und unterwerft sie euch, und haltet euch untertan die Fische des Meeres und die fliegenden Geschöpfe der Himmel und jedes lebendige Geschöpf, das auf der Erde kriecht.‘“ (1. Mose 1:27, 28, NW) Gott hätte etwas Schlechtes ebensowenig segnen können, wie er etwas Sündhaftes, Unrechtes hätte schaffen können. Seine Schöpfung, die vollkommene Frau, war etwas Gutes, da es für den einzigen Menschen auf Erden nicht gut gewesen wäre, in seiner Art allein zu bleiben; und allein, von sich aus, hätte der Mensch keine Nachkommen von seiner Art hervorbringen können. Auch war die Ehe zwischen dem vollkommenen Mann und der vollkommenen Frau im Paradies etwas Gutes, weil dadurch das gesegnete Vorhaben des himmlischen Vaters verwirklicht werden sollte, d. h., die Erde sollte hinreichend mit vollkommenen Menschengeschöpfen gefüllt und zu einem Paradies gemacht werden, das die ewige Wohnstätte eines vollkommenen Menschengeschlechts sein sollte. Der Bibelbericht über den sechsten Schöpfungs-„Tag“ bezieht die vollkommene Ehe im Paradies mit ein, wenn darin gesagt wird: „Nach diesem sah Gott alles an, was er gemacht hatte, und siehe! es war sehr gut. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: ein sechster Tag.“ — 1. Mose 1:31, NW.
14. Traf Gott Vorkehrungen, daß dieses Paar die Ehe später hätte scheiden können, und welche Haltung nahm Adam in Eden gegenüber einer Scheidung ein?
14 Das war die erste Form der Ehe, die es auf Erden gab, und die führenden Völkerkundler unseres zwanzigsten Jahrhunderts, die keinen Glauben haben, suchen vergeblich nach einer anderen, noch älteren Eheform. Traf Jehova Gott, als er den vollkommenen Mann mit der vollkommenen Frau im Paradies vermählte, irgendwelche Vorkehrungen, damit dieses junge Paar später die Ehe hätte scheiden können? Nein; warum hätte er es auch tun sollen? Er gab ihnen ja die Aussicht, ewig vereint, in Frieden und Eintracht und zusammen mit einer vollkommenen, glücklichen Familie von Nachkommen in einem Paradies zu leben, das die ganze Erde umfassen sollte. An seinem glücklichen Hochzeitstag wäre Adam niemals auf den Gedanken an eine spätere Scheidung gekommen. Warum sollte er sich von dem Gebein, das von seinem Gebein, und dem Fleisch, das von seinem Fleisch war, ja von jemandem, der mit ihm „e i n Fleisch“ war und mit dem Gott ihn zusammengejocht hatte, jemals trennen wollen? Er und auch seine Frau waren entschlossen, den köstlichen Zweck, dem ihre vollkommene Ehe dienen sollte, zu erfüllen.
15. Wovon war diese menschliche Ehe ein Bild, und was wurde also dadurch dargestellt, daß Adam eine Rippe entnommen wurde, um daraus für ihn ein Weib zu bauen?
15 Ihre unlösbare Ehe war ein menschliches Bild von der erhabeneren Vermählung ihres himmlischen Vaters mit seiner himmlischen, weibesgleichen Gefährtin, nämlich seiner unsichtbaren, himmlischen Organisation heiliger Geistsöhne. Lange vor der Erschaffung des Mannes und der Frau hatte Gott eine aus himmlischen Söhnen bestehende Organisation geschaffen. Diese Söhne hatten von ihrem unsichtbaren, himmlischen Standort aus die Erschaffung der Erde beobachtet. Auf diese organisierten Söhne nahm Jehova Gott Bezug, als er zu dem gottesfürchtigen Hiob im Lande Uz sagte: „Wo warst du, als ich die Erde gründete? … als die Morgensterne miteinander jubelten und alle Söhne Gottes [zustimmend] jauchzten?“ (Hiob 38:4, 7) Und mit dem obersten dieser aus himmlischen Söhnen bestehenden Organisation redete Jehova Gott, als er sagte: „Laßt uns Menschen in unserem Bilde, gemäß unserem Gleichnis machen.“ (1. Mose 1:26, NW) Diese aus Engelsöhnen bestehende Organisation ging aus Jehova Gott hervor, der sie durch seine wirksame Kraft oder seinen Geist geschaffen hatte. Dies wurde dadurch dargestellt, daß Gott Adam eine Rippe entnahm und daraus eine Frau für Adam bildete.
16. (a) Wie sprach Gott in Eden von seiner himmlischen Organisation, und warum? (b) Wieso wurde sie in Jesaja 54:1-6 mit Sara verglichen?
16 Die Bande, die Gott mit dieser himmlischen Engelorganisation verbinden, sind ebenso unlösbar wie Ehebande, und deshalb spricht er von dieser aus heiligen Engeln bestehenden, universellen, himmlischen Organisation als von seinem Weibe. Auf dieses symbolische himmlische Weib nahm er Bezug, als er zu der großen Schlange, die die Sünde im Edenparadies einführte, sagte: „Ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Er wird dir den Kopf zermalmen, und du wirst ihm die Ferse zermalmen.“ (1. Mose 3:15. NW) Gemäß dieser Verheißung sollte es noch lange dauern, bis die himmlische Engelorganisation diesen verheißenen Samen, den Christus oder Messias, hervorbringen würde. Sie wurde deshalb mit der lange unfruchtbar gewesenen Sara, der Frau des Patriarchen Abraham, verglichen, die diesem im Alter von neunzig Jahren ihren ersten und einzigen Sohn, Isaak, gebar. Sara als Sinnbild benutzend, gab Jehova Gott seiner himmlischen Organisation oder seinem „Weib“ prophetisch die Zusicherung, daß sie zur bestimmten Zeit den verheißenen Samen oder Christus gebären werde. Gott sagte: „Jubele, du Unfruchtbare, die nicht geboren … Denn der dich gemacht hat, ist dein Mann — Jehova der Heerscharen ist sein Name —, und der Heilige Israels ist dein Erlöser: er wird der Gott der ganzen Erde genannt werden. Denn wie ein verlassenes und im Geiste betrübtes Weib ruft dich Jehova, und wie ein Weib der Jugend, wenn sie verstoßen ist, spricht dein Gott.“ — Jes. 54:1, 5, 6.
17. Was wird dadurch dargestellt, daß Abraham sich nie von Sara scheiden ließ, und wofür ist dies ein Vorbild?
17 Abraham ließ sich nie von seiner Frau, Sara, scheiden. Sie war immer noch seine Frau, als sie siebenunddreißig Jahre nach der Geburt ihres einzigen Sohnes, Isaak, starb. (1. Mose 23:1, 2) Jehova Gott wird ebenfalls die „Ehe“ mit seiner treuen, himmlischen Organisation, seinem „Weibe“ oder seiner „Frau“, die auf Erden durch Sara dargestellt wurde, nie scheiden. Sein Verhältnis zu seiner Organisation ist das richtige, himmlische Vorbild für alle menschlichen Ehen, angefangen mit der Ehe Adams und Evas im irdischen Paradies. — Gal. 4:26, 28.
18. Warum und wie wären die Ehegemeinschaften im Garten Eden zufolge beständiger Treue gegenüber Gott monogam geblieben?
18 Adams Ehe war monogam, denn Gott gab ihm nur e i n e Frau. Wenn Adam und Eva im Paradies treu geblieben wären und in jenem Edenpark vollkommene Söhne und Töchter hervorgebracht hätten, dann hätten sie das göttliche Vorbild nachgeahmt. Sie hätten dann einem jeden ihrer Söhne nur e i n e ihrer Töchter, von denen jede eine Jungfrau gewesen wäre, zur Frau gegeben. Die so entstandenen Ehegemeinschaften wären unlösbar gewesen, und wenn alle diese Eheleute ihrem Gott treu geblieben wären, dann hätte niemand von ihnen die Strafe für die Sünde — nämlich den Tod — erleiden müssen. Es wäre niemand von ihnen gestorben, und keine Ehe wäre je durch den Tod aufgelöst worden. Es hätte dann auch keine Eheschließungen zwischen Witwern und Witwen gegeben.
19. Wie wäre dann das Kindergebären in Eden gewesen, und wie lange hätte es angedauert?
19 Alle Ehen wären fruchtbar gewesen, das heißt, es wären aus ihnen viele vollkommene Kinder hervorgegangen. Das Kindergebären wäre für die Frauen ein wunderbares, freudiges Erlebnis geworden, dem sie mit Freude und ohne jede Furcht hätten entgegenblicken können. All das hätte dazu beigetragen, Gottes Vorhaben zu verwirklichen, das darin bestand, die Erde mit vollkommenen Menschen zu bevölkern, die das erdenweite Paradies, ihre ewige Wohnstätte, bebauen und pflegen sollten. Wenn dann dieses Vorhaben verwirklicht worden wäre, dann hätten die vollkommenen Ehepaare vollkommene Selbstbeherrschung geübt und sich davon zurückgehalten, weitere Kinder hervorzubringen. In Übereinstimmung mit Gottes Willen und Vorkehrung hätte ihr Fortpflanzungsvermögen dann seine Grenze erreicht, und sie hätten aufgehört, sich fortzupflanzen. Das Eheleben im Paradies hätte für Ehegatten keine „Drangsal im Fleische“ bedeutet, wie Paulus es für Ehepaare von heute voraussagte. — 1. Kor. 7:28, NW.
20. Was ist trotz der gegenwärtigen Lage, die Ehe betreffend, und der vielen Kinder, die als Folge davon gestorben sind, heute noch Gottes Vorhaben, und was sagt er zum Erzfeind seines Vorhabens?
20 Gottes Vorhaben, die Erde zu einem Paradies zu machen und sie mit vollkommenen, gottesfürchtigen Männern und Frauen zu füllen, die den großen Schöpfer lobpreisen, wird zu seiner bestimmten Zeit verwirklicht werden, ungeachtet der gegenwärtigen Lage, was die Ehe unter den Menschen betrifft, ja ungeachtet der Tatsache, daß Milliarden von Kindern aus Ehen, die einmal geschlossen wurden, heute aber aufgelöst sind, tot im Staub der Erde liegen. Die Verwirklichung seines wunderbaren Vorhabens bezüglich der Erde, das Gott Adam und Eva im Paradies enthüllte, ist heute noch sein Ziel, und sie ist für ihn nicht unmöglich. Dem Erzfeind dieses Vorhabens gegenüber erklärt er: „Jehova der Heerscharen hat geschworen und gesprochen: Wahrlich! Wie ich es vorbedacht, also geschieht es; und wie ich es beschlossen habe, also wird es zustande kommen … Denn Jehova der Heerscharen hat es beschlossen, und wer wird es vereiteln? und seine ausgestreckte Hand — wer könnte sie abwenden?“ — Jes. 14:24-27.
21. Wie viele Ehen wurden im Paradies geschlossen, und was wäre der Menschheit erspart geblieben, wenn alle Ehen dort geschlossen worden wären?
21 Doch wie viele unglückliche und gescheiterte Ehen und wieviel Herzeleid wären der Menschheit erspart geblieben, und wieviel weniger wären Gottes Name und sein Wort gelästert worden, wenn alle Ehen im Paradies geschlossen worden wären, und zwar in einem Paradies, das sich nicht nur auf jenen Garten im Nahen Osten beschränkt, sondern sich auf die ganze Erde erstreckt hätte und das sich gehorsame, gerechte, vollkommene Ehepaare und ihre heiligen Kinder untertan gemacht hätten! Gott hatte die Möglichkeit geschaffen, daß alle Ehen in dem erweiterten Garten Eden hätten geschlossen werden können. Aber leider wurde in dem irdischen Paradies, das vor nahezu sechstausend Jahren bestand, nur eine Ehe geschlossen.
22. (a) Warum ergab sich aus jener Eheschließung im Paradies soviel häusliche Zwietracht und Freudlosigkeit? (b) Wovor hatte Eva ursprünglich die richtige Achtung bekundet, und warum dies mit Recht?
22 Die gesegnete Gemeinschaft des vollkommenen Adam mit der vollkommenen Eva begann in ihrer vollkommenen Heimat und hatte Gottes Segen. Wieso kam es denn zu solch häuslicher Disharmonie und zur Freudlosigkeit? Es kam dadurch, daß der Mann und die Frau, obwohl sie vollkommen waren, ihren ehelichen Verpflichtungen nicht nachkamen und das richtige Verhältnis zueinander nicht bewahrten, als ihre erste Prüfung kam. Jemand, der sich in ihre Privatangelegenheiten einmischte, trat auf den Plan, ein Ehezerrütter und Familienzerstörer, einer, der den Plan schmiedete, diese göttliche Einrichtung völlig zu seinem eigenen, selbstischen Vorteil auszunutzen. Es handelte sich dabei um einen ehrgeizigen, selbstsüchtigen und rebellischen Geistsohn Gottes, der sich den Namen Satan, der Teufel, erwarb. Er besprach sich nicht mit beiden Eheleuten gemeinsam, sondern begann durch eine Schlange, mit Eva zu sprechen, als sie allein und Adam, ihr Mann und eheliches Haupt, abwesend war. Eva sagte der Schlange ganz richtig, was ihr Mann ihr gesagt hatte, nämlich daß Gott ihnen verboten habe, von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen zu essen. Sie befolgte die Worte und das Beispiel ihres Mannes und aß nicht von dem Baum. Ihr Mann nahm ihr gegenüber die Stellung eines Propheten Gottes, Jehovas, ein und war damals noch ein wahrer Prophet. So zeigte sie also, daß sie Gottes Wort achtete und ihren Mann, durch den es ihr übermittelt wurde, als leitendes Haupt anerkannte.
DAS LEITENDE HAUPT IN DER EHE AUSSER ACHT GELASSEN
23. Was sagte nun die Schlange, und welche Beschuldigung erhob sie gegen Adam und Gott?
23 Doch nun sagte die Schlange (oder der Unsichtbare, der hinter ihr stand) zu Eva, ihr Mann sei ein falscher Prophet. Sie verleumdete Jehova Gott und stellte ihn als Lügner hin, der nicht allmächtig und nicht imstande sei, die Strafe für die Übertretung seines Gesetzes zu vollziehen. „Darauf sprach die Schlange zum Weibe: ‚Ihr [beide, du und dein Mann] werdet bestimmt nicht sterben, denn Gott weiß, daß an demselben Tage, an dem ihr davon [von dem verbotenen Baum] eßt, euch die Augen aufgehen werden und ihr gewiß wie Gott werdet, erkennend Gutes und Böses.‘“ — 1. Mose 3:4, 5, NW.
24. Wie verletzte dann Eva ihr Eheverhältnis, und wie wollte sie nun ihre angebliche Weisheit anwenden?
24 Eva fühlte sich von dem Gedanken, wie ihr himmlischer Vater zu werden, angezogen, und so nahm sie von der verbotenen Frucht. Doch welch eine Idee, durch Ungehorsam ihrem Vater gleich werden zu wollen! Dadurch verletzte sie ihr theokratisches Eheverhältnis; sie unterließ es, ihren Mann in seiner Eigenschaft als Gottes Prophet zu befragen. Und es erging ihr, wie es ihren Nachkommen, den Israeliten, lange danach, in der Zeit ihrer Krise, erging. „Das Wort Jehovas haben sie verschmäht, und welcherlei Weisheit haben sie?“ (Jer. 8:9) Und was noch schlimmer war, sie wollte nun auch ihren Mann beeinflussen, damit er ihre — wie sie dachte — weise Tat nachahmen sollte.
25. (a) Wie kam es, daß Adam sich seinem ersten Eheproblem gegenübersah? (b) Konnte sich Adam von Eva scheiden lassen, und was war in dieser Sache entscheidend?
25 Später kam Adam wieder zu Eva. Doch nun stand er nicht mehr derselben Frau gegenüber, die er gekannt hatte. Er hatte eine Frau vor sich, die höher von sich dachte, als ihr zu denken gebührte. Er sah vor sich eine Übertreterin, eine Frau, die ihrem Gott und Vater gegenüber ungehorsam geworden war. Sie bot ihm die verbotene Frucht an, was ihre Sünde bestätigte. Nun stand Adam vor seinem ersten Eheproblem. Gott war nicht zugegen, so daß er ihn hätte fragen können. Adam wußte jedoch, daß seine Frau eine ernste Sünde begangen hatte und unter das Todesurteil geraten war, das Gott ihnen mit den Worten angekündigt hatte: „An dem Tage, da du davon ißt, wirst du gewißlich sterben.“ (1. Mose 2:17, NW) Durch diese Todesstrafe konnte Adams Ehe mit der schönen Eva aufgelöst werden. Adam hatte kein Recht, seine Ehe mit Eva zu lösen; sie war Gebein von seinem Gebein und Fleisch von seinem Fleisch. Sie war „e i n Fleisch“ mit ihm, und Jehova Gott selbst hatte sie zusammengejocht.
26, 27. (a) Wie hätte Adam von Evas Übertretung Abstand nehmen können, und welcher Verantwortung wäre er dadurch nachgekommen? (b) Wie wurde die Tatsache, daß der Ehemann das Haupt der Ehegemeinschaft ist, im Gesetz Israels dargelegt, und wie hätte Adam weiterhin Gottes Prophet sein können?
26 Adam hätte damals aber von Evas Übertretung Abstand nehmen und sich weigern können, von der verbotenen Frucht aus ihrer Hand zu essen, als sie ihn dazu überreden wollte. Ihr Gott und himmlischer Vater hatte allerdings gesagt: „Deshalb wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen, und er muß sich zu seiner Ehefrau halten.“ Aber seinen Gott durfte er nicht verlassen. Wen liebte Adam mehr, seine Frau oder seinen Gott und Lebengeber? Um seiner Frau gegenüber die richtigen Schritte zu unternehmen, hätte Adam nicht zu warten brauchen, bis er „die Stimme Jehovas Gottes“ hörte, „der zur Tageszeit der Brise im Garten [Paradies] wandelte“. Er hätte zeigen können, daß er in ihrer Ehe das leitende Haupt war, wie es viel später der israelitische Ehemann in Gottes auserwählter Nation war. Die Israeliten traten durch einen feierlichen Bund, der durch den Mittler Mose, den Propheten, geschlossen wurde, mit Gott in ein Verwandtschaftsverhältnis ein, während Adam und Eva als Gottes vollkommene Kinder in einem direkten Verwandtschaftsverhältnis mit Gott standen und keinen Mittler brauchten. — 1. Mose 2:24; 3:8, NW.
27 Im Falle einer Israelitin erklärte Gottes durch Mose gegebenes Gesetz folgendes: „Das Gelübde einer Witwe oder einer Verstoßenen [Geschiedenen, NW], alles, was sie [die keinen Mann als Haupt hat] sich auferlegt hat, besteht für sie zu Recht. Wenn sie aber im Hause ihres Mannes ein Gelübde tut oder durch einen Eid sich eine Enthaltung auferlegt, und ihr Mann hört davon, schweigt aber dazu und wehrt ihr nicht, so gelten alle ihre Gelübde, und jede Enthaltung, die sie sich auferlegt hat, besteht zu Recht. Wenn jedoch ihr Mann an dem Tage, da er davon hört, es aufhebt, so gilt nichts von dem, was sie ausgesprochen hat, kein Gelübde und keine Enthaltung; ihr Mann hat es aufgehoben, und der Herr [Jehova] wird ihr vergeben. Jedes Gelübde und jeden Enthaltungseid zum Zweck der Kasteiung kann ihr Mann zu Recht bestehen lassen oder aufheben. Wenn er sie aber, nachdem er davon gehört hat, aufhebt, so hat er ihre Schuld zu tragen.“ (4. Mose 30:10-14, 16, ZB) Hätte Adam von der Übertretung seiner Frau Abstand genommen und die Frucht in ihrer reizenden Hand zurückgewiesen, dann hätte er Jehovas Prophet des Menschengeschlechts bleiben können. Er hätte dann kein schlechtes Gewissen haben und sich mit verhüllten Lenden verstecken müssen, als sich Jehova Gott ihm „zur Zeit der Brise“ näherte.
28. Weshalb konnte Adam nicht mit gutem Gewissen von der Frucht essen, die ihm Eva überreichte?
28 Es handelte sich in diesem Fall nicht um ein Mahl, das die Frau zubereitet hatte und ihrem Mann nun vorsetzte, damit dieser es zu sich nehme, ohne um des Gewissens willen irgendwelche Fragen zu stellen. Daher begann sich bei Adam das Gewissen zu regen, denn er wußte, welche Frucht zu essen man ihn überreden wollte — die Frucht, deren Genuß ihnen ihr Gott und Schöpfer, der Eigentümer des Paradieses, verboten hatte.
29. (a) Wie versäumte Adam, als Haupt der Ehegemeinschaft zu handeln? (b) Wie zeigte Paulus, wer bezüglich der Übertretung der schuldigere Teil war?
29 Jetzt wäre es an der Zeit gewesen, daß Adam als theokratisches Haupt ihrer Ehegemeinschaft gehandelt hätte. Statt dessen ließ er sich umgarnen, aus Furcht, seine Frau zu verlieren, falls Gott das Todesurteil an ihr vollstrecken würde. Er ließ zu, daß seine Frau ihn den Ungehorsam gegenüber dem höchsten Gesetz Gottes lehrte. Er folgte dem Beispiel seiner Frau, die ihm — irregeführt durch das schlaue, falsche Argument der Schlange — im Sündigen vorangegangen war. Er unterstützte sie in ihrer Sünde, indem er selbst von der verbotenen Frucht aß. Er kam seiner ehelichen Pflicht, als Haupt und Beschützer seiner Familie zu wirken, mit der er die Erde füllen sollte, nicht nach. Folglich war er als Haupt des Hauses von den beiden nun sündhaften Ehepartnern der schuldigere. In Übereinstimmung damit schrieb der Apostel Paulus: „Ich gestatte einer Frau nicht, zu lehren, noch Autorität über einen Mann auszuüben, sondern sie soll sich still verhalten. Denn Adam wurde zuerst gebildet, dann Eva. Auch wurde Adam nicht betrogen, das Weib aber wurde gründlich betrogen und geriet in Übertretung.“ — 1. Tim. 2:12-14, NW.
30. Wen bezeichnete Gott als den Hauptverantwortlichen für die Zerstörung dieser Ehe, und welche Strafe verhängte er?
30 Als Gott über das sündige Paar Gericht hielt, machte er in erster Linie den unsichtbaren Geist-Rebellen, der hinter der Schlange stand, für die Zerstörung dieser Ehe im Paradies verantwortlich. Gott sagte zu der Schlange: „Weil du das getan hast …“ Dann fällte er das Urteil über Satan, den Teufel; es lautete auf künftige Vernichtung durch die Ferse des Samens des himmlischen „Weibes“ Gottes. — 1. Mose 3:14, 15, NW.
31, 32. (a) Woraus ist ersichtlich, wem Gott in bezug auf das Ehepaar eine schwerere Verantwortung auferlegte? (b) Inwiefern hatte Eva verfehlt, „des Mannes Herrlichkeit“ widerzuspiegeln, und welche Strafe auferlegte Gott ihr?
31 Was das Menschenpaar betrifft, so auferlegte Jehova Gott dem Ehemann die größere Verantwortung. Adam, den Mann, verurteilte er dazu, die Früchte des verfluchten Erdbodens außerhalb des Paradieses zu essen, bis er sterben und zum Staub des verfluchten Erdbodens zurückkehren würde.
32 Das Urteil, das Gott über Eva, das Weib, fällte, sagte ihr lediglich voraus, daß sie mit Schmerzen Kinder gebären und ihrem Mann untergeordnet sein würde. Sie hatte sich nicht als des „Mannes Herrlichkeit“, d. h. ihres vollkommenen Ehemannes Herrlichkeit, erwiesen. Sie hatte ihn als Haupt und Propheten mißachtet und seine von Gott kommende Warnung außer acht gelassen; sie hatte sich von einem Fremden, einem Verleumder Gottes und seines Propheten, irreführen lassen und war im Sündigen vorangegangen. Deshalb sollte sie nun erfahren, daß ihr Mann ihr Haupt war. In seinem Urteilsspruch sagte Gott zu dem Weibe, zu Eva: „Und dein Verlangen wird nach deinem Manne sein, und er wird über dich herrschen.“ (1. Mose 3:16, NW) Von da an unterstand sie der Herrschaft eines unvollkommenen Mannes, der willentlich gesündigt hatte und von Gott verstoßen worden war, bis sie starb, sofern Adam, der erst im Alter von 930 Jahren starb, sie überlebte.
33. Welche Maßnahmen ergriff Gott nun, wodurch die Ehe im Paradies ein Ende nahm, und was war an all diesem schuld?
33 So nahm für dieses Paar das Eheleben in jenem friedlichen Paradies in Eden ein Ende. Schuld daran war die Sünde, die eine Verletzung des heiligen Gesetzes Gottes ist. Gott wollte nicht, daß Adam und Eva weiterhin von den Früchten Edens genießen sollten, auf die sie, weil sie nun Sünder waren, kein Recht mehr hatten und von denen Adam — möglicherweise unter dem Einfluß und durch Einflüsterungen seiner Frau — vielleicht zu essen suchen würde. „Und Jehova sagte weiter: ‚Der Mensch hier ist im Erkennen von Gutem und Bösem wie einer von uns geworden; und nun, damit er seine Hand nicht ausstrecke und tatsächlich auch (eine) Frucht vom Baume des Lebens nehme und esse und ewiglich lebe —‘ Somit entfernte Jehova Gott ihn aus dem Garten [Paradies] Eden, damit er den Erdboden bebaue, von dem er genommen worden war. Und so trieb er den Menschen hinaus und stellte im Osten des Gartens Eden die Cherubim auf und die flammende Klinge eines fortwährend kreisenden Schwertes, um den Weg zu bewachen, der zum Baume des Lebens führt.“ — 1. Mose 3:22-24, NW.
34. Wie werden binnen kurzem Ehegemeinschaften in einem Paradies Tatsache werden, und welches Vorrecht gegenüber dem Urheber der Ehe werden Verheiratete haben?
34 Das Eheglück im Paradies nahm somit ein unheilvolles Ende, weil der Mann und die Frau das von Gott verordnete Verhältnis zueinander nicht aufrechterhielten. Indes werden sich die Menschen einer idealen Ehe, wie sie im Paradies bestand, zum Ruhme des großen Urhebers der Ehe bald auf wunderbare Weise erfreuen können. Das wird nicht dadurch möglich, daß die sich Liebenden sterben und in den Himmel kommen, um dort miteinander in himmlischer Ehe vereint zu werden, sondern dadurch, daß Menschen den kurz bevorstehenden Krieg von Harmagedon überleben. Wenn durch diesen universellen Krieg alle die vernichtet sein werden, die heute die Erde verderben, wird das Paradies durch Gottes Königreich, das unter Christus, dem Samen seines „Weibes“, steht, auf Erden wiederhergestellt und über den ganzen Erdball ausgedehnt werden. Die Ehegemeinschaft der treuen Überlebenden, die bereits verheiratet sind, wird nach Harmagedon im wiederhergestellten Paradies weiterbestehen. Die ledigen Überlebenden werden das Vorrecht haben, eine Ehe mit einem theokratischen Gefährten einzugehen, und sich des Glückes erfreuen, unter paradiesischen Verhältnissen, wenn Satan, der Teufel, gebunden sein wird, Kinder aufzuziehen. Und alle werden das Vorrecht haben, Jehova Gott zu rechtfertigen, indem sie beweisen, daß die Ehe im Paradies zu einem gesegneten Erfolg gemacht werden kann.
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Die Ehe außerhalb des ParadiesesDer Wachtturm 1960 | 15. Dezember
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Die Ehe außerhalb des Paradieses
1. Wozu führte die Schließung weiterer Ehen außerhalb des Gartens Eden, und die Nachkommen welchen Sohnes Adams überlebten die Flut?
DIE Ehe zwischen Adam und Eva blieb nach deren Austreibung aus dem Edenparadies bestehen. Bestimmt war sie aber von da an keine friedsame Ehe mehr. Auf den verfluchten Erdboden hinausgetrieben, begannen sie, ihre sündhaften Kinder hervorzubringen, die schon von Geburt den Todeskeim in sich trugen. Adam „wurde der Vater von Söhnen und Töchtern“. (1. Mose 4:1; 5:4, NW) Im Laufe der Zeit wurden neue Ehen geschlossen. Die erwachsenen Söhne Adams wurden mit den erwachsenen Töchtern Adams verheiratet. So wird berichtet, daß Adams erstgeborener Sohn, Kain, später „mit seiner Frau Verkehr hatte und sie schwanger wurde und Enoch gebar“. Die Bibel führt sechs Generationen auf, die von Kain abstammten und „im Lande Nod [Flucht, Fußnote], östlich von Eden“, für sich wohnten, (1. Mose 4:16-24, NW) Kain hatte einen jüngeren Bruder namens Seth. Von ihm stammt die heutige Menschheitsfamilie ab, nicht von Kain, denn Kains Nachkommen kamen in der Sintflut alle um. Zu Seths Nachkommen gehörten Henoch, der Prophet, und Noah, der die Arche baute, in der acht Menschenseelen die weltweite Flut überlebten. — 1. Pet. 3:20; 2. Pet. 2:5.
2. Wer führte die Polygamie ein, und auf welche Weise nahmen ungehorsame „Söhne Gottes“ Ehebeziehungen mit Menschen auf?
2 Über die Tage Noahs vor der Flut sagte Jesus Christus selbst, daß „die Leute … in jenen Tagen vor der Flut … aßen und tranken, heirateten und verheiratet wurden, bis zu dem Tage, da Noah in die Arche hineinging“. (Matth. 24:38, NW) Die Heilige Schrift berichtet nicht, wie jene Eheschließungen vollzogen wurden. Die Polygamie wurde von Lamech, einem Nachkommen des bösen Kain, eingeführt; denn Lamech nahm sich zwei Frauen. (1. Mose 4:19-24) In den Tagen Noahs vor der Flut kamen „Söhne Gottes“ vom Himmel auf die Erde herab und verkörperten sich, um die schönen „Töchter der Menschen“ zu heiraten. Es wird berichtet, daß diese ungehorsamen „Söhne Gottes“ ihre Leidenschaft befriedigten, indem „sie sich zu Weibern nahmen von allen, die sie sich auslasen“, und so ein Geschlecht von Bastarden hervorbrachten, die Nephilim genannt wurden, das heißt „die Mächtigen, die von jener Welt waren, die Männer von Ruhm“. Wie viele Frauen jeder dieser leidenschaftlichen „Söhne Gottes“ auswählte, um sie zu sich zu nehmen, und ob sie gesetzlich verheiratete Frauen deren rechtmäßigen Männern einfach wegnahmen, weil sie so schön waren, sagt die Bibel nicht. — 1. Mose 6:1-4, NW.
3. Wie erging es den Polygamisten in der Sintflut, und welche Form der Ehe halten jene Personen aufrecht, durch die das Menschengeschlecht erhalten bleibt, um im wiederhergestellten Paradies zu leben?
3 Eines ist sicher: Die Polygamisten kamen in der Flut alle um, denn Noah und seine drei Söhne, die sie überlebten, hatten alle nur e i n e Frau. Da Jesus Christus sagte, daß es in den Tagen der „Zeit des Endes“ dieser bösen Welt ebenso sein werde, wie es in den Tagen Noahs war, wissen wir, daß kein Bigamist oder Polygamist das Ende dieser bösen Welt überleben und in das Paradies gelangen wird, das unter Gottes Königreich steht. Demnach stammt die Menschheitsfamilie von einem Mann ab, der nur e i n e Frau hatte. Auch wurde die Menschheit während der Sintflut durch einen Mann am Dasein erhalten, der nur e i n e Frau hatte; seine Söhne waren ebenfalls monogam, und das Menschengeschlecht wird auch während des Endes unseres „gegenwärtigen, bösen Systems der Dinge“ ohne Unterbrechung am Dasein erhalten, und zwar durch gottgefällige Männer und Frauen und deren Kinder, die unter sich nur die Monogamie dulden, die Ehe von e i n er Frau mit e i n e m Manne.
4. Wie zeigte Gott, daß er die Ehe der Nachkommen derer, die die Flut überlebten, segnete, und was veranlaßt nun Personen, die Harmagedon zu überleben hoffen, eine Prüfung ihrer Verhältnisse vorzunehmen?
4 Unmittelbar nach der Flut segnete Jehova Gott Noah und seine drei Söhne und sagte zu ihnen, wie er einst zu Adam und Eva im Edenparadies, als er sie segnete, gesagt hatte: „Seid fruchtbar, werdet viele und füllt die Erde.“ Auch ihren Nachkommen gab er das Recht, zu heiraten, indem er sagte: „Und ihr Menschen: seid fruchtbar und werdet viele, wimmelt auf der Erde und werdet viele auf ihr.“ (1. Mose 9:1-7, NW) Heute, nach über viertausenddreihundert Jahren, denkt man, daß es auf der Erde von Menschen wimmle, und man spricht von einer Bevölkerungsexplosion. Doch durch die Vernichtung dieses bösen Systems der Dinge in dem universellen Krieg von Harmagedon wird die Erdbevölkerung stark vermindert werden, wie das einst auch durch die Flut geschah. Aus diesem Grunde nehmen alle Gott hingegebenen Personen, die in dem verheißenen irdischen Paradies unter Gottes Königreich in einer Ehegemeinschaft leben möchten, jetzt eine gewissenhafte Prüfung ihrer Verhältnisse vor. Sie bringen diese mit den in Gottes Wort festgelegten Richtlinien in bezug auf Moral, Ehe und Ehescheidung in Einklang.
5. (a) Was ist in dieser „Zeit des Endes“ hinsichtlich der Ehebräuche und -maßstäbe die große Frage für uns? (b) Können gewisse Heiratsbräuche, die Gott in der Vergangenheit zuließ, heute als Maßstab dienen?
5 Heute sind die Heiratssitten und Ehevorschriften auf der Erde überall wieder anders. In den verschiedenen Ländern mögen die von Menschen geschaffenen Gesetze diese verschiedenen Bräuche anerkennen und erlauben. Die große Frage in dieser kritischen „Zeit des Endes“ ist aber folgende: Werden sie von dem auch heute gültigen Gesetz Jehovas Gottes anerkannt? Was verlangt das für die „Zeit des Endes“ geltende göttliche Ehegesetz? In der Vergangenheit hat es gewisse Heiratsbräuche gegeben, die Gott bei seinen auserwählten Dienern, die in den Jahrhunderten vor dem Kommen Christi lebten, zuließ und regelte; aber heute dürfen selbst diese nicht als Maßstab für Verheiratete dienen, die Gott gefallen möchten. Wir wollen die Sache deshalb etwas näher betrachten.
6. Wie suchte Sara, Abrahams Frau, Abraham für ihre lange dauernde Unfruchtbarkeit zu entschädigen, und billigt Gott heute eine solche Handlungsweise?
6 Der Patriarch Abraham, ein Freund Jehovas, der vierhundert Jahre nach der Flut lebte, hatte nur e i n e Frau, Sara. Als Abraham fünfundachtzig und Sara fünfundsiebzig Jahre alt war, hatten sie, weil Sara unfruchtbar war, immer noch kein Kind. Sara beschloß daher, ein Kind zu adoptieren. Zu diesem Zwecke gab sie Abraham ihre ägyptische Dienerin Hagar, damit Abraham von ihr den gewünschten Sohn erhalte. Hagar gebar einen Sohn, der Ismael genannt wurde, und Sara adoptierte ihn, nahm ihn also als eigenen Sohn an. Wir lesen indes nirgendwo etwas davon, daß Abraham im Laufe der darauffolgenden fünfzehn Jahre mit Hagar als Nebenfrau irgendwelche weiteren Beziehungen gehabt hätte. Dennoch billigt Gott heute weder diese Methode, die Unfruchtbarkeit einer Frau zu überwinden und ein Kind zur Welt zu bringen, noch die heute angewandte Methode der künstlichen Befruchtung. Obwohl er damals versprach, Ismael zu segnen und zu mehren, erkannte er doch diesen Adoptivsohn nicht als Abrahams Erben an, Sara selbst mußte die Mutter des Erben werden.
7. (a) Wie zeigte Gott, daß für Abraham keine Nebenfrau notwendig gewesen wäre, um Gottes Segen hinsichtlich des Samens auf einen Nachkommen übertragen zu können? (b) Ist es Gottes Dienern heute gestattet, Nebenfrauen zu haben, wie das in vielen Ländern Sitte ist?
7 Viele Jahre später erneuerte Gott, der Allmächtige, das Fortpflanzungsvermögen Abrahams und Saras und schenkte ihnen — als Sara neunzig und Abraham hundert Jahre alt war — durch Sara auf wunderbare Weise einen Sohn. Es wäre also für Abraham nicht nötig gewesen, sich eine Nebenfrau zu nehmen, um einen männlichen Erben hervorzubringen, einen Träger der göttlichen Bundesverheißung hinsichtlich des Samens, durch den alle Familien der Erde gesegnet werden sollten. Einige Jahre später bat Sara Abraham dringend, die Nebenfrau, Hagar, und deren Sohn, Ismael, aus dem Hause wegzuschicken. Gott billigte dies, und Abraham gehorchte dem angezeigten Willen Gottes und sandte Hagar und Ismael fort, und sie sollten nie mehr zurückkehren, (1. Mose 16:1 bis 21:21; Gal. 4:22-31) Heute gestattet Jehova Gott seinen Dienern nicht, Nebenfrauen zu haben, obwohl es in vielen Ländern üblich und erlaubt sein mag, daß ein Mann außer seiner rechtmäßigen Ehefrau noch Nebenfrauen hat.
8. (a) Wessen Beispiel folgte Abrahams Sohn Isaak hinsichtlich der Ehe? (b) Welche große Tatsache konnte Isaak dadurch veranschaulichen, daß er so handelte?
8 Saras einziger Sohn, Isaak, hatte nur e i n e Frau. Er ahmte das gottgefällige Beispiel nach, das im Edenparadies gegeben wurde und das auch die Überlebenden der Flut, Noah und seine drei Söhne, gegeben hatten. Isaak handelte so, obwohl seine Frau, Rebekka, zwanzig Jahre lang unfruchtbar war, bevor sie die Zwillinge Jakob und Esau gebar. (1. Mose 25:19-26) So diente Isaak Gottes Vorhaben treulich, indem er den Sohn Gottes, Jesus Christus, darstellte, der nur eine geistige Braut haben würde. Diese Braut ist Gottes wahre Christenversammlung, bestehend aus 144 000 treuen Fußstapfennachfolgern, die Gott als seine geistigen Kinder adoptiert. (Gal. 4:28-31) An diese Kinder Gottes wandte sich der Apostel Paulus, als er den Christen in Korinth, denen er die Wahrheit über Christus gebracht hatte, schrieb: „Ich eifere um euch mit göttlichem Eifer, denn ich persönlich habe euch einem Manne zur Ehe versprochen, damit ich euch dem Christus als eine keusche Jungfrau darstellen kann.“ — 2. Kor. 11:2, NW.
GLEICHZEITIG MEHR ALS EINE FRAU HABEN
9. (a) Wie ging Jakob vor, um von seinem Onkel Laban eine Tochter zur Frau zu erhalten? (b) Vor welcher Sünde war Jakobs tiefe Liebe zu Rahel ein Schutz?
9 Von den Zwillingssöhnen Isaaks erwählte Gott Jakob zu dem, der die Verheißung empfangen sollte, die Gott Abraham gegeben hatte. Dieser Verheißung gemäß sollten alle Familien der Erde durch den Samen des „Weibes“ Gottes gesegnet werden. Jakob wollte wie sein Vater Isaak nur e i n e Frau haben, nämlich Rahel, die Tochter seines Onkels Laban. Obwohl Jakob ein Verwandter Labans war, erhielt er Rahel nicht ohne einen Preis. Jakob sagte zu Laban: „Ich will dir sieben Jahre dienen um Rahel, deine jüngere Tochter.“ Laban war damit einverstanden, und so diente Jakob sieben Jahre um Rahel. „Sie waren in seinen Augen wie einzelne Tage, weil er sie [Rahel] liebte.“ Die Zeit verging für Jakob nicht nur schnell, weil er sie so innig liebte, daß er gar nicht merkte, wie die Jahre kamen und gingen, sondern auch, weil er Rahel so sehr liebte, daß er dachte, sieben Jahre harter Arbeit seien ein geringer Preis für ein so kostbares Mädchen. Jakobs tiefe Liebe zu Rahel war für ihn ein Schutz vor Unsittlichkeit. Während der sieben Jahre, in denen er mit Rahel verlobt war, bewahrte er seine Keuschheit ebenso wie sie, so daß er sie als ein sittlich reiner Mann heiraten konnte.
10. Inwiefern war Jakob diesbezüglich ein Beispiel für heute lebende Christen?
10 In dieser Hinsicht war Jakob ein Beispiel für Christen von heute. Wie viele Männer, die Gott hingegebene Christen zu sein behaupten, wären heute bereit, einen Brautpreis zu entrichten, der in sieben Jahren Hirtenarbeit oder in anderer schwerer Arbeit bestände, und würden dabei noch denken, der Preis sei gering? Wie viele von ihnen hätten die moralische Kraft, sieben Jahre verlobt zu sein und dennoch ihre Keuschheit oder ihren ledigen Stand zu bewahren, um dann ihrer Ehegefährtin keusch und rein gegenüberzutreten? Auch bei einer Verlobungszeit, die viel kürzer ist als sieben Jahre, sollten alle Gott hingegebenen Christen die Verlobung ebenso respektieren, wie Jakob es tat, und ihre Tugend bewahren.
11. (a) Was hatte Jakob im Sinn, als er nach sieben Jahren Arbeit bei seinem Onkel Laban um die Hand Rahels anhielt? (b) Wie hatte sein Zwillingsbruder Esau gegenüber seinen Eltern und dem abrahamischen Bunde Mißachtung bekundet?
11 Am Ende der Verlobungszeit sagte Jakob zu Laban, seinem betagten Onkel: „Gib mir mein Weib; denn meine Tage sind erfüllt, daß ich zu ihr eingehe.“ (1. Mose 29:18-21) Jakob hatte nun ein Recht, zu verlangen, daß ihm Rahel zur Frau gegeben werde, nicht nur, um die Ehefreuden mit ihr zu genießen, sondern auch, um einen unabhängigen eigenen Hausstand und eine Familie zu gründen, und das um so mehr, als er nun vierundachtzig Jahre alt und auch der natürliche Erbe der abrahamischen Verheißung war. Jakobs Zwillingsbruder Esau war damals bereits seit vierundvierzig Jahren verheiratet. Esau war ein wilder, abenteuerlustiger Jäger und ein leidenschaftlicher Mann. Den Wünschen seiner Eltern zuwider, die Jehova Gott fürchteten und den abrahamischen Bund respektierten, heiratete Esau ungläubige Frauen des Landes, nämlich zwei Hethiterinnen. „Sie waren ein Herzeleid für Isaak und Rebekka“, seine Eltern. Esau faßte selbst den Entschluß, ein Polygamist zu werden, und handelte entsprechend. Als er siebenundsiebzig Jahre alt war, nahm er sich eine dritte Frau, eine Kusine aus dem Hause Ismaels. (1. Mose 26:34, 35; 28:8, 9) Das geschah zu der Zeit, als sein Zwillingsbruder Jakob für den Brautpreis zu arbeiten begann, den er entrichten mußte, damit Rahel, die an Jehova, den Gott Abrahams und Isaaks, glaubte, sein eigen würde.
12, 13. Wie wurde Jakob, entgegen seinen Wünschen, zur Polygamie verleitet?
12 Es lag nicht in Jakobs Absicht, wie sein Bruder Esau ein Polygamist zu werden. Er dachte ursprünglich nicht daran, mehr als eine Frau zu haben. Die einzige Frau, die er haben wollte, war Rahel. Doch in der Hochzeitsnacht übergab Laban dem Jakob Lea, Rahels Schwester, die dicht verschleiert war, so daß er sie nicht erkennen konnte. Am folgenden Morgen stellte Jakob fest, daß er mit Lea, nicht mit Rahel, Beziehungen gehabt hatte.
13 Warum hatte Laban seinen Schwiegersohn auf diese Weise überlistet? Weil Lea älter war als Rahel und es, wie Laban, ihr Vater, behauptete, im Lande nicht Brauch war, die jüngere Tochter vor der erstgeborenen zu verheiraten. Mit Lea gab Laban Jakob seine Dienerin Silpa, die Lea als Magd und Jakob gegebenenfalls als Nebenfrau dienen sollte. Doch Jakob hatte nur e i n e wahre Liebe, immer noch wollte er Rahel zur Frau haben. Daher machte ihm Laban den Vorschlag, sieben weitere Jahre zu dienen, um den Brautpreis für Rahel zu entrichten, und Jakob war damit einverstanden.
14. Wann erhielt Jakob Rahel zur Frau, und wie zeigte Jehova Gott, ob er Jakobs Polygamie unter diesen Umständen billigte oder mißbilligte?
14 Am Ende der Woche, in der Jakobs Hochzeit mit Lea gefeiert wurde, gab Laban dem Jakob Rahel zur Frau, und Jakob begann, den Brautpreis durch harte Arbeit abzuzahlen. Aus Liebe zu Rahel hielt er sich an seinen Vertrag. Er arbeitete, bis er den ganzen Preis entrichtet hatte, den er immer noch für weit geringer hielt, als ihm die geliebte Rahel wert war. Laban gab auch Rahel eine Dienerin mit. (1. Mose 29:9-30) Daraus ersehen wir, daß Jakob durch List zum Polygamisten gemacht wurde. Immerhin heiratete er zwei Schwestern, die Jehova fürchteten, und Jehova brachte diesbezüglich keine Mißbilligung zum Ausdruck. Ja, er segnete Jakob und schenkte ihm durch diese beiden Schwestern und ihre Dienerinnen zwölf Söhne und eine Tochter.
15. (a) Welche Vorschrift erließ Gott in bezug auf einen Mann, der im Volke Israel Schwestern heiratete? (b) Wie folgte König Salomo dem Beispiel Esaus, doch was hatte Gott in bezug auf nachfolgende Könige Israels weislich geboten?
15 Als Jehova Gott später diese zwölf Söhne und ihre Familien zur Nation Israel organisierte und diese aus der Sklaverei Ägyptens befreite, ließ er die Polygamie unter diesem Volk immer noch zu. Er verbot aber, daß ein Polygamist mit mehreren Schwestern gleichzeitig verheiratet war. Er gebot: „Du sollst … nicht ein Weib zu ihrer Schwester hinzu nehmen, wodurch Eifersucht erregt würde, wenn du ihre Scham entblößt, während jene noch lebt.“ (3. Mose 18:18, SB) Der größte Polygamist in der Geschichte der Nation Israel (nicht aber der Welt) war König Salomo von Jerusalem. „Er hatte an Weibern siebenhundert Fürstinnen, und dreihundert Kebsweiber; und seine Weiber neigten sein Herz“, indem sie ihn von der Anbetung Jehovas, des einzigen lebendigen und wahren Gottes, ablenkten. Das geschah, weil Salomo dem Beispiel Esaus folgte und fremde Frauen heiratete, darunter auch die Tochter des damals herrschenden Pharaos von Ägypten. (1. Kön. 11:1-3) Jehova Gott hatte bezüglich der nachfolgenden Könige Israels weislich geboten: „Er soll sich die Weiber nicht mehren, daß sein Herz nicht abwendig werde … er [soll] sich eine Abschrift dieses Gesetzes in ein Buch schreiben, aus dem, was vor den Priestern, den Leviten, liegt. Und es soll bei ihm sein, und er soll alle Tage seines Lebens darin lesen, auf daß er Jehova, seinen Gott, fürchten lerne.“ — 5. Mose 17:17-19.
16. Was tat Gott in bezug auf Polygamie, obwohl er sie im Volke Israel zuließ?
16 Gott ließ also die Polygamie im alten Israel zu, aber er traf gewisse gesetzliche Vorkehrungen, durch die die erste Frau des Polygamisten sowie jede weitere Frau und deren Kinder geschützt waren. (5. Mose 21:15-17) Die Polygamie diente bei den natürlichen Israeliten zweifellos dazu, sie zu einer starken Nation zu machen.
17. Was ist über die Polygamie unter den Israeliten zur Zeit Jesu zu sagen, und für welchen Maßstab, der für seine Nachfolger Geltung haben sollte, trat Jesus bezüglich der Ehe ein?
17 Als die Israeliten oder Juden im ersten Jahrhundert vor der christlichen Zeitrechnung unter die Herrschaft der Weltmacht Roms gelangten, war die Polygamie bei ihnen nicht mehr üblich. Wir lesen in The Jewish Encyclopedia [Die jüdische Enzyklopädie], Band VIII, Seite 336, folgendes: „Die Monogamie war bei den Juden zur Zeit der Römer die Regel, aber es gab auch offensichtliche Ausnahmen.“ Gemäß dem Gesetz, das die Israeliten durch Jehovas Propheten Mose erhielten, könnten sich die Juden, die immer noch unter diesem Gesetz zu stehen behaupten, frei fühlen, heute noch Polygamie zu treiben, wie es ihre entfernten Verwandten, die arabischen Mohammedaner, auch tun. In scharfem Gegensatz dazu erklärte Jesus Christus, daß Gott von Jesu Fußstapfennachfolgern verlangt, daß sie das im Paradies gegebene Beispiel nachahmen. Jesus Christus, der Sohn Gottes, war vollkommen und ohne Sünde. Er trat daher, was die Ehe betrifft, für den Maßstab ein, der für den vollkommenen Menschen im Paradies gültig gewesen war, nämlich, daß ein Mann nur e i n e lebende Frau haben sollte. (Matth. 19:1-9) Nur dieser e i n e Maßstab wird in dem Paradies, das unter Gottes Königreich nun bald wiederhergestellt wird, gültig sein.
18. Warum sollte ein Anbeter Jehovas bereit sein, es sich etwas kosten zu lassen, wenn er eine Frau nimmt, und was für eine Frau könnte er als „von Jehova“ kommend betrachten?
18 Bevor König Salomo, der so viele Frauen hatte, von der reinen Gottesanbetung abfiel, schrieb er folgende Worte: „Wer ein Weib gefunden, hat Gutes gefunden und hat Wohlgefallen erlangt von Jehova.“ (Spr. 18:22) „Haus und Gut sind ein Erbteil der Väter, aber eine einsichtsvolle Frau kommt von Jehova.“ (Spr. 19:14) Demnach sollte ein Mann, der Jehova Gott anbetet, bereit sein, sich seine Frau etwas kosten zu lassen, sei es nun vor oder nach der Hochzeit, besonders wenn es eine Frau ist, durch die er von Jehova Wohlgefallen erlangt und die er wegen ihrer völligen Hingabe und ausschließlichen Ergebenheit Gott gegenüber als „von Jehova“ kommend betrachten kann.
19. Welche Beispiele mit Bezug auf die Bezahlung eines Brautpreises finden wir in der Bibel?
19 In biblischen Zeiten war es unter Gottes auserwähltem Volk Sitte, daß der Mann als erste Auslage für seine Frau einen Brautpreis bezahlte. David, der den Riesen Goliath tötete, zahlte für seine Frau Michal, die Tochter des Königs Saul, zweihundert Vorhäute von Kriegsleuten der Philister. (1. Sam. 18:20-27) Der Prophet Hosea zahlte fünfzehn Silbersekel und eineinhalb Homer Gerste für seine Frau. (Hos. 3:1-3, Fußnote) Jesus Christus erkaufte seine geistige Braut durch das Opfer seines eigenen Lebens. (Eph. 5:25, 26) Erinnern wir uns auch daran, daß Eva Adam eine Rippe kostete! — 1. Mose 2:21, 22.
20, 21. Welcher kostspielige Ehebrauch, den der Vater der Braut zu beachten hat, besteht an gewissen Orten heute noch, und welche biblischen Beispiele haben wir dafür?
20 Diese alte Sitte besteht heute noch in vielen Teilen der Erde. In manchen Gegenden ist es auch Brauch, daß der Vater seiner Tochter eine Heiratsgabe, bestehend aus Geld, Habe oder Land, gibt, die sie dem Bräutigam zur Hochzeit mitbringt. Es kostet ihren Vater also etwas. Aber das Geben einer Heiratsgabe oder einer Mitgift ist eine alte Sitte, die auch beim Volke Israel gepflegt wurde. Denken wir zum Beispiel an Kaleb, der mit Josua zusammen das Land Kanaan auskundschaftete. Noch in seinem hohen Alter durfte Kaleb den Jordan überqueren und mit Josua, dem Nachfolger des Propheten Mose, in das verheißene Land, Palästina, einziehen. Kaleb mußte den ihm zugeteilten Teil des Landes erobern. Er versprach, dem Mann, der die feindliche Stadt Kirjath-Sepher einnehmen würde, seine Tochter Aksa zu geben. Sein Neffe Othniel nahm sie ein. Als Aksa ihm zur Frau gegeben wurde, erbat sie von ihrem Vater Kaleb, daß er zu seiner Heiratsgabe noch etwas hinzufüge. Daher gab er ihr zu einem südlichen Grundstück auch noch die nötigen Wasserquellen. — Jos. 15:13-19.
21 Pharao, der König von Ägypten, gab dem König Salomo seine Tochter zur Frau. Als „Abschiedsgeschenk“ oder Mitgift gab er der Braut die Stadt Geser, die König Salomo dann aufbaute. (1. Kön. 9:16, 17, NW) Durch eine Heiratsgabe soll ein Mann nicht dafür bezahlt werden, daß er jemandes Tochter heiratet, sondern es soll ihm lediglich eine materielle Hilfe zuteil werden, damit er die ihm entstehenden Kosten nicht ganz allein zu tragen hat.
22. (a) Verzichteten die Glieder der Christenversammlung zu Pfingsten des Jahres 33 n. Chr. auf die Entrichtung eines Brautpreises oder einer Mitgift, und welche Anzeichen sind dafür vorhanden? (b) An welchen Maßstab bezüglich der Ehe müssen sich Christen heute gemäß Gottes neuem Bunde halten?
22 Als zu Pfingsten des Jahres 33 n. Chr. die Christenversammlung gegründet wurde, waren ihre ersten Glieder Juden und solche Personen, die durch Beschneidung jüdische Proselyten geworden waren. Dreieinhalb Jahre lang bestand die Christenversammlung nur aus Juden und Proselyten. Diese Juden übertrugen ihre Heiratsbräuche in gewisser Hinsicht auf das Christentum. Selbst Jesus Christus, ihr Anführer, benutzte jüdische Heiratsbräuche, um seine Reden durch Gleichnisse zu veranschaulichen. (Matth. 22:1-14; 25:1-13; Luk. 12:35-40) Manche Ehevorkehrungen der Juden wurden durch Jehovas neuen, mit der Christenversammlung geschlossen Bund tatsächlich aufgehoben, obwohl sie durch sein Gesetz, das er den Juden durch Mose gegeben hatte, festgelegt und gebilligt worden waren. Es wird jedoch nirgendwo etwas davon berichtet, daß der Brautpreis und die Heiratsgabe bei den Christen abgeschafft oder verboten worden wären, so wenig, wie Hochzeitsfeiern verboten sind. Jehovas neuer Bund brachte für die Christenversammlung jedoch die Wiederherstellung des vollkommenen Maßstabes für die Ehe, den Gott für den vollkommenen Mann und die vollkommene Frau im Edenparadies selbst festgelegt hatte. An diesen Maßstab müssen sich Christen heute halten.
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Eine nichtchristliche WeltDer Wachtturm 1960 | 15. Dezember
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Eine nichtchristliche Welt
„Die christliche Kirche scheint die Fähigkeit verloren zu haben … über ihre Glaubensansichten in einer solchen Weise zu sprechen, die den Eindruck von etwas Wirklichem, Lebendigem macht. Die Sprache der Theologen scheint eine so gekünstelte geworden zu sein, eine so egozentrische, die derart vom wirklichen Leben entfernt ist, daß man von den Zeiten, in denen die Theologie auf den Universitäten die Führung innehatte und, was Bildung betrifft, großen Einfluß auf das intellektuelle Leben der westlichen Nationen ausübte, nur noch träumen kann … Wir leben, praktisch gesehen, in einer nichtchristlichen Welt … Die Mentalität des modernen Menschen trägt die Prägung eines alles beherrschenden Atheismus, nicht eines Anti-Atheismus. Man läßt für den Begriff Gott einfach keinen Raum mehr und daher auch nicht für den christlichen Glauben.“ — Hanns Lilje, lutherischer Bischof von Hannover, aus der New York Times zitiert.
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Eine Versammlung über die Zeugen wird eine Versammlung der ZeugenDer Wachtturm 1960 | 15. Dezember
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Eine Versammlung über die Zeugen wird eine Versammlung der Zeugen
● Da den Zeugen Jehovas bei ihrer Predigttätigkeit von Haus zu Haus gesagt wurde, die „Patrizier-Gesellschaft“ der römisch-katholischen Kirche am Orte werde anläßlich ihrer Monatsversammlung einen Vortrag über die Zeugen Jehovas veranstalten, beschlossen einige von ihnen, diesen zu besuchen. Der Priester war dadurch so sehr erschrocken, daß er nur vier Zeugen die Anwesenheit erlaubte.
Nach einer offenbar abgekürzten und ziemlich milden Ansprache, die nur zehn Minuten dauerte, wurde Gelegenheit zur Diskussion gegeben, wobei Fragen an den Vorsitzenden gerichtet werden sollten, dann aber von irgend jemandem aus der Zuhörerschaft beantwortet werden konnten. Eine der ersten Fragen, die eine katholische Dame stellte, lautete: „Weshalb gehen Jehovas Zeugen von Tür zu Tür?“ Der Vorsitzende schaute den Gastredner an, der Redner selbst schaute den vorsitzenden Priester an, und der Priester — blickte verloren drein. Einer der anwesenden Zeugen ergriff diese Gelegenheit und bat um Erlaubnis, die Frage zu beantworten, und es wurde ihm gern erlaubt.
Nun stellten die vielen anwesenden Katholiken Fragen über Fragen, und diese wurden von den Zeugen, die viele Schrifttexte anführten, taktvoll und der Wahrheit gemäß beantwortet. Etwa zwei Stunden lang konnte ein ausgezeichnetes Zeugnis über Jehova und sein Vorhaben, sein Königreich, seine sichtbare Organisation und die neue Erde gegeben werden. Das Interesse und der gute Wille waren so offenkundig, daß es der Priester des Ortes für besser hielt, die Versammlung bald für beendet zu erklären, wobei einige Fragen eifriger Katholiken noch unbeantwortet blieben. Wie man aus den gemachten Bemerkungen schließen konnte, war dies einer der anregendsten und interessantesten Abende, die die „Patrizier-Gesellschaft“ je durchgeführt halte — die „Versammlung über Jehovas Zeugen“, die eine „Versammlung der Zeugen“ wurde! — Australien.
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