Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK
Wachtturm
ONLINE-BIBLIOTHEK
Deutsch
  • BIBEL
  • PUBLIKATIONEN
  • ZUSAMMENKÜNFTE
  • Eheschliessungszeremonie und Eheerfordernisse
    Der Wachtturm 1956 | 15. November
    • sind unrecht, und Gottes Gesetz bezeichnet sie direkt als Hurerei, Unsittlichkeit. Einige Staaten anerkennen die Ehe nach dem Gewohnheitsrecht, so daß sie dort eine rechtlich bindende Ehe ist, der gesetzliche Verpflichtungen obliegen. Aber viele Staaten und Länder (selbst katholische Länder), die sie nicht anerkennen, unternehmen nichts in bezug auf Ehen, die auf Grund gegenseitiger Übereinkunft bestehen. Als Resultat gibt es solche Ehen überall in den meisten Ländern, und an den meisten Orten erkennt die Nachbarschaft sie als etwas Übliches an. Auf diese Weise gibt es viele außereheliche Kinder. Von einem Lande wissen wir, daß bis zu 55% der Kinder, in einem anderen bis zu 80% auf diese Weise zur Welt kommen. In gewissen Ländern haben Paare, die in einer Übereinkunftsehe leben, Anrecht auf eine gesetzliche, zivile oder religiöse Trauung, nachdem sie eine Mindestzahl von Jahren zusammengelebt haben oder nachdem ein Kind geboren worden ist. Das Gericht kann sie dann ohne weiteres als eine gesetzliche Ehe erklären. Die „De-facto“-Ehe kann zufolge der Bewerbung eines Partners oder beider Partner dieser Übereinkunftsehe auf dem behördlichen Standesamt eingetragen werden.

      18. Welche Schrifttexte zeigen, daß wir denen Zeugnis geben sollen, die in einer Ehe nach Gewohnheitsrecht leben?

      18 Die Neue-Welt-Gesellschaft erkennt eine Übereinkunftsehe oder eine Ehe nach Gewohnheitsrecht nicht als vollständig geschlossene Ehe an. Damit soll nicht gesagt sein, daß wir es, nicht wagen dürften, die Wahrheit Personen zu predigen, die in einer solchen Ehe leben. In der Samariterstadt Sichar sprach Jesus selbst am Jakobsbrunnen privat mit einer Samariterin, die fünf Männer hatte; und der Mann, der zu jener Zeit mit ihr Beziehungen hatte, war nicht ihr Gatte. Dieser Frau predigte Jesus Rettung, ja bekannte sogar vor ihr, daß er der verheißene Messias oder Christus war. (Joh. 4:4-30) Wenn die Wahrheit unsittlichen Personen nicht gepredigt werden dürfte, wie könnte dann Paulus Hurer, Ehebrecher und Sodomiter als untauglich für Gottes Königreich erklären und darauf zu treuen Christen sagen: „Doch gerade das waren einige von euch.“? — 1. Kor. 6:9-11, NW.

      19. Was verlangt die Neue-Welt-Gesellschaft von ihren Gliedern in bezug auf eine Ehe nach Gewohnheitsrecht und eine Übereinkunftsehe?

      19 Niemand, der in die Neue-Welt-Gesellschaft kommt, darf fortan in einer Übereinkunftsehe oder in einer Ehe nach Gewohnheitsrecht leben. Was jene betrifft, die schon unter solchen Verhältnissen leben, wenn die Königreichsbotschaft sie erreicht, müssen sie ihren Ehestand durch eine entsprechende gesetzliche Zeremonie legalisieren, bevor sie, als Symbol, daß sie sich Gott hingegeben haben, im Wasser getauft werden können. Sie müssen also ausdrücklich die gesetzlichen Ehepflichten anerkennen und sich auch unter den Schutz und andere Wohltaten des Gesetzes stellen, indem sie die Ehe eintragen und gesetzlich anerkennen lassen. Sie müssen die Geburt ihrer Kinder gesetzlich bescheinigen lassen und müssen bekennen, daß sie deren Eltern sind. Dann erstellt und führt ferner die Neue-Welt-Gesellschaft ein Register über diese gesetzlich vollzogene Ehe. So steht geschrieben: „In welchem Stande auch jeder berufen wurde, Brüder, darin bleibe er in Verbindung mit Gott.“ (1. Kor. 7:24, NW) Er kann darin nicht mit Gott verbunden bleiben, wenn sein Stand unrein ist.

      20. (a) Unter welchen Umständen kann eine Übereinkunftsehe anerkannt werden, und welche Pflichten auferlegen sie der Frau? (b) Unter welchen Umständen muß sich eine Frau weigern, etwas mit einem Ehemann zu tun zu haben, mit dem sie früher auf Grund einer Übereinkunft zusammenlebte?

      20 Angenommen, eine Frau, die in einer Übereinkunftsehe lebt, nimmt die Wahrheit an und will die Ehe gesetzlich eintragen lassen, aber der Mann weigert sich aus selbstsüchtigen Gründen entschieden, sich von der Frau dazu überreden zu lassen. Die Neue-Welt-Gesellschaft wird die Ehe als eine „De-facto“-Ehe anerkennen, vorausgesetzt, daß die hilflose Frau in einer schriftlich von ihr unterzeichneten Erklärung verspricht, daß sie diesem Mann, der in einer Übereinkunftsehe mit ihr lebt, als ihrem Gatten treu sein will und die Ehe legalisieren wird, sobald sie ihn veranlassen kann, sie gesetzlich eintragen zu lassen. Folglich darf sie selbst diese „De-facto“-Ehe danach nicht aufheben, indem sie sich von dem Manne trennt. Durch diese zeitweilige Anerkennung ihrer „De-facto“-Ehe gewinnt die Frau zwar keine gesetzlichen, wohl aber geistige Wohltaten. Es darf nun erwartet werden, daß Gott ihre Hingabe an ihn annimmt, und sie darf im Wasser getauft und als Glied der Versammlung behandelt werden und darf die Königreichsbotschaft predigen. So wie der Apostel Petrus es den Frauen anrät, wird eine Frau versuchen, den Mann in die Wahrheit zu bringen, und in ihm den Wunsch wecken, ihre „De-facto“-Ehe zu legalisieren und sie registrieren zu lassen. Die Eintragung einer Ehe ist eine Pflicht, deren Erfüllung Eheleute der Gemeinde schulden, in der sie leben, indem sie ihr Verhältnis als Mann und Frau vor dem ganzen Gemeinwesen und der Regierung, unter der sie leben, auf gesetzmäßige Art bekanntmachen. Ein Mann, der seine Frau liebt, wird stolz sein, seine Ehe mit ihr rechtsgültig zu machen und eintragen zu lassen. Wenn ein Ehemann, der auf Grund gegenseitiger Vereinbarungen mit einer Frau lebt, die Ehe nicht legalisieren will, und wenn die Frau nicht von ihm abhängig ist und nicht den Entschluß faßt, sich vor Gottes Versammlung als das an ihn gebundene Weib zu erklären, muß sie den Mann heißen, ihr fernzubleiben, und sie darf nichts mehr mit ihm zu tun haben. Sie muß ehelos bleiben, bis sie eine gesetzliche Ehe eingehen kann. In Ländern oder Staaten, in denen das Gesetz die Ehe nach dem Gewohnheitsrecht anerkennt, kann diese nur durch gesetzliche Schritte gelöst werden, die einer oder beide Ehepartner unternehmen.

      21, 22. (a) Was muß ein Mann tun, wenn er zu einer Zeit von der Wahrheit erfährt, da er mit zwei Frauen in einer Übereinkunftsehe lebt? (b) Welche Verantwortung hat eine oder haben beide Frauen, wenn sie die Wahrheit annehmen?

      21 In vielen Ländern, wo der Katholizismus herrscht, wird ein Mann gleichzeitig zwei oder mehr Ehen aufrechterhalten, die auf Grund gegenseitiger Übereinkunft entstanden sind. Hier mag es vorkommen, daß zwei Frauen eines solchen Mannes die Botschaft des Königreiches annehmen und auch der Mann sie annimmt oder nicht annimmt. Wann kann der Schritt der Hingabe irgendeiner dieser Personen oder aller drei bei Gott als annehmbar betrachtet werden, und wie kann eine Wassertaufe als Sinnbild dafür vollzogen werden? Nimmt der Mann die Wahrheit an, so muß er sich entscheiden, welche der beiden oder welche von mehreren Frauen er als seine Frau behalten will, muß dann die gesetzliche Ehe mit ihr eingehen und darf keine weiteren Beziehungen mehr mit irgendeiner der anderen Frauen haben. Kommt er nicht in die Wahrheit, so ist es an beiden Frauen, entsprechende Schritte zu unternehmen. Es können nicht beide weiterhin Beziehungen mit demselben Mann haben, da sie dadurch Hurerei unterstützen würden. Die eine muß mit dem Mann vereinbaren, seine einzige Frau zu sein, und muß ihn dazu bewegen, ihre Ehe zu legalisieren; oder sie muß vor der Versammlung erklären, daß sie als das von ihm gewählte Weib an ihn gebunden ist, bis die Legalisierung möglich wird. Die andere Frau muß diese Vereinbarung anerkennen und darf keine weiteren Beziehungen mit dem Manne haben. Andernfalls dürfen beide Frauen keine Beziehungen mehr mit dem Manne haben, besonders nicht, wenn er noch weitere Übereinkunftsbeziehungen mit anderen Frauen hat. Sie dürfen sich als Frauen nicht einem Manne hingeben, der Vielweiberei treibt.

      22 Eine Fortsetzung dieser Betrachtung der Eheprobleme und der schriftgemäßen Ansicht über das Ledigsein wird in der nächstfolgenden Ausgabe des Wachtturms erscheinen.

  • Größere Attraktion
    Der Wachtturm 1956 | 15. November
    • Größere Attraktion

      ● Von Restaurants ist bekannt, daß sie eine „Atmosphäre“ schaffen, wodurch sie ihre Kunden anlocken. Vor nicht langer Zeit beschloß die christliche Broadway-Kirche in Wichita, Kansas, ihre gewohnte Erfrischungsattraktion nach dem Gottesdienst etwas interessanter zu gestalten, indem sie ihr mehr „Atmosphäre“ verlieh. Ein „altmodischer“ Sonntagsgottesdienst wurde einberufen, und die Kirchenbesucher erschienen in Kleidern nach früherer Mode. Andere Dinge zur Schaffung von „Atmosphäre“ waren Öllampen, Laternenbeleuchtung, Harmonium-Musik sowie Trennung der Männer und Frauen in den Kirchenstuhlreihen. „Dies wird getan“, so erklärte der Pastor, „nicht um der Unterhaltung willen, sondern in dem Bestreben, die Atmosphäre und den Geist aus der Zeit unserer Vorfahren wieder einzufangen.“ Angesichts der Dürre hinsichtlich geistiger Erkenntnis in der Welt scheint es, daß die Kirchen der Christenheit mehr der biblischen Wahrheiten bedürfen als der „Atmosphäre“, denn in Harmagedon ‚endet die Szene dieser Welt‘ für immer. — 1. Kor. 7:31, NW.

Deutsche Publikationen (1950-2025)
Abmelden
Anmelden
  • Deutsch
  • Teilen
  • Einstellungen
  • Copyright © 2025 Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania
  • Nutzungsbedingungen
  • Datenschutzerklärung
  • Datenschutzeinstellungen
  • JW.ORG
  • Anmelden
Teilen