-
Der göttliche Ursprung der EheDer Wachtturm 1956 | 1. November
-
-
22. (a) Wann begannen Adams eheliche Beziehungen mit seinem Weibe, und was zeigt dies hinsichtlich der Zeit, da die erste Ehe geschlossen wurde? (b) Wie verhielten sie sich gegeneinander zu der Zeit, da sie noch vollkommen waren?
22 Als Jehova Gott dem erwachten Mann in Eden dieses vollkommene Weib gab, sie beide segnete und sie über ihre gemeinsamen Pflichten unterrichtete, war ihre Ehe geschlossen. Zu ihrer Eheschließung war nicht erst körperliche, geschlechtliche Vereinigung erforderlich. Wenn zuerst diese Geschlechtsverbindung notwendig gewesen wäre, um die Ehe zu einer wirklichen, einer gültigen und bindenden zu machen, dann wären Adam und sein Weib in Eden niemals verheiratet gewesen. Erst als sich dieses Paar einige Zeit später außerhalb Edens befand, wird von ihm gesagt: „Jetzt hatte Adam Verkehr mit Eva, seinem Weibe, und sie wurde schwanger. Und zur entsprechenden Zeit gebar sie Kain.“ (1. Mose 4:1, NW) Adam und Eva wußten, daß der Zweck der Geschlechtsverbindung das Hervorbringen von Kindern war. In ihrer Vollkommenheit vollkommene Selbstbeherrschung übend und sich ihrer Nacktheit nicht schämend, noch beim Anblick des unbekleideten Körpers des anderen in Leidenschaft entbrennend, hielten sie sich, während sie in Eden weilten, davon zurück, sich geschlechtlich zu vereinigen und Kinder zu zeugen. Trotzdem waren sie richtig verheiratet und waren verpflichtet, in Liebe und Treue zusammenzuhalten. Jehova Gott, der Urheber der Ehe, hatte sie zusammengejocht. Kein Geschöpf konnte sie mit Recht trennen.
-
-
Die Ehe unter unvollkommenen VerhältnissenDer Wachtturm 1956 | 1. November
-
-
Die Ehe unter unvollkommenen Verhältnissen
1. Was hatte Gott durch die Ehe dem Menschen bereiten wollen, und was sollte sie bewirken?
DURCH die Unvollkommenheit ist die Ehe unter viel Druck und Spannung gesetzt worden. Unvollkommenheit ist eine Folge der Sünde. Sünde ist Ungerechtigkeit, Ungehorsam gegenüber den vollkommenen Gesetzen Gottes, Jehovas. Die Ehe Adams und Evas in Eden war vollkommen, denn sie war von Jehova Gott geschlossen worden, und all sein Tun ist vollkommen, alle seine Wege sind Gerechtigkeit. (5. Mose 32:4, NW) Adam wurde nicht unglücklich dadurch, daß ihm eine Rippe und mit ihr die weiblichen Merkmale, die ursprünglich in ihm waren, genommen wurden. Gott gab ihm diese Dinge in Gestalt eines vollkommenen Weibes, seiner Gattin, zurück, und dies versetzte ihn in einen Zustand des Glücks, wie er ihn nie zuvor gekannt hatte. Sein Hochzeitstag in Eden war ein überaus glücklicher Tag. Die Ehe, die an diesem Tage eingeführt wurde, sollte jenes Paar fortwährend glücklich machen und es zu der unaussprechlichen Freude führen, fruchtbar zu sein und vollkommene Kinder ihrer Art hervorzubringen. Gott selbst, der sie vereint hatte, würde über all dies glücklich gewesen sein, denn so sollte der Zweck erfüllt werden, zu dem er die Erde erschaffen hatte, indem sie „bewohnt“ würde. — 1. Mose 1:26-28; Jes. 45:18.
2. (a) Was unterbrach das vollständige Glück des ersten Menschenpaares? (b) Wie hatte Adam sein Weib unterrichtet, und was hätte er getan, wenn er Liebe zu Gott und zu ihr offenbart hätte?
2 Was störte denn das vollständige Glück der Ehe dieser Menschen und führte unvollkommene Verhältnisse herbei? Vor allem war es das Nichtanerkennen der rechten Beziehungen, die Gott zwischen Mann und Frau festgelegt hatte, und somit die Weigerung, sich an diese zu halten. Adam und Eva gehörten zueinander, gleichwie ein Haupt und ein Körper zueinander gehören. „Denn Adam
-