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  • Bekämpfe den Materialismus um deines Lebens willen
    Der Wachtturm 1959 | 1. Januar
    • Neigungen des Fleisches viel leichter erliegt. Somit ist niemand immun, so daß er gegen den mächtigen Einfluß, den der Materialismus ausübt, gefeit wäre. Dieser berührt alle Volksklassen.

      14. Wie können Jugendliche gegen den Materialismus kämpfen, und welche Rolle können Eltern hierbei spielen?

      14 Wir sehen also, daß nicht nur reich und arm den Materialismus bekämpfen müssen, sondern auch jung und alt, und zwar müssen auch sie ihn von ganzem Herzen bekämpfen. Eine junge Person wird den Wunsch haben, den in Prediger 11:9, 10 (NW) erteilten Rat zu beachten: „Freue dich, Jüngling, in deiner Jugend und laß dein Herz in den Tagen deiner Jünglingszeit guter Dinge sein, und wandle auf den Wegen deines Herzens und gehe dem nach, was deine Augen schauen. Doch wisse, dass der [wahre] Gott dich um dies alles ins Gericht bringen wird. Entferne daher den Unmut aus deinem Herzen und halte dir Unglück vom Leibe, denn die Jugend und die Vollkraft des Lebens sind Nichtigkeiten.“ Daher sagen wir zu jungen Leuten: Arbeitet lieber dafür, daß Jehova euch günstig beurteilt, als für einen Wagen neuesten Modells. Weshalb nicht eure Kräfte auf den Vollzeitdienst konzentrieren? Der Dienst im Bethel eines Zweigbüros, die Gileadschulung und der Pionierdienst sind etwas Wunderbares, ja sind lohnende Ziele. Wirke auf eines dieser Ziele hin! Wie verkehrt wäre es ferner für Eltern, ihre Kinder zu ermuntern, nach materiellen Gütern zu streben. Das größte Erbe, das ihr einem Kinde hinterlassen könnt, ist der Wunsch, Jehova Vollzeitdienst darzubringen. Vereitelt nicht ihren Eintritt in den Vollzeitdienst dadurch, daß ihr sie ermuntert, für ein größeres Gehalt zu arbeiten, damit sich die Familie im Leben einige bessere Dinge leisten könne. Ja, Junge und auch Ältere müssen dem Materialismus widerstehen, und die Eltern können ihren Kindern in dieser Hinsicht eine große Hilfe sein.

      15. Wie werden Eltern dadurch, daß sie ihren Kindern das richtige Beispiel geben, ein mächtiges Bollwerk gegen den Materialismus errichten?

      15 Personen, die das rechte Beispiel geben, indem sie ihre Kinder lehren, wie sie wahre geistige Werte respektieren sollen, helfen in großartiger Weise mit, der Pflichtvergessenheit der Jugend zu wehren. Gebt ihnen das richtige Beispiel, indem ihr den Zusammenkünften regelmäßig beiwohnt und euch auch an ihnen beteiligt. Denkt daran, daß durch eine gute Erziehung in den frühen Entwicklungsjahren der richtige Grund gelegt wird, auf dem sich in späteren Jahren ein mächtiges Bollwerk gegen den Materialismus erheben kann. Ihr Eltern, zollt dieser Sache die gebührende Aufmerksamkeit und erlangt dadurch für euch und eure Angehörigen unaussprechliche Segnungen. Ja widersteht dem Materialismus im Geiste des Textes von Kolosser 3:23: „Was ihr auch immer tun mögt: arbeitet daran mit ganzer Seele, als gelte es Jehova.“ Dazu gehört auch eine ausgeglichene Ansicht über materielle Reichtümer, denn es ist erforderlich, daß man seine Mittel weise anwendet. Das ist in Einklang mit der in Sprüche 30:8 gegebenen Bitte: „Gib mir weder Armut noch Reichtum.“

      16. (a) Auf welche Weise können wir, gleich einem Soldaten, gegen den Materialismus kämpfen? (b) Zeige, wie Satan einige auf listige Weise in eine Lage hineinmanövriert, in der er sie leicht angreifen kann.

      16 Wahre Christen erkennen, daß der Materialismus darauf ausgeht, allen Menschen dieser Welt durch seine Weltanschauung einzunehmen. Sein Sieg wird notwendigerweise von kurzer Dauer sein. Dennoch wird er viele Opfer fordern, und deshalb müssen wir, gleich richtigen Kriegsleuten, einen unaufhörlichen Kampf gegen ihn führen, Paulus sagte: „Niemand, der als Soldat dient, verwickelt sich in die Handelsgeschäfte des Lebens, damit er die Anerkennung dessen erlange, der ihn als Soldat angeworben hat.“ (2. Tim. 2:4, NW) Es gilt hier, eine doppelte Lektion zu lernen. Erstens einmal kann es sich ein Soldat nicht leisten, zweierlei Interessen zu verfolgen. Es ist notwendig, daß er einzig und allein seiner Sache ergeben ist, sonst wird er kein richtiger Kämpfer sein. Zweitens ist ein guter Soldat am Siege tief interessiert. Wie ein Soldat trainiert, kämpft und unaufhörlich gegen den Feind streitet, um den Sieg zu erringen, so müssen auch wir gegen den Materialismus kämpfen. Der eigentliche Feind, nämlich Satan, der Teufel, ist in seiner Kriegstaktik gewandt und klug. Durch seine geschickten Manöver hat er bereits viele hinterrücks angegriffen und sie aus ihren Stellungen hinausgedrängt, indem er sie durch ihren brennenden Wunsch nach materiellen Dingen isoliert. Dies hat sie an die Peripherie gebracht, wo Satans Scharfschützen sie mit Leichtigkeit treffen können, was katastrophale Folgen haben kann. Niemand darf es sich somit leisten, in seinen Bemühungen auch nur einen Augenblick nachzulassen. Wir müssen die größte Waffe schwingen lernen, die wir gegen den Materialismus besitzen, das „Schwert des Geistes“. Gegen dieses Schwert hat die materialistische Weltanschauung keinen Erfolg, denn es vermag die klügsten Argumente, die zugunsten des Materialismus vorgebracht werden, bloßzulegen und zu zerschlagen.

      17. Weshalb ist Jehovas Wort eine mächtige Waffe gegen den Materialismus, und wie können wir die Habsucht bekämpfen?

      17 In diesem Sinne schrieb Paulus: „Das Wort Gottes ist lebendig und übt Macht aus und ist schärfer als irgendein zweischneidiges Schwert und dringt durch bis zur Scheidung der Seele und des Geistes, der Gelenke und ihres Markes, und ist imstande, die Gedanken und Absichten des Herzens zu beurteilen. Und es gibt keine Schöpfung, die vor ihm nicht offenbar ist, sondern alle Dinge sind entblößt und aufgedeckt vor den Augen dessen, dem wir Rechenschaft zu geben haben.“ (Heb. 4:12, 13, NW) Insgeheim mögen wir materialistische Absichten hegen und mit scheelen Augen auf das blicken, was ein anderer besitzt. Das beeinflußt mit der Zeit unsere Denkweise und veranlaßt uns, unausgeglichen und habsüchtig zu werden. Jehova zeigt uns in seinem Worte, wie sehr er Habsucht verabscheut, denn er schloß sie in einem der Zehn Gebote ein. Habsucht entspringt in der Tat der Kraft einer starken Begierde, und mit der Zeit werden solche Gedanken in die Tat umgesetzt werden, denn ‚wo dein Schatz ist, dort wird auch dein Herz sein‘. Wie wichtig ist es also, daß wir uns selbst nicht gestatten, unsere Gedanken bei materialistischen, unrechten Wünschen verweilen zu lassen! Wir sollten uns mit dem Notwendigen begnügen, und die Freude am Dienste Jehovas sollte uns wahre Befriedigung bringen. Wenn wir es geschehen lassen, daß unser Denken nicht mehr von den Grundsätzen des Wortes Gottes beherrscht wird, so kann dies dazu führen, daß wir im Meer des Materialismus ertrinken.

      18. (a) Wie können gewisse Vernunftschlüsse unsere Widerstandskraft schwächen? (b) Veranschauliche, wie einige zuließen, daß sie zufolge von Selbstsucht materielle Notwendigkeiten falsch einschätzten, und wie können wir solche „klugen“ Vernunftschlüsse zerschlagen?

      18 Um ferner zu veranschaulichen, wie wichtig es ist, daß wir falsche Vernunftschlüsse zerschlagen, indem wir die Grundsätze aus Gottes Wort anwenden, laßt uns einen Bruder beobachten, der der Meinung ist, wir hätten zu viele Versammlungen. Er glaubt, er könne mit der Wahrheit trotzdem Schritt halten, auch wenn er ein- oder zweimal fehlt, um an solchen Abenden länger zu arbeiten und etwas mehr zu verdienen. Er stellt sich vor, er könne ja nicht viel verlieren, wenn er nur eine oder auch zwei Versammlungen verpasse. Aber er übersieht, daß er die Schranken hat fallenlassen, so daß der Materialismus auf feine Weise eindringen und seine Denk- und Lebensweise beherrschen kann. Angenommen, dieser Bruder und seine Frau dächten, sie brauchten etwas mehr Kleider. Zwar fehlt es ihnen nicht an der notwendigen Bedeckung. Im Dienste und auch in Versammlungen macht ihre Erscheinung einen guten Eindruck, aber nun wünschen sie, etwas mehr Kleider zu haben. Ihre Garderobe wäre nicht vollständig, wenn sie nicht für jeden Anlaß das genau Passende hätten. Dennoch läßt Jehova jede Zusammenkunft für einen besonderen Zweck veranstalten, und diese Anordnung zu mißachten bedeutet, Jehovas Geist zu verlieren. Was ist denn in Jehovas Augen wichtiger: die schöne Kleidung dieser Welt oder das unvergängliche Kleidungsstück eines stillen und milden Geistes? (1. Pet. 3:4, NW) Wie geschickt appelliert doch Satan an die Begierde der Augen und den Stolz des Lebens, um jemanden zu verlocken, sich von Jehovas Organisation zu entfernen! Eine scheinbar harmlose Gepflogenheit dieses Bruders wird allmählich zu einer festen Gewohnheit, und er wird eine vollständige Umschwenkung machen müssen, wenn er im Kampf gegen den Materialismus bestehen will. Zerschlagt solch „kluge“ Vernunftschlüsse, die dem Materialismus Vorschub leisten, indem ihr das „Schwert des Geistes“ geschickt schwingt. Hört auf, unrichtige und unnötige Wünsche zu pflegen, die allmählich Wurzel fassen. Begnügt euch lieber mit etwas weniger an materiellen Dingen, um in geistiger Hinsicht reich zu werden!

  • Eine Selbstprüfung beim Kampf gegen den Materialismus unerläßlich
    Der Wachtturm 1959 | 1. Januar
    • Eine Selbstprüfung beim Kampf gegen den Materialismus unerläßlich

      1. Warum ist eine Selbstprüfung so notwendig, und wo muß sie beginnen?

      WIE wir im vorangegangenen Artikel gesehen haben, ist der Materialismus ein schlauer Feind und kann als ein Wohltäter erscheinen. Somit müssen wir unsere Beweggründe prüfen. Eine Selbstprüfung ist unbedingt erforderlich. Wenn wir uns auch von Natur selbst begünstigen, hat doch Jehova ein ausgezeichnetes Mittel zur Selbstprüfung vorgesehen. Vor allem müssen wir uns fragen: „Wo ist unser Herz?“ Jeremia verstand, wie böse das Herz sein kann, wenn er sagte: „Arglistig ist das Herz, mehr als alles, und verderbt ist es; wer mag es kennen? Ich, Jehova erforsche das Herz und prüfe die Nieren, und zwar um einem jeden zu geben nach seinen Wegen, nach der Frucht seiner Handlungen.“ — Jer. 17:9, 10.

      2. Was beweist, ob wir eine neue Liebe hegen oder nicht?

      2 Wo ist dein Herz? Gehört deine erste Liebe immer noch dem unvergleichlichen Besitz der Wahrheit, oder ist in dir eine neue Liebe erwacht, die Liebe zum Materialismus? Wohl mögen wir sagen, daß wir keine neue Liebe hegen. Aber was offenbaren unsere Handlungen? Erleben wir immer noch jene unvergleichliche Freude, die uns der Felddienst schenkt? Oder haben wir begonnen, diese Freude zu verdrängen, indem wir mehr Stunden der Muße widmen, der Unterhaltung, einer Befriedigung, die uns durch materialistische Vergnügungen sowie Besitztümer verschafft wird, so daß wir weniger Stunden im Felddienst verbringen? Denkt daran: ein habsüchtiges Herz pflegt den Materialismus, aber ein loyales Herz meidet ihn.

      3. Wie können uns die Hilfsmittel der Organisation im Kampfe gegen den Materialismus nützen? Führe einige dieser Hilfsmittel an.

      3 Um unsere Selbsteinschätzung fortzusetzen, stellen wir die Frage: „Machen wir Gebrauch von den Hilfsmitteln der Organisation, mit denen wir den Materialismus bekämpfen können?“ Durch diese Hilfsmittel ist der „treue und verständige Sklave“ imstande, uns zu helfen, zur Reife voranzuschreiten und dem Materialismus erfolgreich zu widerstehen. Erkennst du die Weisheit, mit der die Organisation heilsamen Aufschluß veröffentlicht, der uns helfen wird, diesen Übergriffen mit Erfolg zu widerstehen? Zu den Hilfsmitteln, die uns heute zum Segen gereichen können, gehören zum Beispiel die Erfahrungen, die die Organisation während der Jahre ihres christlichen Wachstums gesammelt hat, ihr Beispiel in der richtigen Verwendung der Zeit, ihre Tauglichkeit und Befähigung, das tiefe durchgreifende Verständnis des Wortes Jehovas, das sie vermittelt, dazu das rechte Licht in bezug auf die richtige Lehre und die Organisation. Das sind wertvolle Aktiven, die Jehovas Neuer-Welt-Gesellschaft eine gute Hilfe sind und uns in unserem Kampf gegen den Materialismus beistehen.

      4. Weshalb ist das christliche Wachstum und weshalb sind christliche Erfahrungen im Kampfe gegen den Materialismus von unschätzbaren Wert? Veranschauliche dies.

      4 Wenden wir die guten Dinge, die wir durch die Schriften der Wachtturm-Gesellschaft kennenlernen, auch täglich an? Lassen wir es geschehen, daß unser Sinn durch sie umgestaltet wird? Zur Veranschaulichung dieses Punktes diene folgendes: Ein junger Bruder mag sehr intelligent sein, mag in der Schule gute Noten bekommen und der Meinung sein, er wisse die Antworten auf viele Fragen. Doch weil er der Erfahrung ermangelt und sich noch nicht mit den Problemen des Lebens befaßt hat, kann er weit danebenhauen. Sein Vater, ein reifer, qualifizierter Mann erkennt dies, setzt sich zu seinem Sohne hin und gibt ihm praktische, weise Ratschläge, die dem Jungen helfen werden, gerade Bahn für seine Füße zu machen. Die vernünftigen Grundsätze, die der Vater dadurch kennenlernte, daß er Jehovas Wort fortwährend anwandte, können dem Sohne eine große Hilfe sein, im Leben Erfolge zu erzielen und sich nicht auf den eigenen Verstand zu stützen. Man sollte die Organisation als einen „älteren Mann“ ansehen, der voller Weisheit ist, mit gutem Urteilsvermögen und Reife handelt und ein gesundes Gleichgewicht und Unterscheidungsvermögen an den Tag legt.

      5. Von welchen Wert sind heute „Gaben an Menschen“?

      5 Wie betrachtest du die theokratische Organisation und ihre zum Dienst ernannten Diener und die verschiedenen Personen, die in Stellungen von Verantwortung eingesetzt worden sind? Siehst du sie als „Gaben an Menschen“ an? Schätzt du sie richtig? Bisweilen handeln sie wie eine Rettungsmannschaft, indem sie Eigensinnige aus dem tückischen Strudel reißen; sie sind stets bereit und willens zu dienen. Hier haben wir eine weitere Hilfe, die wir in unserem Kampfe gegen den Materialismus in Anspruch nehmen dürfen. Ergreife dieses Rettungsseil! Deine reiferen christlichen Brüder können dir helfen, dem Trachten deines Herzens und Sinnes die rechte Richtung zu geben. Geschieht das nicht, so könnte es geschehen, daß du im Meer des Materialismus ein Spiel der Strömung und auf die Dauer zu schwach bist, standzuhalten. Das könnte verheerende Folgen haben.

      6. Welche Rolle spielen unser Besuch der Versammlung und die Beteiligung daran bei unserer fortgesetzten Selbstprüfung?

      6 Bei unserer Selbstprüfung fragen wir weiter: „Besuchen wir die Versammlungen und beteiligen wir uns daran?“ Es ist nicht nur wichtig, daß wir ihnen beiwohnen, sondern es ist auch sehr wichtig, daß wir in den Zusammenkünften auferbauende Worte sprechen. Dadurch werden wir für die Lehrtätigkeit befähigter werden. In den Zusammenkünften wird vieles besprochen, und wir erwerben uns Weisheit und Verständnis. Wir werden gestärkt durch Worte, die aus dem Munde Jehovas kommen, und da sich Jehova dem Materialismus unabänderlich widersetzt, werden wir durch die Anwendung der Grundsätze seines Wortes instand gesetzt, dieser Gefahr zu begegnen. Deswegen ist es so wertvoll, daß wir die Versammlung besuchen und daran teilnehmen. Und ist es nicht erfrischend und ermutigend, hören zu können, wie neue Brüder sich äußern? Nichts weckt in unserem Herzen ein solches Gefühl der Wärme, wie wenn wir hören können, wie Personen, die neu sind in der Wahrheit, Kommentare geben, und wenn wir beobachten können, wie sie zur Reife heranwachsen und wie ihr Herz und Sinn umgestaltet werden, indem sie sich von diesem alten System abwenden und sich dem neuen zuwenden. Das ist in der Tat eine gute Versicherung gegen den Materialismus. Hege weiterhin Liebe zu dem, was sie lieben, so wirst du Jehova wohlgefallen.

      7. Wie kann man feststellen, ob man seinen Angehörigen im Widerstand gegen die Übergriffe des Materialismus ein gutes Beispiel gibt?

      7 Es ist außerdem gut, einmal zu untersuchen, worüber wir nachdenken und reden. Wovon sprechen wir, wenn wir daheim sind bei unseren Kindern? Was für ein Beispiel geben wir ihnen? Sprechen wir stets über Dinge, die wir für unser Heim noch kaufen wollen, oder über Neuerungen, die wir in unserem Heim vornehmen möchten? Was besprechen wir mit unseren Angehörigen, unseren Gefährten und unseren Kindern? Sprechen wir über geistige Dinge, zum Beispiel darüber, wie wir unsere Predigten verbessern und in Zusammenkünften bessere Kommentare geben könnten? Geben wir wirklich ein gutes Beispiel? Werden sie daraus einen Nutzen ziehen? Was lernen sie von uns, das von praktischem und theokratischem Werte ist?

      8. Kann gewissenhafter, regelmäßiger Felddienst uns helfen, den Schlingen des Materialismus zu entgehen? Wie?

      8 Ferner ist es gut, wenn wir unsere Leistungen im Predigtdienst etwas näher betrachten. Was für ein Beispiel geben wir unseren Angehörigen, was den Dienst betrifft? Vielleicht erklären wir, daß wir nicht materialistisch gesinnt seien. Wenn unsere Leistungen im Dienste geringer werden, ist es an der Zeit, den Grund dafür zu ermitteln. Vielleicht haben wir uns bereits mehr in den Materialismus verstricken lassen, als wir überhaupt ahnen. Der regelmäßige Felddienst ist höchst wertvoll. Wenn wir uns regelmäßig am Felddienste beteiligen, so pflegen wir gute Gewohnheiten. Wir können bei den Leuten Schriften abgeben, und wenn wir am Wachstum der Neuen-Welt-Gesellschaft der Zeugen Jehovas interessiert sind, werden wir Nachbesuche machen. Sind wir dann gewissenhaft, so werden wir ein Heimbibelstudium zu beginnen suchen. Das ist nicht schwer, denn selbst der neueste Verkündiger kann es mit etwas Übung tun. So entwickeln wir ein Musterbild von rechten Werken, und mit zunehmender Reife werden wir die Dinge noch richtiger zu bewerten wissen. Wir werden es uns zweimal überlegen, bevor wir nur einen Schritt rückwärts tun. Wir werden unseren Dienst schätzen, da wir wissen, daß er zum Leben führt. Wir werden auch jeder Lebensauffassung widerstehen, die uns in unserem Streben nach der rechten Richtung hin hemmt. Schon wenn wir einfach der Führung des „treuen und verständigen Sklaven“ folgen und gute Dienstgewohnheiten pflegen, verdrängen wir dadurch materialistische Neigungen.

      9. Warum ist der richtige Umgang so überaus wichtig?

      9 Auch die Art unserer Gesellschaft ist sehr wichtig. Wie trifft doch der Spruch des Apostels Paulus: „Schlechte Gesellschaft verdirbt nützliche Gewohnheiten“, auf materialistisch eingestellte Brüder zu! (1. Kor. 15:33, NW) Es ist schon schlimm, wenn ein Christ selbst von dem schmalen Pfad der rechten, theokratischen Tätigkeit abbiegt und sich auf den breiten Weg des Materialismus begibt, aber wenn er durch sein Beispiel oder durch seine Reden seinen Bruder auf raffinierte Weise dazu verleitet, sich ihm anzuschließen, so ist das noch viel schlimmer. Pflegt daher die Gemeinschaft mit Brüdern, deren Unterhaltung auferbauend und deren Tätigkeit vorbildlich ist und die eine klare Vision der neuen Welt haben! Vergeßt nicht, daß falsche Freundschaft dem Efeu gleicht, der sich an einer Mauer emporrankt und sie verdirbt. Durch wahre Freundschaft aber stärkt und auferbaut man sich gegenseitig und erhält so neues Leben und neue Tatkraft.

      10. Warum sollte im Kampf gegen den Materialismus auch das Gebet angewandt werden?

      10 Wenn nach dieser sorgfältigen Selbstprüfung irgendwelche Symptome des Materialismus vorgefunden werden sollten, dann beginnt, ihn durch sofortige Maßnahmen zu überwinden. Paulus sagte: „Tut dies auch, weil ihr die Zeitumstände erkennt, daß nämlich die Stunde für euch da ist, aus dem Schlafe zu erwachen, denn jetzt ist unsere Rettung näher als zu der Zeit, da wir gläubig wurden.“ (Röm. 13:11, NW) Es wäre eine Schande, wenn sich Personen, die jahrelang treu gewesen sind, jetzt durch die raffinierte Versuchung von seiten des Materialismus schwächen ließen. Sagt lieber nicht: „Das wird mir nicht passieren“, sondern betet vielmehr, daß es euch nicht widerfahre. Die Notwendigkeit des Gebets kann nicht zu sehr betont werden. Man kann dadurch mit Gott in Verbindung treten. Wir sollten Jehova täglich bitten, uns materialistische Neigungen zu überwinden helfen. In Anbetracht unserer Unvollkommenheit ist beständige Wachsamkeit erforderlich, damit wir uns vor den Schlingen des Materialismus bewahren können und während wir fortfahren zu beten, sollten wir weiterhin an geistiger Reife zunehmen, denn das wird uns tatsächlich eine Hilfe sein, der Gefahr des Materialismus zu trotzen.

      11, 12. Welche Beispiele geben uns (a) unsere Brüder in Rußland? (b) unsere Schwestern in Korea?

      11 Wir sollten ebenso kämpfen wie unsere Brüder in Rußland und unsere Schwestern in Korea. Welch wunderbares Beispiel geben uns diese Brüder und Schwestern! Im englischen Jahrbuch 1957 wird ein polnischer Bruder erwähnt, der fünfzehn Jahre in Rußland und vierzehn Jahre in den Lagern zugebracht hat. Nach vielen Martern und vielen Verhören und Verfolgungen ist er lebend aus diesen Orten herausgekommen und singt Lieder zum Preise des Namens Jehovas. Durch seine Liebe zur Wahrheit blieb er am Leben. Ist unsere Liebe zur Wahrheit ebenso stark? Wie können wir uns vorsehen, um in der stürmischen Zeit, die vor uns liegt, Schutz zu finden? Bestimmt nicht dadurch, daß wir all unsere Mußezeit im Lehnstuhl vor dem Fernsehapparat verbringen oder Überstunden machen, um uns die besonderen Annehmlichkeiten dieses Lebens verschaffen zu können.

      12 Auch das Verhalten unserer Schwestern in Korea vermag uns zu begeistern. Viele bringen es fertig, drei Monate im Jahr Ferienpionierdienst zu leisten. Eine Schwester, deren Mann ein Gegner ist und die für drei kleine Kinder zu sorgen hat, hat dem Rufe Folge geleistet. Ein Kind trägt sie auf dem Rücken, ein anderes hält sie an der Hand, ein drittes trägt ihr die Büchertasche, und so geht sie zu den Menschen und gibt Zeugnis. Wohl hatte sie alle Hände voll zu tun, aber am Ende des Monats hatte sie ihre Stundenzahl erreicht und auch ihre bescheidene Wohnung in Ordnung gehalten. Sie verfügte über keine modernen Hilfsmittel und stand vor dem Morgengrauen auf, um Wasser zu holen und ihre Hausarbeiten zu verrichten. Sie war arm an den Dingen dieser Welt, aber reich an geistigen Dingen. Auch nach ihrem Ferienpionierdienst setzte sie ihre fünf Bibelstudien fort. Ähnlich handeln Missionare und andere Vollzeitdiener. Sie geben ein gutes Beispiel, indem sie das, was an die erste Stelle gehört, auch wirklich an die erste Stelle setzen, also geistige Güter über die materiellen. Wahres Glück und viele Segnungen harren jener, die zuerst nach dem Königreiche trachten und das bezeugen, indem sie in den Vollzeitdienst eintreten. Sofern du nicht Pionier sein kannst, kannst du wenigstens den Pioniergeist haben. Dieser kann dir helfen, materialistische Wünsche zu unterdrücken.

      13. Wozu sollten wir uns entschließen in Anbetracht der Segnungen, die durch Dienst in Gebieten erlangt werden, wo Hilfe dringend not tut? Welches Beispiel wird angeführt?

      13 Betrachtet einmal die Freuden und Segnungen des Dienstes an Orten, wo Hilfe dringend not tut. Königreichsverkündiger, die von materialistischen Begierden gefangen sind, können sich solcher nicht erfreuen. Zum Beispiel kam nach einer der Bezirksversammlungen, die im Jahre 1957 in den Vereinigten Staaten stattfanden, ein Bruder zu einem Vertreter der Gesellschaft und fragte, ob er ihm sogleich ein Gebiet angeben könne, in dem Hilfe dringend not tue. Dieser Bruder hatte fünf Kinder; er war ein Versammlungsdiener und hatte vor kurzem sein Haus verkauft. Nun war ihm daran gelegen, seine Königreichsdienstvorrechte zu mehren. Als er durch die Ansprache vernommen hatte, daß man dort dienen könne, wo Hilfe dringend not tut, beschloß er, gerade das zu tun. Nach der Versammlung sprach er auf dem Heimweg im Büro der Gesellschaft vor und holte sich weiteren Aufschluß über sein künftiges Arbeitsgebiet. Zu Hause angekommen, kaufte er sich einen Lastwagen, lud seine Möbel und Haushaltsgegenstände darauf — und fort ging’s mit den Seinen nach dem Süden! Die Gesellschaft hatte diesem Bruder und seinen Angehörigen als Arbeitsgebiet eine kleine Stadt zugewiesen. Würde er aber weltliche Arbeit dort erhalten? Dieser Bruder hatte die richtige geistige Einstellung, denn er sagte sich: „Wenn diese Stadt 5000 Leute erhalten kann, dann kann sie auch 5007 erhalten.“ Heute gereicht dieser treue Bruder samt seiner Familie den dortigen Brüdern zur Ermunterung und den Menschen guten Willens zum Segen. Viele weitere Erfahrungen, gleich dieser, könnten angeführt werden, die eure Brüder täglich machen, wenn sie geistigen Werten den ersten Platz einräumen. Diese treuen Brüder haben sich nicht im Materialismus verstricken lassen. Sie bekämpfen ihn und widerstehen ihm bei jeder Gelegenheit und lassen nicht zu, daß sie in seinem Strudel untergehen.

      14. Wie müssen wir unserem Führer folgen, um dem verräterischen Treibsand des Materialismus zu entgehen, und wie sollten wir auf den Ruf nach zusätzlichen Dienstvorrechten reagieren?

      14 Einige mögen aber dem Fortschritt der Neuen-Welt-Gesellschaft gegenüber eine negative Haltung einnehmen. Das könnte jemanden verleiten, es sich gemütlich zu machen, und das wäre nicht gut. Wir dürfen in unserer Wachsamkeit nicht nachlassen, sonst wird uns der Materialismus erfassen. Wir müssen also unser Leben richtig einschätzen. Christen leben sozusagen in einer Wildnis, in der Wüste dieser Welt. Wenn eine Schar Leute einem Führer in ein Gebiet hineinfolgt, wo es Treibsand gibt, sagt ihr der Führer, sie solle ihm dicht auf den Fersen bleiben, ja solle, wenn das überhaupt möglich ist, in seinen Fußspuren gehen. Der Führer, der uns durch die Wüste dieser Welt führt, ist Christus Jesus. Wenn wir seinen Fußstapfen genau folgen, werden wir nie im Treibsand des Materialismus versinken. Wir werden dann durch diese harmlos scheinende Kraft nicht in die Tiefe gezogen. Wir werden direkt unserer Bestimmung, der neuen Welt, entgegengeführt. So gehe denn auf keine Kompromisse in bezug auf deinen Glauben ein. Bewahre ihn lebendig und tatkräftig. Nütze jede Gelegenheit dazu, geistig zu wachsen. Sinne in freien Augenblicken über die Grundsätze des Wortes Jehovas nach. Es wird dir zuerst nicht leichtfallen. Dann zwinge dich dazu, denn es ist deiner geistigen Gesundheit zuträglich. Wenn dann der Ruf an dich ergeht, in der Versammlung zusätzliche Dienstvorrechte wahrzunehmen, zum Beispiel einem Diener beizustehen, eine Unterweisungsansprache oder einen einstündigen Vortrag zu halten, oder wenn man dich vielleicht dazu empfiehlt, als Versammlungsbuchstudienleiter zu dienen, so übernimm solche christlichen Verantwortlichkeiten und komme ihnen freudig nach. Suche nicht in der Menge einer großen Versammlung unterzutauchen und dich mit einem Minimum an Dienst zu begnügen. Sei fortschrittlich und halte dich auf dem laufenden, sei zuverlässig und enthusiastisch, sonst wird dein Glaube schwach, deine christliche Tatkraft erlahmt, und du wirst falsch zu denken beginnen.

      15. Wohin führt der Materialismus? Lohnt er sich?

      15 Personen, die denken, sie könnten sich zeitweilig vom Dienste frei machen und sich zu einer Zeit, in der die weltlichen Gelegenheiten günstig sind, etwas mehr von den Gütern dieser Welt beschaffen, sollten überlegen wohin der Materialismus sie führt. Lohnt er sich? Paulus sagte: „Die aber entschlossen sind, reich zu werden, geraten in Versuchung und in eine Schlinge und in viele sinnlose und schädliche Begierden, die die Menschen ins Verderben stürzen und sie zugrunde richten. Denn die Geldliebe ist eine Wurzel von jeder Art schädigender Dinge, und indem einige dieser Liebe nachstrebten, sind sie vom Glauben hinweg in die Irre geführt worden und haben sich selbst überall mit vielen Schmerzen durchstochen.“ (1. Tim. 6:9, 10, NW) So sehen wir denn von neuem, daß weder Reichtum an sich noch das, was er mit sich bringt, unrecht ist, sondern die Entschlossenheit, sich materiellen Wohlstand und Besitz zu sichern. Wenn der Christ einen solchen Entschluß faßt, so schreibt er materiellen Dingen mehr Wert zu als geistigen, und darin liegt die Gefahr. Dann macht er, statt zu studieren und nachzusinnen und Felddienst zu leisten, mehr Überstunden in der weltlichen Beschäftigung. Wozu dient es, wenn sowohl der Mann wie die Frau weltliche Arbeit leisten? Ein Schriftsteller sagt: „Weltlicher Reichtum gleicht Nüssen. Manch einer zerreißt sich die Kleider, bis er welche hat, manch einer zerbricht sich die Zähne, um sie zu knacken, und nie wird ein Bauch davon satt.“ Aber das Schlimmste ist: wer einem solchen Laufe weit genug folgt, wird bald feststellen, daß er sich in Grenzgebieten bewegt, und wird schließlich außerhalb der Neuen-Welt-Gesellschaft stehen. Und draußen gibt es nur Unzufriedenheit, unglückliche Verhältnisse, Mißvergnügen und Verzweiflung.

      16. Wie weist Paulus darauf hin, daß es weise ist, nach Gottergebenheit zu streben?

      16 Da ihr wißt, daß der Materialismus in der Schlacht von Harmagedon mit dieser Welt untergehen wird, so sucht den Sieg durch innige Liebe zu Jehova Gott und seiner Organisation zu erringen. In 1. Timotheus 6:6-8 erklärte Paulus: „Sicherlich ist sie ein Mittel zu großem Gewinn, diese Gottergebenheit zusammen mit Genügsamkeit am Eigenen. Denn wir haben nichts in die Welt hereingebracht und können auch nichts hinausnehmen. Wenn wir also Lebensunterhalt und Bedeckung haben, so werden wir damit zufrieden sein.“ Man beachte hier das Argument des Apostels Paulus; ein Christ kann viel gewinnen, wenn er nach Gottergebenheit strebt. Diese Gottergebenheit ist mit der Furcht Jehovas verwandt. Wenn wir uns also davor fürchten, Jehova zu mißfallen, werden wir nicht zulassen, daß unsere Denkweise als Folge selbstsüchtiger, materialistischer Begierden verschroben wird. Nein, wir werden uns damit zufrieden geben, wenn wir die notwendigen materiellen Dinge besitzen, die, wie Paulus sagt, in Unterhalt und Bedeckung bestehen.

      17. Welcher Rat, den Jakobus gegeben hat, wird uns helfen, uns vor dem Ertrinken in den tiefen Wogen des Materialismus zu bewahren?

      17 Niemand sollte sich hier zu der Annahme verleiten lassen, hier sei mehr gemeint, als was gesagt wird. Wer versuchen wollte, darauf hinzuweisen, dies schließe die neuesten und besten materiellen Dinge und Vergnügungen ein, der verdreht die Schrift, um sie den eigenen unrechten Begierden anzupassen. Jehova gibt niemandem solche unrechten Wünsche ein. Der Jünger Jakobus sagt: „Wenn in der Prüfung, sage niemand: ‚Ich werde von Gott versucht.‘ Nein, denn Gott kann nicht von üblen Dingen versucht werden, noch versucht er selbst jemand. Sondern jeder wird versucht, indem er von seiner eigenen Begierde fortgezogen und gelockt wird. Wenn dann die Begierde befruchtet worden ist, gebiert sie Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, bringt den Tod hervor.“ (Jak. 1:13-15, NW) So wird sich denn ein wahrer Christ nicht in die tiefen Wogen des Materialismus hineinwagen, in denen er den Tod durch Ertrinken findet. Weil er leben möchte, beherrscht er seine Wünsche in der richtigen Weise.

      18. Was wird ein Christ heute tun, um sich eng an Jehova und seine Organisation zu halten und nicht den Begierden des Fleisches zu erliegen?

      18 Ein Christ wird nach Gottergebenheit streben und nicht den Materialismus pflegen. Nur indem er diese satanische Lebensauffassung als das, was sie ist, erkennt, kann er sie erfolgreich bekämpfen. Er muß davon überzeugt sein, daß es besser ist, in Jehovas Organisation als irgendwo anders zu sein. Er sollte nicht etwas tun wollen, daß seine Gelegenheiten, Leben in der neuen Welt zu erhalten, gefährden würde. Dann wird er alles haben, was er braucht. Er benötigt heute, um Jehova dienen zu können, nicht das Vorzüglichste von allem. Aber er benötigt Jehovas Organisation, und er sollte sich eng an sie halten. Durch diese Organisation hat Jehova ein mächtiges Bollwerk zur Verteidigung gegen eines der schlauesten Manöver Satans aufgerichtet, gegen den Materialismus. Mache dir alle Vorkehrungen zunutze, die Jehova getroffen hat, um der Gefahr entgegenzuwirken, die als der Materialismus bekannt ist. Halte Herz und Sinn auf die neue Welt und all ihre großartigen Dinge gerichtet. Halte Schritt mit der sich stets ausdehnenden Neuen-Welt-Gesellschaft und widme dich heute mit ganzer Kraft dem Dienste. Dadurch wirst du geistig stark bleiben und völlig in der Lage sein, den feinen Schlingen des Materialismus mit Erfolg zu entgehen. Ein wahrer Christ, der Jehova liebt, wird in Besonnenheit seine Lage richtig einzuschätzen wissen. Eine Selbstprüfung ist unbedingt notwendig. Dann erkennt er auch, daß es lebenswichtig ist, im Kampfe gegen den Materialismus mit der Neuen-Welt-Gesellschaft Schritt zu halten und geistig zu wachsen.

      19. Ist es im Interesse der Sicherheit, wenn wir uns über die Grenzen der Neuen-Welt-Gesellschaft hinausbegeben? Weshalb nicht?

      19 In bezug auf diese Frage, die Leben und Tod betrifft, wird er von der Organisation Ratschläge entgegennehmen und sie zu seinem ewigen Wohl anwenden. Er wird sich daran erinnern, daß er nach Gottergebenheit und nicht nach Materialismus streben muß. Ferner weiß er, daß es gefährlich ist, wenn er sich über die Grenzen der Neuen-Welt-Gesellschaft hinauswagt, selbst wenn er denken mag, er sei stark genug, draußen den Lockungen des Materialismus zu widerstehen. Vergiß nie, nicht einen Augenblick, daß andere ihm erlegen sind. Der Materialismus ist so verderbenbringend wie ein Sog oder Strudel. Er kann dich in die Tiefe ziehen und dein Leben auslöschen. Erkenne ihn als eine stets vorhandene Gefahr. Er macht vor keiner Person halt. Bekämpfe daher den Materialismus um deines Lebens willen in Gemeinschaft mit deinen treuen Brüdern in der ganzen Welt!

  • Internationaler Kongreß der Zeugen Jehovas „Göttlicher Wille“
    Der Wachtturm 1959 | 1. Januar
    • Internationaler Kongreß der Zeugen Jehovas „Göttlicher Wille“

      Wie dankbar ist Jehovas Volk doch, daß sich seine Zeugen gemäß dem Willen Gottes vom 27. Juli bis 3. August 1958 anläßlich des internationalen Kongresses „Göttlicher Wille“ in New York versammeln und so ein imposantes Zeugnis für seinen Namen geben durften!

      Hat es je zuvor eine christliche Versammlung von solcher Größe und von solch nachhaltiger Wirkung gegeben? Die Tausende und aber Tausende von Delegierten, die aus 123 Ländern herbeiströmten und die zwei größten Baseball-Stadien der Stadt New York füllten, nämlich das Yankee-Stadion und die „Polo Grounds“, fühlten in der Tat, welch unvergleichlicher und vielfältiger Segen auf dieser Versammlung ruhte!

      Schon am ersten Tage des internationalen Kongresses der Zeugen Jehovas, betitelt „Göttlicher Wille“, war ein Rekordbesuch zu verzeichnen, denn 180 291 Personen füllten das Yankee-Stadion, die „Polo Grounds“ und zum Teil noch die neben den Stadien aufgestellten Zelte und wohnten so der Nachmittagsveranstaltung des ersten Tages bei. Als diese gewaltige Zuhörermenge die Besucherzahl hörte, war sie überrascht, ja begeistert. Und kein Wunder! denn diese Zahl übertraf bei weitem die höchste Besucherzahl, die bei dem vorhergehenden internationalen Kongreß der Zeugen Jehovas zu verzeichnen gewesen war, der im Jahre 1953 im Yankee-Stadion getagt hatte.

      TAG DER TREUE

      Als die Kongreßbesucher am Eröffnungstage in das Yankee-Stadion und in die „Polo Grounds“, strömten, nahmen sie erfreut das mit einem hübschen Umschlag versehene, 32-seitige Programmheft entgegen, aus dem das Programm für beide Stadien ersichtlich war. Es wurde also doppelt durchgeführt, und mit wenigen Ausnahmen sprachen alle Redner in beiden Stadien. Die Kongreßbesucher, die das äußerst interessante Programm sogleich eifrig durchblätterten, stellten fest, daß jeder Tag unter einem bestimmtem Motto stand. So lautete zum Beispiel das Motto für den Eröffnungstag (27. Juli) „Tag der Treue“. Wie passend!

      Der Kongreß wurde am Sonntagvormittag um 9.15 Uhr mit Musik und Gesang und mit der Besprechung des Tagestextes eröffnet. Die Begrüßungsansprache wird von den Kongreßbesuchern stets freudig erwartet, und so ließen sie sich denn auch durch die Willkommworte des Kongreßvorsitzenden, M. G. Henschel, begeistern. „Weil dieser Tag den Auftakt zur größten Versammlung bildet, die wahre Christen je veranstalteten“, so erklärte er, „sind wir überzeugt, daß Jehova mit uns ist und daß es sein Wille ist, daß wir hier sind.“

      Die Nachmittagsveranstaltungen begannen um 13.20 Uhr mit Musik und Gesang. Die Worte des Präsidenten, N. H. Knorrs, lösten unter den Zuhörern große Begeisterung aus, als ihre Aufmerksamkeit auf die 1461 Absolventen der früheren dreißig Klassen der Gileadschule gelenkt wurde, die sich auf der Aschenbahn des Yankee-Stadions versammelt hatten. Welch ein Beispiel der Treue!

      Und welch farbenfrohes Bild bot auch die Klasse, die graduiert werden sollte und die vor dem Rednerpodium Platz genommen hatte! Die in ihren bunten Nationaltrachten anwesenden 103 Absolventen aus 64 Ländern und die übrigen Kongreßbesucher hörten den ermunternden Ansprachen des Lehrkollegiums der Gileadschule aufmerksam zu. Dann folgte eine Ansprache des Vizepräsidenten der Schule, F. W. Franz, über das Thema „Missionare des herrschenden Königreiches Gottes“, in deren Verlauf er erklärte, was unter einem echten, christlichen Missionar zu verstehen ist. „Christliche Missionare haben nicht die Aufgabe, ein wirtschaftliches Hilfsprogramm für unterentwickelte oder benachteiligte Länder durchzuführen“, erklärte F. W. Franz. „Wir führen ein wichtigeres, nämlich ein religiöses Hilfsprogramm durch“.

      Den Höhepunkt der Graduierung bildete die Ansprache „Bleibe bei diesen Dingen“, die N. H. Knorr, der Präsident der Schule, hielt, mit der anschließenden Aushändigung der Diplome an die Studenten. N. H. Knorr legte bei dieser größten Gilead-Abschlußfeier passenderweise besonderen Nachdruck auf die Treue. „Unablässig den göttlichen Willen zu tun ist die einzige sich lohnende Tätigkeit“, erklärte er.

      Wie N. H. Knorr zeigte, wurde, dank der beharrlichen Predigttätigkeit in vielen Ländern, eine wunderbare Mehrung erzielt. Als er bekanntgab, welches Land heute die drittgrößte Anzahl von Zeugen Jehovas aufweist, folgte donnernder Applaus. Weshalb? Nun, es ist das kommunistische Polen! Der anhaltende Beifall zeigte auch, welch tiefe Bewunderung die Kongreßbesucher für ihre Brüder in Polen haben.

      Inzwischen hatte es zu regnen begonnen. Aber die Graduierten schritten unter dem Schutz ihrer Schirme zu dem schönen Rednerpodium, um ihre Diplome in Empfang zu nehmen. N. H. Knorr erhöhte die Freude der Anwesenden noch, indem er bei jedem Absolventen sagte, wohin er gesandt werde, wann er getauft wurde und welcher Religion er angehörte, bevor er die göttliche Wahrheit kennenlernte. Wohl fand die Abschlußfeier im Regen ihr Ende, aber die geistigen Segnungen, die dabei auf die Kongreßbesucher herabströmten, ließen sie den Regenschauer schnell vergessen.

      TAG DER AUSSCHLIESSLICHEN ERGEBENHEIT

      Am Montag wurde besonders auf unsere ausschließliche Ergebenheit Nachdruck gelegt. An vier Tagen fanden von 9.30 bis 11.30 Uhr vormittags für die nicht englisch sprechenden Delegierten Vorträge in zwanzig Sprachen statt. Viele andere begaben sich während dieser Zeit in den Felddienst. Am Montagnachmittag hörten die Kongreßbesucher von Brüdern aus elf verschiedenen Ländern etwas über das Thema „Was die ausschließliche Ergebenheit in Nord- und Zentralamerika bewirkt hat“. Außerdem fanden an diesem Tage fünf halbstündige Ansprachen statt. Bruder H. L. Brissett, ein Bezirksdiener, sprach über das Thema „Mit ganzem Herzen die Interessen der neuen Welt wahrnehmen“.

      Ihm folgte unser lieber Bruder Macmillan, der in seiner Ansprache über „Treue in kleinen Dingen“ darauf hinwies, daß zu den kleinen Dingen, in denen wir treu sein sollten, auch gehört, daß wir den Tagestext und seinen Kommentar lesen und darüber nachsinnen, ferner in den Zusammenkünften Kommentare geben und die Haus-zu-Haus-Notizzettel benutzen. Seine Darlegungen wurden wiederholt durch herzlichen Beifall unterbrochen.

      Am Nachmittag hielt N. H. Knorr vor 151 003 Zuhörern den Hauptvortrag über das Thema „Zeichen und Wunder in der Zeit des Endes“. Der Redner befaßte sich besonders mit dem Propheten Jesaja und zeigte, wie Jehova Gott ihn als ein Zeichen und ein Wunder gegenüber der Nation Israel benutzt hat.

      Die Tatsache, daß der Überrest und seine Gefährten die gute Botschaft vom Königreich überall verkündigen, sei an sich ein Zeichen dafür, sagte N. H. Knorr, „daß Gottes Königreich als Kapitale des Universums aufgerichtet worden ist. Es ist ein Zeichen, das unmißverständlich erkennen läßt, daß die Nationen dieser Welt ihrem Ende entgegengehen, und dieses Ende wird sie ereilen, sobald unsere Predigttätigkeit dem Willen Gottes gemäß beendet ist.“

      TAG DER AUSDEHNUNG UNSERES PREDIGTDIENSTES

      Am Dienstag strömten die Mengen schon am frühen Nachmittag in die Stadien, um der Segnungen des ‚Tages der Ausdehnung unseres Predigtdienstes‘ teilhaftig zu werden. Und was erfuhren sie nicht alles über diese Ausdehnung! Die Berichte aus zwölf südamerikanischen Ländern zeigten, daß die Zahl der Königreichsverkündiger in Südamerika in fünf Jahren um 100 Prozent zugenommen hat. Ja Brasilien hat die 100 Prozent noch übertroffen, denn es erreichte eine Zunahme von 106 Prozent, und Kolumbien übertraf diese Zahl, indem es die erstaunliche Zunahme von 150 Prozent erzielte!

      Danach folgte die Freigabe eines neuen Hilfsmittels, das der Ausdehnung dienen soll. N. H. Knorr sprach über das Thema „Eine Fibel für Spanischsprechende“. Die spanische Broschüre Aprenda a leer y escribir [Lerne lesen und schreiben] wurde von den Tausenden der Anwesenden mit Begeisterung aufgenommen. Dann sprach F. S. Hoffmann, der Zonendiener für Europa, über das Thema „Wie steht es um deinen geistigen Appetit?“. Er zeigte in seinen lebhaften, packenden Darlegungen, daß wir, wie wir regelmäßig essen müssen, wenn wir körperlich gesund bleiben wollen, auch regelmäßig geistige Speise zu uns nehmen müssen, um geistig gesund zu bleiben.

      Den Höhepunkt dieses Tages bildete eine Ansprache des Vizepräsidenten der Watch Tower Society, F. W. Franz. Er sprach über das Thema „Gottes liebende Güte und das Königreich“ und setzte die 147 135 Zuhörer in Begeisterung, als er mit weithallender Stimme die Worte aus Jesaja 55:1-4 (NW) ausrief: „He, ihr Durstigen alle, kommt zum Wasser! Und die ihr kein Geld habt, kommt, kauft ein und eßt! Ja, kommt, kauft ohne Geld und ohne Kaufpreis Wein und Milch!“ Er zitierte auch noch die folgenden drei Verse und erklärte dann: „Dieser Ruf, diese Einladung, läßt Jehova Gott an Hungernde und Dürstende ergehen. Nach was hungern und dürsten sie? Nach einem gerechten König, nach einer guten Regierung oder Herrschaft, durch die der Bund in Erfüllung gehen soll, den Jehova Gott mit König David geschlossen hat.“ Seine aufrüttelnde Ansprache drehte sich besonders um diesen Königreichsbund.

      Durch das Dienstagabendprogramm wurden die Kongreßbesucher dazu angespornt, ihren Predigtdienst auszudehnen. H. W. Arnott, Zonendiener, zeigte in seiner Ansprache, daß wir mit geistlicher Einsicht erfüllt sein müssen, wenn wir rechte Entscheidungen treffen wollen. D. Sydlik vom Bethel in Brooklyn sagte in seiner Ansprache über das Thema „Strenge dich als Arbeiter im Dienste Gottes an“, daß jeder Diener Gottes ein Arbeiter ist, der an der Qualität seiner Arbeit interessiert sein muß. „Wenn wir minderwertige Arbeit leisten“, sagte er, „erschweren wir es den Menschen, gerettet zu werden.“ D. L. Steele, der Zweigdiener von Korea, erklärte in Verbindung mit seinem Thema „Was hindert mich getauft zu werden?“: „Wenn du weißt, daß du dich Gott hingeben und dich taufen lassen solltest, es aber nicht tust, dann hält dich Jehova für ebenso verantwortlich, wie wenn du es getan hättest.“ Dann sprach G. R. Phillips, der Zweigdiener von Südafrika, über „Reife, ein Ziel für alle Prediger“. „Wie kommt die Reife zum Ausdruck?“ fragte er. „Durch Regelmäßigkeit im Königreichsdienst“, war seine Antwort.

      TAG DER GÜTE GOTTES

      Tausende von Täuflingen saßen am Mittwochvormittag vor J. H. Eneroth, um seine Ansprache über „Taufe gemäß dem göttlichen Willen“ zu hören. Aus genau wie vielen Personen diese riesige Menge bestand, konnte noch nicht gesagt werden. Erst als man die Täuflinge bat, aufzustehen, überblickte man die große Menge, denn dichtgedrängt standen sie von einer Seite des Yankee-Stadions bis zur anderen Seite — wahrlich, ein ergreifender Anblick! Als sie sich erhoben, brach ein Jubel aus, der sich in langanhaltendem Beifall äußerte. Freudentränen standen in den Augen vieler, als sie sahen, daß Kinder, Mann oder Frau, Vater oder Mutter oder Freunde auf der Seite Jehovas Stellung bezogen. Nach einem Gebet verließen die Täuflinge wohlgeordnet das Stadion und begaben sich zu den sechzig bereitstehenden Bussen, die sie an den Orchard-Strand brachten, wo sie untergetaucht wurden. Während sie hinausgingen, sangen die im Stadion Zurückgebliebenen das Lied „Steh ein für Jehova!“. Die Begeisterung über dieses Ereignis schien sich zu verdoppeln, als später die Anwesenden vernahmen, daß 7136 Personen getauft worden waren, also zweimal soviel wie einst zu Pfingsten, 2496 mehr als beim internationalen Kongreß im Jahre 1953 getauft worden waren! Welche Freude erfüllte doch die Herzen aller! In der Tat, sie konnten Jehovas Güte schmecken.

      Am Nachmittag lenkte N. H. Knorr in seiner Ansprache „Niedergang des Alten, Aufstieg des Neuen!“ die Aufmerksamkeit der Anwesenden auf die Tatsache, daß der Prophet Jeremia den Überrest der gesalbten Nachfolger Christi von heute vorschattete, der das Ende der gegenwärtigen Welt und den Beginn einer von Gott geschaffenen neuen Welt verkündigt.

      Am Ende dieses aufrüttelnden Vortrages gab N. H. Knorr vor den 150 282 Anwesenden den 4. Band der Neuen-Welt-Übersetzung der Hebräischen Schriften (engl.) frei, der die Bücher Jesaja, Jeremia und Klagelieder enthält.

      Am Abend sprach N. H. Knorr dann nochmals, und zwar über das Thema „Die Schafe mit Gewandtheit weiden“. In dieser Ansprache betonte er besonders die Verantwortung, die den Aufsehern der Versammlung obliegt und die darin besteht, in der rechten Weise für die geistigen Bedürfnisse der Schafe des Herrn zu sorgen. Auch F. W. Franz hielt eine Ansprache, und zwar über das Thema „Streng darüber wachen, wie wir wandeln“. „Wir müssen stets so wandeln“, sagte er, „als ob wir uns in der Gegenwart Gottes befänden, denn seine Augen sind überall und beobachten die Schlechten und die Guten.“

      TAG DER FÜLLE DES DIENSTES

      In Übereinstimmung mit dem Motto für den Donnerstag, „Tag der Fülle des Dienstes“, kamen Tausende von Kongreßbesuchern an verschiedenen Treffpunkten zusammen, um sich von dort aus in den Felddienst zu begeben. Die Stadt New York erhielt durch unzählige Plakate und Handzettel und durch die Zeugnistätigkeit von Tür zu Tür auch diesmal wieder ein gewaltiges Zeugnis. Kongreßbesucher, die sich am Felddienst beteiligten, berichteten von vielen Fällen, in denen Menschen guten Willens sie baten, ihnen mehr Aufschluß zu geben oder jemanden vorbeizuschicken, der mit ihnen studieren würde.

      Nach ihrer Rückkehr aus dem Felddienst strömten die Kongreßbesucher erwartungsvoll in die Stadien. Das Programm für diesen Tag versprach wunderbare Segnungen. Die Versammelten hörten die Vorträge „Im Ausland dienen, wo Hilfe not tut“, „In unserem Lande dienen, wo Hilfe not tut“, „Kann ich Pioniervorrechte wahrnehmen?“ und „Dort bleiben, wo Hilfe not tut“. Das Motto, nämlich Gott Dienst darzubringen, wurde ferner durch die Felddiensterfahrungen beleuchtet, die von Vertretern vieler verschiedener Inseln berichtet wurden.

      In der Ansprache „Im Ausland dienen, wo Hilfe not tut“ wurde darauf hingewiesen, „daß es elf Länder gibt, in denen auf 5000 bis 10 000 Einwohner nur ein Verkündiger, 44 Länder, in denen auf 10 000 bis 100 000 Einwohner nur ein Verkündiger kommt, und in 19 Ländern entfällt sogar auf 100 000 bis 1 000 000 Einwohner nur ein Verkündiger. Drei Länder sind bekannt, in denen es auf 1 000 000 oder mehr Menschen nur einen Verkündiger gibt, und 14 weitere Länder, die über eine Million Einwohner haben und in denen im letzten Jahr überhaupt nicht gewirkt wurde.“ Welch tiefen Eindruck diese Ansprachen doch machten! Wie ernsthaft besprachen nachher viele Familien die Möglichkeit, dort zu dienen, wo Hilfe not tut!

      Am Donnerstagnachmittag waren die Kongreßbesucher auch noch gespannt, N. H. Knorr zu hören, der über das Thema sprach „Unser geistiges Paradies bewahren“. Vor der riesigen Zuhörermenge von 145 488 Personen erklärte er, daß zu Pfingsten, als die christlichen Apostel durch die Ausgießung des heiligen Geistes zu geistlichen Söhnen Gottes gemacht wurden, einst „ein geistiges Paradies geschaffen worden war“. Dieses Paradies blieb nach dem Tode der Apostel jedoch nicht bestehen. N. H. Knorr zeigte, daß nach dem Tode der Apostel „das geistige Paradies der Christen unter dem Einfluß Satans, des Teufels, verlorenging“.

      Die Wiederherstellung des geistigen Paradieses begann im Jahre 1919, als Jehovas Zeugen aus der babylonischen Gefangenschaft befreit wurden und die Früchte des Geistes hervorzubringen begannen. Sie müssen dieses geistige Paradies bewahren.

      Die Spannung der Kongreßbesucher wuchs, als N. H. Knorr erwähnte, daß Missionare von Thailand einmal angefragt hätten, ob die Gesellschaft nicht ein Studienbuch herausgeben könnte, in dem nur die wahren biblischen Lehren dargelegt würden. Um ihrem Bedürfnis und dem Bedürfnis der Brüder in vielen anderen Teilen der Welt zu entsprechen, kündigte N. H. Knorr die Veröffentlichung eines neuen Buches, betitelt From Paradise Lost to Paradise Regained, an.

      Donnernder Applaus begrüßte diese Ankündigung! Das war es, was noch gefehlt hatte, und nun hatte die Gesellschaft es bereitet! Welch ein Ausbruch der Freude und des Jubels im ganzen Stadion! Nach Schluß der Nachmittagsveranstaltung umringten die Anwesenden die Ordner, um die Bücher zu beziehen, und manche trugen ganze Stöße dieses neuen Buches, das in hellrotem Einband erschienen ist, weg. Noch stundenlang nach Schluß der Versammlung schien jedermann über die Vorteile dieses neuen Buches zu sprechen.

      TAG DES FURCHTLOSEN PREDIGTDIENSTES

      Am Freitag wurde das Motto „Furchtloser Predigtdienst“ durch eine Resolution in den Vordergrund gerückt. Vor der Resolution sprach F. W. Franz über das Thema „Warum dieser Kongreß eine Resolution fassen sollte“. Da so viele Rassen und Nationen bei diesem Kongreß vertreten waren, bezeichnete er ihn als „eine Zusammenkunft der christlichen Menschheitsfamilie“. Er sagte: „Da wir hier so zahlreich versammelt und aus so vielen Gegenden der ganzen Erde hierhergekommen sind, ist es höchst angebracht, daß wir eine gemeinsame Erklärung abgeben, die der Tatsache Ausdruck verleiht, daß wir alle den Geist Gottes haben, daß wir ‚von Jehova gelehrt‘, zur Einheit der Erkenntnis und des Verständnisses gelangt und in unserem Entschluß gestärkt und befestigt worden sind, als eine vereinte, theokratische Organisation den einen göttlichen Willen zu tun“. Er machte der Geistlichkeit der Christenheit den Vorwurf, daß sie für die Vereinten Nationen eintrete, statt für Gottes Königreich, das der Menschheit Hoffnung auf Frieden ist.

      Anschließend an die Ansprache von F. W. Franz verlas N. H. Knorr vor den 194 418 Anwesenden die bedeutsame Resolution, in der mit Bedauern festgestellt wurde, daß die Geistlichkeit die Menschen veranlaßt hat, Gottes Wort außer acht zu lassen. Es wurde darin anerkannt, daß sich Gott selbst eine Regierung für die Erde erwählt hat. Auch wurde erklärt, daß diese Regierung jetzt vom Himmel aus herrscht und daß Jehovas Zeugen, bildlich gesprochen, ihre Schwerter zu Pflugmessern und ihre Speere zu Winzermessern umgeschmiedet haben und daß — obwohl sie aus so vielen verschiedenen Nationen stammen — ‚keiner von ihnen das Schwert gegen den anderen erheben wird, da sie christliche Brüder und Glieder der einen Familie Gottes sind und den Krieg nicht mehr lernen werden‘, ferner daß sie sich von dieser Welt und ihren gehässigen Auseinandersetzungen abgesondert und sich dem einen Gott hingegeben haben. Die Annahme der Resolution wurde beantragt; der Antrag wurde unterstützt und von der versammelten Menge begeistert angenommen.

      Am Abend wurde das Motto „Furchtloser Predigtdienst“ von H. C. Covington, dem Rechtsberater der Gesellschaft, in seiner Ansprache über „Kompromisse führen zum Verlust der Lauterkeit“ besonders hervorgehoben. Er erklärte: „Die Furcht ist unser größter Feind. Fürchte dich vor Menschen, und du gerätst in eine Schlinge.“ Er sagte ferner: „Diese Gewohnheit, Kompromisse einzugehen, indem man nämlich von dem, was recht ist, abweicht, ist von seiten des großen Gerichtshofes Jehovas verboten.“

      Am gleichen Abend sprach: N. H. Knorr über das Thema „Theokratische Schule für furchtlose Prediger“. Die gute Botschaft wird heute wahrscheinlich von mehr Frauen als Männern verkündigt, sagte N. H. Knorr. Zur Freude der 173 079 Anwesenden erklärte er weiter, daß vom Januar 1959 an auch Schwestern in der Predigtdienstschule geschult werden. Er sagte, daß die Schwestern Predigten von sechs Minuten in Form von Demonstrationen halten werden. Beinahe jeder Punkt in seiner Erklärung, in der er unter anderem darlegte, daß die anwesenden Schwestern sicherlich zu den furchtlosen Predigern gehören, wurde mit stürmischem Beifall begrüßt. An diesem Abend, wie auch an den übrigen Abenden, begaben sich unzählige der Besucher nur ungern auf den Weg zu ihren Unterkünften, denn sie fanden es herrlich, noch ein wenig auf dem Kongreßgelände zu verweilen, um mit Freunden zusammenzutreffen und sich mit ihnen über die Segnungen des ‚Tages des furchtlosen Predigtdienstes‘ zu unterhalten.

      TAG DER BITTE: „DEIN WILLE GESCHEHE“

      Am Sonnabend strömte die Menge schon am frühen Vormittag in die Stadien. Der Tag der Bitte: „Dein Wille geschehe“, versprach viel Interessantes. Von allen Berichten, die anläßlich des Kongresses zu hören waren, wurde der von A. Rütimann, Schweiz, wohl am begeistertsten aufgenommen. Er überbrachte die lieben Grüße von über hunderttausend Brüdern aus sieben Ländern hinter dem Eisernen Vorhang. Herzlicher Beifall hallte durch die Stadien, als er von der Treue der Brüder und der Ausdehnung des Werkes in Rumänien, Ungarn und der Tschechoslowakei sprach. Doch wie steht es um unsere Brüder in Rußland? Wie A. Rütimann sagte, gibt es trotz der bitteren Verfolgungen in Rußland heute mehr Zeugen Jehovas als je zuvor. Zur Freude und Begeisterung aller ließ er dann eine Tonbandaufnahme abspielen, die aus Rußland gebracht wurde und durch die unsere russischen Brüder ihre Grüße übermittelten. Zuerst erklangen zwei Strophen des Liedes „Preis dem König der Ewigkeit“, gesungen von russischen Brüdern, und dann kam eine kurze Botschaft, in der sie ihren Glauben und ihre Entschlossenheit, festzustehen, zum Ausdruck brachten. Sie bekundeten darin auch ihre Hoffnung und sandten ihre herzlichsten christlichen Grüße. Dieser herzerfreuende Bericht rief Tränen der Freude und tosenden Beifall hervor.

      Der Sonnabendnachmittag brachte einen großartigen Moment. Als N. H. Knorr über das Thema „Dein Wille geschehe“ sprach und dann ankündigte, daß ein weiteres neues Buch, betitelt „Your Will Be Done on Earth“, freigegeben werde, waren die Anwesenden hell begeistert. Stürmischer Beifall folgte. Und als er sagte: „Sein Inhalt ist für euch vollständig neu!“ war die Freude der 175 441 Anwesenden groß. N. H. Knorr fügte noch hinzu: „Dieses Buch wird für euch ein Hochgenuß sein!“ Kein Wunder, denn es enthält ein eingehendes Studium des Buches Daniel. Überglücklich nahmen die Kongreßbesucher die Bücher nachher von den Ordnern in Empfang. Welch ein wunderbares Hilfsmittel, durch das wir den göttlichen Willen in dieser Zeit des Endes verstehen können.

      Der Höhepunkt am Sonnabendabend war ein Vortrag von F. W. Franz über das Thema „Wenn Jehova aufsteht, um sein außergewöhnliches Werk zu tun“. Er erklärte, daß Gott sein außergewöhnliches Werk in einem solchen Ausmaß durchführen werde, daß die Unterstützer der Christenheit und ihre religiösen Tempel ebenso vernichtet würden, wie einst Jerusalem vernichtet wurde.

      TAG DES KÖNIGREICHES GOTTES

      Dieser Tag bildete den glanzvollen Höhepunkt. Die Delegierten hatten so oft davon gesprochen, und nun war er da. Die Besucher fanden sich in den Stadien schon früh ein und sahen einem gesegneten Tage entgegen. Das Vormittagsprogramm, das Ansprachen von L. A. Swingle, G. Suiter und J. O. Groh vom Bethel in Brooklyn umfaßte, gipfelte in der Beantwortung biblischer Fragen durch F. W. Franz. Dann kam der Nachmittag und damit die Zeit für den öffentlichen Vortrag, der mit Hilfe von 5 000 000 Handzetteln angekündigt worden war, ferner durch 22 000 Plakate, die in den Zügen der Untergrundbahn und in den Bussen angebracht worden waren, sowie durch 26 000 Schaufenster- und 53 000 Stoßstangenplakate. Das Thema lautete: „Gottes Königreich herrscht — ist das Ende der Welt nahe?“

      Schon geraume Zeit vor dem Beginn des Vortrages strömten die Menschen aus der Untergrundbahn herbei, um die Stadien zu füllen. Jeder Platz im Yankee-Stadion war besetzt. Welch erhebender Anblick bot sich den Anwesenden, als die Tore des Stadions geöffnet wurden und die draußen wartende Menge auf das Spielfeld zu strömen begann! Der dadurch ausgelöste Applaus war ein Zeichen der tiefempfundenen Freude der Anwesenden. Als die bestimmte Zeit gekommen war, begann N. H. Knorr seinen Vortrag mit den Worten: „Nur die beste Regierung im Universum ist für die Erde gut genug. So denkt der Schöpfer der Erde. Darum können alle Menschen guten Willens glücklich sein.“

      N. H. Knorr beantwortet die Frage: „Ist das Ende der Welt nahe?“ mit einem nachdrücklichen Ja! Der Vortrag wurde von der gewaltigen Menge, die die beiden Stadien, die zusätzlichen Zelte und den in der Nähe gelegenen Saal des New-Rockland-Palace füllte, mit Begeisterung aufgenommen. Die Zuhörer unterbrachen die Darbietung dieser frohen Botschaft mindestens fünfundzwanzigmal durch ihren Beifall. „Oh, möchten sich doch alle Menschen guten Willens hinsichtlich der Herrschaft über die Erde jetzt Gott zuwenden!“ sagte N. H. Knorr zum Schluß. „Heil dem jetzt herrschenden Königreich Gottes!“

      Am Schluß des Vortrages kündigte N. H. Knorr an, daß dieser in Broschürenform kostenlos an die Tausende, die gekommen waren, um diese bedeutsame Botschaft zu hören, verteilt werde. Und als N. H. Knorr die Besucherzahl bekanntgab, erfüllte tosender Beifall das Stadion. Weshalb? Nun, alle Erwartungen waren übertroffen worden! Ja, die riesige Menge, die sich versammelt hatte, um diesen so wichtigen öffentlichen Vortrag zu hören, zählte nicht weniger als 253 922 Personen!

      Die Freude über diesen Rekordbesuch war noch nicht vorüber, als bei den „Schlußworten des Präsidenten“, N. H. Knorrs, bereits neue Segnungen auf die Versammlung herabzuströmen begannen.

      Hatten die Zuhörer während des Kongresses eine ähnliche Ansprache gehört? Durch ihren Beifall — sie unterbrachen den Redner nämlich über fünfzigmal — gaben sie eine klare Antwort! Wie begeisternd und spannend waren doch die Ausführungen N. H. Knorrs! Welche Neuigkeiten über eine noch größere Ausdehnung! Er enthüllte diese Neuigkeiten, indem er die Ordner anwies, den 210 778 Anwesenden je eine farbige Postkarte zu geben. Diese Karte war ein sichtbarer Beweis für die Ausdehnung, denn sie zeigt das gegenwärtige Bethelheim in Brooklyn und dazu das schöne Nebengebäude, dessen Bau nun geplant ist. Wiederum stürmischer Beifall! Die Begeisterung stieg aber noch mehr, als N. H. Knorr den Anwesenden eröffnete, daß ein neues Schulungsprogramm eingeführt wird, das vorsieht, daß Bezirks-, Kreis- und Versammlungsdiener ins Bethel kommen, um einen besonderen Schulungskurs mitzumachen.

      „Die Organisation dehnt sich aus“, sagte N. H. Knorr. „Sie benötigt mehr leitende Prediger, die dem Werk in allen Ländern der Erde vorstehen können.“ Gilead wird bestehenbleiben, aber das Schulungsprogramm wird ausgedehnt. Auch die Heime der Zweigbüros von verschiedenen Ländern werden dazu benutzt werden, bestimmte Brüder zu schulen. „Das Schulungswerk macht nicht Rückschritte“, versicherte er den glücklichen Zuhörern, „sondern Fortschritte. Das konntet ihr im Verlauf dieses Kongresses sehen.“

      Welch passenden Höhepunkt des Kongresses bildeten doch diese Neuigkeiten über eine noch größere Ausdehnung! Und die Hilfsmittel, die wir auf diesem Kongreß empfangen haben, werden sehr zur weltweiten Ausdehnung des Königreichswerkes beitragen. Ja es wurden nicht weniger als einundneunzig Publikationen in vierundfünfzig Sprachen freigegeben! Die Kongreßbesucher sahen in der Tat, daß sie durch den internationalen Kongreß der Zeugen Jehovas, der unter dem Motto „Göttlicher Wille“ stand, „mit allem Guten ausgerüstet“ wurden, „um seinen Willen zu tun“. — Heb. 13:21, NW.

      Nachdem dieser größte christliche Kongreß der Geschichte mit einem Lied und einem von N. H. Knorr gesprochenen Gebet zu Ende gegangen war, machten sich die Delegierten für ihre Heimreise bereit, glücklich, Zeugen Jehovas zu sein.

      [Bild auf Seite 10]

      Bühne im Yankee-Stadion

      [Bild auf Seite 12]

      7136 ließen sich taufen, um ihre Hingabe an Jehova Gott zu symbolisieren

      [Bild auf Seite 13]

      Luftaufnahme vom Yankee-Stadion während des Kongresses

      [Bilder auf Seite 16, 17]

      Internationaler Kongreß „Göttlicher Wille“ — Jehovas Zeugen, New York, 27. Juli bis 3. August 1958. Anwesende: 253 922

      Yankee Stadium

      Polo Grounds

  • Ein Bischof schmeichelt den Ohren, aber meidet die Wahrheit
    Der Wachtturm 1959 | 1. Januar
    • Ein Bischof schmeichelt den Ohren, aber meidet die Wahrheit

      VOR kurzem wurde in Finnland dem bekannten Bischof Elis Gulin von Studenten einer höheren Handelsschule die Frage gestellt, ob der Mensch ein Produkt der Evolution oder eine Schöpfung Gottes sei. Da Bischof Gulin offenbar den Evolutionsvertretern nicht mißfallen, aber auch denen, die die Erschaffung durch Gott vertreten, mit seinen Ansichten nicht allzu modern erscheinen wollte, und da ihm bestimmt daran gelegen war, seine eigene Popularität nicht zu gefährden, kleidete er seine eigene Meinung in Worte, die den Ohren seiner Hörer schmeichelten, und verwarf dabei das, was Jehovas Wort, die Bibel, über die Sache sagt, vollständig. Hier folgt seine Antwort:

      „Die Schöpfungsgeschichte ist ein Teil des heiligen Wortes Gottes, und ich selbst respektiere sie als die Wahrheit. Wenn sich aber ein frommer Christ bemüht, den Bericht buchstäblich aufzufassen, so muß er die Entdeckung der wahren Wissenschaft verneinen und macht sich zu einem Gegenstand des Spottes, während die richtige Deutung im Einklang sein muß mit den Forschungen des Menschen und es darum verdient, von allen ehrlichen Menschen beachtet zu werden. Wenn nun die Bibel sagt, Gott habe Adam ‚aus dem Staube des Erdbodens‘ gebildet, so bedeutet dies nicht den buchstäblichen Erdboden, sondern bezieht sich auf den Urmenschen, der von Gott als Rohmaterial zur Bildung des homo sapiens gebraucht wurde. Erst als dieser Urmensch Gott verstehen und hören konnte und fähig war, ihm zu antworten, ‚wurde der Mensch eine lebendige Seele‘, in anderen Worten, ‚der Staub des Erdbodens‘ wurde der heutige Mensch. Die Wissenschaft unterstützt diese Erklärung völlig, denn sie räumt der von Gott überwalteten langsamen Entwicklung Millionen von Jahren ein. Eine ähnliche allegorische Bibelauslegung hinsichtlich der Erschaffung Evas (1. Mose 2:20-23) erklärt dem modernen Leser auch diese Stelle auf vernünftige Weise. Ich nehme an, daß niemand anwesend ist, der ehrlich glaubt, daß Gott tatsächlich von Adam eine Rippe genommen habe, um sie zu einem Weibe zu formen. Dies ist nicht so. Die symbolische Geschichte soll uns sagen, daß der Mensch, Adam, in seinen Rippen Schmerz empfindet, ehe er seine liebliche Gefährtin entdeckt. Erst wenn er Eva an seine Brust drückt, hat er das Empfinden, vollständig und völlig befriedigt zu sein.“

      Nun wieder zu denen gewandt, die mit seiner Auslegung des biblischen Schöpfungsberichtes nicht einverstanden sein könnten, fand der Bischof es für notwendig, einige Worte beizufügen. „Wir sollten es nicht bedauern“, sagte er, „wenn wir hinsichtlich dieses heiligen Berichts verschiedene Ansichten hegen. Die Bibel ist diesbezüglich äußerst tolerant und verkündet Geistesfreiheit.“

      Zu bedauern aber ist, wenn ein Bischof, der vorgibt, ein Vertreter Gottes zu sein, das verneint, was Gott in seinem Wort so deutlich über Adam und Eva sagt: „Mann und Weib schuf er sie.“ Als das Paar sündigte, kehrte es, wie die Bibel sagt, „zur Erde zurück“, also nicht zum Stand des „Urmenschen“, sondern zum Staube. „Denn Staub bist du, und zum Staube wirst du zurückkehren!“ Der Bischof ist offenbar auf „Ohrenkitzel“ bedacht. Der Apostel sagt, die Menschen würden „sich selbst Lehrer aufhäufen, um sich die Ohren kitzeln zu lassen“, und sie würden „ihre Ohren von der Wahrheit abwenden, während sie sich Fabeln zuwenden“, und das treulose „Volk liebt es so“. — 1. Mose 1:27; 3:19; 2. Tim. 4:3, 4; Jer. 5:31.

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