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„Dein Wille geschehe auf Erden“ (14. Teil)Der Wachtturm 1959 | 15. Juli
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sind nicht nur die durch die zehn Zehen veranschaulichten Könige gemeint, sondern auch die durch die Teile von Eisen, Bronze (Kupfer), Silber und Gold dargestellten Könige. Obwohl die babylonischen, persischen, griechischen und römischen Reiche als Weltmächte längst der Vergangenheit angehörten, waren im Jahre 1914 immer noch gewisse grundlegende Überbleibsel dieser früheren Weltmächte vorhanden, indem das türkische Osmanische Reich noch das Gebiet des alten Babylon einnahm, während in Persien (dem jetzigen Iran), in Griechenland und in Rom (Italien) nationale Regierungen an der Macht waren.
42. Weshalb wird die Macht dieses Königreiches keinem anderen Volke überlassen werden, und wann wird es das symbolische Standbild „schlagen“?
42 Dieses himmlische Königreich, das durch den Gott der Himmel aufgerichtet wurde, wird nie zerstört werden. Es wird deshalb seine Souveränität nie einer neuen Weltmacht, die ihm folgen könnte, überlassen, noch wird es je von einer weltlichen Nation niedergetreten werden. Es wird keine Nation oder weltliche Macht mehr auf Erden geben, der diese Souveränität überlassen würde, da Gottes durch seinen gesalbten König regiertes Königreich alle jene durch das metallene Standbild veranschaulichten Königreiche zerschmettern und für immer vernichten wird. Dieses himmlische Königreich, das von Gottes Universalorganisation, über die es seine Souveränität ausübt, gleich einem neugeborenen Kinde hervorgebracht wurde, wird nun binnen kurzem seine Aufgabe erfüllen und das symbolische Standbild an dessen Füße von Eisen und Ton schlagen. Zur Zeit des Schlußkampfes von Harmagedon, „des Krieges des großen Tages Gottes, des Allmächtigen“, wird dieser symbolische Stein mit zermalmender Wucht an das symbolische Standbild schlagen.
43. Wie gründlich wird das symbolische Standbild beseitigt werden, und auf welche Weise wird der Stein ein Berg werden, der die ganze Erde erfüllt?
43 Die buchstäbliche Vernichtung des symbolischen Standbildes wird schnell vor sich gehen, und Jehovas Zeugen auf der Erde werden dabei keinen Finger zu rühren brauchen. Das symbolische Standbild, das die Weltherrschaft darstellt, die durch die Herrscher dieser alten Welt ausgeübt wird, wird zu Pulver zermalmt werden, der durch Gottes Sturmwind hinweggefegt wird wie die Spreu von der Dreschtenne, und wird nie wieder auf der Erde zusammengebracht werden. Genauso wie der Stein, der das Standbild zerschlug, zu einem großen Berge wurde, der die ganze Erde erfüllt, wird Gottes Königreich die bergesgleiche Herrschaft werden, die die ganze Erde einnehmen und alle Angelegenheiten der Menschheit für immer beherrschen wird. „Sie werden nicht schaden noch verderben auf meinem ganzen heiligen Berge. Denn die Erde wird erfüllt sein mit Erkenntnis des Herrn [Jehovas], wie die Wasser das Meer bedecken.“ (Jes. 11:9, SB) Dann wird der Wille des großen Gottes auf Erden wie im Himmel geschehen. Der Aufmarsch der ungöttlichen Weltmächte wird dann für immer vorbei sein.
KAPITEL 6
DER KÖNIG, DER DEM WILLEN DES HÖCHSTEN GELTUNG VERSCHAFFT
1, 2. Welche Weltmacht herrschte, als der Erbe des verheißenen Königreiches geboren wurde, und was sollte ihm gemäß der Ankündigung Gabriels vorausgehen?
GEMÄSS der Geschichte der Bibel herrschte das Römische Reich als die sechste Weltmacht, als um den 1. Oktober des Jahres 2 v. Chr. der Erbe des lange verheißenen Königreiches Gottes unter den Menschen geboren wurde. Dieser Erbe des himmlischen Königreiches kam in Wirklichkeit vom Himmel herab. Was im Himmel unmittelbar vor seiner Geburt auf der Erde geschah, ist uns nicht bekanntgegeben worden, aber hier auf der Erde wurden für seine Geburt wichtige Vorbereitungen getroffen. Wie es bei einem König am Platze ist, sollte er einen Vorläufer oder Vorboten haben, der ihn unter den Menschen ankündigte. Etwa fünfzehn Monate vor der Geburt des verheißenen Königs aus der Geschlechtslinie Davids erschien der Engel Gabriel dem Vater des künftigen Vorläufers. Er erschien ihm im ersten oder vorderen heiligen Raume des Heiligtums Jehovas in Jerusalem, des sogenannten Herodianischen Tempels. Dort brachte der Priester Zacharias Jehova Rauchopfer dar, während die Israeliten draußen, im Vorhof des Tempels beteten. Gabriel sprach:
2 „Fürchte dich nicht, Zacharias, denn dein Flehen ist erhört, und dein Weib Elisabeth wird dir einen Sohn gebären, und du sollst seinen Namen Johannes heißen. Und er wird dir zur Freude und Wonne sein, und viele werden sich über seine Geburt freuen. Denn er wird groß sein vor dem Herrn [Jehovaa]; weder Wein noch starkes Getränk wird er trinken und schon von Mutterleibe an mit heiligem Geiste erfüllt werden. Und viele der Söhne Israels wird er zu dem Herrn [Jehovab], ihrem Gott, bekehren. Und er wird vor ihm hergehen in dem Geist und der Kraft des Elias, um der Väter Herzen zu bekehren zu den Kindern und Ungehorsame zur Einsicht [praktischen Weisheit, NW] von Gerechten, um dem Herrn [Jehovac] ein zugerüstetes Volk zu bereiten.“ — Luk. 1:13-17.
3. Wann erschien Gabriel der Maria und unter welchen Umständen?
3 Nachdem seine Woche des Tempeldienstes vorüber war, ging der bejahrte Zacharias nach Hause, und seine betagte Frau Elisabeth „empfing“ das Kind, das Johannes heißen sollte. Im sechsten Monat ihrer Schwangerschaft wurde der Engel Gabriel etwa hundert Kilometer nördlich von Jerusalem nach der Stadt Nazareth, in der Provinz Galiläa, gesandt. Er erschien dort einer jüdischen Jungfrau namens Maria, der Tochter Elis (oder Helis), aus der Geschlechtslinie des Königs David. (Luk. 3:23-31) Sie war mit einem Zimmermann namens Joseph verlobt, der ebenfalls aus der Geschlechtslinie des Königs David stammte, die jedoch über den zweitletzten König von Jerusalem, Jechonia oder Jojakin, geht. Ehe sich die Geschlechtslinien von Joseph und Maria bei König David schließlich vereinen, treffen sie sich bei Zorobabel (Serubbabel) und dessen Vater Salathiel, den Nachkommen Davids. Marias künftiger Nachkomme würde somit nach dem Fleische von König David sowohl durch dessen Sohn König Salomo wie auch durch seinen anderen Sohn Nathan abstammen. In Lukas 3:34-38 wird der Bericht über diesen Teil der Vorfahren Marias, die von Abraham an bis auf „Adam, den Sohn Gottes“, zurückreichen, wie folgt wiedergegeben: 1. Adam. 2. Seth. 3. Enos. 4. Kainan. 5. Maleleel. 6. Jared. 7. Enoch. 8. Methusala. 9. Lamech. 10. Noah. 11. Sem. 12. Arphaxad. 13. Kainan. 14. Sala. 15. Eber. 16. Phalek. 17. Rhagau. 18. Seruch. 19. Nachor. 20. Tharah. 21. Abraham. Von Abraham verlaufen die Geschlechtslinien Josephs und Marias wie folgt:
Joseph Maria
21. Abraham Abraham
22. Isaak Isaak
23. Jakob Jakob
24. Juda Juda
25. Phares Phares
26. Esrom Esrom [Hezron, NW]
27. Aram [Ram, NW] Aram [Arni, NW]
28. Amminadab Amminadab
29. Nahasson Nahasson
30. Salmon Salmon
31. Boas Boas
32. Obed Obed
33. Isai [Jesse, NW] Isai [Jesse, NW]
34. David David
35. Salomon Nathan
36. Roboam [Rehoboam, NW] Mattatha
37. Menna
38. Melea
39. Abia, [Abijah, NW] Eliakim
40. Asar [Asa, NW] Jonan [Jonam, NW]
41. Josaphat [Jehosaphat, NW] Joseph
42. Joram [Jehoram, NW] Juda [Judas, NW]
43. [Ahasja] Simeon [Symeon, NW]
44. [Joas] Levi
45. [Amazja] Matthat
46. Osia [Ussia, NW] Jorim
47. Joatham [Jotham, NW] Elieser
48. Achas [Ahas, NW] Joses [Jesus, NW]
49. Ezekia [Hiskia, NW] Er
50. Manasse Elmodam [Elmadam, NW]
51. Amon Kosam
52. Josia Addi
53. [Jojakim] Melchi
54. Jechonia Neri
55. SALATHIEL SALATHIEL
56. ZOROBABEL [SERUBBABEL, NW] ZOROBABEL [SERUBBABEL, NW]
57. [Hananja, gemäß 1. Chronika 3:19, 21]
58. Resa
59. Johanna [Johanan, NW]
60. Abiud Juda [Joda, NW]
61. Eliakim Joseph [Josech, NW]
62. Semei [Semein, NW]
63. Mattathias
64. Maath
65. Naggai
66. Asor Esli
67. Nahum
68. Amos
69. Zadok Mattathias
70. Achim Joseph
71. Eliud Janna [Jannai, NW]
72. Eleasar Melchi
73. Matthan Levi
74. Jakob Matthat
75. Eli (Heli, NW; Marias Vater)
76. Joseph Joseph (Elis Schwiegersohn)
77. JESUS (Pflegesohn) JESUS (Marias Sohn)
4. Welche Mitteilung machte Gabriel der Maria, und wie ging sie darauf ein?
4 Welch großartige Nachricht Gabriel der Maria, der entfernten Urenkelin des Königs David, brachte! „Fürchte dich nicht, Maria, denn du hast bei Gott Gunst erlangt; und siehe! du wirst in deinem Leibe empfangen und einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben. Dieser wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden, und Jehova Gott wird ihm den Thron Davids, seines Vaters, geben, und er wird über das Haus Jakobs für immer König sein, und sein Königreich wird kein Ende haben.“ Maria, die noch nicht mit dem Zimmermann Joseph vereint war, fragte, wie diese Geburt ohne einen menschlichen Vater möglich wäre. Gabriel antwortete: „Heiliger Geist wird über dich kommen, und Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Darum wird auch das Geborene heilig genannt werden, Gottes Sohn.“ In Unterwürfigkeit sagte Maria: „Siehe! Jehovas Sklavin! Mir geschehe nach deiner Ankündigung.“ — Luk. 1:26-38, NW.
(Fortsetzung folgt)
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Tyrus — die Stadt, deren Gott der Mammon warDer Wachtturm 1959 | 15. Juli
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Tyrus — die Stadt, deren Gott der Mammon war
STELLE dir im Geiste ein altes phönizisches Schiff vor. Male es dir als das prächtigste Schiff zur See aus. Zu seinem Bau wurde das vorzüglichste Material verwendet. Seine Mannschaft besteht aus den besten Seeleuten der Welt, und es ist mit wertvollen Gütern schwer beladen. Dieses stolze Schiff, das im 27. Kapitel des Buches Hesekiel beschrieben wird, stellt die alte Stadt Tyrus dar, eine blühende Handelsmetropole. Diesem prächtigen Schiff steht nach den Voraussagen des Propheten Gottes der Untergang bevor.
Tyrus war eine Stadt, deren Einwohner Materialisten waren, die dem Gott Mammon dienten. Die Griechen nannten die Kanaaniter, mit denen sie Handel trieben, „Phönizier“ (purpurrot), weil Purpurfarbe und Purpurstoffe zu ihren wichtigsten Handelsartikeln gehörten.
Die Religion der Stadt war damals die kanaanitische, falsche Religion. Die Einwohner von Tyrus verehrten eine weibliche Gottheit namens Astoreth. Sie sowie die ihr entsprechende männliche Gottheit Baal werden in der Bibel öfter erwähnt. Der Baal von Tyrus hieß Melkart und war der Schutzgott der Stadt. Die Tyrer glaubten, sie verehrten Astoreth und Melkart, dienten jedoch in erster Linie dem Mammon.
Gottes Wort sagt von Tyrus, daß es eine „Menge von allerlei Gütern“ hatte. (Hes. 27:12) Die Stadt selbst glich einer Ausstellung der vortrefflichsten Erzeugnisse. Sie war das Handelszentrum der alten Welt. Tarsis sandte Silber, Eisen, Zinn und Blei. Armenien belieferte die tyrischen Marktplätze mit Pferden von berühmtester Zucht. Dedan sandte Elfenbein und Ebenholz, Edom Smaragde, Stickereien, feine Leinwand und Korallen. Juda und Israel lieferten Tyrus Weizen, Honig und Balsam. Aus Damaskus kam der berühmte Wein von Helbon. Arabien sandte Lämmer und Ziegenböcke sowie die vorzüglichsten Gewürze und allerlei kostbare Edelsteine und Gold. Auf den Märkten von Tyrus waren auserlesene Dinge, womit man Staat machen konnte, in Menge zu sehen, ferner reich verzierte Truhen aus Zedernholz.
DIE STOLZE METROPOLE DER SIDONIER
Die alte kanaanitische Stadt Sidon gründete Tyrus. Sidon prägte auf seine Münzen die Inschrift: „Mutter von Kambe, Hippo, Kition, Tyrus.“ Da Tyrus eine von Sidon gegründete Kolonie war, nannten sich die Einwohner von Tyrus weiterhin Sidonier. Die Bibel bezeichnet Tyrus als die „Jungfrau
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