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Wie der Christ zur Euthanasie eingestellt sein sollteErwachet! 1974 | 22. Juli
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Tagen“ des gegenwärtigen Systems der Dinge (Matth. 24:3-34; 2. Tim. 3:1-5). Das bedeutet, daß Gottes neue Ordnung innerhalb unserer Generation Wirklichkeit wird. Welch wunderbare Verheißung! Während wir auf ihre Erfüllung warten, rät uns die Bibel: „Wirf deine Bürde auf Jehova, und er selbst wird dich stützen“ (Ps. 55:22).
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Wo Gegnerschaft zur Ausbreitung der biblischen Wahrheit führtErwachet! 1974 | 22. Juli
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Wo Gegnerschaft zur Ausbreitung der biblischen Wahrheit führt
DIE ersten Christen hatten zwar mit Gegnerschaft zu kämpfen und wurden falsch dargestellt, doch dies hielt aufrichtige Personen nicht davon ab, Nachfolger Jesu Christi zu werden. Das trifft auch heute auf Jehovas Zeugen zu.
● Nachdem sich ein Zeuge Jehovas auf Mauritius bereits zu Bett gelegt hatte, hörte er durch das geöffnete Fenster, daß in einiger Entfernung eine Unterhaltung über ein biblisches Thema geführt wurde. Er zog sich an, verließ das Haus und folgte den Stimmen, bis er ans Ziel gelangte: das vierte Haus in der Straße. Es war zwar spät, doch er klopfte und wurde hereingebeten.
Es entspann sich eine ausgedehnte Unterhaltung mit der Dame des Hauses. Um Mitternacht beschloß man, das Gespräch zu einer anderen Zeit fortzusetzen, doch in Gegenwart eines Predigers der Adventisten, denen die Frau angehörte. Bei dieser Unterredung bewies der Zeuge Jehovas, daß Jesus das mosaische Gesetz erfüllt hatte. Er zeigte auch, daß die Bestrafung Kains, der seinen Bruder Abel getötet hatte, kein Beweis dafür war, daß der Gesetzesbund schon vor der Zeit Mose bestand, da die Strafe nicht dieselbe war, wie sie im mosaischen Gesetz gefordert wurde. Der Prediger begann nun, ärgerlich zu schreien. Wurde die Frau dadurch eingeschüchtert, so daß sie jede weitere Unterhaltung mit Jehovas Zeugen ablehnte? Nein. Sie erinnerte ihren Prediger daran, ‘nicht wie Kain zu sein, der wegen seines Zornes verflucht wurde’. Daraufhin machte sich der Prediger auf und davon.
Diese Frau ließ sich als ein Zeuge Jehovas taufen. Und ihr Ehemann und ihr Sohn schlossen sich ihr an und übermitteln die biblische Wahrheit anderen.
● Im Oktober 1970 sprach ein Zeuge Jehovas auf Ceylon (jetzt Sri Lanka) mit einem römisch-katholischen Lehrer und vereinbarte mit ihm ein Bibelstudium. Im Dezember begann dieser Lehrer, seinen Kollegen und seinen Verwandten von dem Gelernten zu erzählen. Einige schlossen sich ihm im Studium der Bibel an. Er sprach dann mit seiner Verlobten, die wie er früher, katholisch war und sich begeistert auf politischem Gebiet betätigte. Sie war ebenfalls mit einem Studium einverstanden und machte sehr schnell Fortschritte.
Im Januar hatte der Lehrer schon das Rauchen und das Glücksspiel aufgegeben, war aus der Kirche ausgetreten und beteiligte sich am Predigtwerk der Zeugen Jehovas. Er und seine Verlobte studierten viermal in der Woche und ließen sich im April taufen. Bald trat Gegnerschaft auf. Der Priester des Ortes erhob Anschuldigungen gegen die Zeugen Jehovas und wies alle Bewohner an, nichts mit ihnen zu tun zu haben. Das entfachte nur noch mehr Interesse, denn einige Dorfbewohner wollten wissen, weshalb der Priester gegen Jehovas Zeugen sei.
Einige der Schwestern des Lehrers waren Nonnen, daher beraumte der Priester eine Unterredung an in dem Bemühen, den Lehrer „zur Herde zurückzubringen“. Bei der fast zweistündigen Unterhaltung, der 25 Personen beiwohnten, wurde die geringe Bibelkenntnis des Priesters sehr deutlich.
Trotzdem hielten die Denunziationen und die Warnungen des Priesters an. Doch aufrichtige Personen konnte er dadurch nicht davon abhalten, ihre Nachforschungen in der Bibel fortzusetzen. Mehrere Verwandte des Lehrers machten danach eine Rundreise von ungefähr vierzig Kilometern, um Zusammenkünften der Zeugen Jehovas beizuwohnen. Einige von ihnen verkündigen die biblische Wahrheit anderen.
● Auf einer Tropeninsel im Pazifik hatten Jehovas Zeugen Vorkehrungen für einen Kongreß getroffen. Doch der Beginn des Programms zögerte sich um einen Tag hinaus, weil das Amt für religiöse Angelegenheiten auf Anstiften der protestantischen Geistlichkeit nicht die Erlaubnis erteilte, den Kongreß abzuhalten. Jehovas Zeugen brachten die Angelegenheit dem Sicherheitsdienst zur Kenntnis. Der Leiter dieses Amtes, ein Moslem, hörte interessiert zu, als die Zeugen Jehovas erklärten, weshalb sie die Dreieinigkeitslehre ablehnten. Er war erstaunt, daß Geistliche dieser Gruppe von Christen Widerstand leisteten.
Die Erlaubnis für den Kongreß wurde erteilt. Man forderte die Protestanten auf, ihre Provokationen einzustellen, die bereits so weit gingen, daß eine Menschenmenge das Hotel, in dem der Kongreß stattfinden sollte, in Trümmer zu legen drohte. Einige Sicherheitsbeamte der Regierung wohnten dem Kongreß bei und nahmen die Ansprachen auf Tonband auf. Nach dem Kongreß erklärte der Leiter des Amtes: „Die in Umlauf gesetzten Berichte, daß Jehovas Zeugen eine echte Gefahr darstellten, sind falsch. Ich habe selbst gesehen, daß ihre Erziehung praktisch und vernünftig ist. Sie sind nicht wie die anderen, die nur singen. Ich kann nicht verstehen, weshalb die anderen Kirchen ihnen gegenüber gegnerisch eingestellt sind.“
Wahrlich, Gegnerschaft kann die Ausbreitung der wahren Anbetung nicht aufhalten (Jes. 54:17).
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