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    Erwachet! 1982 | 22. Februar
    • der an dem Projekt beteiligte Forscher Dr. Donald Michels.

      Tödliche Fracht

      ◆ Mit zwei Transportmaschinen der amerikanischen Luftwaffe wurde im August letzten Jahres der erste Flug der „größten Luftbrücke für chemische Waffen in der Geschichte der US-Army“ durchgeführt (AP). Insgesamt 888 Bomben mit tödlichem Nervengas wurden von Denver (Colorado) quer über die Rocky Mountains in ein Militärdepot in Utah verlegt. Die umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen entsprachen der Gefährlichkeit der Ladung. Die Flugroute verlief über größtenteils dünn oder überhaupt nicht besiedeltem Gebiet. Entlang der Strecke wurden Teams von Chemiebekämpfungsspezialisten stationiert. „Die rund 40 in Tooele anwesenden Reporter und Pressephotographen wurden mit Gasmasken und je einer Infusionsspritze ausgerüstet, die mit einem Gegenmittel präpariert sind“, hieß es in den Luzerner Neuesten Nachrichten. Die Presseleute waren angewiesen worden, sich bei Alarm sofort die Gasmaske aufzusetzen und das Gegenmittel in die Oberschenkel zu injizieren. „Schon ein Tropfen oder ein Hauch der farb- und geruchlosen Flüssigkeit“ — in jeder Bombe sind 157 Kilo des Kampfstoffes enthalten — „auf die Haut eines Menschen genügt, ihn durch Nervenlähmung zu töten. Die Bevölkerung wird jeweils erst von einem solchen Transport unterrichtet, wenn dieser bereits sicher am Zielort angekommen ist.“

      Mehr Nachteile

      ◆ Bei Husten, Schnupfen und Heiserkeit sind die meisten der sogenannten Grippemittel unwirksam und bringen dem Kranken „eher Nachteile als Vorteile“. Dr. A. Keseberg, Lehrbeauftragter an der Universität Bonn, hat 68 von insgesamt 95 in dem Arzneihandbuch Rote Liste verzeichneten Grippemitteln auf Zusammensetzung und Wirksamkeit untersucht und eine gründliche Darstellung in der Zeitschrift für Allgemeinmedizin veröffentlicht. Daß 43 verschiedene Wirksubstanzen in dem Medikamentenangebot auftauchen, zeugt schon, so Dr. Keseberg, „von einer therapeutischen Unsicherheit ohnegleichen“. „Heilung“, erklärte er gemäß dem Magazin Der Spiegel (44/1981, S. 271), „bietet keiner der gegen Erkältungskrankheiten dargereichten Wirkstoffe, Linderung der Symptome verschaffen die wenigsten.“ Chinin war in 28 der von Dr. Keseberg untersuchten Mittel enthalten, obwohl diese Substanz „nicht nur unwirksam, sondern auch ausgesprochen schädlich“ ist. Eher Nachteile als Vorteile können auch die oft in Grippemitteln verwendeten Substanzen Phenacetin (nierenschädigend bei Dauergebrauch), Propyphenazon, Coffein, Ephedrin sowie Antihistaminika und Metamizol bringen. Dr. Kesebergs Untersuchung wurde gemäß dem Magazin von der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft an alle westdeutschen Arztpraxen versandt.

      Tiere mit Licht

      ◆ Es gibt zahlreiche Tierarten, die Licht erzeugen können. Tiefseefische erhellen zum Beispiel durch meterweit strahlende Leuchtorgane ihr düsteres unterseeisches Reich. Die Weibchen des bei uns heimischen Glühwürmchens reizen ihre glanzlosen Männchen mit dem beleuchteten Hinterteil. Die eindrucksvollsten Formen der sogenannten Biolumineszenz — eines kalten chemischen Lichtes — lernt man allerdings in fernen Ländern kennen. Wie die Zeitschrift Grzimeks Tier und Sielmanns Tierwelt berichtet, lebt in Südamerika der „Eisenbahnwurm“. Als Larve läßt er zwei rote Lichter am Kopf und gelbgrüne Lichter an den Längsseiten jedes Körperteiles leuchten. Solange keine Gefahr droht, funkeln nur die Kopflichter. Erschrickt das Tier aber oder beginnt es zu kriechen, schaltet sich „selbsttätig“ die Seitenbeleuchtung ein. Im Süden der USA lebt das „Automobil-Kerbtier“. Es beleuchtet den Boden mit zwei grünen „Scheinwerfern“. Wenn es sich in die Luft erhebt, schaltet es auf eine gelb und rot strahlende Bauchseite um.

      Wasser für die Sahara?

      ◆ Tief unter der Sahara und der Sinaihalbinsel befinden sich nachweislich ergiebige Süßwasservorkommen. „Das Gesamtwasservorkommen unter der Sahara und unter den anderen Wüstenzonen Afrikas wird auf die anderthalbfache Menge des Weltölvorrats geschätzt“, schreibt das St. Galler Tagblatt und bemerkt dazu: „Um das unterirdische Saharawasser zu erschließen ..., brauchten die Staaten nicht einmal ein Fünfzigstel ihres Rüstungshaushalts zu diesem der Weltmenschheit dienenden Zweck beitragen.“ Doch „ob sich die Fruchtbarkeitsmachung wesentlicher Gebiete der Sahara lohnt“, schreibt das Blatt weiter, „ist nicht nur eine Frage der Linderung des Welthungers, sondern, wie es in einer UN-Verlautbarung heißt, auch des ,industriellen Nutzens‘“. Man hat errechnet, daß die Fruchtbarkeitsmachung von Sahara-Wüstenzonen bei der Entwicklungshilfe einen Einsparbetrag von 250 Millionen Dollar in den „Wasseranlaufjahren“ erbringen würde. „Satelliten-,Durchleuchtungen‘ dieser Erdzonen ermöglichen ziemlich präzise Berechnungen, nach denen die Erschließung der unterirdischen Wasservorräte 8 Jahre intensive Bohrtätigkeit mit Bau von Pumpstationen voraussetzt und weitere 10 Jahre für den Bau des Nutzungssystems, Bewässerungstechnik, landwirtschaftlicher Ausbau, Aufforstung, Grünschutzanlagen angesetzt werden müssen.“ Der Sinai könnte sogar nur mit einem Fünftel des technischen Aufwandes, der für die Zentral-Sahara erforderlich wäre, fruchtbar gemacht werden.

      Patient hat „Grundrechte“

      ◆ Der Weltärztebund hat während seiner Vollversammlung Anfang Oktober 1981 in Lissabon „Grundrechte für Patienten“ verabschiedet. Wie der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zu entnehmen ist, wird den Patienten in der „Deklaration von Lissabon“ das Recht auf freie Arztwahl zugebilligt. „Außerdem darf der Patient eine Behandlung nach angemessener Aufklärung akzeptieren oder ablehnen.“ Die Pflicht des Arztes, über medizinische und persönliche Daten des Patienten zu schweigen, sowie das Recht des Patienten, in Würde zu sterben, wurden betont. Die Deklaration billigt ihm ebenfalls das Recht auf geistige und moralische Unterstützung — auch durch einen Geistlichen — zu. Die Vertreter der im Weltärztebund zusammengeschlossenen ärztlichen Berufsorganisationen beschlossen einmütig, diesen Patientenrechten in allen Ländern Geltung zu verschaffen.

      Getäuscht

      ◆ Was die Augen unserem Gehirn melden, hat offenbar mehr Gewicht als Informationen, die der Tastsinn in den Fingern liefert. Über die Unterdrückung widersprüchlicher Wahrnehmungen durch unser Gehirn berichtete der australische Forscher Roderick Power in der Publikation Perception. Er ließ Versuchspersonen normale Münzen und Spielwürfel durch eine Spezialbrille betrachten. Die Münzen sahen damit wie Ellipsen aus, die Würfel wie Quader. Die Versuchspersonen betasteten die scheinbar verformten Gegenstände und mußten anschließend ihre Formen aufzeichnen. Alle zeichneten Ellipsen und Quader; niemand nahm den Widerspruch zwischen gesehenen und ertasteten Formen wahr. Einige lobten sogar das handwerkliche Geschick des Forschers, der so perfekt elliptische Münzen „hergestellt“ hatte.

      Krebs breitet sich überall aus

      ◆ Mediziner aus 31 Industrie- und Entwicklungsländern trafen sich in Nagoya (Japan) zur ersten Konferenz über Krebskrankheiten in der dritten Welt. Wie der Sprecher der Internationalen Organisation zur Krebsbekämpfung (UICC), Professor Yoshiyuki Ono, gemäß einem Bericht der Augsburger Allgemeinen erläuterte, gibt es noch immer keine Gesamtstatistik über die Häufigkeit von Krebskrankheiten in der dritten Welt. Die während der Konferenz vorgelegten Berichte aus Staaten Afrikas, Asiens und Lateinamerikas bestätigten jedoch den Eindruck, daß die Zahl der Krebsfälle auch in unterentwickelten Gebieten ständig steigt. Nach seinen Angaben sterben in der ganzen Welt gegenwärtig jährlich rund 5 Millionen Menschen an Krebs. „Generell sei jedoch festzustellen“, schreibt die Zeitung, „daß die Ausbreitung von Krebs in der dritten Welt mit der in diesen Ländern fortschreitenden Industrialisierung und Umweltverschmutzung sowie der Veränderung der Lebensgewohnheiten zusammenhänge.“

  • Gibt es wirklich einen Gott?
    Erwachet! 1982 | 22. Februar
    • Gibt es wirklich einen Gott?

      Kann man beweisen, daß es ein höchstes Wesen gibt?

      Wenn es einen Gott gibt, warum herrscht dann ein solches Elend in der Welt? Warum müssen so viele leiden?

      Diese Fragen werden in dem Buch Das Leben hat doch einen Sinn auf interessante Weise behandelt. Dieses kleine 192 Seiten starke Taschenbuch wird für nur 2 DM (30 lfrs) portofrei überallhin versandt.

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