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Fragen von LesernDer Wachtturm 1953 | 1. März
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● In welchem Ausmaß muß eine Frau ihrem Manne untertan sein? Zum Beispiel hat eine Schwester in ihrem Heim überall Pflanzen aufgestellt, und der Mann sagt, wenn sie ihm richtig untertan wäre, würde sie diese forttun. Eine weitere Ehefrau ladet jemand zum Mittagessen ein, ohne den Mann zu befragen, und er erhebt Einspruch dagegen, weil er nichts davon gewußt habe. Ferner korrigiert eine Frau ihren Mann anläßlich eines Studiums, und er protestiert gegen ihr Vorgehen. Die jüdischen Frauen müssen sich unter den Vorschriften des Talmuds sehr erniedrigt gefühlt haben. Müssen wir als Schwestern, die in der Wahrheit sind, jetzt gleich empfinden? — M. M., Britisch-Columbia, Kanada.
Es ist besser, daß eine pflichttreue Ehefrau die „Unterwürfigkeit“ ihrem Manne gegenüber in ihrer vollen Bedeutung selber kennenlerne, als daß wir sie in all ihrem Umfang näher erklärten. Du erwähnst die „Vorschriften des Talmuds“, und das ist es, was wir für Ehefrauen oder Ehemänner gerade nicht aufstellen wollten, indem wir in vielen Einzelheiten alles aufgeführt hätten, was sie unter diesen oder jenen Umständen tun oder lassen könnten oder sollten. Wie wir es ansehen, sind die ersten zwei der in Deiner Frage angeführten Beispiele gute Veranschaulichungen der Tatsache, welch endloses Unterfangen es wäre, Regeln für alle Umstände aufstellen zu wollen. Dies zeigt, wie wir uns dadurch auf kindischen und kleinlichen Streit über Dinge einließen, welche für Ehepaare, die in der Wahrheit sind und sich lieber von göttlichen Grundsätzen leiten lassen, als eine bestimmte Definition ihrer „genauen Rechte“ haben zu wollen, keine Schwierigkeit bedeuten sollten. Was die Frage betrifft, ob eine Ehefrau ihren Gatten bei einer Versammlung korrigieren dürfe, ist diese im Wachtturm vom 1. Juli 1949, besonders in Abschnitt 27, beantwortet worden. Guter Rat für Ehefrauen und Ehemänner findet sich in Epheser 5:21-33, 1. Timotheus 2:9-15 und 1. Petrus 3:1-12.
Die Frage, wie sich die Unterwürfigkeit im Leben äußern sollte, ist etwas, was die Frau selbst lösen muß, indem sie im Sinn behält, was der Apostel Paulus in Epheser 5 sagt, daß sie nämlich „vor ihrem Manne tiefen Respekt“ an den Tag legen sollte. In apostolischen Schriften werden Frauen alter Zeiten gelobt, weil sie ihrem Mann wegen seiner theokratischen Einstellung tiefen Respekt entgegenbrachten. Bisweilen kann eine Kundgabe der Unterwürfigkeit für eine Frau wegen der damit verbundenen Demütigung unangenehm sein, doch wenn sie sich nichtsdestoweniger unterzieht, nicht nur, um sich selbst und ihrem Mann, sondern um dem Herrn Jesus zu gefallen, dessen Braut sie darstellt, so kann sie die Demütigung besser „schlucken“ und kennt einen vernünftigen Grund dafür, und dies wird ihr zur Tugend, wie es in 1. Petrus dargelegt ist.
Die Unterwürfigkeit als Weib, da, wo sie schmerzt, ist etwas, was eine Frau über sich bringt, indem sie „Ja“ sagt. Dies ist ein Teil der „Drangsal in ihrem Fleische“, und Paulus machte warnend darauf aufmerksam, daß sich durch die Ehe die Paare dieser aussetzen würden. (1. Kor. 7:28, NW) Die Apostel sagen, daß wir als Sklaven wunderlichen wie angenehmen Herren untertan sein sollten, alles um des Grundes willen, daß sich die Wahrheit unseren Vorgesetzten wie auch außenstehenden Beobachtern empfehlen möchte. Die Apostel verknüpfen dies gern mit dem Gehorsam eines Kindes und dem Gehorsam einer Frau, wie Paulus dies in seinem Briefe an die Epheser tat, wo er nacheinander über die Unterwürfigkeit des Weibes, des Kindes und des Sklaven spricht. (Eph. 5:21 bis 6:9) Aber in dieser Verbindung erteilt Paulus Ehegatten auch Rat, indem er ihnen zeigt, daß sie sich davor hüten sollten, zu dominierend oder gegen ihre Frau lieblos zu sein, und sie vielmehr so behandeln sollten wie ihr eigenes Fleisch. So ist denn die Kundgabe des Gehorsams der Frau etwas, was Ehefrauen selbst für sich lösen müssen, jedoch im Einklang mit den göttlichen Grundsätzen und der Liebe.
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Bekanntgabe der Gedächtnisfeier 1953Der Wachtturm 1953 | 1. März
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Bekanntgabe der Gedächtnisfeier 1953
Das Datum zur Feier des Abendmahles des Herrn fällt im Jahre 1953 auf Montag, 30. März, nach 6 Uhr abends. Alle Personen, die sich Jehova und seinem Dienste hingegeben haben, sollten sich an jenem Abend zusammen mit den Menschen guten Willens versammeln. Wahre Christen haben die Pflicht, diese Gedächtnisfeier zu beobachten. (1. Kor. 11:20-26, NW) Sie werden sich an jenem Abend nach 6 Uhr versammeln und die Versammlung mit Lied und Gebet eröffnen. Dann wird eine Ansprache über den Sinn und die Bedeutung des Gedächtnismahles gehalten, vorzugsweise von einem fähigen Bruder, der sich Gott hingegeben hat und gesalbt ist, sofern ein solcher zur Verfügung ist. Die Sinnbilder, ungesäuertes Brot und roter Wein, werden im Laufe der Versammlung zu einer passenden Zeit dargereicht, und die Gesalbten werden davon genießen. Nach der Gedächtnisfeier können passende Bekanntmachungen für den Dienst gemacht werden; man singe ein Lied und schließe die Versammlung mit Gebet. Ein Bericht über die Gesamtzahl der an jeder Versammlung Anwesenden und die Zahl derer, die an den Sinnbildern teilnehmen, sollte der Gesellschaft gesandt werden.
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