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Brief des ZweigbürosKönigreichsdienst 1974 | Juni
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Brief des Zweigbüros
Liebe Königreichsverkündiger!
Die Berichte, die jeden Monat von den mehr als 1 200 Versammlungen in der Bundesrepublik und von den 56 Versammlungen in West-Berlin bei uns eingehen, sind sehr ermutigend.
Von den insgesamt 101 962 Verkündigern im Monat April waren 5 345 als Pionier auf Zeit tätig. Gegenüber den 3 937 Verkündigern, die im April 1973 Pionier auf Zeit waren, ist dies eine sehr schöne Steigerung, über die wir uns wirklich gefreut haben. Vergleicht man den April-Bericht dieses Jahres mit dem des vergangenen Jahres, so stellt man auch fest, daß insgesamt 40 275 Bücher mehr abgegeben werden konnten. Außerdem wurden 8 321 neue Abonnements aufgenommen.
Und wißt Ihr auch, daß wir in jedem Monat dieses Dienstjahres außerordentlich viele Neugetaufte hatten? In den ersten acht Monaten haben sich in der Bundesrepublik und in West-Berlin insgesamt 4 381 Personen taufen lassen — im Vergleich zu 3 385 während derselben Zeit des Vorjahres. Dies ist eine Zunahme von 29,4 %!
Aufgrund dieses Fortschritts in unserer Tätigkeit war es nur zu erwarten, daß die Zahl der Anwesenden beim diesjährigen Gedächtnismahl die Zahl des vergangenen Jahres weit überstieg. Die Gesamtzahl für die ganze Welt kann noch nicht genannt werden, doch waren in Westdeutschland und West-Berlin 8 258 mehr zugegen als vor einem Jahr — ein Anstieg von 5,5 %!
In Verbindung mit der Gedächtnismahltätigkeit und der Verbreitung der Sonderausgaben hatten wir im Monat April wirklich viel zu tun, und wir haben verspürt, daß Jehova uns reichlich gesegnet hat. Durch die Verbreitung der „Königreichs-Nachrichten“ Nr. 18 wurde die Arbeit im Mai natürlich nicht geringer. Wir sind überzeugt, daß wiederum viele Neue den Predigtdienst aufgenommen haben, weil sie verstanden haben, daß es nichts Lohnenderes gibt, als mit dem Volke Gottes zusammenzuarbeiten. Und nachdem wir im Frühjahr so beschäftigt waren, blicken wir dem Sommer entgegen, der durch die Kongresse „Gottes Vorsatz“, die im Juli beginnen, viel Arbeit mit sich bringen wird.
Alle Anwesenden werden großen Nutzen aus dem dort besprochenen biblischen Aufschluß ziehen, durch den sie auf das vorbereitet werden können, was in der verbleibenden Zeit noch auf uns zukommen mag, bevor das gegenwärtige System der Dinge endet und Gottes neue Ordnung der Gerechtigkeit beginnt. Da wir uns bewußt sind, wo wir uns im Strom der Zeit befinden, ermuntern wir Dich, vollen Nutzen aus dem gesamten Programm zu ziehen, indem Du keinen Programmpunkt versäumst.
Viele Menschen sind heute durch das, was sie in der Welt sehen und erleben, bedrückt und entmutigt. Sie fragen sich: „Ist mit dem jetzigen Leben alles vorbei?“ Alle, die sich diese Frage stellen, werden durch das Programm bestimmt sehr erbaut und ermutigt werden. Sie werden sich freuen zu erfahren, was in bezug auf die Verwirklichung des „ewigen Vorsatzes“ Gottes bereits geschehen ist.
Angesichts all der in der Welt auftretenden Schwierigkeiten und Unruhen wirst Du erfreut sein zu hören, wie viele vernünftige Gründe es gibt, sein Vertrauen auf Gottes Vorhaben zu setzen. Dies wird besonders am Sonntagnachmittag, dem Höhepunkt des Kongresses, der Fall sein, wenn der öffentliche Vortrag gehalten wird.
Auf dem Programm des Kongresses stehen auch drei ergreifende biblische Dramen; jedes enthält wichtige Belehrung für unsere heutige Zeit. Zweifellos wirst Du aus diesen Dramen noch größeren Nutzen ziehen, wenn Du im voraus die Kapitel 8 bis 28 der Apostelgeschichte durchliest sowie 1. Könige 12:25 bis 13:34; 2. Mose 12:21 bis 15:25; 4. Mose 12:1 bis 14:45 und 16:1 bis 17:13.
Das Programm des viertägigen Bezirkskongresses „Gottes Vorsatz“ besteht täglich aus zwei Teilen. Bei den meisten Kongressen wird der erste Programmteil vormittags um 9.25 Uhr beginnen und bis 12.30 Uhr dauern. Das Nachmittagsprogramm beginnt um 14.55 Uhr und dauert bis 17.30 Uhr. Wir ermuntern Dich, jeden Tag bereits bei Programmbeginn anwesend zu sein und so lange zu bleiben, bis das abschließende Dankgebet gesprochen wurde.
Welche freudige Aussicht, so viele wiederzusehen, die standhaft sind und ihren Blick auf das Erbe gerichtet halten — Leben in Vollkommenheit unter Gottes Regierung!
Eure Brüder im
ZWEIGBÜRO WIESBADEN
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Standhaft und treu dienenKönigreichsdienst 1974 | Juni
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Standhaft und treu dienen
1 Wir haben guten Grund, in unserem Dienst für Gott und Christus standhaft zu sein. Dieser Dienst erquickt uns (Matth. 11:28-30). Wir haben uns nicht mehr mit belastenden Riten und Traditionen abzuplagen. Wir haben gelernt, wie wir unsere Zeit, unsere Fähigkeiten und unsere Mittel sinnvoll zum Lobpreis und zur Ehre unseres Schöpfers einsetzen können. Wir erfreuen uns der Gemeinschaft liebevoller Brüder und Schwestern. Wir verspüren Herzensfrieden, da wir ein reines Gewissen vor Gott und den Menschen haben. Und vor uns liegt die herrliche Aussicht auf Leben in Gottes neuer Ordnung, wo die Menschen nicht mehr krank werden, altern und sterben.
2 Viele aufrichtiggesinnte Menschen sehnen das herbei, dessen wir uns erfreuen. Bist du darauf bedacht, ihnen zu helfen? Im Monat Juni bieten wir die „Neue-Welt-Übersetzung“ und das Buch „Wahrer Friede und Sicherheit ...“ zu einem Beitrag von 6 DM an.
3 Viele Menschen haben natürlich eine Bibel. Doch nur wenige lesen darin. Einer der Gründe dafür ist die altertümliche Sprache einer Anzahl gebräuchlicher Übersetzungen. Für solche Personen wird das Lesen der „Neuen-Welt-Übersetzung“ eine erfrischende Abwechslung sein. Wieder andere besitzen nicht einmal eine Bibel. Benötigen sie nicht das „Wort des Lebens“? Manchmal sagen ältere Leute, daß es ihnen schwerfalle, die kleine Schrift in ihrer Bibel zu lesen. Ihr könnt dann darauf hinweisen, daß sie die „Elberfelder Hausbibel“ bekommen können.
4 Es ist gut, im Sinn zu behalten, daß wir vor allem deswegen standhaft und treu dienen wollen, weil wir unseren himmlischen Vater verherrlichen möchten. Selbst wenn wir unser Gebiet häufiger bearbeiten, haben wir unsere Aufgabe noch nicht erfüllt. Jehova Gott möchte, daß den Menschen ausreichend Gelegenheit zur Reue gegeben wird. Es ist daher sein Wille, daß wir immer wieder mit unseren Mitmenschen sprechen (2. Petr. 3:9).
5 Wir wissen nicht, wie viele Menschen ihre Einstellung ändern und zur „großen Volksmenge“ gehören werden, die die herannahende „große Drangsal“ überleben wird (Offb. 7:9, 14). Doch während die Verhältnisse in diesem alten System immer schlechter werden, gehen immer mehr Menschen die Augen auf. Noch nie hatten wir solche Zunahmen zu verzeichnen wie in den letzten Monaten. Auch
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