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    Der Wachtturm 1969 | 15. September
    • Jesus in der letzten Nacht sprach, in der er mit seinen Jüngern zusammen war, umfaßt sechsundzwanzig Verse. (Joh. 17:1-26; siehe ferner Nehemia 9:5-38.) Bei diesen Gebeten handelt es sich besonders um öffentliche Gebete, die zu außergewöhnlichen Zeiten dargebracht wurden. Salomos Gebet war Gott wohlgefällig, und er erhörte es. Auch das Gebet Jesu erhörte er bestimmt. (2. Chron. 7:12; Joh. 11:42) Wir sind dankbar, daß diese langen Gebete in der Bibel niedergeschrieben worden sind.

      Aufgrund der in der Bibel wiedergegebenen gottgefälligen Gebete können wir erkennen, daß Jesus nicht in erster Linie die Länge der Gebete kritisierte, sondern die schlechten Beweggründe, auf denen die langen, oft viele Wiederholungen einschließenden und nur zum Schein dargebrachten Gebete beruhten. Die langen Gebete, die Salomo und Jesus oder andere geistiggesinnte und innerlich ausgeglichene Männer aus guten Beweggründen und mit Aufrichtigkeit darbrachten, wurden von Jehova nicht mißbilligt.

      Es ist nicht notwendig (und die Bibel berechtigt auch nicht dazu), irgendwelche Regeln im Hinblick auf die Länge öffentlicher oder persönlicher Gebete aufzustellen; sie können unterschiedlich lang sein.

      Schwere Prüfungen, schwierige Probleme oder Situationen mögen ein langes Gebet, besonders ein persönliches, rechtfertigen. Jesus betete im Garten Gethsemane ziemlich lange, und bevor er die zwölf Apostel auswählte, „verbrachte [er] die ganze Nacht im Gebet zu Gott“. — Luk. 6:12; 22:41-45.

      Andererseits finden wir in der Bibel auch viele äußerst kurze, aber vortreffliche Gebete, in denen lediglich das betreffende Anliegen erwähnt wurde. (Neh. 2:4; 1. Kö. 18:36, 37; 2. Kö. 6:17, 18; Joh. 11:41, 42; Apg. 1:24, 25) Es hätten in diesen Fällen auch noch andere Dinge erwähnt werden können. Wäre dies aber in dem Augenblick angebracht gewesen? Offenbar hielten es die Betenden nicht für nötig. Wir erinnern uns auch, daß das Mustergebet Jesu sehr kurz ist. — Matth. 6:9-15.

      Es kommt also offensichtlich auf die Umstände an. Jesus wußte, daß es nicht verkehrt wäre, die ganze Nacht zu beten. Betete er aber sehr lange, bevor er die viertausend speiste? Die Bibel antwortet: „Er nahm die sieben Brote, sagte Dank, brach sie und gab sie seinen Jüngern zum Vorsetzen.“ (Mark. 8:6) So sollten auch heute bei Zusammenkünften der Versammlung die Umstände berücksichtigt werden. Zum Beispiel bei der Feier des Abendmahls werden vier verschiedene Gebete gesprochen. Wenn diese sehr lang wären, könnten dadurch unnötige Verzögerungen entstehen, die sich nachteilig auf die Abwicklung des Programms für die Benutzung des Saales und auf die Ansprache selbst auswirken. Gleichgewicht und ein gutes Unterscheidungsvermögen sind notwendig.

      Das Wichtigste, was wir aus den Äußerungen Jesu über die Gebete der geistlichen Führer lernen sollten ist die Bedeutung der richtigen Beweggründe und Gedanken. Ein Christ, der betet, sollte sein Gebet nicht ausdehnen, um bei denen, die ihn hören, den Eindruck zu erwecken, als ob er „geistig reifer“ sei als sie. Er sollte sich auch nicht geziert ausdrücken, um andere zu beeindrucken. Zu unserem liebenden himmlischen Vater beten zu dürfen ist ein wunderbares Vorrecht, von dem wir regelmäßig in Aufrichtigkeit und Demut Gebrauch machen sollten. (Luk. 18:13, 14) Von diesem Gesichtspunkt aus betrachtet, sollten Länge und Thema unserer öffentlichen und unserer persönlichen Gebete dem Anlaß und der Notwendigkeit entsprechen.

  • Bekanntmachungen
    Der Wachtturm 1969 | 15. September
    • Bekanntmachungen

      PREDIGTDIENST

      Der Gedankenaustausch ist seit eh und je ein Bedürfnis gewesen. Er vermittelt Wissen. Durch die Sprache kann der Mensch mit seinen Mitmenschen in geistige Verbindung treten. Die Sprache ermöglicht es uns, andere wissen zu lassen, was wir denken, und zu erfahren, was sie denken. Sie ist das Mittel, durch das wir andere belehren können. Kurz bevor Jesus in den Himmel zurückkehrte, gab er seinen Jüngern den Auftrag: „Geht daher hin und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, indem ihr sie ... lehrt.“ (Matth. 28:19, 20) Um dies richtig tun zu können, müssen die Nachfolger Christi den Rat des Apostels Paulus befolgen: „Gib beständig acht auf dich selbst und auf dein Lehren.“ (1. Tim. 4:16) Besonders die heutige Zeit verlangt, daß sie dies tun. Jehovas Zeugen bemühen sich darum, möglichst viel über Jehovas Vorhaben zu lernen und sich dabei einen guten Wortschatz anzueignen. Sie belehren aber ihre Mitmenschen nicht nur durch das gesprochene, sondern auch durch das geschriebene Wort. So verbreiten sie im September das Buch Die Wahrheit, die zu ewigem Leben führt, das eine vorzügliche Hilfe ist, um das Vorhaben Jehovas anhand der Bibel kennenzulernen. Es ist gegen einen Beitrag von 1,25 DM (Österreich 7,50 öS; Luxemburg 13 lfrs) erhältlich.

      „WACHTTURM“-STUDIEN FÜR DIE WOCHE VOM

      28. September: Wirst du freudig ausharren oder entmutigt aufgeben? Seite 553. Lieder: Nr. 39, 23.

      5. Oktober: Kannst du ausharren wie Jeremia? ¶ 1 bis 23. Seite 559. Lieder: Nr. 29, 58.

      12. Oktober: Kannst du ausharren wie Jeremia? ¶ 24—46. Seite 565. Lieder: Nr. 14, 44.

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