-
Dienstamtgehilfen, ein Segen für Jehovas VolkDer Wachtturm 1985 | 15. September
-
-
Dienstamtgehilfen, ein Segen für Jehovas Volk
„Laßt diese zuerst auf ihre Eignung geprüft werden, darauf laßt sie als Diener tätig sein, wenn sie frei von Anklage sind“ (1. TIMOTHEUS 3:10).
1. Wer trägt dazu bei, daß in der Versammlung Glück und Einheit gewährleistet sind?
JEHOVA ist der „glückliche Gott“, und er möchte, daß seine Diener glücklich sind (1. Timotheus 1:11). Daher hat er zum Segen seines Volkes für Älteste und Dienstamtgehilfen gesorgt. Diese verantwortlichen Männer nehmen nützliche Aufgaben wahr und tragen dazu bei, daß das Glück, die Einheit und ein reibungsloser Ablauf in der Versammlung gewährleistet sind. Wie dankbar doch Jehovas Zeugen für den liebevollen und hilfreichen Dienst dieser ernannten Männer in Gottes theokratischer Organisation sind!
2. Welche Einstellung sollten Älteste und Dienstamtgehilfen haben, doch was sollten sie nie aus dem Auge verlieren?
2 Trotz des wichtigen Beitrages, den Älteste und Dienstamtgehilfen in der Versammlung leisten, sollten sie ihre eigene Wichtigkeit nicht hervorheben. Sie dürfen nicht vergessen, daß Jesus Christus seine Nachfolger ermahnte, demütig zu sein. Er sagte einmal zu ihnen: „Wer immer sich daher selbst erniedrigen wird wie dieses kleine Kind, der ist der Größte im Königreich der Himmel“ (Matthäus 18:4). Der Jünger Jakobus schrieb: „Erniedrigt euch in den Augen Jehovas, und er wird euch erhöhen“ (Jakobus 4:10; Römer 12:3). Obwohl diese Männer eine demütige Einstellung haben sollten, brauchen sie andererseits die Wichtigkeit ihrer Arbeit als Älteste und Dienstamtgehilfen nicht „herunterzuspielen“. Ihre Demut darf sie nicht daran hindern, im christlichen Dienst die Führung zu übernehmen. Sie sollten nie den nützlichen Zweck ihrer Tätigkeit aus dem Auge verlieren, sondern sich immer ihrer Verpflichtung gegenüber Jehova und ihren christlichen Brüdern bewußt sein, damit sie in der Erfüllung ihrer Pflichten ihr Bestes geben.
3. Womit kann die vereinte Tätigkeit in den Reihen der Zeugen Jehovas verglichen werden, und wie können Gott hingegebene Männer eine solche Einheit und die Königreichsinteressen fördern?
3 Die vereinte Tätigkeit in den Reihen der Zeugen Jehovas von heute kann mit der Einheit im menschlichen Körper verglichen werden. Ja, der Apostel Paulus verglich den geistigen Leib Christi mit dem menschlichen Körper, der aus vielen Gliedern besteht. Doch alle Glieder des Körpers arbeiten zu ihrem gegenseitigen Nutzen zusammen (1. Korinther 12:12-31). Sicher sind ernannte Älteste und Dienstamtgehilfen ein Segen für Jehovas Volk, denn diese Männer fördern die vereinte Tätigkeit der heutigen Christenversammlung. (Vergleiche Kolosser 2:18, 19.) Gott hingegebene Männer in der Versammlung, die darum bemüht sind, Jehovas organisatorische Einrichtung zu unterstützen, indem sie ‘nach dem Amt eines Aufsehers streben’, leisten einen wichtigen Beitrag zur christlichen Einheit und zur Förderung der Königreichsinteressen (1. Timotheus 3:1). Aber wie erlangt ein christlicher Mann die Befähigung zum Dienstamtgehilfen?
„Zuerst auf ihre Eignung geprüft“
4. (a) Warum sollten voraussichtliche Dienstamtgehilfen „zuerst auf ihre Eignung geprüft werden“? (b) Wozu sollten diese Männer bereit sein?
4 Der Apostel Paulus schrieb seinem Mitarbeiter Timotheus, was erforderlich ist, bevor Männer zu Dienstamtgehilfen ernannt werden können. Paulus schrieb unter anderem: „Laßt diese zuerst auf ihre Eignung geprüft werden, darauf laßt sie als Diener tätig sein, wenn sie frei von Anklage sind“ (1. Timotheus 3:10). Auf diese Weise wird verhindert, daß Männer ernannt werden, die nicht geeignet sind, weil sie gewisse grundlegende biblische Erfordernisse nicht erfüllen. Außerdem gewinnt man dadurch Zeit, die Beweggründe voraussichtlicher Dienstamtgehilfen zu erkennen. Sicher sollten diese Männer nicht aus dem Beweggrund handeln, Ansehen zu erlangen, denn das würde einen Mangel an Demut verraten. Vielmehr sollte ein Bruder im Bewußtsein der Tatsache, daß er sich Gott bedingungslos und uneingeschränkt hingegeben hat, dazu bereit sein, in der Organisation in jeder Funktion zu dienen, in der Jehova ihn gebrauchen will. Ja, voraussichtliche Dienstamtgehilfen sollten ebenso dienstbereit sein wie der treue Jesaja, der sagte: „Hier bin ich! Sende mich“ (Jesaja 6:8).
5. (a) Welche Erfordernisse für Dienstamtgehilfen werden in 1. Timotheus 3:8 dargelegt? (b) Was bedeutet es, „ernsthaft“ zu sein? (c) Was meinte Paulus, als er schrieb, Dienstamtgehilfen dürften nicht „doppelzüngig“ sein?
5 „Dienstamtgehilfen müssen ebenfalls ernsthaft sein, nicht doppelzüngig, nicht vielem Wein ergeben, nicht auf unehrlichen Gewinn erpicht“, erklärte Paulus (1. Timotheus 3:8). Obwohl einige Dienstamtgehilfen verhältnismäßig jung sein mögen, sind sie keine Jugendlichen mehr, und sie müssen „ernsthaft“ sein. Sie müssen gelernt haben, wichtige Angelegenheiten mit Ernst zu betrachten. (Vergleiche Sprüche 22:15.) Sie müssen zuverlässige und gewissenhafte Männer sein, die nicht dazu neigen, Verantwortung leichtzunehmen. Es sollte wirklich Verlaß auf sie sein, und sie sollten ihre Pflichten ernst nehmen. Was könnte schließlich von ernsthafterem Interesse sein als der heilige Dienst für Jehova? Es geht um Leben und Tod — was sowohl sie selbst als auch andere betrifft. (Vergleiche 1. Timotheus 4:16.) Außerdem erwähnte Paulus, daß Dienstamtgehilfen nicht „doppelzüngig“ sein dürfen, was bedeutet, daß sie offen und wahrheitsliebend, nicht geschwätzig, heuchlerisch oder verschlagen sein sollten (Sprüche 3:32).
6. Auf welchen Gebieten sollten Dienstamtgehilfen Ausgeglichenheit bekunden?
6 Im Privatleben der Männer, die sich als Dienstamtgehilfen eignen, ist Ausgeglichenheit ein Muß. Als Paulus sagte, sie sollten weder „vielem Wein ergeben“ noch „auf unehrlichen Gewinn erpicht“ sein, meinte er offensichtlich, daß sie Trunkenheit, Habgier und Unehrlichkeit meiden müssen. Ebenso müssen diese christlichen Männer es vermeiden, auch nur den Eindruck zu erwecken, sie seien an Vergnügungen oder materiellen Dingen übermäßig interessiert. Sie sollten sich stets bemühen, in ihrem Leben geistige Dinge an die erste Stelle zu setzen. Das wird ihnen helfen, gegenüber ihren Mitmenschen und, was noch wichtiger ist, in den Augen Gottes ein „reines Gewissen“ zu bewahren (1. Timotheus 3:8, 9).
7. (a) Warum kann man sagen, daß die Aufgaben der Dienstamtgehilfen nicht für Jugendliche gedacht sind? (b) Was mag die Tatsache, daß ein Dienstamtgehilfe ledig ist, über ihn offenbaren?
7 Die schwere Verantwortung, die auf Dienstamtgehilfen ruht, ist nicht für Jugendliche gedacht. Der biblischen Beschreibung gemäß sollten sie alt genug sein, um verheiratet sein und Kinder haben zu können. Unter diesen Umständen müßten sie den „Kindern und dem eigenen Haushalt in vortrefflicher Weise vorstehen“ (1. Timotheus 3:12). Bedeutet das, daß ein junger Mann nicht als Dienstamtgehilfe in Frage kommt, solange er nicht verheiratet ist und Kinder hat? Nein, ganz und gar nicht. Die Tatsache, daß er sich davon zurückhält, sich in eine Ehe zu stürzen, ohne ausreichend vorbereitet zu sein oder ohne eine geeignete getaufte christliche Partnerin gefunden zu haben, kann ein Anzeichen dafür sein, daß er den nötigen Reifegrad besitzt, um sich seiner persönlichen Angelegenheiten und der weitaus schwerwiegenderen Pflichten in der Versammlung annehmen zu können.
8. Welche Verantwortung ruht gemäß 1. Timotheus 3:13 und Matthäus 24:14 auf Dienstamtgehilfen?
8 „Die, die in vortrefflicher Weise dienen, erwerben sich eine vortreffliche Stufe und großen Freimut der Rede in dem Glauben, der in Verbindung ist mit Christus Jesus“, sagte Paulus (1. Timotheus 3:13). Den erforderlichen „großen Freimut der Rede“ können diese Männer unter anderem dadurch bekunden, daß sie sich aktiv am Predigen der „guten Botschaft vom Königreich“ beteiligen (Matthäus 24:14). Sie sollten erkennen, daß sie zusammen mit den Ältesten die Verantwortung haben, im Predigen von Haus zu Haus und in anderen Bereichen des Dienstes führend voranzugehen (Apostelgeschichte 5:42; 20:20, 21). Während sich Satans böses System rasch dem Ende nähert, wird die Predigttätigkeit immer dringlicher. Dienstamtgehilfen sollten daher der Versammlung die Dringlichkeit des Königreichspredigtwerkes vor Augen führen, indem sie im Predigtdienst ein ausgezeichnetes persönliches Beispiel geben.
Hilfe durch den Vollzeitdienst
9. Welchen Dienst haben viele Christen in Anbetracht der Dringlichkeit unserer Zeit aufgenommen?
9 Angesichts der Dringlichkeit unserer kritischen Zeit haben zahlreiche christliche Männer und Frauen den Vollzeitdienst aufgenommen. Viele, die sogenannten Pioniere, sind im Durchschnitt täglich zwei bis fünf Stunden im Predigtwerk tätig, manche von ihnen als Missionare im Ausland. Andere Vollzeitdiener sind in der Zentrale oder in den weltweit verteilten Zweigstellen der Watch Tower Society tätig. Ihr Dienst ist eine Quelle der Freude und Befriedigung für sie selbst und für diejenigen, denen sie dienen. In vielen Fällen hat die Erfahrung im Vollzeitdienst Männern geholfen, die Fähigkeiten zu entwickeln, die sie brauchen, um der Versammlung wirkungsvoll als Dienstamtgehilfe dienen zu können.
10, 11. Welchen Nutzen kann gemäß den hier zitierten persönlichen Äußerungen der Vollzeitdienst für Männer haben, die Dienstamtgehilfe werden wollen?
10 Ein ehemaliger Dienstamtgehilfe, der jetzt in einer Berliner Versammlung als Ältester dient, sagte in bezug auf den Pionierdienst, den er vor Jahren als junger Mann begann: „Ich kann sagen, daß das ein Schritt war, den ich niemals bereut habe. Jehova hat mich gesegnet. Mein Verhältnis zu ihm ist dadurch inniger geworden.“ Ja, dieser Bruder — wie Tausende andere auch — entdeckte, daß durch den Vollzeitdienst das persönliche Verhältnis zu Jehova vertieft und der Fortschritt auf dem Weg zur christlichen Reife beschleunigt werden kann.
11 Ein anderer langjähriger Pionier erklärte, inwiefern ihm der Vollzeitdienst geholfen hat. „Ich wurde ruhiger und ausgeglichener, was vorschnelles Urteilen betrifft“, sagte er. „Ich wurde glücklicher und wurde beweglicher im Umgang mit verschiedenen Arten von Menschen.“ Gehören diese Eigenschaften nicht zu den Erfordernissen für Männer, die als Dienstamtgehilfe dienen wollen?
12. (a) Welche Gelegenheiten zur Beteiligung am Vollzeitdienst bieten sich? (b) Welche Fähigkeiten, die einem Dienstamtgehilfen bei der Erfüllung seiner Aufgaben helfen würden, werden durch den Vollzeitdienst gefördert?
12 Christliche Männer erhalten durch den Vollzeitdienst, falls ihre biblischen Verpflichtungen eine Beteiligung daran zulassen, eine wunderbare Gelegenheit, ‘zuerst auf ihre Eignung geprüft zu werden’. Manche führen diesen Dienst ständig und andere von Zeit zu Zeit durch. Jüngere Leute können es während der Schulferien tun und Erwachsene im Urlaub oder bei anderen günstigen Gelegenheiten im Verlauf des Jahres. Natürlich erfordert die Beteiligung am Vollzeitdienst, daß man ausgeglichen ist und gut planen kann. Diese Fähigkeiten sind auch für einen Dienstamtgehilfen notwendig und helfen ihm, seine Aufgaben zu bewältigen. Welche Aufgaben?
Aufgaben der Dienstamtgehilfen
13. Was ist aus Apostelgeschichte 6:1-6 in bezug auf die Arbeiten zu entnehmen, die Dienstamtgehilfen zugeteilt werden?
13 Obwohl sich Apostelgeschichte 6:1-6 nicht direkt auf die Ernennung von Dienstamtgehilfen bezieht, läßt das dort Gesagte erkennen, welche Art von Arbeiten oder Aufgaben normalerweise Dienstamtgehilfen zugeteilt werden. Es war nicht das Unterweisen von Mitgläubigen, sondern das Austeilen der Speise, wodurch die damals ausgewählten ‘sieben Männer, die ein gutes Zeugnis hatten’, die Apostel entlasteten, so daß sich diese ‘dem Gebet und dem Dienst am Wort widmen’ konnten. Dadurch, daß Dienstamtgehilfen heute ähnliche Aufgaben wahrnehmen, haben die Ältesten mehr Zeit für das Hüten und Lehren der „Herde Gottes“ (1. Petrus 5:2, 3).
14. Welche verschiedenen Aufgaben können Dienstamtgehilfen zugeteilt werden?
14 Bezüglich der Aufgaben von Dienstamtgehilfen heißt es in dem Buch Organisiert, unseren Dienst durchzuführen: „Ein Dienstamtgehilfe mag damit beauftragt werden, sich um den Literaturvorrat der Versammlung zu kümmern, so daß wir es bequem haben, uns die Literatur zu beschaffen, die wir für uns persönlich und für den Predigtdienst benötigen. Ein anderer mag in der Versammlung die Zeitschriften verwalten. Andere werden damit beauftragt, Unterlagen, wie zum Beispiel die Versammlungskonten, zu führen oder das Gebiet zuzuteilen, oder sie werden gebeten, die Mikrofone zu reichen oder einzustellen, die Lautsprecheranlage zu bedienen, sich um die Bühne zu kümmern oder sonstwie den Ältesten zu helfen. In Verbindung mit der Instandhaltung und der Reinigung des Königreichssaales ist viel zu tun, und daher werden oft Dienstamtgehilfen damit beauftragt, die Verantwortung für diese Aufgaben zu übernehmen. Dienstamtgehilfen werden auch als Ordner eingesetzt, damit sie Neue willkommen heißen und in den Versammlungszusammenkünften für Ordnung sorgen“ (S. 57).
15. (a) Was außer praktischer Befähigung ist noch nötig, damit ein Dienstamtgehilfe erfolgreich dienen kann? (b) Worin sollte das Hauptinteresse der Dienstamtgehilfen bestehen, obwohl sie sich um die verschiedensten Dinge kümmern?
15 Könnte irgendein Bruder, der in praktischen Dingen geschickt ist, solche Arbeiten verrichten? Nein, denn die in Jerusalem ausgewählten ‘sieben Männer, die ein gutes Zeugnis hatten’, waren „mit Geist und Weisheit erfüllt“ oder „sowohl geschickt als auch geistig gesinnt“ (Apostelgeschichte 6:3, Phillips). Obwohl sie bereits ältere Männer in Jehovas Volk waren, wurde ihnen eine Arbeit zugeteilt, die der von heutigen Dienstamtgehilfen gleichkommt. Wenn also heute Dienstamtgehilfen ihre Aufgaben erfolgreich erledigen wollen, müssen sie „sowohl geschickt als auch geistig gesinnt“ sein. Sie sind zwar mit organisatorischen Details beschäftigt, aber ihr Hauptinteresse sollte darin bestehen, in geistiger Hinsicht Menschen zu dienen.
16. Wozu können Dienstamtgehilfen eingeteilt werden, wenn es in einer Versammlung nicht genügend Älteste gibt?
16 Da Dienstamtgehilfen geistig gesinnt sein müssen, können sie zuweilen für Aufgaben eingesetzt werden, die normalerweise von Ältesten wahrgenommen werden. In dem Buch Organisiert, unseren Dienst durchzuführen (S. 58) wird erklärt: „Wenn es zum Beispiel nicht genügend Älteste gibt, um die Versammlungsbuchstudien zu leiten, werden einige der befähigteren Dienstamtgehilfen als Studienleiter eingesetzt, um sich der ihnen zugewiesenen Gruppe anzunehmen. Sie mögen gebeten werden, Programmpunkte in der Dienstzusammenkunft und in der Theokratischen Predigtdienstschule zu übernehmen und in der Ortsversammlung öffentliche Vorträge zu halten. Einige der Dienstamtgehilfen mögen weitere Vorrechte erhalten, wenn dafür eine Notwendigkeit besteht und sie die Voraussetzungen dafür erfüllen. (Vergleiche 1. Petrus 4:10.)“
17. Was für ein Mann war Stephanus, und welche Frage erhebt sich daher in bezug auf Dienstamtgehilfen?
17 Einer der ‘sieben Männer, die ein gutes Zeugnis hatten’, war ‘Stephanus, ein Mann voll Glaubens und heiligen Geistes’ (Apostelgeschichte 6:5). Bevor Stephanus als treuer Märtyrer starb, gab er dem jüdischen Sanhedrin ein aufrüttelndes Zeugnis. Lies den Bericht, und du wirst davon überzeugt sein, daß er geistig gesinnt war — ein hervorragender Zeuge, empfänglich für die Leitung durch Gottes heiligen Geist und bereit, sein Leben im Dienst Jehovas hinzugeben (Apostelgeschichte 6:8 bis 7:60). Nimmst du als Dienstamtgehilfe deine Aufgaben in der Versammlung und im Predigtdienst mit demselben Ernst wahr, wie Stephanus seine Pflichten und sein Vorrecht wahrnahm, die Wahrheit zu reden?
Inwieweit entsprechen sie den Erfordernissen?
18. Was kann man über die Arbeit von vielen Dienstamtgehilfen sagen, und was kann ihnen zugesichert werden?
18 Viele Dienstamtgehilfen sind ein hervorragendes Vorbild in der christlichen Lebensführung, nehmen sich ihrer Pflichten in der Versammlung gut an und gehen im Predigtdienst führend voran. Ihre Arbeit wird von ihren Glaubensbrüdern sehr geschätzt, und sie werden von Jehova dafür belohnt werden, denn den hebräischen Christen wurde zugesichert: „Gott ist nicht ungerecht, daß er eure Arbeit und die Liebe vergessen würde, die ihr seinem Namen gegenüber erzeigt habt, indem ihr den Heiligen dientet und noch dient“ (Hebräer 6:10).
19. (a) Welche Fragen könnte sich jeder Dienstamtgehilfe stellen? (b) Warum ist es nützlich, Probleme zu erörtern, mit denen manche Dienstamtgehilfen zu tun haben?
19 Dennoch könnte sich jeder Dienstamtgehilfe fragen: „Inwieweit entspreche ich den biblischen Erfordernissen? Trage ich wirklich zur Einheit in der Versammlung bei? Kümmere ich mich um die mir zugeteilten Aufgaben richtig und mit Fleiß? Gehe ich im Predigtdienst mit gutem Beispiel voran?“ Manche Dienstamtgehilfen haben Schwierigkeiten, den Anforderungen gerecht zu werden, die an sie gestellt werden. Daher wollen wir einige der Probleme besprechen. Das kann jedem Dienstamtgehilfen helfen, ‘sein eigenes Werk zu erproben’ (Galater 6:4). Außerdem sollte es bei anderen die Wertschätzung für die liebevolle Mühe dieser Männer steigern, die nützliche Aufgaben unter Jehovas Zeugen wahrnehmen und ein wahrer Segen für Gottes Volk sind.
Kannst du es erklären?
◻ Inwiefern sind Dienstamtgehilfen ein Segen für Jehovas Volk?
◻ In welcher Hinsicht kann der Vollzeitdienst für Brüder, die Dienstamtgehilfen werden wollen, eine Hilfe sein?
◻ Warum müssen Dienstamtgehilfen „sowohl geschickt als auch geistig gesinnt“ sein?
◻ Worin war der treue Stephanus ein ausgezeichnetes Vorbild für Dienstamtgehilfen von heute?
-
-
Dienstamtgehilfen, bewahrt eine „vortreffliche Stufe“!Der Wachtturm 1985 | 15. September
-
-
Dienstamtgehilfen, bewahrt eine „vortreffliche Stufe“!
„Die, die in vortrefflicher Weise dienen, erwerben sich eine vortreffliche Stufe und großen Freimut der Rede in dem Glauben, der in Verbindung ist mit Christus Jesus“ (1. TIMOTHEUS 3:13).
1. Was sollte das Ziel eines Mannes sein, nachdem er zum Dienstamtgehilfen ernannt worden ist, und was sollten andere in der Versammlung zu tun wünschen?
MÄNNER, die jetzt Dienstamtgehilfen sind, sind „zuerst auf ihre Eignung geprüft“ worden (1. Timotheus 3:10). Aber ihre Ernennung ist kein Selbstzweck. Sie haben das Ziel, ‘sich eine vortreffliche Stufe zu erwerben’, indem sie ihre Aufgaben „in vortrefflicher Weise“ erfüllen (1. Timotheus 3:13). Jedes Glied der geeinten Christenversammlung sollte den Wunsch haben, sie darin zu unterstützen, dieses Ziel zu erreichen.
2. Wie wirkt sich das, was die Dienstamtgehilfen tun, auf die anderen Glieder der Versammlung aus?
2 Der Apostel Paulus ließ erkennen, daß alle Glieder des geistigen Leibes Christi Nutzen haben, wenn sie zusammenarbeiten und sich umeinander kümmern (1. Korinther 12:12-31). Führen Dienstamtgehilfen die ihnen von Gott aufgetragene Arbeit „in vortrefflicher Weise“ aus, dann hat jedes Glied der heutigen Christenversammlung den Nutzen davon. Falls jedoch Dienstamtgehilfen Probleme haben, die sie daran hindern, ihre Aufgaben richtig zu erfüllen, kann das für alle Glieder der Versammlung eine Härte bedeuten.
3. (a) Mit welchen Problemen sind alle Zeugen Jehovas vertraut? (b) Was läßt die angeführte Statistik erkennen?
3 In Jehovas Volk hat jeder denselben Kampf — ‘ein Ringen nicht gegen Blut und Fleisch, sondern gegen die bösen Geistermächte in den himmlischen Örtern’ (Epheser 6:12). Zusätzlich führen alle Diener Jehovas einen Kampf gegen ihre eigenen Unzulänglichkeiten und sündigen Neigungen. Doch als Gruppe gesehen, werden Dienstamtgehilfen mit gewissen Problemen mehr konfrontiert als andere Gruppen unter Jehovas Zeugen. Sehr gut erkennen läßt sich das an einer neuen Statistik aus einem westeuropäischen Land, in der über 320 Versammlungen mit insgesamt 1 360 Dienstamtgehilfen erfaßt sind.
Ledige und verheiratete Dienstamtgehilfen
4. Wie sollten unverheiratete Dienstamtgehilfen zu ihrem ledigen Stand eingestellt sein, und wozu können andere sie ermuntern?
4 Von diesen 1 360 Dienstamtgehilfen sind etwas mehr als 10 Prozent noch ledig. Daher sind sie frei von gewissen Verpflichtungen, die auf den nahezu 90 Prozent, die verheiratet sind, ruhen. Aber ledige Brüder müssen sich davor hüten, diese Freiheit nur für solch persönliche Dinge wie übertriebene Entspannung oder Geselligkeit zu nutzen. Ebensowenig sollten sie zulassen, daß der natürliche Wunsch zu heiraten alles andere in ihrem Leben beherrscht (Matthäus 6:33). Auch sollten sie nicht zulassen, daß sie durch Druck von seiten verheirateter Freunde dazu verleitet werden, übereilt zu heiraten oder eine unvernünftige Ehe zu schließen. Sicher sollten Christen, die sich umeinander kümmern, darauf bedacht sein, den ledigen Stand ihrer unverheirateten Mitgläubigen zu respektieren und sie zu ermuntern, von ihrer größeren Freiheit Gebrauch zu machen, indem sie theokratischen Belangen mehr Zeit widmen und möglicherweise den Vollzeitdienst aufnehmen.
5. Welche Gefahr ist bei den verheirateten Dienstamtgehilfen größer als bei den ledigen?
5 Gemäß der zuvor erwähnten Statistik sind etwa 62 Prozent der Dienstamtgehilfen Väter. Bei ihnen ist die Gefahr, daß ihr Herz ‘durch die Sorgen des Lebens beschwert wird’, größer als bei den ledigen Brüdern (Lukas 21:34-36). Daher empfahl Paulus den ledigen Stand und schrieb: „Ich will, daß ihr ohne Sorge seid. Der Unverheiratete ist um die Dinge des Herrn besorgt, wie er dem Herrn wohlgefalle. Der Verheiratete aber ist um die Dinge der Welt besorgt, wie er seiner Frau wohlgefalle, und er ist geteilt. ... [Es] tut auch der gut, der seine Jungfräulichkeit in den Ehestand gibt, wer sie aber nicht in den Ehestand gibt, wird besser tun“ (1. Korinther 7:32-38).
6. Was müssen verheiratete Dienstamtgehilfen tun, und wer wäre imstande, ihnen hilfreiche Ratschläge zu geben?
6 Obwohl Jehovas Diener nicht glauben, daß Ehen im Himmel geschlossen werden, wissen sie, daß himmlische Weisheit nötig ist, um Eheprobleme zu lösen (Psalm 19:7; Sprüche 3:5, 6). Daher müssen sich verheiratete Dienstamtgehilfen so eng wie möglich an den Rat des Wortes Gottes halten. Sie müssen bei der Erfüllung ihrer familiären Verpflichtungen um Ausgeglichenheit bemüht sein und dürfen diese nie als Entschuldigung für eine Vernachlässigung ihrer theokratischen Pflichten in der Versammlung gebrauchen. Unter anderem ist ein gut durchdachter Zeitplan notwendig. Ältere und erfahrenere Ehepaare sollten imstande sein, jüngeren in dieser Beziehung hilfreiche Ratschläge zu geben, wenn sie darum gebeten werden.
7. (a) Wie könnte sich der Einfluß der Angehörigen eines Dienstamtgehilfen auf seine Bemühungen und seinen geistigen Fortschritt auswirken? (b) Was sollten Dienstamtgehilfen, die ans Heiraten denken, im Sinn behalten?
7 Eine große Hilfe für einen verheirateten Dienstamtgehilfen ist die Unterstützung von seiten seiner Familie. Natürlich können Angehörige, die seine Zeit und Aufmerksamkeit übermäßig stark beanspruchen oder in materieller Hinsicht ungebührlich fordernd sind, seinen geistigen Fortschritt behindern. Dagegen ist es ein wahrer Segen, wenn seine Bemühungen, ‘in vortrefflicher Weise zu dienen’, von seiner ganzen Familie unterstützt werden (1. Timotheus 3:13). Es ist also sehr wichtig, daß ein unverheirateter Dienstamtgehilfe bereits vor einer gefühlsmäßigen Bindung an eine voraussichtliche Ehepartnerin herauszufinden versucht, ob sie zum gemeinsamen geistigen Fortschritt beitragen würde.
Beruf und Materialismus
8. (a) Welche Gefahr besteht für einige Dienstamtgehilfen in Verbindung mit der weltlichen Arbeit? (b) Über welche Schriftstellen sollte man nachsinnen, um gegen den Materialismus besser ankämpfen zu können?
8 Gemäß der Statistik waren 8 von 10 Dienstamtgehilfen jünger als 60 Jahre. In den meisten Fällen verrichten sie noch weltliche Arbeit, um sich und ihre Angehörigen ernähren zu können. Fast 5 von 10 sind 20 bis 40 Jahre alt — ein Alter, in dem sich Männer in der Welt normalerweise in einem Beruf oder einer Karriere etablieren und auf berufliches Vorwärtskommen und finanzielle Sicherheit bedacht sind. Wenn du als Dienstamtgehilfe zu dieser Altersgruppe gehörst, dann unterschätze nie die Gefahr einer weltlichen, materialistischen Einstellung, die dich geistig schwächen kann. Denke vielmehr an die Worte des Paulus: „Wenn wir also Lebensunterhalt und Bedeckung haben, werden wir mit diesen Dingen zufrieden sein“ (1. Timotheus 6:8). Auch Jesus erteilte vorzüglichen Rat, der jedem von uns helfen kann, gegen den Materialismus anzukämpfen. Lies es in Matthäus 6:19-34 nach.
9. Was gebietet die Weisheit besonders jüngeren Dienstamtgehilfen, wenn man Matthäus 16:26 in Betracht zieht?
9 Besonders den jungen Dienstamtgehilfen sei gesagt: Macht euch doch ein realistisches Bild von den „erfolgreichen“ Männern, die einer weltlichen Karriere nachjagen oder Reichtum anhäufen, aber Jehova außer acht lassen. (Vergleiche Sprüche 16:3; 19:21.) Wäre es denn weise, sich nach nicht geistiggesinnten, materialistischen Personen auszurichten, deren Leben bald in der „großen Drangsal“ ausgelöscht werden wird? (Matthäus 24:21). Welcher Diener Jehovas möchte mit ihnen tauschen? „Denn welchen Nutzen“, sagte Jesus, „wird ein Mensch haben, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber seine Seele einbüßt?“ (Matthäus 16:26). Gewiß gebietet die Weisheit, sich eine sichere Zukunft in Jehovas Organisation aufzubauen, nicht eine sehr unsichere und kurzfristige in dieser sterbenden Welt, die in Satans Macht liegt (1. Johannes 5:19).
Untertanentreue gegenüber Gottes Königreich
10. Welchen Standpunkt vertritt die zunehmende „Jungmannschaft“ einschließlich der Dienstamtgehilfen in bezug auf politische Angelegenheiten?
10 In bezug auf Jehovas messianischen König heißt es prophetisch: „Dein Volk wird sich willig darbieten am Tag deiner Streitmacht. In der Pracht der Heiligkeit, aus dem Schoß der Morgenröte hast du, Tautropfen gleich, deine Jungmannschaft“ (Psalm 110:3). Diese Prophezeiung erfüllt sich seit 1914, und wer zu der zunehmenden „Jungmannschaft“ gehört, erkennt, daß er in erster Linie dem Königreich Gottes, das von dem verherrlichten König Jesus Christus regiert wird, treu sein muß. Diese Gott hingegebenen Personen einschließlich der Dienstamtgehilfen unterstehen also den „obrigkeitlichen Gewalten“ nur in relativem Sinne, denn bei einem Interessenkonflikt müssen sie „Gott, dem Herrscher, mehr gehorchen als den Menschen“ (Römer 13:1; Apostelgeschichte 5:29). Wie Jesus sagte, sind seine Nachfolger „kein Teil der Welt“ (Johannes 15:19; 18:36). Sie verhalten sich neutral gegenüber den politischen Angelegenheiten der Nationen, da sie erkennen, daß sie sonst an Gottes Königreich Verrat üben würden.
11. Wovon können Brüder, die wegen der Bewahrung der christlichen Neutralität leiden, überzeugt sein?
11 Was ist, wenn Dienstamtgehilfen oder andere ihren Arbeitsplatz oder gar ihre Freiheit verlieren, weil sie die christliche Neutralität bewahren? (Jesaja 2:2-4; Johannes 17:16). Sie wissen, daß ihre geistigen Brüder und Schwestern ihnen dann jede mögliche Unterstützung in geistiger Hinsicht und nötigenfalls auch in materieller Hinsicht zukommen lassen. Warum? Weil man sich in Jehovas Volk liebevoll umeinander kümmert. (Vergleiche Johannes 13:34, 35; 1. Korinther 12:24, 25.)
Mehr Erfahrung nötig
12. Was schließt es ein, ‘sich eine vortreffliche Stufe zu erwerben’?
12 Schätzungsweise ein Drittel der statistisch erfaßten Dienstamtgehilfen ist seit weniger als 10 Jahren in der Wahrheit. Offensichtlich haben diese Männer die Hilfe und die Anleitung der erfahreneren Glieder der Versammlung angenommen. Doch ‘sich eine vortreffliche Stufe zu erwerben’ schließt ein, weiterhin von anderen zu lernen und Erfahrung zu sammeln. Es bedeutet auch, sich ständig persönliche Ziele zu setzen und sie gewissenhaft zu erreichen zu suchen. Wenn du somit als Dienstamtgehilfe ernsthaft bemüht bist, nützliche Aufgaben wahrzunehmen, oder wenn du nach diesem Vorrecht strebst, dann gelten für dich die Fragen: Hast du dir einige persönliche Ziele gesteckt? Warum faßt du beispielsweise nicht den Entschluß, bis zu einem festgesetzten Datum die gesamte Bibel durchzulesen oder in bestimmten Monaten Hilfspionier zu sein?
13. Welcher Rat, den Timotheus erhielt, kann einem Bruder helfen, der Dienstamtgehilfe werden möchte oder bereits in diesem Amt dient?
13 Bist du noch jung an Jahren oder hast wenig Erfahrung, dann kannst du aus 1. Timotheus 4:12-15 Nutzen ziehen. Obwohl diese Worte an den jungen Aufseher Timotheus gerichtet waren, kann ein Großteil dessen, was Paulus dort über das Reden und den Wandel sagte, für jeden Bruder nützlich sein, der Dienstamtgehilfe werden möchte oder bereits in diesem Amt dient. Der Apostel schrieb: „Niemand blicke je auf deine Jugend herab. Im Gegenteil, werde ein Vorbild für die Treuen im Reden, im Wandel, in der Liebe, im Glauben, in der Keuschheit. Bis ich komme, widme dich weiterhin dem Vorlesen, dem Ermahnen, dem Lehren. Vernachlässige die Gabe in dir nicht, die dir durch eine Voraussage verliehen wurde und dadurch, daß dir die Körperschaft der älteren Männer die Hände auflegte. Sinne über diese Dinge nach; geh darin auf, damit dein Fortschritt allen Menschen offenbar werde.“ Woran mußt du besonders arbeiten, damit „dein Fortschritt allen Menschen offenbar werde“? Ermittle gebetsvoll, was du tun mußt, und tu es dann mit Jehovas Hilfe!
Mit Entmutigung fertig werden
14, 15. (a) Aus welcher biblischen Ermunterung können Dienstamtgehilfen Trost schöpfen, denen das Alter oder Krankheiten zu schaffen machen? (b) Wodurch können diese Männer andere in der Versammlung ermuntern?
14 Sehr viele Dienstamtgehilfen haben nicht mehr die Probleme, mit denen junge Männer zu kämpfen haben. Ihnen macht das Alter oder Krankheiten zu schaffen, und das kann zu Entmutigung führen. Aber diejenigen, die geistig stark bleiben, können aus folgenden Worten, die Paulus an andere gesalbte Christen schrieb, Trost schöpfen: „Wir [lassen] nicht nach, sondern wenn auch der Mensch, der wir äußerlich sind, verfällt, wird gewiß der Mensch, der wir innerlich sind, von Tag zu Tag erneuert. Denn obwohl die Drangsal von kurzer Dauer und leicht ist, bewirkt sie für uns eine Herrlichkeit, die an Gewicht immer mehr alles Maß übertrifft und ewig dauert, während wir unseren Blick nicht auf die Dinge gerichtet halten, die man sieht, sondern auf die Dinge, die man nicht sieht. Denn die Dinge, die man sieht, sind zeitlich, die Dinge aber, die man nicht sieht, sind ewig“ (2. Korinther 4:16-18). Jehovas Diener mit irdischer Hoffnung haben ebenfalls eine sehr ermutigende Aussicht: ewig in einem irdischen Paradies zu leben (Lukas 23:43; Johannes 17:3).
15 Somit haben die Dienstamtgehilfen, die gesundheitshalber oder aus Altersgründen nicht soviel tun können wie andere, guten Grund, sich eine freudige und positive Einstellung zu bewahren. Das spiegelt Wertschätzung für die Wahrheit und tiefen Glauben an Dinge wider, die ewigen Bestand haben. Ein solch vortrefflicher Geist, verbunden mit demütigem Dienst, wird sich sehr zum Nutzen und zur Ermunterung aller in der Versammlung auswirken.
16. Warum sollte ein Dienstamtgehilfe nicht entmutigt sein, wenn er nicht zum Ältesten ernannt wird?
16 Wenn du Dienstamtgehilfe bist, dann strebe weiterhin nach dem „Amt eines Aufsehers“, indem du deine Lehrfähigkeit und deine geistige Befähigung verbesserst (1. Timotheus 3:1). Sei jedoch nicht entmutigt, wenn du nicht schnell zum Ältesten ernannt wirst. Bedenke, daß du als Dienstamtgehilfe, der sich seiner Pflichten „in vortrefflicher Weise“ annimmt, einer nützlichen Sache dienst und ein wahrer Segen für die Versammlung bist. Es ist ein großes Vorrecht, auf irgendeine Weise in Jehovas Organisation zu dienen und Mitgläubigen zu helfen, dem Auftrag, das Königreich zu predigen, nachzukommen (Matthäus 24:14; 28:19, 20).
Wie andere helfen können
17. Welche Art Hilfe kann ein Dienstamtgehilfe von seiner Frau und seinen Kindern erhalten?
17 Da alle Glieder des Volkes Jehovas wissen, welch nützlichen Aufgaben Dienstamtgehilfen nachkommen, sollten sie den Wunsch haben, sie in ihren Bemühungen zu unterstützen. Zum Beispiel fällt es einem solchen Mann viel leichter, weiterhin „in vortrefflicher Weise“ zu dienen, wenn seine Frau und seine Kinder mit dem Lebensnotwendigen zufrieden sind und nicht in großem Luxus leben möchten, was zusätzlichen Einsatz bei der weltlichen Arbeit erfordern würde (1. Timotheus 6:6-8).
18. (a) Wie können Älteste Dienstamtgehilfen helfen? (b) Warum ist eine gute Kommunikation zwischen Ältesten und Dienstamtgehilfen wichtig?
18 Älteste können Dienstamtgehilfen helfen, indem sie ihnen die nötige Anleitung geben und sie beraten. Wenn dann Verbesserungen erreicht worden sind, sollte es nicht an aufrichtigem Lob fehlen. Älteste können beispielsweise Dienstamtgehilfen im Predigtdienst begleiten, sie beim Vorbereiten von Vorträgen unterstützen und sie an ihrem christlichen Erfahrungsschatz teilhaben lassen. Offensichtlich ist eine solche Unterstützung und Kommunikation manchmal vernachlässigt worden. Als beispielsweise ein Dienstamtgehilfe vom Kreisaufseher wegen seines schwachen Einsatzes im Predigtdienst angesprochen wurde, erwiderte er: „Warum fragst du danach? Mein Zeiteinsatz war schon immer schwach. Bis jetzt hat aber keiner mit mir so richtig darüber gesprochen.“ Älteste, die Dienstamtgehilfen praktischen, liebevollen Rat erteilen und ihnen geduldig bei der Bewältigung von Problemen helfen, erleben oft die Freude, hervorragende Ergebnisse zu sehen.
19. Wie können alle in der Versammlung den Dienstamtgehilfen helfen, ihre „vortreffliche Stufe“ zu bewahren?
19 Eigentlich können alle in der Versammlung den Dienstamtgehilfen helfen, ihre „vortreffliche Stufe“ zu bewahren. Wie? Indem sie mit ihnen zusammenarbeiten und von Herzen kommende Wertschätzung für ihre Arbeit bekunden. Ebenso, wie normalerweise alle Glieder des menschlichen Körpers zusammenarbeiten, damit die physische Gesundheit erhalten bleibt, müssen alle Glieder der Versammlung zusammenarbeiten, um sich ihre gute geistige Gesundheit zu bewahren. (Vergleiche 1. Korinther 12:24, 25.) Um dieses Ziel zu erreichen, leisten hart arbeitende Dienstamtgehilfen sehr viel, indem sie nützliche Aufgaben wahrnehmen und eine „vortreffliche Stufe“ bewahren. Mögen sie und alle anderen loyalen Zeugen Jehovas nach einer Zukunft in ewigem Glück Ausschau halten und vereint fortfahren, das Herz des „glücklichen Gottes“ zu erfreuen (1. Timotheus 1:11; Sprüche 27:11).
Erkläre bitte:
◻ Mit welchen Problemen können Dienstamtgehilfen konfrontiert werden?
◻ Was können Frau und Kinder eines Dienstamtgehilfen tun, um ihm zu helfen?
◻ Was können Älteste tun, um Dienstamtgehilfen beizustehen?
◻ Was kann jeder in der Versammlung tun, um Dienstamtgehilfen zu helfen?
-