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Legst du gründlich Zeugnis ab?Der Wachtturm 1966 | 15. Mai
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denn, so viele von uns reif sind, diese Gesinnung haben; und wenn ihr in irgendeiner Hinsicht geistig anders geneigt seid, wird Gott euch die obenerwähnte Gesinnung offenbaren. Auf jeden Fall laßt uns in dem Maße, in dem wir Fortschritte gemacht haben, fortfahren, nach derselben festen Ordnung zu wandeln.“ (Phil. 3:13-16) Möchtest du nicht auch ewig unter einem neuen System der Dinge auf einer paradiesischen Erde leben? Siehst du nun ein, wie wichtig es ist, von Gottes Königreich zu hören und sich durch nichts davon abhalten zu lassen, diese so nutzbringende Erkenntnis in sich aufzunehmen?
19, 20. (a) Wie sollte der Prediger eingestellt sein, der von Gottes Königreich gründlich Zeugnis ablegt? (b) Wie sollten Personen, die die Botschaft hören, eingestellt sein?
19 Ja, die Beachtung der von Jesus und den Aposteln niedergelegten Grundsätze kann sich für alle „Menschen guten Willens“ in sittlicher Hinsicht, in der Ehe, im Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer und in bezug auf die Aussicht, ewiges Leben zu erlangen, zum Segen auswirken. Glaubst du das nicht auch? Möchtest du nicht auch an diesem Segen teilhaben’
20 Es ist daher für uns alle, die wir die Königreichsbotschaft hören, überaus wichtig, daß wir vernünftig und gegen uns ehrlich sind und uns im täglichen Leben an diese göttlichen Grundsätze halten. Die heutigen Prediger der Neuen-Welt-Gesellschaft sind entschlossen, weiterhin ebenso eifrig, gründlich und überzeugend zu predigen, wie Paulus es tat, damit auch sie für ihren Glauben, ihre vortrefflichen Werke und ihre Beharrlichkeit bekannt werden. Das wird sich für sie und für alle, die auf sie hören, zum Segen auswirken. (1. Tim. 4:16) Aus all dem ersehen wir, daß das gründliche Zeugnisablegen von der Königreichsbotschaft zu unvorstellbaren Segnungen führt. Solltest du also wieder einmal Gelegenheit erhalten, die Königreichsbotschaft zu hören, so lehne sie nicht ab; nimm sie an. Nutze die Gelegenheit aus, und höre diesen Gott hingegebenen Christen unvoreingenommen zu, und wir sind überzeugt, daß du dich später mit Freuden an den Tag erinnern wirst, an dem du das getan hast!
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Täglich mit Gott wandeln und redenDer Wachtturm 1966 | 15. Mai
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Täglich mit Gott wandeln und reden
WIE kann von Menschen, die doch nur wie Punkte auf der Erde sind, gesagt werden, sie würden mit Gott wandeln? Ja, Gott gebietet uns sogar, mit ihm zu wandeln: „Er hat dir kundgetan, o Mensch, was gut ist; und was fordert Jehova von dir, als Recht zu üben und Güte zu lieben und demütig zu wandeln mit deinem Gott?“ — Micha 6:8.a
Warum gebietet uns denn Jehova Gott, mit ihm zu wandeln, und wie ist das möglich? Als höchster Herrscher hat er das Recht, uns das zu gebieten, und er tut es, weil er möchte, daß im Universum Frieden, Ordnung und Harmonie herrschen, und weil ihm unser Wohl am Herzen liegt. Wir wandeln mit Gott, wenn wir uns von seinen gerechten Grundsätzen leiten lassen, wenn wir sein Ziel, die Rechtfertigung seines Namens, zu unserem Ziel machen und wenn wir uns jederzeit so benehmen, als sähen wir den Unsichtbaren. — Hebr. 11:27.
Um mit Gott zu wandeln, müssen wir drei mächtigen Feinden widerstehen. Wer oder was sind diese Feinde? Satan, der Teufel, die gegenwärtige böse Menschenwelt und die unserem Fleisch anhaftende Sünde. Wollen wir mit unserem Gott wandeln, so müssen wir uns unablässig vor diesen Feinden hüten. Da wir aus eigener Kraft und mit unserer Weisheit diesen Feinden niemals standhalten könnten, hat uns Gott eine dreifache Hilfe gegeben: sein Wort, seine sichtbare Organisation und seinen heiligen Geist. Sie helfen uns erkennen und verstehen, wie wir mit Gott wandeln müssen, sie machen uns auf die uns drohenden Gefahren aufmerksam, stärken unseren Glauben und unsere Hoffnung und flößen uns Mut ein. Mit ihrer Hilfe können wir ebenso mit Gott wandeln, wie es die Treuen der vorchristlichen Zeit sowie Jesus Christus und seine ersten Jünger taten. — Ps. 119:105; Sach. 4:6; Matth. 24:45-47
Bevor wir mit Gott wandeln können, müssen wir jedoch mit ihm übereinkommen. (Amos 3:3) Mit anderen Worten, wir müssen uns ihm hingeben, um seinen Willen zu tun, und müssen uns zum Zeichen dieser Hingabe taufen lassen. Haben wir einmal ein solches Gelübde abgelegt, so sind wir verpflichtet, es zu erfüllen. — Pred. 5:4-6.
Während wir unablässig mit Gott wandeln, müssen wir Recht üben. Wir müssen sorgfältig darauf achten, daß wir anderen gegenüber in allem, sei es in bezug auf Zeit, Geld, Kraft oder unseren persönlichen Einfluß, ehrlich, aufrichtig und unparteiisch sind. Wir dürfen andere nicht ausnutzen oder übervorteilen, nur weil sie unter unserem Einfluß stehen oder weil sie besonders freigebig sind oder gewisse Schwächen haben. Wir müssen, was die Handlungsweise anderer betrifft, auch Güte lieben, das heißt, wir müssen barmherzig und zum Vergeben bereit sein. Ja, gegen uns selbst müssen wir streng sein, gegenüber anderen jedoch nachsichtig.
Um mit Gott zu wandeln, müssen wir ferner demütig sein. Wenn wir bedenken, mit wem wir wandeln, ist Demut bestimmt am Platze. Demütig zu sein ist auch weise, denn es bewahrt uns davor, vermessen zu sündigen. — Ps. 19:13; Spr. 11:2, NW.
Während wir mit Gott wandeln, sollten wir auch mit ihm reden, und das tun wir, wenn wir beten. Wir sollten jedoch nicht denken, das Gebet sei ein Zwiegespräch. Nein, Gott spricht zu uns durch sein Wort, und wir reden im Gebet mit ihm, wobei wir ihn lobpreisen, ihm danksagen und ihm unsere Bitten vortragen. Wir sollten auch nicht nur regelmäßig zu bestimmten Zeiten, wie vor und nach den Mahlzeiten, beim Aufstehen und vor dem Schlafengehen, mit Gott reden, sondern auch gelegentlich, wann immer sich uns Gelegenheit bietet. Wir sollten ihn jederzeit, wenn wir in Not sind, um Weisheit und Kraft bitten und stets bereit sein, ihm für die uns erwiesene unverdiente Güte zu danken. Dadurch, daß wir mit Gott reden, beweisen wir, daß wir an ihn und an seine Güte glauben. — Ps. 103:2; Hebr. 11:6.
Gemäß Philipper 4:6 sollten wir „in allem durch Gebet und Flehen zusammen mit Danksagung“ unsere „Bitten bei Gott bekanntwerden“ lassen. Bedeutet das, daß wir in unseren Gebeten auch Dinge wie Arbeitslosigkeit, Krankheit und Familiensorgen erwähnen können? Jawohl. Das heißt nicht, daß wir Gott darum bitten, Wunder zu wirken, sondern wir dürfen ihn um Weisheit und Kraft bitten, damit wir unter den gegebenen Umständen das Beste tun und ausharren können. Wir sollten auch danach streben, daß unsere Gebete ausdrucksvoll und abwechslungsreich sind; wir dürfen nicht mechanisch beten, ohne viel dabei zu denken und ohne innere Anteilnahme; unsere Gebete sollten nicht nur Worte sein.
Darüber hinaus gilt es zu beachten, daß wir täglich mit Gott wandeln und reden sollten. Da uns Gott tagtäglich segnet, sollten wir tagtäglich die gelegene Zeit auskaufen, um Gottes Wort zu predigen. Ja, wir sollten stets dem Rat nachkommen: „Ob ihr eßt oder trinkt oder sonst etwas tut, tut alles zur Verherrlichung Gottes.“ Das sollten wir auch tun, wenn wir mit Gott reden, denn wir sind angewiesen, „unablässig“ zu beten. — 1. Kor. 10:31; 1. Thess. 5:17; Eph. 5:15, 16.
Glücklich jene, die Recht üben, Güte lieben und demütig bleiben, während sie mit Gott wandeln und reden!
[Fußnote]
a Eine ausführlichere Betrachtung dieses Themas ist in der Wachtturm-Ausgabe vom 1. Mai 1963 erschienen.
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Gebraucht Petrus heute noch die „Schlüssel des Königreiches“?Der Wachtturm 1966 | 15. Mai
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Gebraucht Petrus heute noch die „Schlüssel des Königreiches“?
MIT der Unterstützung einiger religiöser Systeme der Christenheit glaubt man allgemein, daß Petrus der „Himmelspförtner“ sei und daß Petrus jemanden durch die „Himmelspforte“ hereinlassen oder dort zurückweisen könne. Es stimmt, daß Petrus jetzt im Himmel ist, denn er war ein treuer Jünger und Apostel Jesu Christi und starb in Treue. Er mußte jedoch so wie der treue Apostel Paulus viele Jahrhunderte lang bis zum zweiten Kommen Jesu Christi zum geistigen Tempel Gottes tot im Grabe warten. (2. Tim. 4:8) Im Jahre 1918 wurde er zusammen mit anderen treuen Gliedern der Versammlung Christi, die vor diesem Zeitpunkt gestorben waren, in die Himmel auferweckt. Aber Petrus ist kein „Himmelspförtner“. Jene, die in die Himmel in Christi Gegenwart auferweckt
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