-
Rebekka — von Jehova gesegnetDer Wachtturm 1980 | 15. November
-
-
als Esau. Dieser verschmäht nach einiger Zeit sogar sein Erstgeburtsrecht (1. Mose 25:28-34). Die Jahre vergehen, und es kommt der Tag, an dem Rebekka persönliche Schritte unternimmt, um im Einklang mit Jehovas prophetischer Verheißung zu handeln. Sie hört, daß ihr an Jahren fortgeschrittener und schon blinder Mann Isaak seinen erstgeborenen Sohn Esau herbeiruft. Bevor Isaak stirbt, möchte er seinen Nachfolger auswählen und segnen. In Vorbereitung für den Segen sendet Isaak Esau hinaus, um ein Stück Wild zu töten und daraus für ihn ein schmackhaftes Mahl zu bereiten (1. Mose 27:1-4).
Da Rebekka weiß, daß Jehova nicht Esau für den Segen auserwählt hat, versucht sie, den begehrten Segen für Jakob zu sichern. Während Esau ein Stück Wild jagt, gibt sie Jakob Anweisungen, wie er den Segen, der rechtmäßigerweise ihm gehört, erlangen kann. Jakob protestiert, denn er fürchtet, daß ihn sein blinder Vater beim Berühren erkennen und ihn dann verfluchen würde. Aber Rebekka ist entschlossen wie immer. „Auf mich komme der dir zugedachte Fluch, mein Sohn“, sagt sie vertrauensvoll. „Nur höre auf meine Stimme.“ Dies tat Jakob dann auch (1. Mose 27:5-14).
Danach gibt Rebekka Jakob Kleidung von Esau zum Anziehen, die den Geruch des Waldes, des Feldes und der Erde an sich hat. Sie legt auch weiche, seidige Felle junger Ziegenböckchen über Jakobs glatte Hände und über seinen glatten Hals, damit Isaak glaubt, er fühle Esaus Hände. Jakob kommt mit dem schmackhaften Mahl, das seine Mutter bereitet hat, zu Isaak. Rebekkas Plan gelingt. Jakob erhält den Segen seines Vaters und wird somit als rechtmäßiger Erbe Isaaks und Abrahams eingesetzt (1. Mose 27:15-29).
Später, als Rebekka von Esaus Plan, Jakob zu töten, erfährt, unternimmt sie entschlossen wieder etwas, um Jakob zu helfen. Sie ermuntert Isaak dazu, Jakob in ihr Heimatland zu schicken, um sich eine Frau zu suchen, was Isaak dann auch tut. Rebekka weiß, wie wichtig eine gute Frau für Jakob ist. Ihr und auch Isaak hat Esau großen Schmerz bereitet, dadurch, daß er sich zwei Frauen von den verhaßten Kanaanitern genommen hat (1. Mose 26:34, 35; 27:41-46; 28:1-5).
Rebekka muß Jakob nach seinem Weggang sehr vermißt haben. Vielleicht hat sie gehofft, daß er bald wieder zurückkehren würde. Aber Jakob blieb 20 Jahre lang fort. Die Bibel berichtet nichts davon, daß Rebekka ihren geliebten Sohn noch einmal wiedergesehen hat. Wenn nicht, welche Freude wird es für Rebekka und Jakob sein, sich nach der Auferstehung wiederzusehen! Wie begeisternd wird es für Rebekka sein, von ihrem großen Vorrecht zu erfahren, ein Bindeglied zu dem verheißenen Messias oder Christus gewesen zu sein!
Ja, die schöne Rebekka, die rege und entschlossen war und die Jehovas Wohlgefallen erlangt hatte, ist heute ein gutes Beispiel für junge Mädchen, Ehefrauen und Mütter. Ihr Glaube war in der Tat lobenswert.
-
-
Kannst du dich noch erinnern?Der Wachtturm 1980 | 15. November
-
-
Kannst du dich noch erinnern?
Hast du die letzten Wachtturm-Ausgaben sorgfältig gelesen? Wenn ja, dann wirst du dich zweifellos an die folgenden Gedanken erinnern:
● Bleibt es dem einzelnen überlassen, für welche Hoffnung er sich entscheiden möchte, ob für die himmlische oder die irdische?
Nein. Bevor man überhaupt eine biblisch begründete Hoffnung hegen kann, muß man sich entschließen, fortan Gottes Willen zu tun; man muß sich Gott rückhaltlos hingeben und sich taufen lassen. Durch die Wirksamkeit des heiligen Geistes sorgt Jehova dafür, daß sein Wille geschieht. Voraussichtliche Glieder der „kleinen Herde“ hat dieser Geist mit einer himmlischen Hoffnung erfüllt. Aber auch die „große Volksmenge“, die heute eingesammelt wird und die Aussicht auf ewiges Leben auf der Erde hat, empfängt Gottes Geist (Luk. 12:32; Röm. 8:14-17) (1. 3., S. 32).
● Wie sollten wir reagieren, wenn uns jemand falsche Beweggründe unterstellt?
Man sollte deshalb nicht beleidigt sein (Pred. 7:9). Als Christen sollten wir den Wunsch haben, Gott nachzuahmen, der Selbstbeherrschung übt, wenn man ihn anklagt. Er wird uns trösten, und wir werden glücklich sein, wenn wir weiterhin ‘auf Jehova vertrauen und Gutes tun’ (Ps. 37:3). Wenn er uns rechtfertigen möchte, kann er dies zur rechten Zeit tun (1. 7., S. 14).
● Welchen „Schmerz“ wird es bei den irdischen Untertanen des Königreiches Gottes nicht mehr geben?
Die Verheißung, daß kein Schmerz mehr sein wird, bedeutet nicht, daß die irdischen Untertanen des Königreiches völlig schmerzunempfindlich werden würden (Offb. 21:4). Das Empfindungsvermögen für physische Schmerzen kann nützlich sein. Aber seelische und krankheitsbedingte physische Schmerzen, die die Folge von Sünde und Unvollkommenheit sind, werden in dem Sinne ‘nicht mehr sein’, daß ihre Ursachen beseitigt sein werden (15. 7., S. 5).
● Welche grundlegende Möglichkeit haben Christen, ihre Liebe zu Gott und zum Nächsten zu beweisen?
Das Predigen der „guten Botschaft“ ist eine grundlegende Möglichkeit, zu zeigen, daß wir Gott mit ganzem Herzen, ganzer Seele, ganzer Kraft und ganzem Sinn lieben (Luk. 10:27). Mitmenschen über die „gute Botschaft“ zu belehren ist eine der vorzüglichsten Äußerungen der Liebe zu ihnen, weil ihnen dadurch geholfen wird, in ein gutes Verhältnis zu Jehova zu gelangen (15. 7., S. 28).
● Worin besteht der Gewinn eines Jüngers Jesu Christi, der sich Gott hingibt und sich taufen läßt?
Er hat das befriedigende Bewußtsein, das zu tun, was Jehova Gott und Jesus Christus gutheißen. Auch erhält er in geistigem Sinne Brüder, Schwestern, Mütter und Kinder (1. 8., S. 14).
● Was ist „Babylon die Große“, und warum sollte man dem Ruf Folge leisten: „Geht aus ihr hinaus.“?
„Babylon die Große“ ist das Weltreich der falschen Religion. Nur dadurch, daß man es verläßt, kann man der Vernichtung entgehen, die in der bevorstehenden „großen Drangsal“ über dieses Weltreich kommt (Matth. 24:21; Offb. 18:4). Die Zeit drängt, „Babylon die Große“ zu verlassen, aus ihr ‘hinauszugehen’, da dies nicht mehr möglich sein wird, wenn sich ihre früheren politischen Liebhaber gegen sie wenden (Offb. 17:15-18) (15. 8., S. 17, 18).
● Warum können wir als Jehovas Volk erwarten, daß Gott unsere Gebete erhört?
Er ist der „Hörer des Gebets“ und fordert uns auf zu beten (Ps. 65:2; Röm. 12:12). Außerdem können wir uns vertrauensvoll im Gebet an Jehova wenden, weil sein Name damit in Verbindung steht; er kennt unsere Grenzen und möchte uns helfen, und er wird unsere Gebete erhören, weil wir unsere Lauterkeit bewahrt haben (1. 9., S. 17, 18).
● Kann es sein, daß es in einer Christenversammlung eine für das rechte christliche Wachstum nicht zuträgliche Umwelt gibt?
Ja, man kann in eine Umwelt oder Gesellschaft geraten, die in geistiger Hinsicht nicht sehr förderlich ist. Zum Beispiel mögen Personen, die erst vor kurzer Zeit aus der Welt herausgekommen sind und ihre Hingabe an Gott durch die Taufe symbolisiert haben, eine gewisse weltliche Gesinnung in die Versammlung hineintragen. Wir sollten daher auf unseren Umgang achten, denn die Umwelt, in der der „Same“ unserer Wesenszüge eingebettet ist und durch die er ernährt wird, kann uns ebenso beeinflussen wie die Ackerkrume die Saat, und sie kann uns sozusagen zu einer dürftigen Abart dessen machen, was erwartet wurde, als wir als Christen zu „säen“ begannen (15. 9., S. 19, 20).
● Wird der neue Bund ein Ende haben?
Ja, der durch Christus Jesus vermittelte neue Bund wird ein Ende haben, wenn sein Zweck erfüllt ist, der darin besteht, 144 000 geistige Söhne Gottes hervorzubringen. Das wird dann der Fall sein, wenn alle diese Gesalbten zu unsterblichem, himmlischem Leben auferweckt worden sind. Doch die auf der Erde Lebenden werden ewig aus dem neuen Bund Nutzen ziehen, weil die 144 000 dann mit Christus tausend Jahre in seinem Königreich über die Erde herrschen und Jesu Loskaufsopfer anwenden werden, während die Menschen wieder vollkommen gemacht werden mit der Aussicht auf ewiges Leben (1. 10., S. 31).
-
-
Fragen von LesernDer Wachtturm 1980 | 15. November
-
-
Fragen von Lesern
● In Kolosser 3:23 werden Christen aufgefordert, ihren Herren „mit ganzer Seele als für Jehova und nicht für Menschen“ zu dienen. Heißt das, daß weltliche Arbeit, die wir „als für Jehova“ verrichten, ein Teil unseres heiligen Dienstes ist?
Das griechische Wort latréia, das in der Neuen-Welt-Übersetzung mit „heiliger Dienst“ wiedergegeben wird, bezeichnet einen Gott gewidmeten Dienst (Röm. 12:1). Jesus selbst zeigte, daß es dabei vor allem darum geht, Jehova ergeben zu sein (Matth. 4:8-10; Luk. 4:5-8). Es ist ein Dienst, der darauf abzielt, die Interessen des Königreiches Jehovas zu fördern.
In alter Zeit brachte das Gott hingegebene Volk Israel im Gehorsam gegenüber den Geboten des Gesetzesbundes „heiligen Dienst“ dar, um „ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation“ für Jehova zu werden (2. Mose 19:5, 6). Dieser Dienst schuf Vor- und Schattenbilder von Wirklichkeiten, die später, unter der Vorkehrung des neuen Bundes, in Verbindung mit Gottes Königreich unter Christus Jesus in Erscheinung
-