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  • Das bevorstehende Festmahl für alle Völker
    Der Wachtturm 1965 | 15. April
    • Tages ... ‚von Milliarden halb verhungerten Bauern überschwemmt ist, die zu einem kurzen, elenden, von Haß und Hunger gezeichneten Leben verurteilt sind‘ ... Die ‚größere Hälfte der Weltbevölkerung‘, die in dichtbesiedelten Gebieten lebt und unter der ‚Krankheit, Armut und Analphabetentum‘ vorherrschen, ist nahe daran zu ‚explodieren‘, schrieb Professor Notestein.“

      9 Einige Wochen später schrieb der Rubrikjournalist Krock unter der Überschrift „Das größte Weltproblem findet eine gewisse Beachtung“ folgendes: „Die Formeln für eine herrliche Zukunft ... erwähnen mit keinem Wort die Tendenz, die, wenn sie nicht gesteuert wird, dazu führen könnte, daß die Zahl der Bewohner, die unser Planet ernähren kann, bis zum Jahre 2000 um Millionen überschritten wäre. Man spricht in diesem Zusammenhang passenderweise von der ‚Bevölkerungsbombe‘, denn diese ‚Bombe‘ hat die explosive Kraft, die Bevölkerungszahl gewisser Länder, die ihre Einwohner schon heute nicht richtig unterbringen, nicht richtig ernähren, nicht richtig beschäftigen können usw., zu verdoppeln ... ‚Von diesem Problem nicht zu reden, weil es zu Auseinandersetzungen führen könnte und unbequem ist, ist ein Luxus ..., den wir uns nicht leisten können.‘“ — New York Times vom 2. Oktober und 13. November 1959.

      10. Ist es daher unvernünftig, von einem bevorstehenden „Festmahl für alle Völker“ zu sprechen, und wovon hängt die richtige Beantwortung dieser Frage ab?

      10 Angesichts dieser Entwicklung in der Welt scheint es bestimmt unvernünftig, von einem „bevorstehenden Festmahl für alle Völker“ zu sprechen. Ist es aber wirklich so unvernünftig? Wenn dieses Festmahl von den vereinten Anstrengungen der Nahrungsmittel­produzenten, der Politiker, der Religionsführer, der Soziologen und der Wissenschaftler abhinge, dann wäre es allerdings sinnlos davon zu reden. Es hängt jedoch nicht von Menschen ab, die zu den Nationen gehören, unter denen seit 1914 „Angst und Bangen“ herrschen, wie Jesus Christus es vor neunzehnhundert Jahren vorhersagte, und die „weder aus noch ein wissen“. (Luk. 21:25) Es hängt von dem allmächtigen Gott ab, der uns und den Planeten, auf dem wir wohnen, geschaffen hat. Seine liebende Güte zu seiner menschlichen Schöpfung veranlaßte ihn, dieses reichhaltige Festmahl zu verheißen. Er ließ diese Verheißung niederschreiben, damit wir sie mit unseren eigenen Augen lesen könnten, ja er fügte ihr sogar seinen Namen hinzu, und daher muß er sie um seines Namens willen erfüllen.

      11. Welche Frage sollten wir uns daher nun stellen, und warum?

      11 Gott hat bisher noch nie versäumt, eine Verheißung zu ihrer Zeit zu erfüllen. Seine Zuverlässigkeit bürgt dafür, daß er auch die Verheißung, allen Völkern ein Festmahl zu bereiten, erfüllen wird. Jeder einzelne von uns sollte sich daher nun allen Ernstes fragen: „Bin ich bereit, Gottes Einladung zu diesem Festmahl anzunehmen?“ Sofern du bereit bist, kannst du es nun beweisen, indem du dir die gute Botschaft von dieser Verheißung mit der nötigen Aufmerksamkeit anhörst. Bist du aber wirklich daran interessiert?

      WANN SIE SICH ERFÜLLT

      12, 13. Was verhieß Jehova gemäß Jesaja 25:6, und welche Frage erhebt sich im Hinblick auf den Ort, wo dieses Mahl stattfinden soll?

      12 Nehmen wir also die Bibel zur Hand. Wenn wir den sechsten Vers des fünfundzwanzigsten Kapitels der Prophezeiung Jesajas aufschlagen, lesen wir folgende in Gottes Namen und unter seiner Inspiration aufgezeichneten Worte: „Und Jehova der Heerscharen wird auf diesem Berge allen Völkern ein Mahl von Fettspeisen bereiten, ein Mahl von Hefenweinen [abgelagerten Weinen, Me], von markigen Fettspeisen, geläuterten Hefenweinen.“

      13 Beachten wir, daß Jehova dieses üppige Mahl an einem Ort zu bereiten verhieß, den er „diesen Berg“ nannte. Es gibt viele Berge auf der Erde. Welcher ist aber hier gemeint? Der, an dem Jehova der Heerscharen am meisten interessiert ist.

      14. Welchen Berg kennzeichnet Jesaja 24:23 als diesen Berg, und warum werden Mond und Sonne sozusagen beschämt werden?

      14 Jehova Gott kündigte dieses Mahl für alle Völker ursprünglich in hebräischer Sprache an. In seinen Worten, die im hebräischen Text weniger als zehn Zeilen vor diesem Vers (Jes. 25:6) erscheinen, finden wir den Namen des Berges, auf dem das Festmahl stattfinden wird. Wir lesen dort über Gottes Königreich: „Und der Mond wird mit Scham bedeckt und die Sonne beschämt werden; denn Jehova der Heerscharen herrscht als König auf dem Berge Zion und in Jerusalem, und vor seinen Ältesten ist Herrlichkeit.“ (Jes. 24:23) Das Königreich Gottes wird so herrlich sein, daß sich weder der leuchtende Vollmond noch die strahlende Mittagssonne mit seiner Herrlichkeit messen können. Sie werden sozusagen beschämt werden.

      15, 16. Haben die Menschen recht, wenn sie das verheißene Festmahl nicht mit dem Zionismus oder dem heutigen irdischen Jerusalem in Verbindung bringen? Wie begründest du deine Antwort?

      15 Bei der Erwähnung des Berges Zion mögen viele Menschen denken, dieses Festmahl habe etwas mit dem Zionismus zu tun. Sie täuschen sich aber. Es hat nichts mit der als Zionismus bekannten politischen Bewegung zu tun, die im Jahre 1897 von Juden aus aller Welt gegründet wurde, jedoch längst nicht von allen Juden anerkannt oder unterstützt wird.

      16 Es hat auch nichts mit dem heutigen Jerusalem zu tun, dessen befestigte Altstadt nun im Besitz der Moslems ist, während der außerhalb der ummauerten Stadt im Westen gelegene neuere Stadtteil die Hauptstadt der jüdischen Republik Israel bildet. Auch liegt der Berg Zion, auf dem ursprünglich die Stadt Davids gebaut war, nicht innerhalb der Mauern der heutigen mohammedanischen Stadt Jerusalem, obwohl er noch zum mohammedanischen Königreich Jordanien gehört. Die Menschen haben daher recht, wenn sie das von Gott verheißene Festmahl für alle Völker nicht mit der politischen Bewegung der Zionisten oder dem heutigen Jerusalem in Verbindung bringen.

      17. Warum könnte man heute an der Bedeutung dieser Verheißung eines Festmahls zweifeln, und wer hilft uns, festzustellen, wann sich diese Verheißung erfüllt?

      17 Könnte denn die Erfüllung der göttlichen Verheißung von einem Festmahl für alle Völker noch mit einem anderen Berg Zion und mit einem anderen Jerusalem in Verbindung stehen? Gott verhieß dieses Festmahl schon vor langer Zeit. Er gab diese Verheißung durch seinen Propheten Jesaja ungefähr im Jahre 732 vor unserer Zeitrechnung, das heißt vor etwa 2696 Jahren, denn um jene Zeit war das prophetische Buch Jesaja vollendet. Wie können wir wissen, ob diese alte Prophezeiung heute noch irgendwelchen Wert hat? Was gibt uns die Gewißheit, daß sie sich in unserer Zeit oder in absehbarer Zukunft erfüllen wird? Glücklicherweise hilft uns das unter Inspiration gesprochene oder geschriebene Wort, eine befriedigende Antwort auf diese Frage zu erhalten. Wie denn? Nun, einer der inspirierten Bibelschreiber war der christliche Apostel Paulus. Er hilft uns durch seine inspirierten Schriften ganz besonders, die rechte Antwort zu finden.

      18. Wie hilft uns dieser Mann festzustellen, wann sich diese Prophezeiung erfüllt?

      18 Dieser Paulus, der erst nach dem Tod und der Auferstehung Jesu (im Jahre 33 unserer Zeitrechnung) ein Christ geworden war, schrieb um das Jahr 55 an die Christenversammlung in Korinth (Griechenland) einen inspirierten Brief. In diesem Brief führte er Worte aus dem fünfundzwanzigsten Kapitel des Buches Jesaja an, die der Prophezeiung über das Festmahl unmittelbar folgen. Was sagte denn Jehova Gott, nachdem er das bevorstehende Festmahl für alle Völker angekündigt hatte? Er wies nochmals auf „diesen Berg“ hin und fügte dann die bemerkenswerten Worte hinzu: „Und er wird auf diesem Berge den Schleier vernichten, der alle Völker verschleiert, und die Decke, die über alle Nationen gedeckt ist. Den Tod verschlingt er auf ewig; und der Herr, Jehova, wird die Tränen abwischen von jedem Angesicht, und die Schmach seines Volkes wird er hinwegtun von der ganzen Erde. Denn Jehova hat geredet.“ (Jes. 25:7, 8) Ganz bestimmt wird die Erfüllung dieser Prophezeiung allen Nationen zum Segen sein.

      19. Welche bedeutsamen Worte führt Paulus an, und in welchem Zusammenhang?

      19 In seinem Brief an die Korinther Versammlung spricht der Apostel Paulus eingehend über die Auferstehung von den Toten. Er bringt seine Ausführungen über die Auferstehung der geistigen Christen zu einem begeisternden Höhepunkt, indem er Jesaja 25:8 teilweise anführt und anwendet. Er sagt: „Denn die Posaune wird erschallen, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden. Denn das, was verweslich ist, muß Unverweslichkeit anziehen, und das, was sterblich ist, muß Unsterblichkeit anziehen. Wenn aber dieses Verwesliche Unverweslichkeit anzieht und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anzieht, dann wird das Wort geschehen, das geschrieben steht: ‚Der Tod ist für immer verschlungen.‘ ‚Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?‘ Der Stachel, der den Tod verursacht, ist die Sünde, die Kraft zur Sünde aber ist das Gesetz. Gott aber sei Dank, denn er gibt uns den Sieg durch unseren Herrn Jesus Christus!“

      20. Auf welche Zeit wandte Paulus die aus Jesaja 25:8 angeführten Worte an, und wie kommen wir zu diesem Schluß?

      20 Diese Worte nach 1. Korinther 15:52-57 wurden im ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung niedergeschrieben, aber die von Paulus angeführten Worte: „Der Tod ist für immer verschlungen“, waren schon im achten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung aufgezeichnet worden. Wandte der Apostel Paulus diese Worte nun auf seine Zeit, auf das erste Jahrhundert, an? Nein! Er wandte sie auf die Zeit der „letzten Posaune“ an, das heißt auf die Zeit der Posaune, die nach der Aufrichtung des im fünfzigsten Vers erwähnten Königreiches Gottes erschallt. Paulus zeigte, daß sich diese Worte zur Zeit der Auferstehung jener erfüllen würden, die mit Jesus Christus Miterben im himmlischen Königreich sein werden, und diese Auferstehung sollte stattfinden, nachdem Jesus Christus in sein Königreich gekommen wäre und seine Aufmerksamkeit der Erde zugewandt hätte, auf der immer noch ein Überrest seiner treuen Nachfolger und Miterben leben würde. (1. Thess. 4:14-17; Offb. 12:1-17) Dadurch ließ der Apostel Paulus erkennen, daß sich diese Worte nicht in seinen Tagen, im ersten Jahrhundert, sondern erst in ferner Zukunft erfüllen würden.

      21. Auf welche Zeit bezog Paulus die Erfüllung der angeführten Worte, und wieso wissen wir das?

      21 Ja, der Apostel Paulus bezieht sich in seinen Worten über die Erfüllung der Verheißung Gottes, den „Tod für immer zu verschlingen“, auf unsere Zeit. Wieso? Weil wir heute, besonders seit dem Jahre 1914 in der Zeit leben, in der die Weltverhältnisse und das Weltgeschehen beweisen, daß in jenem Jahr, in dem der Erste Weltkrieg ausbrach und ein Zeitalter begann, in dem Gewalttaten immer häufiger werden, Gottes messianisches Königreich in den Himmeln geboren wurde und Jesus Christus, Gottes Sohn, in das Königreich kam.

      22. Welcher in der Bibel vorhergesagte Zeitabschnitt endete im Jahre 1914, und warum leben wir seither in einer besonders günstigen Zeit?

      22 Die biblische Zeitrechnung stimmt mit weltgeschichtlichen Daten überein und weist auf das Jahr 1914 als das Datum der Geburt des verheißenen Königreiches Gottes in den Himmeln hin. Nach der biblischen Zeitrechnung endeten „die Zeiten der Heiden“ oder „die bestimmten Zeiten der Nationen“ im Herbst jenes Jahres, und damals begann sich all das, was Jesus Christus neunzehnhundert Jahre vorher prophezeit hatte, in der vorhergesagten Reihenfolge zu erfüllen. (Luk. 21:5-24, Me, NW; Dan. 4:1-32; 12:1-4) Wir leben somit in der günstigen Zeit, in der der Tod allmählich verschlungen werden soll. Dieses Wunder sollte sich zuerst an den treuen verstorbenen Nachfolgern Jesu Christi vollziehen, denen die Teilhaberschaft an seinem himmlischen Königreich verheißen worden war. Nach Offenbarung 20:4-6 wird ihre Auferstehung die „erste Auferstehung“ genannt. Es ist eine Auferstehung zu einem Leben mit Jesus Christus im himmlischen Königreich und darum eine für unsere Augen unsichtbare Auferstehung. — 1. Kor. 15:50.

      DER ORT DES FESTMAHLS

      23. Was muß sich gemäß Pauli Hinweis auf die Zeit der Erfüllung der göttlichen Verheißung hinsichtlich des Todes ebenfalls bewahrheiten?

      23 Pauli Anwendung der Prophezeiung Jesajas über den Tod läßt uns aber noch etwas anderes erkennen. Was denn? Folgende herzerfreuende Tatsache: Wenn sich die Prophezeiung über das Verschlungenwerden des Todes in unserer Zeit zu erfüllen beginnt, dann muß sich auch Gottes Verheißung, allen Völkern ein Festmahl zu bereiten, in unseren Tagen zu erfüllen beginnen. Diese Verheißung gehört zu derselben Prophezeiung wie die Worte über das, was Jehova Gott auf „diesem Berge“ tun wird. Wir können uns daher nun mit dem Gedanken zu befassen beginnen, die Einladung anzunehmen.

      24. Wieso wird in Jesaja 24:23 gesagt, Gott herrsche auf dem Berg Zion und in Jerusalem, wenn doch Gottes Königreich in den Himmeln ist?

      24 Gottes Königreich unter seinem Sohn Jesus Christus befindet sich in den Himmeln. Wieso wird denn in Jesaja 24:23 vorhergesagt: „Jehova der Heerscharen herrscht als König auf dem Berge Zion und in Jerusalem, und vor seinen Ältesten ist Herrlichkeit“? Weil mit dem Berg Zion und dem Jerusalem, wo sich diese und auch die nachfolgende Prophezeiung erfüllt, nicht das heutige Jerusalem und der Berg Zion im Nahen Osten gemeint sind, sondern der himmlische Berg Zion und das himmlische Jerusalem.

      25. Wovon war das alte Jerusalem, solange es treu war, ein prophetisches Bild, und wie machte Paulus auf den Unterschied zwischen dem Jerusalem der alten Zeit und dem Jerusalem seiner Tage aufmerksam?

      25 Das alte, auf dem Berg Zion gelegene Jerusalem war, solange es Jehova Gott und dessen Anbetung treu war, ein prophetisches Bild des geistigen Jerusalem auf dem himmlischen Berg Zion. In Jerusalem wurde vor neunzehnhundert Jahren Jesus Christus zum Tode verurteilt und den römischen Soldaten ausgeliefert, die das Todesurteil an ihm vollzogen, indem sie ihn an einen Pfahl schlugen. Der Apostel Paulus wies nun auf den Unterschied zwischen dem irdischen und dem himmlischen Jerusalem hin, als er seinen Mitchristen folgendes schrieb: „Dieses [das damalige Jerusalem] befindet sich mit seinen Kindern in Sklaverei. Das Jerusalem droben dagegen ist frei, und es ist unsere Mutter.“ (Gal. 4:25, 26) Das Jerusalem, das sklavisch seinen religiösen Führern folgte und die Ermordung Jesu Christi miterlebte, wurde später, im Jahre 70, zerstört.

      26. Welches Jerusalem ist gemäß Hebräer 12:22-24 heute die Stadt des lebendigen und allein wahren Gottes?

      26 Heute, im Jahre 1965, ist nicht das irdische Jerusalem — dessen Mauern den irdischen Berg Zion nicht mehr einschließen — die Stadt des lebendigen, allein wahren Gottes, sondern das Jerusalem, das in Hebräer 12:22-24 erwähnt wird, wo den hebräischen Christen gesagt wird: „Ihr habt euch Zion, einem Berge, genaht und einer Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und Myriaden von Engeln ... und der Versammlung der Erstgeborenen, die in den Himmeln eingetragen worden sind, und Gott, dem Richter aller, ... und Jesus, dem Mittler eines neuen Bundes.“

      27. Auf welchem Berg befindet sich nach Offenbarung 14:1-3 Gottes Königreich?

      27 Nach dem letzten Buch der Bibel, das über die Vision berichtet, die der Apostel Johannes hatte, sah Johannes diesen himmlischen Berg Zion, und auf diesem Berg standen der einst geopferte Sohn Gottes, Jesus Christus, und seine treuen Nachfolger, die seine Miterben im Königreich werden. „Ich sah, und siehe“, lesen wir, „das Lamm stand auf dem Berge Zion und mit ihm hundertvierund­vierzigtausend, die seinen Namen und den Namen seines Vaters an ihren Stirnen geschrieben trugen ... die Hundertvierundvierzig­tausend, die von der Erde erkauft worden sind.“ (Offb. 14:1-3) Demnach regiert Jehova Gott in seiner Herrlichkeit durch seinen Sohn auf dem himmlischen Berg Zion und im himmlischen Jerusalem.

      28, 29. (a) Auf welchem Berg bereitet Gott also das verheißene Festmahl, und wo werden es die Menschen genießen? (b) Wieso werden es die Menschen dort genießen können?

      28 „Dieser Berg“, auf dem Jehova der Heerscharen für alle Völker ein Mahl von Fettspeisen und geläuterten, abgelagerten Weinen bereitet, ist somit, bildlich gesprochen, ein himmlischer Berg. Soll damit gesagt werden, daß die Völker in den unsichtbaren, geistigen Himmel gelangen müssen, um an diesem Mahl teilzunehmen? Müssen sie unseren Planeten verlassen? Nein! Wo werden sie denn dieses Mahl, zu dem sie nun eingeladen werden, genießen? Hier, auf der Erde, auf der heute unter der besorgniserregend schnell anwachsenden Weltbevölkerung Not und Elend, schlechte Nahrungsmittelverteilung, Hunger und Unterernährung vorherrschen. Wie ist das möglich?

      29 Es ist deshalb möglich, weil die Erde, die Schöpfung Gottes, das Gebiet ist, über das Gottes himmlisches Königreich herrschen wird. Dieses irdische Herrschaftsgebiet des Königreiches Gottes wird nie zerstört werden, und das Menschengeschlecht wird es nie verlassen müssen. Im ersten Vers des prophetischen siebenundneunzigsten Psalms wird zu den Bewohnern der Erde gesagt: „Jehova selbst ist König geworden. Es frohlocke die Erde; mögen sich freuen die vielen Inseln!“ (NW) Ja, wir können uns trotz der heutigen Weltlage freuen.

  • Die Einladung zum Festmahl annehmen
    Der Wachtturm 1965 | 15. April
    • Die Einladung zum Festmahl annehmen

      1, 2. (a) In welcher Stadt herrschte David als König über ganz Israel, und auf wessen Thron saß er? (b) Wo sitzt der durch König David vorgeschattete Herrscher, und was müssen die Menschen auf der Erde daher tun, um an diesem Festmahl teilzuhaben?

      JEHOVA der Heerscharen erfüllt die Prophezeiung nach Jesaja 25:6, indem er das Festmahl für alle Völker der Erde auf „diesem Berge“, an der erhabenen Stätte seines himmlischen Königreiches, bereitet. Auf dem irdischen Berg Zion und in der irdischen Stadt Jerusalem herrschte vor 3000 Jahren König David im Namen Jehovas. Er war der Vertreter Jehovas der Heerscharen, des eigentlichen Königs des Volkes, und darum wurde von ihm gesagt, er sitze auf dem „Thron Jehovas“. Davids weiser Sohn Salomo saß als nächster auf diesem Thron. (1. Chron. 11:4-9; 29:23) Auf dem himmlischen Berg Zion ist im Jahre 1914 Jesus Christus, der Sohn Gottes, der von König David vorgeschattet worden war, auf den Thron erhoben worden, und er sitzt nun buchstäblich auf dem Thron Jehovas, zur Rechten Gottes. (Ps. 110:1, 2; Apg. 2:29-36; Offb. 3:21) Durch ihn bereitet Gott das verheißene Festmahl vor.

      2 Wollen also die Völker der Erde, des sichtbaren Herrschaftsgebiets des Königreiches Gottes, an diesem Festmahl teilhaben, so müssen sie sich diesem himmlischen Königreich des geliebten Sohnes Gottes unterstellen und ihm treu und ergeben sein. Um das zu tun, müssen sie die Erde nicht verlassen und nicht in den Himmel eingehen.

      3. Für wen hat Gott die Teilnahme an diesem Festmahl ermöglicht, und warum war eine solche Vorkehrung nötig?

      3 Jehova der Heerscharen sorgte durch seinen Sohn Jesus Christus dafür, daß dieses Festmahl für alle Völker möglich wird. Wie denn? Auf folgende Weise: Nahezu 6000 Jahre sind die Menschen nun gestorben und mußten daher aufhören zu essen und zu trinken. Um essen und trinken zu können, müssen wir leben und gesund sein. Wir können aber auch nicht leben, ohne zu essen und zu trinken. Da der erste Mensch jedoch gegen Gott, den Schöpfer, sündigte und Gottes Todesurteil über sich brachte, bevor er Vater wurde, haben wir alle die Sünde und den Tod ererbt. (Röm. 5:12-14) Wegen ihrer Auflehnung und ihrer Sünde gegen ihren Schöpfer wurden der erste Mann und seine Frau aus ihrer vollkommenen paradiesischen Wohnstätte im Garten Eden vertrieben und mußten außerhalb des Gartens sterben. Die Verwüstung der Erde sowie Not, Dürre, Hunger und Unterernährung sind die natürlichen Folgen der Sündhaftigkeit des Menschen. Der christliche Apostel Paulus sagte: „Der Lohn, den Sünde zahlt, ist der Tod, die Gabe aber, die Gott gibt, ist ewiges Leben durch Christus Jesus, unseren Herrn.“ — Röm. 6:23.

      4. Wie machte Gott dieses Festmahl durch seinen Sohn möglich, und mit welchen Worten verglich sich der Sohn mit Speise?

      4 Um das Menschengeschlecht von dem Urteil, das wegen der Sünde auf ihm lastet, zu erlösen und es von der Todesstrafe zu befreien, ließ Jehova Gott seinen Sohn, den vollkommenen Menschen Jesus Christus, auf der Erde eines Opfertodes sterben. Jesus Christus starb kinderlos und opferte somit sogar sein Recht, auf der Erde Vater eines vollkommenen Menschengeschlechts zu werden. Lange vorher war das Volk, dem er auf der Erde angehörte, während seiner vierzigjährigen Wüstenwanderung durch übernatürliche Nahrung am Leben erhalten worden. Jesus verglich deshalb sein vollkommenes Opfer mit dieser Speise. Er sagte: „Ich bin das Brot des Lebens ... Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist; wenn jemand von diesem Brot ißt, wird er immerdar leben, und in der Tat das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch zugunsten des Lebens der Welt.“ — Joh. 6:48-51.

      5. Wo befindet sich das „Brot des Lebens“ jetzt, und was müssen darum die Völker auf der Erde nun tun, um immer davon essen und ewig leben zu können?

      5 Nun ist dieser Sohn Gottes, Jesus Christus, wieder im Himmel und herrscht im Königreich seines himmlischen Vaters. Er ist im Vollbesitz des Wertes seines menschlichen Opfers, des „Brotes des Lebens“. Ist es da verwunderlich, daß die Völker Gottes Königreich auf dem himmlischen Berg Zion anerkennen müssen, wenn sie immer essen und ewig auf der Erde leben möchten. Sie müssen Gottes regierenden Sohn, Jesus Christus, als König anerkennen, müssen ihm gehorchen und ihm unerschütterlich treu sein. Um das tun zu können, müssen sie Glauben haben.

      6. (a) Warum ist schon allein der Genuß des „Brotes des Lebens“ ein Festmahl? (b) In welchem Sinne wird sich die Prophezeiung Jesajas über das Festmahl für alle Völker erfüllen?

      6 Wer dieses himmlische „Brot des Lebens“ im Glauben zu sich nimmt, genießt heute schon ein köstliches Mahl, ein Festmahl, wenn man bedenkt, daß er dadurch ewiges Leben erlangen kann. Von welchem irdischen Festmahl — es mag noch so üppig sein — könnte man heute sagen, die Teilnehmer erhielten dadurch ewiges Leben? Die Menschen, die sich dem Königreiche Gottes, dessen Herrschaft in den Händen des Sohnes Gottes ruht, beugen, werden jedoch nicht nur durch Glauben essen. Sie werden auch buchstäbliche, irdische Speise genießen, die ihnen dieses Leben in Frieden, Gesundheit und Glück für immer erhalten wird. Jesajas Prophezeiung über ein Festmahl für alle Völker erfüllt sich nicht nur in geistigem, sondern auch in buchstäblichem Sinne. Die loyalen, gehorsamen Völker werden buchstäblich essen, sie werden Speisen genießen, die mit „markigen Fettspeisen“ verglichen werden könnten und die ihr Herz stärken und ihr „Angesicht glänzen“ machen. Sie werden geläuterten, abgelagerten Wein trinken, der ihr Herz erfreut. (Ps. 104:14, 15) Es wird keine schädlichen Auswirkungen für sie haben.

      7. Wie sagt der über Salomo geschriebene 72. Psalm die Wohlfahrt voraus, die unter dem Königreich des geliebten Sohnes Gottes auf der Erde herrschen wird?

      7 Die biblischen Prophezeiungen beschreiben die Wohlfahrt, die unter der königlichen Herrschaft des geliebten Sohnes Gottes herrschen wird. In dem über König Salomo geschriebenen prophetischen Psalm lesen wir: „Er wird herabkommen wie ein Regen auf die gemähte Flur, wie Regenschauer, Regengüsse auf das Land. In seinen Tagen wird der Gerechte blühen, und Fülle von Frieden wird sein, bis der Mond nicht mehr ist. Und

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