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  • Malawis Bürger stehen vor einer wichtigen Entscheidung
    Der Wachtturm 1973 | 1. August
    • achtzehnjährige Tochter Labahi und ihre drei anderen Kinder nackt aus und schlug sie bis zur Bewußtlosigkeit. In der Zwischenzeit wurde ihr Mann von der Polizei festgehalten. Diese Frauen wurden von folgenden Mitgliedern des Jugendbundes geschlagen: Kandito aus dem Dorf Nachite; Lenadi und Malenya aus dem Dorf Chimdidi, Kaliyekha aus dem Dorf Machiola und Mtambo aus dem Dorf Mpesa.

      Michael Yadanga aus dem in der Nördlichen Region gelegenen Mzuzu wurde mit seiner Familie, nachdem man sie aus Sambia zurückgebracht hatte, mitten in einem Wildreservat ausgesetzt, wo überall wilde Tiere umherstreiften. Sie mußten mehrere Kilometer weit gehen, um einen Bus zu erreichen. Der Dorfvorsteher Ganji Mhango, der Zweigvorsitzende Alick Nyasulu und zwei frühere Zweigvorsitzende, Alick Mhango und Mhone, wurden von Mr. Nyirenda, einem Mitglied des Parlaments, geschickt, um Yadanga zu überreden, eine Parteimitgliedskarte zu kaufen. Yadanga sagte zu ihnen: „Ich habe meine Zähne verloren, weil ich keine Karte kaufte. Ich habe meine Arbeit verloren, weil ich keine Karte kaufte. Ich wurde schwer geschlagen, mein Besitztum wurde vernichtet, und ich war gezwungen, nach Sambia zu fliehen: alles nur, weil ich keine Karte kaufte. Und ich werde auch jetzt keine Karte kaufen.“ Nachdem Mr. Nyirenda über Yadangas Antwort berichtet worden war, stellten sie eine Schar von zwanzig Leuten zusammen, um ihn in seinem Haus zu ergreifen. Ein ihm freundlichgesinntes Glied des Jugendbundes warnte ihn mit den Worten: „Sie kommen, um dich umzubringen.“ Deshalb floh Yadanga mit seiner Familie nach Moçambique.

      Natanda Madula aus dem Dorf Chiweta im Gebiet von Mchinji war nach einem ungefähr fünfzig Kilometer langen Fußmarsch vom Flugplatz Lilongwe kaum zu Hause angekommen, als Angehörige des Jugendbundes ihn und fünf weitere Zeugen Jehovas zwangen, zum Zweigbüro der Malawi Congress Party in Lemwe zu gehen, wo sie der Bezirksvorsitzende Jemusi fragte: „Seid wohl wieder zurückgekommen, was? Warum habt ihr denn dieses Land überhaupt erst verlassen?“ Madula antwortete, daß er sich als Zeuge Jehovas weigere, sich in die Politik einzumischen, und daß er nicht durch den Kauf einer Mitgliedskarte ein Mitglied einer politischen Partei werden wollte. Diese Antwort Madulas ärgerte den Vorsitzenden Jemusi derart, daß er vier Männern mit Namen Chimpase, Wailesi, Kaochi und Chagamba befahl, Madula zu schlagen. Jemusi selbst stieß und trat Madula mit den Stiefeln, dann zogen sie ihn nackt aus, schlugen weiter auf ihn ein und schleppten ihn schließlich aus dem Gebäude. Die andern fünf Zeugen Jehovas behandelten sie ebenso scheußlich, doch traten alle Zeugen Jehovas standhaft für ihre Überzeugung ein. Da man sie weiter bedrohte, flohen sie nach Moçambique.

      Das sind nur einige Auszüge von Berichten aus allen Teilen Malawis. Im Bezirk Mzimba wurden sieben Häuser niedergebrannt, und die Zeugen wurden geschlagen und gefoltert. Im Dorf Mtundu starben vier Kinder und ebenso viele im Dorf Lusanga infolge Nahrungsmangels und weil man nicht erlaubte sie in Krankenhäuser aufzunehmen. In demselben Gebiet (Rumphi) in der Nördlichen Region wurden siebenundzwanzig Häuser in Mtundu niedergebrannt, neun in Mjuma und vierzehn in der Stadt Rumphi. Die Zeugen in diesem Gebiet waren gezwungen, in den dichten Dschungel und in die Berge zu fliehen.

      Da die Bürger Malawis diese grausamen Dinge beobachten, stehen sie vor einer wichtigen Entscheidung. Werden sie nun, nachdem sie ihre nationale Unabhängigkeit erlangt haben, die sie viele Jahre lang herbeisehnten, dazu übergehen, die Glaubens- und Gewissensfreiheit zu unterdrücken, oder ihrer Regierung gestatten, dies zu tun, ohne dagegen zu protestieren? Gibt es Bürger, die sich statt dessen wegen eines solchen Vorgehens schämen und die bereit sind, einen symbolischen „Becher kalten Wassers“ zu reichen, um verfolgte Christen zu trösten und ihnen beizustehen, wodurch sie zeigen würden, daß sie auf der Seite Christi Stellung nehmen? Ja, wie der folgende Artikel zeigt, gibt es diese.

  • Christenverfolgung in Malawi — eine Erprobung der Herzen
    Der Wachtturm 1973 | 1. August
    • Christenverfolgung in Malawi — eine Erprobung der Herzen

      JEHOVAS ZEUGEN auf der ganzen Erde leisteten sofort Hilfe, nachdem sie Anfang Oktober von der Notlage gehört hatten, in die ihre christlichen Brüder in Malawi gebracht worden waren. Viele Spenden wurden an das Hauptbüro der Watch Tower Bible and Tract Society in Brooklyn (New York) und an Zweigbüros überall auf der Erde gesandt. Das Büro in Brooklyn schickte seinerseits genügend Unterstützungsgelder an Zweigbüros in den Nachbarländern Malawis, damit das Nötige eingekauft werden konnte. Auf diese Weise konnte den 19 000 Zeugen in dem Flüchtlingslager Sinda Misale in Sambia schnell Unterstützung zuteil werden.

      Da die Lage sehr ernst war, hatten die Versammlungen in der Nähe von Sinda Misale bereits 4 530 Kilogramm Maismehl, 1 132 Kilogramm Zucker, 75 Bettdecken und 65 Wolldecken beschafft, um sie zusammen mit Werkzeug und Geräten in das Lager zu bringen.

      Kurz darauf trafen große Mengen Vorräte aus den nächstgelegenen Zweigbüros ein. Freiwillige brachten mit einer kleinen Kolonne von Lastwagen 9 060 Kilogramm Maismehl, 2 344 Kilogramm getrockneten Fisch, 950 Planen, 150 Kisten Kleidung, einige hundert neue Wolldecken, eine große Menge Plastiktücher, 100 Schaufeln, 25 Handsägen, 28 Äxte und verschiedene Spitzhacken, Hämmer und andere Werkzeuge zum Roden des Waldlandes, damit Zelte aufgestellt werden konnten und um Brunnen zu graben usw. Und viele dieser Güter wurden 2 400 Kilometer weit an diesen Ort in Sambia befördert.

      Im November und bis zur Auflösung des Lagers im Dezember — als alle Flüchtlinge nach Malawi zurückkehrten — gelang es, noch folgende Vorräte zu liefern:

      35 787 Kilogramm Maismehl

      987 Kilogramm Trockenmehl

      226 Kilogramm getrocknete Bohnen

      157 Beutel Salz

      30 Tonnen Kleidung

      5 400 Riegel Seife

      1/2 Tonne Medikamente und Artikel für die Krankenstationen, die im Lager eröffnet worden waren

      10 000 Wolldecken

      Die Aufseher im Lager erhielten auch Geld, um notwendige Dinge zu kaufen.

      Um sicherzustellen, daß jede Familie das für sie Notwendige erhielt, entwickelten die Aufseher ein Verteilungssystem. Die Kinder erhielten eine besondere ärztliche Behandlung, und man reservierte die Milch für sie. Die geistigen Bedürfnisse wurden nicht übersehen. Ein Fahrzeug brachte 21 Kartons Bibeln und Bibelstudienhilfsmittel, da die Verfolger die Flüchtlinge jeglichen Besitzes dieser Art beraubt hatten.

      Das Land war gerodet worden, Zelte waren aufgestellt und Brunnen waren gegraben worden. Man behandelte die Kranken, und die Verhältnisse besserten sich allmählich. Dann kam die überraschende Rückkehr der Flüchtlinge nach Malawi. Erneut waren sie gezwungen zu fliehen; die meisten von ihnen suchten in Moçambique Zuflucht, wo sie freundlich aufgenommen wurden. Doch Gruppen von Angehörigen des Jugendbundes der Malawi Congress Party überschritten die Grenze, um selbst dort noch die Flüchtlinge zu belästigen; aber sie wurden von der Polizei in Moçambique gefaßt und bestraft.

      TRENNUNGSWERK BERÜHRT ALLE BEWOHNER MALAWIS

      Einige haben gefragt: „Weshalb läßt Gott es zu, daß gewissenhafte Christen so etwas zu erdulden haben? Erfüllt das irgendeinen Zweck?“ Jesus wies darauf hin, daß in den „letzten Tagen“, in denen wir heute leben, solche Dinge geschehen würden, als er zu seinen Jüngern sagte: „Wenn der Sohn des Menschen in seiner Herrlichkeit gekommen sein wird ..., dann wird er sich auf seinen Thron der Herrlichkeit setzen. Und alle Nationen werden vor ihm versammelt werden, und er wird die Menschen voneinander trennen,

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