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  • Was geschieht mit Christen in Malawi?
    Erwachet! 1973 | 8. Mai
    • „Jehovas Zeugen achten und halten die Gesetze jedes Landes, in dem sie leben, solange diese Gesetze nicht dem göttlichen Gesetz widersprechen. Was jedoch die Verwicklung in die Politik betrifft, wozu auch der Kauf von Mitgliedskarten einer politischen Partei gehört, so sagt ihnen ihr Gewissen, daß dies im Gegensatz zu den Worten unseres Herrn Jesus stehen würde, der über seine treuen Nachfolger sagte: ,Sie sind kein Teil der Welt, so, wie ich kein Teil der Welt bin.‘ (Joh. 17:16) Auch sagte Christus, wie es in Johannes 18:36 aufgezeichnet wurde: ,Mein Königreich ist kein Teil dieser Welt. Wäre mein Königreich ein Teil dieser Welt, so hätten meine Diener gekämpft.‘“

      Weiter hieß es in dem Brief der leitenden Körperschaft an den Vertreter Malawis bei den Vereinten Nationen:

      „Jehovas Zeugen nehmen die gleiche Haltung ein wie die ersten Christen. In dem Buch ,Christianity and the Roman Government‘ [Das Christentum und die römische Herrschaft] heißt es: ,Die Christen waren Fremdlinge und Pilgrime in der Welt, in der sie lebten; ihr Bürgertum war im Himmel; das Königreich, auf das sie hofften, war nicht von dieser Welt. Die Passivität gegenüber den Angelegenheiten des Staates war daher von Anfang an ein auffallendes Merkmal des Christentums.‘

      Gestatten Sie uns jedoch, zu sagen, daß Jehovas Zeugen nicht die Absicht oder den Wunsch haben, andere daran zu hindern, sich an Politik zu beteiligen. Sie arbeiten nicht gegen die Regierung oder gegen die politische Partei Malawis. Sie selbst lehnen es ab, sich an politischen Angelegenheiten zu beteiligen oder Mitgliedskarten einer politischen Partei zu kaufen, obwohl sie deshalb schon sehr viel leiden mußten, denn für Jehovas Zeugen ist dies eine Angelegenheit ihres auf die Bibel gestützten Glaubens und Gewissens.“

      Bis jetzt ist jedoch noch keine Antwort von der Regierung Malawis gekommen. Keine Abordnung hat die Erlaubnis erhalten, Jehovas Zeugen vor dem Präsidenten oder anderen Regierungsbeamten des Landes zu vertreten.

      Mehr als 20 000 Zeugen Jehovas waren gezwungen, aus Malawi zu fliehen. Die meisten von ihnen flohen in das benachbarte Sambia. Einige tausend flohen nach Moca̧mbique.

  • Das Flüchtlingslager in Sinda Misale
    Erwachet! 1973 | 8. Mai
    • Das Flüchtlingslager in Sinda Misale

      DIEJENIGEN Zeugen Jehovas, die von Malawi nach Sambia flohen, wurden in einem Flüchtlingslager in der Nähe der Grenze beider Länder zusammengebracht. Dieses Lager wurde Sinda Misale genannt. Verschiedene Berichte, unter anderem ein Bericht des sambischen Ministers für landwirtschaftliche Entwicklung, Mr. Reuben Kamangas, zeigten, daß ungefähr 19 000 Zeugen Jehovas dort als Flüchtlinge waren.

      Da Sambia die Zeugen nicht in sein Land gebeten hatte, wurden sie als unerwünschte Besucher behandelt. Das Lager wurde von Sicherheitstruppen isoliert, so daß es dorthin keinen freien Zugang gab.

      Einige Lebensmittelvorräte wurden von den Behörden zur Verfügung gestellt. Außerdem gingen große Mengen an Geld, Lebensmitteln und Kleidern, die Jehovas Zeugen in der ganzen Welt gespendet hatten, in ihren Zweigbüros ein. Zum Beispiel wurden allein in Südafrika fast 1 000 Zeltplanen, 157 große Kisten mit Kleidern sowie Wolldecken und andere Hilfsmittel eingesandt. Diese Sendung hat die Flüchtlinge erreicht.

      Die Zeugen Jehovas in Südafrika bereiteten dann eine weitere große Sendung vor. Sie enthielt Geld für 10 000 neue Wolldecken, außerdem Medizin und andere notwendige Dinge. Auch Ärzte stellten sich freiwillig zur Verfügung und warteten auf Abruf. Ja, solche Angebote und Spenden von Zeugen Jehovas in anderen Ländern gab es mehr als genug, um die Flüchtlinge in Sambia mit allem, was sie benötigten, zu versorgen.

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