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„Siehe! Jehova kam mit seinen heiligen Myriaden“Der Wachtturm 1982 | 1. Dezember
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„prophezeit“, als auf sie dasselbe zutraf, was er über frühere Sünder vorhergesagt hatte. Jehova, der höchste Richter, den die gottlosen oder unehrerbietigen Männer mißachteten, würde sein Urteil an ihnen vollstrecken. Dazu würde er mit seinen „heiligen Myriaden“ oder „heiligen Zehntausenden“, d. h. unzähligen gerechten Engeln, kommen. (Vergleiche 5. Mose 33:2; Daniel 7:9, 10.) Der Oberste dieser „heiligen Myriaden“ ist der Messias, durch den Jehova kommt und Gericht hält (Lukas 1:35; Johannes 5:27; Apostelgeschichte 17:30, 31).
19. (a) Inwiefern redeten die „Gottlosen“ wie die Bösen in den Tagen Henochs „anstößige Dinge“ gegen Jehova? (b) Was sollte mit Sicherheit über die gottlosen Beflecker des Fleisches kommen? (c) Wie sollten sich daher Jehovas Zeugen verhalten?
19 Jehova gab diesen gottlosen oder unehrerbietigen Personen genügend Gelegenheit, ihre Schuld zu offenbaren, zum Beispiel durch ihre „Zügellosigkeit“. Durch ihre schlechten Handlungen und Worte wurde ihre Gottlosigkeit offenbar gemacht und ihre Schuld bewiesen; sie wurden von Gott überführt. Die Bösen in den Tagen Henochs redeten „anstößige Dinge“ gegen Gott, und jene „Gottlosen“ mißachteten die Herrschaft und redeten lästernd über diejenigen, denen Gott eine gewisse Herrlichkeit verliehen hatte (Judas 8-10). So redeten sie „anstößige Dinge“ gegen Jehova und wurden verurteilt. In Übereinstimmung mit der Prophezeiung Henochs vollstreckte Gott das Urteil an den Gottlosen in der Flut der Tage Noahs. Daher war die Vollstreckung des göttlichen Gerichts an den gottlosen Befleckern des Fleisches gewiß, und Jehovas Zeugen dürfen erwarten, eine ähnliche Urteilsvollstreckung in der Gegenwart zu erleben. Sicherlich sollten wir daher über unsere Handlungen und unsere Worte wachen, damit wir Gott gefallen und der Vernichtung entrinnen.
Meide Murren und geschwollene Reden
20. Wie sollten Jehovas Diener zu dem Murren und Beklagen der „Gottlosen“ eingestellt sein?
20 Über andere gottlose Wesenszüge schrieb Judas:
„Diese sind Murrende, solche, die ihr Los im Leben beklagen, die nach ihren eigenen Begierden vorgehen, und ihr Mund führt geschwollene Reden, während sie um ihres eigenen Nutzens willen Persönlichkeiten bewundern“ (Judas 16).
Christliche Zeugen Jehovas werden ermahnt: „Tut weiterhin alles ohne Murren und Widerreden“ (Philipper 2:14, 15). Aber jene „Gottlosen“ waren „Murrende“ gleich den Israeliten, die gegen Moses und Aaron gemurrt hatten und deshalb in der Wildnis gestorben waren, weil sie eigentlich gegen Gott gemurrt hatten (4. Mose 14:1-38; 1. Korinther 10:10). Die animalischen Menschen waren auch „Murrende, solche, die ihr Los im Leben beklagen“, wie die Armen in der Welt zum Beispiel beklagen mögen, daß sie nicht reich sind. Wie treue Christen zur Zeit des Judas verlassen sich Jehovas Zeugen auf die himmlische Weisheit und die Hilfe des Geistes Gottes, wenn es darum geht, mit schwierigen Situationen fertig zu werden. Mögen wir nie den gottlosen Murrenden der Tage des Judas gleichen!
21. (a) Auf welche Weise ‘gingen die Gottlosen nach ihren eigenen Begierden vor’? (b) Inwiefern bewunderten jene Widerspenstigen gewisse ‘Persönlichkeiten um ihres eigenen Nutzens willen’, und warum war dies verkehrt?
21 Jene widerspenstigen Männer ‘gingen nach ihren eigenen Begierden vor’, das heißt, daß sie sich nicht von den Geboten Gottes oder seines Sohnes leiten ließen, sondern von ihren unsittlichen sinnlichen Begierden. (Vergleiche Jakobus 4:1-3.) Während ‘ihr Mund geschwollene Reden führte’ oder ‘stolze Worte redete’ (Elberfelder Bibel), suchten sie sich einige aus, die sie heuchlerisch bewunderten. (Vergleiche Psalm 140:11; Titus 1:10, 11; 2. Petrus 2:18, 19.) Diese unsittlichen Männer ‘bewunderten Persönlichkeiten um ihres eigenen Nutzens willen’. Sie suchten die Gunst und die Unterstützung der Wohlhabenden, der Prominenten oder anderer, wobei sie auf materiellen oder gesellschaftlichen Nutzen hofften. Doch das war ein äußerst selbstsüchtiges Streben, das jene Sünder für das viel höhere Ziel, nämlich die Gunst Jehovas zu suchen, blind machte. Sie hatten keinen Respekt vor dem höchsten Richter und zogen sich dadurch sein Vernichtungsurteil zu.
22. Was können wir aufgrund unserer bisherigen Betrachtung aus dem Judasbrief lernen, und was enthalten die Schlußworte dieses Briefes?
22 Judas forderte seine Glaubensbrüder unumwunden auf, „einen harten Kampf für den Glauben zu führen“. Er erinnerte sie an biblische Warnungen vor der Unmoral, der Rebellion und dem Murren und ließ keinen Zweifel darüber aufkommen, daß Gottes Urteil vollstreckt werden wird. Wie zeitgemäß ist es doch, daß sich Jehovas Zeugen heute über diese Dinge Gedanken machen! Wie wir sehen werden, sind auch die Schlußworte des Judas, die unter anderem eindringliche Bitten enthalten, für Anbeter Jehovas von großer Bedeutung.
Kannst du die folgenden Fragen beantworten?
□ Was war der „Pfad Kains“, und warum müssen Diener Gottes ihn meiden?
□ Wer ‘stürzte sich in den Lauf des Irrtums Bileams’, und warum solltest du dies vermeiden?
□ Inwiefern ist der Levit Korah ein warnendes Beispiel für uns?
□ Inwiefern konnten die „Gottlosen“, von denen Judas sprach, mit unfruchtbaren Bäumen verglichen werden, die „zweimal abgestorben“ und „entwurzelt“ waren?
□ Was hatte Henoch prophezeit, und wozu sollten uns seine Worte veranlassen?
□ Wie sollten wir gemäß dem Rat des Judas um unseres eigenen Nutzens willen zu Murren und zu dem ‘Bewundern von Persönlichkeiten’ eingestellt sein?
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„Geliebte ..., bewahrt euch selbst in Gottes Liebe“Der Wachtturm 1982 | 1. Dezember
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„Geliebte ..., bewahrt euch selbst in Gottes Liebe“
„Geliebte, indem ihr euch selbst an eurem allerheiligsten Glauben erbaut und mit heiligem Geist betet, bewahrt euch selbst in Gottes Liebe“ (Judas 20, 21).
1, 2. Welche Belehrung außer den Warnungen finden wir im Judasbrief?
JEHOVA erweist denen, die ihn lieben, unverdiente Güte. Durch sein inspiriertes Wort zeigt er, was er von ihnen erwartet. Und wie dankbar können wir sein, daß ein Teil des Wortes Gottes, der Judasbrief, Warnungen enthält, die uns helfen können, zu Jehova Gott ein gutes Verhältnis zu bewahren!
2 Doch Judas warnte uns nicht nur, sondern er zeigte auch, was wir tun müssen, um geistig erbaut zu werden und uns ‘in Gottes Liebe zu bewahren’. Daher wird es uns von großem Nutzen sein, den Abschluß des Judasbriefes zu betrachten.
Spötter vorhergesagt
3, 4. Auf welche „Worte“ der Apostel Jesu nahm Judas Bezug?
3 Judas gab uns folgenden wichtigen Hinweis:
„Ihr nun, Geliebte, ruft euch die Worte in den Sinn, die von den Aposteln unseres Herrn Jesus Christus zuvor geredet worden sind, wie sie zu euch zu sagen pflegten: ,In der letzten Zeit wird es Spötter geben, die gemäß ihren eigenen Begierden gottlosen Dingen nachgehen.‘ Diese sind es, die Trennungen hervorrufen, animalische Menschen, die den Geist nicht haben“ (Judas 17-19).
Judas hatte viel gesagt, um die „gottlosen Menschen“ bloßzustellen, die sich heimtückisch in die Versammlung eingeschlichen hatten. Danach flehte er seine Glaubensbrüder, zu denen
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