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Reinheit des Textes bedrohtErwachet! 1980 | 8. Januar
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grundlegende Beständigkeit der Überlieferung, wenn man sieht, daß bei all den Tausenden von Abschriften, die aus so vielen verschiedenen Teilen der Erde stammen und den unterschiedlichsten Bedingungen ausgesetzt waren, die Abweichungen im Text fast ausnahmslos Fragen des Details, nicht des wesentlichen Gehalts sind.
Am Ende ist es beruhigend festzustellen, daß das Gesamtergebnis all dieser Entdeckungen und Forschungen den Beweis für die Echtheit der Hl. Schrift und für unsere Überzeugung erhärtet, daß wir das im wesentlichen unversehrte, wahrhaftige Wort Gottes in Händen haben“ (The Story of the Bible, S. 136, 144).
Die Bibel hat in doppelter Hinsicht gesiegt. Das Buch als solches und die Reinheit des Textes haben überlebt. Ist es dem Zufall zu verdanken, daß ein Buch, das vor fast zwei Jahrtausenden geschrieben wurde und erbitterten Angriffen ausgesetzt war, heute noch in Tausenden alter Abschriften existiert, von denen einige nur 25 Jahre jünger als das Original sein mögen? Ist das nicht ein schlagender Beweis für die Macht desjenigen, über den gesagt wird: „Das Wort unseres Gottes bleibt für immer bestehen.“ (Jes. 40:8, Die Gute Nachricht)?
Doch in unserem Bericht über den Daseinskampf der Bibel gibt es noch ein abschließendes Kapitel. Wie ist es diesem Buch, das im Orient „zur Welt kam“, gelungen, weltweit in lebenden Sprachen zu erscheinen? Warum hat Gott dafür gesorgt, daß sein Wort überall erhältlich ist?
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Ein lebendiges Buch erreicht die Enden der ErdeErwachet! 1980 | 8. Januar
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Ein lebendiges Buch erreicht die Enden der Erde
ER HATTE Europa erobert und fürchtete niemand. Kein Gegner schien unbesiegbar. Doch nachdem er — Napoleon — die Geschichte der Bibel betrachtet hatte, gab er zu: „Die Bibel ist nicht einfach ein Buch, sondern ein lebendiges Geschöpf mit einer Macht, die alle besiegt, die ihr widerstehen.“
Sie ist wirklich ein Buch, das sich als unzerstörbar erwiesen hat. Ihr starker Einfluß ist nicht auf ihr Herkunftsland beschränkt. Obschon im Nahen Osten „geboren“, ist die Bibel in ein Land nach dem anderen eingedrungen. Sie hat Hunderte von Sprachen „sprechen gelernt“, um das Herz der Menschen zu erreichen. Doch das ist nicht ohne Schwierigkeiten vor sich gegangen.
In die Sprachen der Welt übersetzt
Zwischen dem Ende des 15. und dem des 19. Jahrhunderts erhöhte sich die Zahl der Sprachen, in denen die Bibel „sprach“, von 30 auf 450. Das war keine leichte Aufgabe, denn die Übersetzer hatten es oft mit Sprachen zu tun, die keine Schrift oder einen völlig andersartigen Aufbau hatten. Adoniram Judson, der Übersetzer der birmanischen Bibel, erklärte:
„Wenn wir in den Buchstaben und Wörtern nicht die geringste Ähnlichkeit mit irgendeiner Sprache entdecken, der wir bereits begegnet sind, und wenn diese Wörter nicht klar voneinander getrennt sind, sondern in ununterbrochenen Zeilen zusammenhängen, so daß ein Satz oder Absatz dem Auge wie ein einziges langes Wort erscheint; wenn wir kein Wörterbuch und keinen Übersetzer haben, um auch nur ein einziges Wort erklärt zu bekommen, und erst einmal die Sprache verstehen müssen, bevor wir uns die Hilfe eines eingeborenen Lehrers zunutze machen können: das kostet Mühe.“
Aber es gab noch schwierigere Hindernisse.
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