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  • Wohin der jetzige Weg führt
    Erwachet! 1974 | 8. Januar
    • Herzkranken sei in der ganzen Welt in einem beunruhigenden Maße gestiegen.

      Es ist offensichtlich, daß über kurz oder lang in der Gesellschaft etwas „nachgeben“ muß. So kann es nicht weitergehen, sondern ein großer Umschwung muß eintreten. Gibt es angesichts dieser gewaltigen Probleme einen Ausweg? Werden die Menschen die jetzigen Trends ändern können? Oder kann vielleicht nur eine ganz neue Ordnung ein Unglück abwenden, eine Ordnung, die von Grund auf ganz neu aufgebaut werden wird?

  • Ist das der Weg aus dem Irrgarten?
    Erwachet! 1974 | 8. Januar
    • Ist das der Weg aus dem Irrgarten?

      ZWEIFELSOHNE herrscht über die Frage, wohin die Menschheit treibt, Verwirrung. Millionen Menschen verfolgen auch in ihrem persönlichen Leben kein klares Ziel. Welches ist der Ausweg aus dem Irrgarten? Haben die Menschen Aussicht auf eine wirklich glückliche Zukunft?

      „Wir können immer hoffen!“ mögen einige entgegnen. „In der Vergangenheit ist es dem Menschen stets gelungen, die Krisen zu überwinden. Warum sollte es ihm jetzt nicht gelingen?“ sagen sie.

      Es ist natürlich gut zu hoffen. Aber wenn wir ganz ehrlich sind, müssen wir dann nicht zugeben, daß die Menschheitsgeschichte eine lange Reihe zerstörter Hoffnungen ist? Trügerische Erwartungen führen zu Enttäuschungen. Nur wenn die Hoffnung auf eine bessere Zukunft untrüglich und gut fundiert ist, wird sie nicht in Luft zerfließen.

      Somit ist es töricht, blindlings zu hoffen, daß es irgendwie schon wieder weitergehen werde. Es ist erforderlich, daß man Schritte unternimmt. Aber die Schritte müssen in der rechten Richtung unternommen werden. Blicken die Menschen, die einen Ausweg suchen, in die rechte Richtung?

      Können die Staatsregierungen einen Ausweg schaffen?

      Viele Menschen erwarten, daß die Regierung ihres Landes die großen Probleme des Lebens löse. Sie fordern, daß die nationalen Eigeninteressen über alles andere gestellt werden. „Das Wohl und die Sicherheit unseres Landes“, sagen sie, „sollten über die Interessen irgendeines fremden Landes gestellt werden.“ Manche fordern auch eine starke Regierung, die Ruhe und Ordnung herstelle und die Unruhen wegen sozialer Fragen unterdrücke.

      Aber gelangt ein Land, das seine eigenen Interessen über alle anderen Werte erhebt, aus seinen Schwierigkeiten heraus? Wie ist es den Ländern ergangen, die diesen Weg in der Vergangenheit eingeschlagen haben? In vielen Fällen führte das übersteigerte Nationalbewußtsein zur Diktatur. Deutschland unter der Herrschaft der Nationalsozialisten ist ein Beispiel dafür. Nach dem Ersten Weltkrieg brach für dieses Land eine Notzeit an. Aber unter der Gewaltherrschaft Hitlers erholte es sich schnell. Umfassende neue Gesetze änderten die Wirtschaft und das Sozialwesen. Handel und Industrie blühten. Die Arbeitslosigkeit verschwand. Aber der Durchschnittsbürger verlor dabei seine Freiheit.

      Dieser extreme Nationalismus hatte für die übrigen Länder der Welt üble Folgen. Im Zweiten Weltkrieg kamen Millionen Menschen, auch solche, die mit dem Krieg nichts zu tun hatten, ums Leben. Viele Länder waren ein einziges Trümmerfeld, und ein großer Teil ihres Vermögens war dem Krieg zum Opfer gefallen. Nein, das übersteigerte Nationalbewußtsein hat der Welt nicht geholfen, auch Deutschland nicht.

      Hat der ausgeprägte Nationalismus die Situation anderer Länder verbessert? Hat er die Probleme der Sowjetunion gelöst? Hat er die Probleme der Länder gelöst, die vor kurzem unabhängig geworden sind, zum Beispiel in Afrika? Die wirtschaftlichen Probleme, mit denen die Sowjetunion zu kämpfen hat, und ihre Probleme in Verbindung mit der Familie sowie die Unterdrückung der persönlichen Freiheit in diesem Land zeigen, daß die Fragen verneint werden müssen. Und die heftigen Stammesfehden, die Armut und die autoritäre Staatsführung in Afrika lassen erkennen, daß diese Fragen auch in bezug auf Afrika verneint werden müssen.

      Viele denkende Menschen sehen daher ein, daß der Nationalismus nicht der Weg ist, der aus den großen Schwierigkeiten, in denen sich der Mensch befindet, hinausführt. Aus der Geschichte wissen sie, daß es immer einen Aufstieg und Niedergang der Staaten gegeben hat und daß keine von Menschen geschaffene Regierung je in der Lage gewesen ist, die Bedürfnisse des ganzen Volkes zu befriedigen.

      Wäre eine von Menschen geschaffene Weltregierung der Aufgabe gewachsen?

      Da die Probleme der Welt so große Ausmaße angenommen haben, vertreten viele denselben Standpunkt wie der englische Historiker Arnold Toynbee, der sagte:

      „Die strategischen und die hygienischen Probleme der Menschheit sind global, und sie sind auch dringlich; die Regierungen der Einzelstaaten können sie nicht lösen. Sie erfordern die Bildung einer mit entsprechender Macht ausgestatteten Weltregierung.“

      Ist es jedoch realistisch, zu erwarten, daß die Einzelstaaten ihre Souveränität einer solchen Weltregierung freiwillig abtreten? Haben sie so etwas je getan? Nein, denn das nationalistische Denken ist zu tief verwurzelt. Deshalb sagte auch Toynbee warnend: „Die Menschheit kann nur überleben, wenn sie politisch geeint ist, doch gegenwärtig entstehen immer mehr Einzelstaaten.“

      Angenommen, die Nationalstaaten stimmten der Aufgabe ihrer Souveränität zugunsten einer von Menschen geschaffenen Weltregierung zu, dürfte dann erwartet werden, daß ihre Probleme an der Wurzel gefaßt würden? Erscheint es einleuchtend, daß menschliche Führer, denen es bisher nicht gelungen ist, die Probleme ihres Landes zu lösen, erfolgreicher wären, wenn sie ihre Bemühungen geeint fortsetzten? Ist eine Vielzahl individueller Fehlschläge eine gute Grundlage, um weltweite Probleme zu lösen?

      Doch viele Menschen machen sich keine Gedanken über das, was in einem Weltmaßstab getan werden könnte. Ihre eigenen Interessen sind ihnen wichtiger.

      Die Verfolgung selbstsüchtiger Interessen

      Den meisten Menschen sind ihre eigenen, selbstsüchtigen Interessen wichtiger als alles andere. Ihr Streben geht dahin, möglichst gut und ohne finanzielle Sorgen — so hoffen sie — zu leben.

      Hat diese materialistische Lebensweise, das Ideal so vieler Menschen, zu einer Verringerung der Probleme des Menschen beigetragen? Man betrachte einige der Ergebnisse.

      Die Rohstoffvorräte der Erde werden immer knapper. Warum? Weil der Mensch Raubbau getrieben hat, um den wachsenden Bedarf an Konsumgütern zu decken.

      Das hat zur Entstehung der „Industriegesellschaft“ geführt. Die Industrie hat zwar gewisse Vorteile gebracht, aber sie hat auch dazu geführt, daß Millionen Menschen in lärmigen Werkhallen, in denen es von Menschen wimmelt, eine langweilige Arbeit am Fließband verrichten müssen und kaum Aussicht haben, je etwas anderes zu tun. Viele dieser Lohnempfänger müssen auf dem Weg zur Arbeit und von der Arbeit zurück verschmutzte Luft einatmen, die Hals und Augen reizt, und Straßen benutzen, die für den Verkehr nicht mehr ausreichen und deren Ränder oft mit Abfällen übersät sind. An vielen Seeufern und Meeresküsten, die einst eine Augenweide waren und an denen man sich erholen konnte, ist das Baden jetzt wegen Verschmutzung verboten.

      Der Wunsch nach materiellen Dingen und

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