-
Warum diese Nation glücklich istDer Wachtturm 1969 | 15. Februar
-
-
DIE GEBURT DES GEISTIGEN ISRAEL
8, 9. (a) Wann erfolgte die Geburt des geistigen Israel? (b) Was geschah, nachdem Christus Jesus, der König Zions, auf einem Esel reitend, in Jerusalem eingezogen war und dadurch die Prophezeiung in Sacharja 9:9 erfüllt hatte?
8 Die Geburt dieser Nation erfolgte in Jerusalem am 6. Siwan des Jahres 33 u. Z., an dem Tag, den die natürlichen, beschnittenen Juden „Schawuot“ („Wochen“), die griechisch sprechenden Juden dagegen „Pfingsten“ („fünfzigster“ [Tag]) nannten.
9 Der Bedeutung des Namens Pfingsten entsprechend erfolgte die Geburt dieser Nation am fünfzigsten Tag nach der Auferstehung Jesu, des Messias oder Christus, aus dem Grabe, das ganz in der Nähe von Jerusalem lag. Er war der König Zions, der, auf einem Esel reitend, in Jerusalem eingezogen war und dadurch die Prophezeiung in Sacharja 9:9 erfüllt hatte, den aber einige Tage später die ungläubigen geistlichen Führer Jerusalems durch römische Soldaten hatten töten lassen. Am dritten Tag nach seinem Tod war er, der Messias oder Christus, der ewige Erbe des Königreiches Davids, des Königs, mit dem Gott den Königreichsbund geschlossen hatte, von Jehova Gott, dem Allmächtigen, zu Leben auf himmlischer Stufe auferweckt worden. Bevor Jesus, der Messias oder Christus, in den Himmel auffuhr, sagte er zu seinen treuen Jüngern, sie sollten in Jerusalem bleiben, bis der heilige Geist Gottes auf sie herabkäme. — Apg. 1:1-15.
10. (a) Wie erfüllte sich am Pfingstfest die Prophezeiung in Joel 2:28, 29, und wofür war diese Erfüllung ein Beweis? (b) Welche Erstlinge brachte Jesus Christus damals Jehova dar?
10 Die Jünger mußten danach nur zehn Tage, nämlich bis zum Pfingstfest, warten. An diesem Tag waren etwa hundertzwanzig von ihnen in einem Obersaal in Jerusalem zusammengekommen. Plötzlich wurde Gottes heiliger Geist auf sie ausgegossen, wodurch sich die Prophezeiung in Joel 2:28, 29 erfüllte. Es entstand ein Geräusch wie das einer starken Brise, feurige Zungen wurden über jedem einzelnen von ihnen sichtbar, und alle begannen in fremden Sprachen, die sie nie gelernt hatten, zu sprechen. Das war der Beweis dafür, daß sich Jesus Christus nun im Himmel, in der Gegenwart Gottes, befand und als „Herr“ und „Christus“ zur Rechten Gottes saß. (Apg. 2:1-36) Am prophetischen Pfingsttag brachte Israels Hoherpriester im Tempel in Jerusalem Gott jeweils die Erstlinge der Weizenernte dar. Jesus Christus brachte als Gottes Hoherpriester an diesem Tag Gott geistige Erstlinge dar. Was denn? Die Christenversammlung, vertreten durch die hundertzwanzig Jünger, die an jenem Tag in Jerusalem versammelt waren. (2. Mose 34:22-24; 3. Mose 23:15-21) Sie wurden von Gottes Geist gezeugt, um „eine gewisse Erstlingsfrucht seiner Geschöpfe zu sein“. — Jak. 1:18.
11. Wieso wissen wir, daß diese Ereignisse die Geburt einer neuen Nation kennzeichneten, und wessen Platz nahm diese Nation ein?
11 Auf diese Weise wurde zu Pfingsten des Jahres 33 u. Z. die neue Nation geboren, deren König der himmlische Herr Jesus war. (Kol. 1:13) Der Apostel Petrus, der an jenem Tag ebenfalls anwesend war und der unter dem Einfluß des ausgegossenen Geistes als erster das Wort ergriff, sprach von einer Nation. In seinem ersten Brief, den er an Glieder dieser geistgezeugten Versammlung richtete, schrieb er: „Diese [fleischlichen, beschnittenen Juden] straucheln, weil sie dem Worte ungehorsam sind. Gerade dazu sind sie auch bestimmt worden. Ihr aber seid ‚ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, eine heilige NATION, ein VOLK zum besonderen Besitztum, damit ihr die Vorzüglichkeiten dessen weit und breit verkündet‘, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht berufen hat.“ (1. Petr. 2:8, 9) Da Jehova Gott die Nation der natürlichen, beschnittenen Israeliten verworfen hatte, weil sie Jesus als Christus und Herrn abgelehnt hatten, nahm nun diese neue, christliche Nation in Gottes Augen ihren Platz ein.
12. Wer wurde nach den ersten drei Jahren und vier Monaten des Bestehens dieser Nation ebenfalls in diese Nation aufgenommen?
12 In den ersten drei Jahren und vier Monaten ihres Bestehens setzte sich diese „heilige Nation“ ausschließlich aus natürlichen Juden und sogenannten Proselyten oder Personen zusammen, die judaisiert, beschnitten und in das natürliche Israel aufgenommen worden waren. (Apg. 2:5-11, 33-42) Im Frühherbst des Jahres 36 u. Z. sandte Jehova Gott aber den Apostel Petrus nach Cäsarea, um den italischen Hauptmann Kornelius und seine gottesfürchtigen Freunde zum Glauben an Jesus, den Messias oder Christus Jehovas, zu bekehren. Dadurch zeigte er, daß er die beschnittenen Juden und Proselyten nicht länger bevorzugte. Diese gläubigen Nichtjuden empfingen dann den heiligen Geist vom Himmel und begannen unter seiner Einwirkung zu prophezeien. (Apg. 10:1 bis 11:18) Von diesem Zeitpunkt an wurden auch unbeschnittene Nichtjuden, die zum Glauben an Jehovas Messias kamen, in die „heilige Nation“ aufgenommen, und so wurde diese neue Nation, „das Israel Gottes“, immer zahlreicher. — Gal. 6:16.
13. Wie betrachtete Paulus die Gläubigen aus den Heiden, die Angehörige dieser „heiligen Nation“ wurden?
13 Nach der Erklärung des Apostels Paulus wurden diese nichtjüdischen Gläubigen Angehörige oder „Mitbürger“ dieser „heiligen Nation“. Er schrieb: „Ihr [seid] früher nach dem Fleische Menschen von den Nationen gewesen ...; ‚Unbeschnittenheit‘ wurdet ihr genannt von dem, was ‚Beschneidung‘ genannt wird, die mit Händen am Fleische vorgenommen wird — daß ihr zu jener besonderen Zeit ohne Christus wart, entfremdet dem Staatswesen Israels und Fremde gegenüber den Bündnissen der Verheißung, und ihr hattet keine Hoffnung und wart ohne Gott in der Welt. Jetzt aber seid ihr, die ihr mit Christus Jesus Gemeinschaft habt und einst fern wart, durch das Blut des Christus nahe gekommen. Denn er ist unser Friede, er der die zwei Teile zu e i n e m machte und die Zwischenwand, die sie voneinander abzäunte, vernichtete. ... Und er kam und verkündete die gute Botschaft des Friedens euch, den Fernen, und Friede den Nahen, denn durch ihn haben wir, beide Völker, durch e i n e n Geist den Zutritt zum Vater. Bestimmt seid ihr daher nicht mehr Fremde und als Fremdlinge ansässig, sondern ihr seid Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes, und ihr seid auf der Grundlage der Apostel und Propheten aufgebaut worden, wobei Christus Jesus selbst der Grundeckstein ist.“ — Eph. 2:11-20.
14. Durch was für Bande waren die Angehörigen dieser neuen Nation miteinander verbunden, und wo war ihr Bürgertum?
14 Da Abstammung und Nationalität nun nicht mehr bestimmten, wen Gott in diese neue Nation aufnehmen konnte, waren ihre Angehörigen nicht mehr durch fleischliche, sondern durch geistige Bande als Mitbürger miteinander verbunden. Es war eine geistige Nation. Ihre Angehörigen waren nicht nur mit Gottes heiligem Geist gesalbt, um überall die gute Botschaft von Gottes Königreich zu verkündigen, sondern sie waren auch von Gottes Geist zu Gottes geistigen Kindern gezeugt worden und hatten die Hoffnung und die Aussicht, mit Jesus Christus Teilhaber an Gottes himmlischem Königreich zu werden. Aus diesem Grunde konnte der Apostel Paulus ihnen schreiben: „Was uns betrifft: unser Bürgertum ist in den Himmeln, von woher wir auch sehnlich einen Retter erwarten, den Herrn Jesus Christus.“ (Phil. 3:20) Diese „heilige Nation“ ist deshalb das geistige Israel Gottes.
15. Warum brauchte Jehova nach dem Jahr 70 u. Z. keine Wiedergeburt des natürlichen Israel zu bewirken?
15 Um das Jahr 70 u. Z., siebenunddreißig Jahre nach dem Tod und der Auferstehung Jesu Christi, gehörten innerhalb und außerhalb des Römischen Reiches bereits Tausende zu dieser geistigen Nation Israel. Als daher die römischen Legionen unter dem Befehl des Feldherrn Titus Jerusalem und dessen Tempel zerstörten, das Land Judäa verwüsteten und die Nation des natürlichen, beschnittenen Israel vernichteten, war es nicht nötig, daß Jehova Gott eine Wiedergeburt dieser verworfenen Nation bewirkte, weder damals noch heute. Als die jüdische Nation im Jahre 70 u. Z. vernichtet wurde, hatte Jehova Gott bereits siebenunddreißig Jahre eine „heilige Nation“ geistiger Israeliten.
16. An wem erfüllen sich deshalb die biblischen Prophezeiungen heute, und wie wirkt sich dies auf die „Nation, deren Gott Jehova ist“, aus?
16 An dieser geistigen Nation Israel und durch sie haben sich die biblischen Prophezeiungen bis heute erfüllt, und sie erfüllen sich auch weiterhin an ihr. Es gibt heute noch natürliche, fleischliche Juden, Nachkommen der Nation Israel, die einst vernichtet wurde; wieviel mehr sollte es dann heute noch Angehörige des wahren geistigen „Israel Gottes“ geben! Zur Ehre und zum Ruhme Jehovas und dank seiner Macht, zu beschützen und zu bewahren, gibt es heute noch einen Überrest dieses geistigen „Israel Gottes“, und dieser Überrest genießt das unbeschreibliche Glück der „Nation, deren Gott Jehova ist“. — Ps. 33:12; Gal. 6:16.
-
-
Die Wiedergeburt der glücklichen NationDer Wachtturm 1969 | 15. Februar
-
-
Die Wiedergeburt der glücklichen Nation
1. Wem mißfällt es, daß Gott eine „Nation“ hat, und was ist alles unternommen worden, um diese Nation zu vernichten?
SATAN, dem Teufel, und seiner weltlichen Organisation mißfällt es, daß Jehova eine „Nation“ auf der Erde hat, die nach seinem Namen genannt ist und die ihn als Gott anbetet. In Psalm 83:4 wird vorhergesagt, daß die Feinde der Nation, deren Gott Jehova ist, zu ihren Verbündeten sagen: „Kommet und lasset uns sie vertilgen, daß sie keine Nation mehr seien, daß nicht mehr gedacht werde des Namens Israel!“ Die biblische Geschichte und die Weltgeschichte berichten, wie die Feinde, zu denen auch führende Angehörige des natürlichen Israel gehörten, im ersten Jahrhundert versuchten, das geistige Israel zu vernichten. Das geistige Israel hielt aber der grausamen Verfolgung stand und überlebte die Bemühungen, es auszurotten. Es blieb weiterhin eine überaus glückliche Nation, weil der Gott, den es anbetete und dem es diente, Jehova war.
2. Wieso gibt uns das, was 537 v. u. Z. geschah, die Zuversicht, daß Jehova die Macht hat, sein Volk jederzeit zu retten?
2 Keinem der Feinde im Himmel und auf der Erde wird es gelingen, Jehovas Nation auszurotten. Sollte es ihnen aber scheinbar doch gelingen, dann kann Jehova Gott, der Allmächtige, seine Nation, wenn nötig, erneut beleben. Hatte die Welt im sechsten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung so etwas für möglich gehalten? Hatte sie je zuvor so etwas gehört? Hatte sie je zuvor so etwas gesehen? Nein! Doch im Jahre 537 v. u. Z. sah sie, wie die damalige Nation, deren Gott Jehova war, eine Wiederbelebung oder Wiedergeburt erfuhr, wie es nach Jesaja 66:7, 8 vorhergesagt worden war. Das gleiche Wunder müßte dieser Gott wiederholen können, und er hat es auch wiederholt. Im ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung ließ er zu, daß jüdische und nichtjüdische Feinde das Haupt oder den König der „heiligen Nation“ geistiger Israeliten töteten. Am dritten Tag (16. Nisan 33 u. Z.) wurde dieser vom Gott dieser Nation jedoch wieder von den Toten auferweckt und zu einer Machtstellung im Himmel erhöht. Am fünfzigsten Tag, nachdem Jehova Gott den König auferweckt hatte, gab er ihm eine neugeborene Nation, das geistige Israel, „das Israel Gottes“, indem er die treuen Jünger Jesu Christi in Jerusalem durch seinen heiligen Geist zeugte. Die Feinde waren bestürzt.
3. (a) Auf wen nahm Jesus Bezug, als er, wie wir in Matthäus 21:43, 45 lesen, von einer „Nation“ sprach, und welche Früchte hat diese Nation hervorgebracht? (b) Wie verhalten sich die Nationen dieser „Nation“ gegenüber?
3 Von dieser Nation sprach Jesus Christus, als er zu den Pharisäern und den Oberpriestern von Jerusalem sagte: „Das Königreich Gottes wird von euch genommen und einer Nation gegeben werden, die dessen Früchte hervorbringt.“ (Matth. 21:43, 45) Von Pfingsten des Jahres 33 u. Z. an hat diese begünstigte „Nation“ die erwarteten Früchte hervorgebracht, indem sie das Königreich Gottes verkündigte, dessen König nicht David, sondern der königliche Nachkomme Davids ist: Jesus Christus, der nun zur Rechten Gottes, Jehovas, erhöht worden ist. (Apg. 2:36; 8:12; 14:22; 19:8; 20:25; 28:23, 30, 31) Das Hervorbringen der Früchte des Königreiches Gottes hat bewirkt, daß diese „heilige Nation“ geistiger Israeliten ein Gegenstand des Hasses aller Nationen und Völker, sogar der Nationen der Christenheit, geworden ist. (Matth. 10:22; 24:9) Kein Wunder, daß diese Hasser des Königreiches Gottes die Nation, die dessen Früchte hervorbringt, zu vernichten suchen!
4, 5. (a) Wer versetzte der Nation Gottes im Jahre 607 v. u. Z. den Todesstoß, und wer versuchte in unserem zwanzigsten Jahrhundert, das gleiche zu tun? (b) Durch welche Erklärung, die der Überrest der Gott hingegebenen, getauften und geistgezeugten Christen in seinem Organ veröffentlichte, zeigte er, daß er zur Nation Jehovas gehörte?
4 Im Jahre 607 v. u. Z., als Jerusalem zerstört und das Land Juda verwüstet wurde, versetzte das alte Babylon der Nation, deren Gott Jehova war, den Todesstoß. Im zwanzigsten Jahrhundert unserer Zeitrechnung versetzten dagegen Babylon die Große, das Weltreich der falschen Religion, und ihre politischen Liebhaber der heutigen Nation, deren Gott Jehova ist, scheinbar den Todesstoß. Mitten in unserer modernen Welt gab es noch einen Überrest Gott hingegebener, getaufter und geistgezeugter Christen, die ernsthaft die Bibel studierten und die sich ihrer geistigen Nationalität bewußt waren. In der zweiten Ausgabe ihres Organs (August 1879) bekannten sie, daß Jehova ihr Gott sei. Auf Seite 4 dieser Ausgabe hieß es: „Die Zeitschrift ‚Zions Wachtturm‘ wird, wie wir glauben, von JEHOVA unterstützt und braucht deshalb nie bei Menschen um Unterstützung zu bitten oder zu betteln.“ In der Ausgabe vom 15. August 1893 ihres Organs gaben sie zu verstehen, welcher Nation sie angehörten. Es hieß dort:
5 „‚Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, eine heilige Nation, ein Volk zum Besitztum, damit ihr die Tugenden dessen verkündet, der euch berufen hat aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht.‘ — 1. Petr. 2:9. ... Wir sind in der Tat ein solches Volk, eine solche Nation, unter Christus Jesus, unserem König, und wir sind alle nur an einem interessiert: an der Wahrheit über die Aufrichtung des Königreiches Christi auf der ganzen Erde. Unser gemeinsames Ziel besteht darin, jede andere Macht vollständig zu unterwerfen; doch im Gegensatz zu den ehrgeizigen Mächten der Welt sind wir bestrebt, ... auf der ganzen Erde Frieden und Glück herbeizuführen. Daran ist jeder treue Angehörige dieser Nation besonders interessiert. ...“ — S. 250, 251, unter der Überschrift „Ein Volk zum Besitztum“.
6. Durch welche Einstellung bewies diese geistige Nation, daß sie ganzherzig auf der Seite des Königreiches Gottes stand?
6 Als geistige Israeliten gehörten die Glieder dieses Gott hingegebenen Überrests zu dieser geistigen Nation und waren ebensowenig ein Teil dieser Welt wie Jesus und seine zwölf Apostel. (Joh. 15:19; 17:14-16; Jak. 1:27) Sie lehnten es darum ab, sich mit den Nationen am Ersten Weltkrieg zu beteiligen; sie nahmen keine Waffe in die Hand und erklärten sich für neutral. Durch ihr Organ und durch andere Schriften der Watch Tower Bible and Tract Society hatten sie auf das Jahr 1914 hingewiesen und gezeigt, daß nach der Bibel in jenem Jahr die „Zeiten der Nationen“ ablaufen würden und das Königreich Christi endgültig zur Macht kommen werde. Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges in jenem Jahr bestätigte ihre auf der Bibel beruhende Überzeugung. Sie predigten, daß danach alle Nationen dieser Welt in Harmagedon, der „Schlacht des großen Tages Gottes, des Allmächtigen“, endgültig vernichtet würden. Das Königreich Christi sei daher die einzige Hoffnung der Menschheit.
7. Wie ging Babylon die Große gegen diese heilige Nation vor, und was dachte sie?
7 Wegen dieser Handlungsweise im Ersten Weltkrieg (1914—1918) wurde der kleine Überrest der „heiligen Nation“ geistiger Israeliten um Jesu willen „Gegenstand des Hasses aller Nationen“, wie er es in seiner Prophezeiung über den Abschluß des gegenwärtigen Systems der Dinge vorhergesagt hatte. (Matth. 24:3-9) Babylon die Große, das Weltreich der falschen Religion, veranlaßte ihre politischen Liebhaber, gegen den Überrest der Nation, deren Gott Jehova ist, vorzugehen. Auch an die nationalistischen und patriotischen Gefühle wurde appelliert, um die Mehrheit des Volkes und die Gerichte aufzuhetzen. Das führte zu heftigen Verfolgungen. Auf ganz verschiedene Art versuchte man in verschiedenen Ländern von seiten der Regierung, den Überrest zu unterdrücken, ja man ging sogar so weit, daß man diese Internationalen Bibelforscher verbot. Auch die Schriften der Watch Tower Society, die sie beim Studium des geschriebenen Wortes Jehovas benutzten, wurden ganz oder teilweise verboten. Als Babylon die Große schließlich kurz vor dem entscheidenden Ende des Weltkrieges (1918) erfuhr, daß der damalige Präsident, der Sekretär-Kassierer und zwei weitere Redaktionsmitglieder sowie drei andere führende Beamte der Watch Tower Bible & Tract Society zu je zwanzig Jahren Gefängnis verurteilt und in die Bundesstrafanstalt eingeliefert worden waren, dachte sie, sie habe über die „Nation, deren Gott Jehova ist“, endgültig gesiegt.
EINE NATION, DIE „MIT E I N E M MALE“ GEBOREN WURDE
8. (a) Womit hatte Babylon die Große, nachdem sie ihrer Meinung nach dieser Nation den Todesstoß versetzt hatte, nicht gerechnet? (b) Auf welch dramatische Weise erfolgte im Jahre 1919 eine Wiedergeburt, und was geschah danach?
8 Babylon die Große und ihre politischen Liebhaber glaubten, der „Nation, deren Gott Jehova ist“, sei der Todesstoß versetzt worden. Sie dachten nicht mehr an das, was Gott im Jahre 537 v. u. Z. getan hatte. Sie rechneten nicht damit, daß dieser Gott das gleiche nochmals tun könnte, um die Prophezeiung in Jesaja 66:7, 8 endgültig und vollständig zu erfüllen. Doch er tat dies! Im darauffolgenden Jahr, im ersten Nachkriegsjahr (1919), erlebten Babylon die Große und ihre politischen Liebhaber, wie die „Nation, deren Gott Jehova ist“, „mit e i n e m Male“ erneut geboren und ihr „Land“ wie „an e i n e m Tage“ hervorgebracht wurde, das heißt, wie sie als religiöse Organisation wieder zu wirken begann. Ganz unerwartet wurden die tatkräftigen und führend vorangehenden Vertreter der Watch Tower Society aus dem Gefängnis entlassen und rehabilitiert. Die internationale Organisation wurde wiederaufgebaut, der erste internationale Nachkriegskongreß in Cedar Point (Ohio) fand statt, und eine neue Zeitschrift, eine Schwesterzeitschrift der weiterhin erscheinenden Zeitschrift Der Wachtturm, kam heraus. Mit neuer Kraft, wie von den Toten auferstanden, trat der verfolgte Überrest der „Nation, deren Gott Jehova ist“, furchtlos auf die Bühne der öffentlichen Tätigkeit.
9. (a) Wer freute sich über die Wiedergeburt dieser Nation? (b) Wer war dagegen unglücklich und erlebte einen gewaltigen Sturz?
9 Durch die wiederbelebende Kraft des ausgegossenen Geistes Gottes war der Überrest wieder auf den Plan getreten und brachte voller Tatkraft wieder die Früchte des Königreiches hervor, indem er fortan verkündigte, daß dieses Reich im Jahre 1914, am Ende der Zeiten der Nationen, im Himmel an die Macht gelangt sei. Wie glücklich doch die „Nation, deren Gott Jehova ist“, sein konnte, und zwar nicht nur ihr noch auf der Erde lebender Überrest, sondern auch ihr König Jesus Christus und ihre anderen im Himmel auferweckten Glieder! (Ps. 33:12) Doch wie unglücklich muß dagegen Babylon die Große samt der Christenheit gewesen sein, als sie diesen eindeutigen Beweis dafür sah, daß sie gefallen war, das heißt, daß sie ihre Macht über Jehovas „Nation“ verloren hatte und unter Jehovas endgültiges Vernichtungsurteil gefallen war, das nun bald vollstreckt werden wird! Babylon die Große muß wie ihr Vorbild, das 539 v. u. Z. von Kores dem Großen gestürzt wurde, gefallen sein, sonst wäre der Überrest der „Nation, deren Gott Jehova ist“, im Jahre 1919 nicht freigelassen worden. (Offb. 14:8) Wie glücklich konnte doch die wiedergeborene Nation über diesen Sturz Groß-Babylons sein!
10. Warum werden die 144 000 Glieder dieser wiedergeborenen Nation in der Zukunft sehr glücklich sein, und warum sind sie es heute schon?
10 Seit der Wiedergeburt der „Nation“ und seit ihrer Befreiung aus Groß-Babylon im Jahre 1919 hat zu ihrer großen Freude die Zahl der Glieder des Überrests zugenommen. Jehova, ihr Gott, hat vorherbestimmt, daß ihre Bürgerschaft im Himmel insgesamt 144 000 Glieder und den König Jesus Christus einschließen soll. (Offb. 7:4-8; 14:1-3) Ja, diese Nation geistiger Israeliten wird in der Tat glücklich sein, wenn ihre letzten Glieder, die heute noch auf der Erde sind, ihr Leben in Treue beendet haben und mit den anderen Gliedern der Nation im Himmel vereint sein werden und wenn dann alle 144 000 Glieder zusammen mit ihrem König Jesus Christus in Herrlichkeit herrschen werden, zur Rechtfertigung der universellen Souveränität ihres Gottes und zum ewigen Segen aller Familien der Erde, ja zum Segen der Lebenden und der Toten. Doch schon heute, in der „Zeit des Endes“ der sich ängstigenden Nationen, hat der noch auf der Erde weilende Überrest der „Nation, deren Gott Jehova ist“, wie nie zuvor Grund, glücklich zu sein, und er bemüht sich liebevoll, dieses Glück mit anderen zu teilen.
IMMER MEHR MENSCHEN HABEN AN IHREM GLÜCK TEIL
11. Wer hat sich dieser Nation nun angeschlossen, und was ist dadurch entstanden?
11 In ihrer Bedrängnis unternehmen heute immer mehr Menschen Schritte, um an diesem Glück, dem einzig wahren Glück, das es noch auf der Erde gibt, teilzuhaben. Besonders seit dem Jahre 1935 hat sich die in Offenbarung 7:9-17 vorhergesagte „große Volksmenge“ von dieser Welt abgesondert und sich der Nation der geistigen Israeliten angeschlossen. (Sach. 8:20-23) Sie sind eine Art „seßhafte Fremdlinge“ innerhalb der „Tore“ der geistigen Nation Israel geworden und genießen dieselben Segnungen wie sie. (2. Mose 20:10, NW) Da für diese „große Volksmenge“ keine bestimmte Zahl vorausgesagt worden ist, hat sie bis heute Jahr für Jahr zugenommen. Sie ist mit der Nation der geistigen Israeliten gleichsam „e i n e Herde“ geworden, unter „e i n e m Hirten“, unter Jesus Christus, dem König. — Joh. 10:16.
12. Wer muß der Gott dieser glücklichen Nation geistiger Israeliten und der glücklichen „großen Volksmenge“ sein, und wie beten sie ihren Gott an?
12 Trotz der immer schlechter werdenden Verhältnisse unter den Nationen genießen sie gemeinsam ihr Glück weiterhin. Da die Glieder dieser „großen Volksmenge“ sich als Nachfolger Jesu Christi Gott vollständig hingegeben haben und im Wasser getauft worden sind, haben sie denselben Gott wie die Nation der geistigen Israeliten, nämlich Jehova. Der christliche Apostel Paulus nannte ihn den „glücklichen Gott“. Sollten die Anbeter dieses Gottes auf der Erde nicht ebenso glücklich sein wie er? (1. Tim. 1:11) Wenn sie nicht glücklich wären, dann müßte man gemäß
-