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Untertan den Höheren GewaltenDer Wachtturm 1951 | 15. Januar
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Zeit zu geben? Glücklich ist jener Sklave, den sein Meister bei seiner Ankunft also tuend findet. Wahrlich, ich sage euch, er wird ihn über all seinen Besitz einsetzen.“ (Matth. 24:45-47, NW) Dies bedeutet jedoch nicht, dass er diesen „treuen und verständigen Sklaven“ zu einem Teil der „höheren Obrigkeiten“ mache, um das Hinrichtungsschwert zu schwingen. Da die Einsetzung dieser treuen Klasse eine theokratische ist, sollte sie respektiert werden, und man sollte ihre Dienste, als von den „höheren Obrigkeiten“ kommend, froh annehmen.
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Vollzug des Gerichts an GegnernDer Wachtturm 1951 | 15. Januar
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Vollzug des Gerichts an Gegnern
1. Auf welche Organisation bezieht sich Römer 13:2? Warum muss also die „Obrigkeit“ respektiert und weshalb darf nicht Stellung dagegen bezogen werden?
IM HINBLICK auf Jehovas theokratische Organisation sagt Paulus: „Wer sich daher wider die Obrigkeit aufstellt, hat Stellung genommen wider die Anordnung Gottes; jene, die Stellung wider sie genommen haben, ziehen sich ein Gericht zu.“ (Röm. 13:2, NW) Jehova Gott hat eine universelle Organisation seiner treuen Geschöpfe im Himmel und auf Erden aufgebaut, und verschiedene Geschöpfe setzt er in Stellungen von besonderer Autorität. Diese vertreten ihn, und aus diesem Grunde sind sie zu respektieren. Sie haben sich diese Autorität nicht selbst angemasst. Sie haben sie von Gott auf theokratischem Wege erhalten. Wir sollen daher die „Autorität“, das Amt, achten, das der Diener Gottes bekleidet, auch wenn wir persönlich über den Diener im Amt Einwendungen machen möchten. Gott hat die theokratische Organisation der christlichen Versammlung errichtet. Er hat Jesus von Nazareth zu ihrem Haupte gemacht und hat ungelehrte, gewöhnliche Männer als Apostel ihm am nächsten in der Organisation gesetzt. Die ungläubigen Juden, besonders ihre religiösen Führer, widersetzten sich dieser Anordnung Gottes und verfolgten Jesus und seine Apostel. So handelnd, nahmen sie Stellung wider Gottes Anordnung, ja bekämpften ihn. Gamaliel, ein Gesetzeslehrer, warnte den jüdischen Sánhedrin davor mit den Worten: „Befasset euch nicht mit diesen Menschen, sondern lasst sie gehen; (denn wenn dieser Plan und dieses Werk von Menschen ist, wird dies niedergerissen; wenn es aber von Gott ist, werdet ihr sie nicht niederwerfen können;) sonst möget ihr gar als solche erfunden werden, die eigentlich wider Gott kämpfen.“ (Apg. 5:38, 39, NW) Weil es Gottes Anordnung ist, wider welche die Gegner Stellung beziehen und kämpfen, ziehen sie sich dadurch ein direktes Gericht von ihm zu. Er wird es bestimmt an ihnen vollziehen.
2. Warum hat der Lauf der Nationen seit 1914 gezeigt, dass sie nicht die „höheren Obrigkeiten“ sind? Weshalb können wir uns nicht auf ihre Seite stellen?
2 Im Jahre 1914 n. Chr. liefen die bestimmten Zeiten der Nationen ab. Damals setzte Gott seinen Sohn in die Autorität als König der neuen Welt ein. So ist die „Autorität seines Christus“ gekommen, und Gott sagt nun: „Alle Engel Gottes sollen ihn anbeten.“ (Off. 12:10 und Heb. 1:6, NW) Die Nationen dieser Welt, die darauf bedacht waren, ihre eigene Beherrschung der Erde aufrechtzuerhalten, bekämpfen diese theokratische Einsetzung Christi, und sie haben seither getobt und aus Opposition Eitles ersonnen. Jehovas Zeugen fahren fort, sie zu warnen, weil sie so Stellung wider die unüberwindliche Anordnung Gottes genommen haben und sich dafür Gottes Verurteilung zuziehen. Sein feuriges Gericht wird in ihrer gänzlichen Vernichtung in der Schlacht von Harmagedon an ihnen vollzogen werden. Aus diesem besonderen Grunde könnten die weltlichen, politischen Herrscher nicht die „höheren Obrigkeiten“ sein, denen christliche Seelen in allem untertan sein sollen. Wenn wir uns ihren Ideen im Interesse ihrer weiteren politischen Beherrschung der Erde unterzögen, so würden wir uns selbst mit ihnen wider Jehovas Königreich und seinen Christus stellen. Mit ihnen würden wir dann selbst ein Gericht empfangen und in Harmagedon mit ihnen Vernichtung erleiden.
3, 4. Sind etwa weltliche Herrscher nicht ein Gegenstand der Furcht für die gute Tat? Sind sie Gottes Diener für uns zum Guten?
3 Es gereicht uns zum Guten, dass wir den „höheren Obrigkeiten“ und Gottes Anordnung derselben untertan sind. „Denn die da herrschen sind ein Gegenstand der Furcht, nicht für die gute Tat, sondern für die üble. Willst du also keine Furcht vor der Obrigkeit haben? Dann beharre im Gutestun, und du wirst Lob von ihr haben, denn sie ist Gottes Dienerin für dich zum Guten.“ (Röm. 13:3, 4, NW) Dies kann nicht von weltlichen Herrschern gesagt werden, die Nachsicht haben mit Übeltätern und diejenigen loben und preisen, die in diesem System der Dinge Böses tun. Die grösste gute Tat, die jemand verrichten könnte, ist Dienst für Gott gemäss seinen Geboten und Betätigung als ein Diener seines Wortes, indem man Zeugnis ablegt für seinen Namen, sein Vorhaben und seine universelle Oberhoheit. Doch in Ländern hinter dem „eisernen Vorhang“ und in sogenannt demokratischen Ländern, wo faschistische Diktatoren und totalitäre Hierarchien die Gewalt innehaben, wird es Jehovas Zeugen verboten, eine solch gute Tat zu tun. Ja, in allen Ländern werden sie auf verschiedene Weise dafür bestraft, dass sie dem lebendigen, wahren
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