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  • „Jehova hat Großes getan“
  • Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 1980
Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 1980
w80 15. 3. S. 23

„Jehova hat Großes getan“

WIE erfrischend ist es doch, ‘einen guten Bericht aus fernem Lande’ zu erhalten! (Spr. 25:25). Es war in der Tat eine Freude, einen Brief aus Bangui (Zentralafrikanische Republik) zu erhalten, der vom 1. Oktober 1979 datiert und auf dem offiziellen Briefpapier der Zeugen Jehovas geschrieben war. Die Zeugen sind in diesem Land als „Association Les Témoins de Jehovah“ (die französische Bezeichnung) eingetragen. Der Brief begann mit den Worten:

„Seid Ihr überrascht, diesen Briefkopf der Association zu sehen? Nun, wir hier sind genauso überrascht wie Ihr. In der Tat, seit Donnerstag, dem 27. September, 18 Uhr sind alle Zeugen Jehovas hier ... überglücklich und mit der gleichen unaussprechlichen Freude erfüllt, wie sie in Psalm 126 zum Ausdruck kommt. Zu dieser Stunde wurde über den Staatsrundfunk hier in Bangui öffentlich bekanntgegeben, daß das am 19. August 1976 verkündete Verbot der Zeugen Jehovas praktisch aufgehoben ist und daß wir wieder berechtigt sind, im ganzen Staatsgebiet der Zentralafrikanischen Republik frei zu predigen.“

Zusammen mit dieser freudigen Nachricht traf ein Exemplar des Regierungsdekrets ein, das der Präsident der Republik, David Dacko, unterzeichnet hatte. Darin wurde das Verbot offiziell aufgehoben. Dacko löste Kaiser Bokassa am 20. September 1979 als Staatschef ab. Man muß ihn dazu beglückwünschen, daß er so rasch vorgegangen ist, um die Religions- und Redefreiheit für die unterdrückten Zeugen Jehovas wiederherzustellen.

Wie haben die Zeugen auf dieses erfreuliche Vorgehen der Regierung reagiert? In dem Bericht aus Bangui heißt es weiter:

„Die Freunde [Brüder] haben sehr schnell ihre eifrige Tätigkeit wiederaufgenommen. Schon am vergangenen Wochenende ging eine große Anzahl begeistert wieder von Tür zu Tür. Die wenigen Versammlungen, die Zugang zu ihrem Königreichssaal hatten, versammelten sich bereits am Sonntag zum öffentlichen Vortrag und zum Wachtturm-Studium. Allein drei Versammlungen hier in der Stadt — mit insgesamt 150 [Zeugen] — zählten gestern zusammen 612 Anwesende. Sogar viele Leute, die keine Zeugen Jehovas sind, haben ihre Freude darüber zum Ausdruck gebracht, daß das Verbot aufgehoben wurde. ... [Einige] fragen sich ..., warum alle anderen Religionsgemeinschaften so eng mit der ... [früheren Regierung] zusammengearbeitet haben und nur Jehovas Zeugen völlig neutral geblieben sind.“

Die neutrale Haltung, die Jehovas Zeugen hinsichtlich der politischen Revolutionen und Konflikte, die sich heute in verschiedenen Teilen Afrikas abspielen, einnehmen, hat ihnen die Achtung vieler eingebracht, auch die Achtung einiger Herrscher. Im Gegensatz zu den Kirchen der Christenheit, die sich bei jedem Herrschenden, sei er despotisch oder liberal, lieb Kind zu machen suchen, vertreten Jehovas Zeugen konsequent den für wahre Christen einzig richtigen Standpunkt, nämlich „kein Teil der Welt“ zu sein. Deswegen müssen sie in vielen Ländern Verfolgung erdulden. Dies nehmen sie aber willig auf sich, wie schon ihr Herr, Jesus Christus, es tat, der „für die vor ihm liegende Freude“ alles erduldete (Joh. 15:18-21; Hebr. 12:2).

Gamaliel, der im 1. Jahrhundert zur Obrigkeit in Jerusalem gehörte, gab einmal in bezug auf die damaligen Christen den weisen Rat: „Steht ab von diesen Menschen, und laßt sie gehen“ (Apg. 5:38). Der Präsident der Zentralafrikanischen Republik, David Dacko, hat, was die christlichen Zeugen Jehovas betrifft, genauso nobel gehandelt. Dies wird ihm die Anerkennung freiheitsliebender Menschen in aller Welt eintragen. Und es bleibt zu hoffen, daß die Herrscher in anderen afrikanischen Ländern, in denen die Zeugen immer noch verboten sind, seinem Beispiel folgen und diesen harmlosen Christen die Freiheit einräumen, Gott so anzubeten, wie er es ihnen in seinem Wort, der Bibel, gebietet.

Jehovas Zeugen in der Zentralafrikanischen Republik sind wirklich hoch erfreut und möchten ihrer Freude durch die Worte aus Psalm 126:2, 3 Ausdruck verleihen: „Unser Mund [wurde] mit Lachen erfüllt und unsere Zunge mit Jubel. Zu jener Zeit ging man daran, unter den Nationen zu sagen: ,Jehova hat Großes getan durch das, was er mit ihnen getan hat.‘ Jehova hat Großes getan durch das, was er mit uns getan hat. Wir sind fröhlich geworden.“

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