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  • Harre aus — die Erfüllung der Verheißung ist nahe!
    Der Wachtturm 1977 | 15. März
    • 15. Welche Hoffnung haben gemäß 2. Petrus 3:13, 14 die Christen, denen die „neue Geburt“ gegeben wurde?

      15 Ihre Hoffnung stimmt nicht mit der Hoffnung dieser Welt überein. Ihre Hoffnung entspringt der göttlichen Verheißung. Die herrliche Erfüllung dieser Verheißung ist jetzt nahe. Vor über neunzehnhundert Jahren schrieb Petrus die Worte nieder: „Es [gibt] neue Himmel und eine neue Erde, die wir gemäß seiner Verheißung erwarten, und in diesen wird Gerechtigkeit wohnen. Deshalb, Geliebte, da ihr diese Dinge erwartet, tut euer Äußerstes, um schließlich von ihm fleckenlos und makellos und in Frieden erfunden zu werden“ (2. Petr. 3:13, 14). Diese „neuen Himmel“ sind die „Stadt“, die der treue Abraham so geduldig erwartete: die himmlische Regierung, „die wahre Grundlagen hat, deren Erbauer und Bildner Gott ist“ (Hebr. 11:10). Die „neue Erde“ ist die neue menschliche Gesellschaft, bestehend aus denen, die durch den geistigen „Samen Abrahams“ gesegnet werden (1. Mose 22:18; Offb. 21:1).

      WIE CHRISTUS KEIN TEIL DER WELT

      16. Warum dürfen Christen also nicht an der Politik und den Auseinandersetzungen der weltlichen Nationen interessiert sein?

      16 Wie könnten Christen, die doch „Fremdlinge und zeitweilig Ansässige“ sind und die als solche die Erfüllung dieser göttlichen Verheißung erwarten, an der Politik und den Kriegen der Nationen interessiert sein? Wenn sie ihr Herz wirklich auf die „neuen Himmel“ und eine „neue Erde“, die mit Gottes Königreich in Verbindung stehen, gerichtet halten, so können sie dies keinesfalls tun.

      17. Wieso kann jemand, der den Worten Christi aus Matthäus 6:32, 33 gehorcht, seine Aufmerksamkeit nicht gleichzeitig dem Königreich Gottes und den von Menschen geschaffenen Königreichen schenken?

      17 Jesus Christus sagte zu seinen Jüngern: „Euer himmlischer Vater weiß, daß ihr all diese [materiellen] Dinge benötigt. So fahrt denn fort, zuerst das Königreich und Seine Gerechtigkeit zu suchen“ (Matth. 6:32, 33). Zuerst das Königreich unseres himmlischen Vaters zu suchen würde auch bedeuten, daß wir uns an der Erfüllung der Prophezeiung Jesu beteiligen: „Diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen“ (Matth. 24:14). Ein gehorsamer Christ kann sich nicht auf Kompromisse einlassen; er kann seine Zeit und Aufmerksamkeit nicht gleichzeitig den Interessen des Königreiches Gottes und den Interessen menschlicher Königreiche widmen und dennoch Gottes Königreich an die erste Stelle setzen und Gottes Gunst erlangen.

      18. Warum dürfen sich Christen nicht zu einem Teil dieser Welt machen?

      18 Da Christen für diese alte Welt „Fremdlinge und zeitweilig Ansässige“ sind, dürfen sie sich nicht wieder zu einem Teil der Welt machen. Täten sie das, so wären sie nicht in das Gebet eingeschlossen, das Jesus an Gott richtete: „Ich bitte dich ... um dessentwillen, der böse ist, über sie zu wachen. Sie sind kein Teil der Welt, so, wie ich kein Teil der Welt bin. Heilige sie durch die Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit“ (Joh. 17:15-17). Dieses Gebet war berechtigt, denn der, „der böse ist“, ist „der Herrscher dieser Welt“ (Joh. 12:31; 14:30).

      19. Was müssen Christen als „Fremdlinge und zeitweilig Ansässige“ von dieser Welt in Kauf nehmen?

      19 Liebt die vom Teufel beherrschte Welt die christlichen „Fremdlinge und zeitweilig Ansässigen“, die es konsequent ablehnen, ein Teil dieser Welt zu werden? Liebte die Welt Jesus Christus, weil er, wie er sagte, „kein Teil der Welt“ war? Der Jünger ist nicht größer als sein Meister. Jesus sagte deshalb zu seinen Jüngern: „Wenn die Welt euch haßt, wißt ihr, daß sie mich gehaßt hat, bevor sie euch haßte. Wenn ihr ein Teil der Welt wäret, so wäre der Welt das Ihrige lieb. Weil ihr nun kein Teil der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt auserwählt habe, deswegen haßt euch die Welt. Behaltet das Wort im Sinn, das ich euch gesagt habe: Ein Sklave ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen ... Ja die Stunde kommt, da jeder, der euch tötet, meinen wird, er habe Gott einen heiligen Dienst erwiesen“ (Joh. 15:18-20; 16:2). Der echte Christ, der die Erfüllung der göttlichen Verheißung erleben möchte, muß den Haß der Welt in Kauf nehmen und damit rechnen, von ihr schlecht behandelt zu werden.

      20. Woran sollten sich die jüdischen Christen, die wie Jesus gehaßt wurden, gemäß Hebräer 10:32-34 erinnern?

      20 Die jüdischen Christen in der römischen Provinz Judäa und vor allem in deren Hauptstadt Jerusalem erlebten die Erfüllung dieser warnenden Worte Jesu Christi, ihres messianischen Meisters. Etwa achtundzwanzig Jahre nachdem Jesus die obenerwähnten Worte geäußert hatte, konnte der Apostel Paulus, ein jüdischer Christ, den hebräischen Gläubigen in Jerusalem folgende stärkende Worte schreiben: „Gedenket ... weiterhin der früheren Tage, in denen ihr, nachdem ihr erleuchtet worden wart, einen großen Kampf unter Leiden erduldet habt, indem ihr bisweilen wie in einem Schauspiel sowohl Schmähungen als auch Drangsalen ausgesetzt wurdet und bisweilen Teilhaber mit denen wurdet, die eine solche Erfahrung machten. Denn ihr brachtet Mitgefühl für diejenigen zum Ausdruck, die im Gefängnis waren, und nahmt auch den Raub eurer Habe mit Freuden hin, da ihr wißt, daß ihr selbst einen besseren und bleibenden Besitz habt“ (Hebr. 10:32-34).

      CHRISTLICHE „GESANDTE“

      21, 22. (a) Wen sendet Gott wegen der feindseligen Einstellung der Welt ihm gegenüber zu den Menschen, und zu welchem Zweck? (b) Wie werden wir in 2. Korinther 5:19-21 auf diese Tatsache aufmerksam gemacht?

      21 Die Welt ist Jehova Gott und seinem Volk gegenüber offensichtlich feindlich eingestellt. Gott hat deshalb seine ihm hingegebenen getauften Anbeter, die von ihm eine „neue Geburt“ erhalten haben (1. Petr. 1:3), als Gesandte mit einem Dienst der Versöhnung betraut. Er sendet sie in die ihm entfremdete Welt aber nicht, um diese um Frieden zu bitten und mit ihr einen Kompromiß einzugehen. Die zum Untergang verurteilte Welt kann Gott keine Friedensbedingungen stellen (Luk. 14:31, 32). Gott sendet seine Gesandten aus, damit sie Einzelpersonen in der Welt bitten, Gottes liebevolle Bedingungen anzunehmen, um in ein friedliches Verhältnis zu ihm zu gelangen und dadurch am Leben zu bleiben. Der zum Christentum bekehrte Jude Paulus und sein halbjüdischer Gefährte Timotheus lenkten die Aufmerksamkeit auf diese Tatsache mit den Worten, die wir in 2. Korinther 5:19-21 lesen:

      22 „Gott [versöhnte] durch Christus eine Welt mit sich ..., indem er ihnen ihre Verfehlungen nicht anrechnete, und er hat uns das Wort der Versöhnung anvertraut. Wir sind daher Gesandte an Christi Statt, als ob Gott durch uns inständig bitte. An Christi Statt bitten wir: ,Werdet versöhnt mit Gott.‘ Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir in Gemeinschaft mit ihm Gottes Gerechtigkeit würden.“

      23. Warum sind diese christlichen „Gesandten“ wegen des „Wortes der Versöhnung“, das sie verkündigen, nicht berechtigt, sich in die Politik und in die Konflikte dieser Welt einzumischen?

      23 Da die als Gesandte an Christi Statt beauftragten Christen zu allen Nationen gesandt worden sind, müssen sie „das Wort der Versöhnung“ Menschen mit den verschiedensten politischen Anschauungen vermitteln: Demokraten, Republikanern, Sozialisten, nationalsozialistisch- und faschistischgesinnten Personen, Kommunisten, Konservativen, Mitgliedern von Arbeiterparteien usw. Gottes „Wort der Versöhnung“ gilt unterschiedslos allen Menschen. Aus diesem Grund können Gottes „Gesandte an Christi Statt“ sich in keinem Land mit Politik befassen und keiner politischen Partei beitreten. Als Gottes „Gesandte“ sind sie „Fremdlinge und zeitweilig Ansässige“, ganz gleich, in welchem Land sie „diese gute Botschaft vom Königreich“ predigen. Sie gedenken der Worte des Apostels Paulus: „Unser Bürgertum besteht in den Himmeln“ (Phil. 3:20, 21), und sie wissen deshalb, daß sie nicht berechtigt oder befugt sind, sich in politische Angelegenheiten einzumischen. Sie müssen gegenüber der Landes- und auch gegenüber der Kommunalpolitik streng neutral bleiben und sich aus den durch Selbstsucht hervorgerufenen Konflikten dieser Welt heraushalten.

      24. Wie werden diese „Gesandten“ trotz ihrer Gesetzestreue von der Welt behandelt, wie das aus den Worten des Apostels Paulus in Epheser 6:19, 20 hervorgeht?

      24 Sie sind sehr gesetzestreu, zahlen ihre Steuern und handeln im Interesse des Allgemeinwohls. Dennoch werden diese Gesandten an Christi Statt von der Welt gehaßt, wie Christus selbst gehaßt wurde (Matth. 22:21; Röm. 13:1-7). Es ist daher nicht verwunderlich, daß sich Paulus, nur ungefähr sechs Jahre nachdem er die Worte in 2. Korinther 5:19-21 geschrieben hatte, als Gefangener in Rom befand und deshalb an die Versammlung in Ephesus (Kleinasien) schrieb: „[Betet] auch für mich, daß mir beim Auftun meines Mundes die Fähigkeit zu reden gegeben werde, um mit allem Freimut der Rede das heilige Geheimnis der guten Botschaft bekanntzumachen, für die ich als ein Gesandter in Ketten amte“ (Eph. 6:19, 20).

      25. Wozu muß jemand, der als christlicher Gesandter tätig ist, bereit sein, und wie sollte er zu seinem irdischen Besitz eingestellt sein?

      25 Wie vor neunzehnhundert Jahren, so muß auch heute jemand, der unter den gottentfremdeten Menschen als ein ‘Gesandter an Christi Statt’ dient, bereit sein, solche Leiden zu ertragen. Paulus gab uns in dieser Hinsicht ein gutes Beispiel. Er kam seinem Auftrag als Gesandter oder Diener Christi treu nach. Er sagte: „In jeder Weise empfehlen wir uns als Gottes Diener: durch das Ausharren in vielem, in Drangsalen, in Notlagen, in Schwierigkeiten, bei Schlägen, in Gefängnissen“ usw. (2. Kor. 6:4, 5). Als Mitleidender konnte Paulus seine hebräischen christlichen Brüder ermuntern, weiterhin auszuharren, wie sie schon ausgeharrt hatten, als sie, kurz nachdem sie das Licht der biblischen Wahrheit empfangen hatten, vieles erdulden mußten. Wenn sie auch ihren ganzen irdischen Besitz verlieren würden, so hätten sie (und auch er) dennoch „einen besseren und bleibenden Besitz“ (Hebr. 10:32-34).

      26. Warum müssen christliche Gesandte und Boten weiterhin treu ausharren?

      26 Müssen wir als Jehovas christliche Zeugen, als seine Gesandten oder Boten an Christi Statt, heute nicht auch ausharren lernen? Doch, denn wir werden noch weiter ausharren müssen. Seit dem Ende der Zeiten der Nationen im Jahre 1914 sind schon viele von uns in der uns feindlich gesinnten Welt verfolgt und mißhandelt worden. Wir haben noch mehr solche Erfahrungen zu erwarten, bevor sich Gottes Verheißung „neuer Himmel“ und einer „neuen Erde“, in denen für immer Gerechtigkeit wohnt, erfüllen wird (2. Petr. 3:13). Die Erfüllung dieser Verheißung rückt immer näher. Die Generation, die Zeuge der ungerechten Verfolgung gewesen ist, der Gottes Gesandte und Boten seit dem Ersten Weltkrieg (1914—1918) ausgesetzt gewesen sind, ist eine gekennzeichnete Generation. Wieso? Da sie die Erfüllung der göttlichen Verheißung hinsichtlich der Errichtung des gerechten neuen Systems der Dinge erleben wird (Matth. 24:34; Mark. 13:30). Darum sollten wir weiterhin vertrauensvoll und treu ausharren!

  • Die Verheißung erfüllt sich an denen, die Gottes Willen tun
    Der Wachtturm 1977 | 15. März
    • Die Verheißung erfüllt sich an denen, die Gottes Willen tun

      1, 2. (a) Wozu sind wir entschlossen, obwohl die Welt es heute denen, die Gottes Willen tun, schwermacht? (b) Wo finden wir Gottes Zusicherung, daß er uns die nötige Kraft zum Ausharren geben wird?

      DIE gegenwärtige Welt macht es uns schwer, Gottes Willen zu tun. Dennoch sind wir entschlossen, seinen Willen zu tun, solange diese Welt besteht, und das ist nicht mehr allzulange. Wenn wir aber an diesem Entschluß festhalten wollen, müssen wir damit rechnen, von der Welt weiter angefeindet und verfolgt zu werden. Gott hat jedoch verheißen, daß er uns stärken wird, damit wir ausharren können, bis sich seine Verheißung erfüllt hat. Es liegt somit an uns, ebenso an seine Verheißung zu glauben wie einst Abraham. Gott, der Allmächtige, kann uns den nötigen Glauben

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