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Die wahre Anbetung — der Weg zu Gottes KönigreichDer Wachtturm 1964 | 15. Juni
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ihr einander liebt. Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt.“ Ja, so selten ist diese Liebe, daß sie ein Merkmal derer ist, die die wahre Anbetung ausüben. — Joh. 13:34, 35, NW; 1. Joh. 4:20; 3:15.
Diese Anbetung bringt auch noch andere Früchte hervor. Nach dem Bibelbuch „An die Galater“ gehören dazu unter anderem „Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glauben, Milde, Selbstbeherrschung“. Um diese Frucht des Geistes Gottes hervorbringen zu können, muß man die Werke des Fleisches aufgeben, nämlich: „Hurerei, Unreinheit, ein zügelloser Wandel, Götzendienst, Ausübung von Spiritismus, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Wutausbrüche, Wortzänkereien, Spaltungen, Sekten, Neidereien, Trinkgelage, Schwelgereien und dergleichen Dinge.“ Die Bibel sagt warnend, daß jene, „die solche Dinge treiben, Gottes Königreich nicht ererben werden“. — Gal. 5:19-23, NW.
Die Anbetung, die zu Gottes Königreich führt, unterscheidet sich auch dadurch von anderen Formen der Anbetung, daß sie dieses Königreich — nicht die Unterstützung des gegenwärtigen Systems der Dinge mit seiner Politik und seinem Militarismus — in den Mittelpunkt des Interesses rückt. Heute sieht man jedoch überall, wie religiöse Gruppen mit den weltlichen Regierungen gemeinsame Sache machen und ihre militärischen Unternehmungen gutheißen. Das kann sowohl von den Religionen des Ostens als auch von den sogenannten christlichen Religionen des Westens, das heißt von der Christenheit, gesagt werden. — Joh. 15:19; Jes. 2:2-4.
Obwohl Jesus Christus seine Nachfolger anwies, gesetzestreue Bürger zu sein, sagte er von der himmlischen Regierung, zu deren König ihn Gott gesalbt hatte: „Mein Königreich ist kein Teil dieser Welt.“ Aus diesem Grund sagte er auch von seinen Jüngern: „Sie sind kein Teil der Welt, so wie ich kein Teil der Welt bin.“ — Joh. 18:36; 17:16; Matth. 22:21, NW.
Die Nachfolger Jesu des ersten Jahrhunderts waren sich dessen wohl bewußt. Der Jünger Jakobus bestätigte es, als er sagte, die reine Anbetung verlange auch, daß man sich „von der Welt unbefleckt“ erhalte. — Jak. 1:27.
Die Anbeter Jehovas glauben daher nicht wie viele andere, daß eine menschliche Regierung, besonders die als Vereinte Nationen bekannte Weltfriedensorganisation, die „sicherste Hoffnung auf Frieden“ sei, sondern betrachten die Sache vom göttlichen Standpunkt aus und sehen in Jesus Christus den Friedefürsten und im Königreich Gottes die einzige Hoffnung der Menschen auf ewigen Frieden. Sie befürworten freimütig dieses Königreich und verkündigen es auch öffentlich und von Haus zu Haus, wie Jesus es tat, als er auf der Erde war. Diese Predigttätigkeit gehört zu der wahren Anbetung, der Anbetung, die zu Gottes Königreich führt. — Jes. 9:6; Matth. 4:17.
Im Hinblick auf deine ewige Rettung solltest auch du — ganz gleich, welche Form der Anbetung du bis dahin gepflegt hast — auf das hören, was der Schöpfer des Menschen über die wahre Anbetung zu sagen hat. Bete ihn so an, wie er es verlangt. Lebe nach seinem inspirierten Wort. Glaube an sein Königreich und sprich auch mit anderen darüber. Nur dann pflegst du die wahre Anbetung, die zu Gottes Königreich führt.
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Die Aufgabe jedes ChristenDer Wachtturm 1964 | 15. Juni
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Die Aufgabe jedes Christen
Das Nachschlagewerk A Handbook of Christian Theology sagt über die ersten Christen: „In der kleinen Gruppe, die Jesus und seine Freunde bildeten, gab es keinen Unterschied zwischen Geistlichen und Laien ... die Jünger, die wir vielleicht als Laien betrachten würden, waren in Wirklichkeit die Prediger ... Es gab unter ihnen selbstverständlich Führer, Lehrer und solche, die besonders redegewandt waren. Sie zeigten dadurch aber lediglich, welche Aufgabe eigentlich jeder Christ hätte.“
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