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Bedeutet es Brot für uns?Erwachet! 1970 | 8. Mai
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dir den Unterhalt zu erwerben, werden gesegnet werden, so daß du darin erfolgreich sein wirst. Hast du aber bemerkt, welche Voraussetzungen du erfüllen mußt, damit dir das zum Leben Notwendige zugesichert ist? Du mußt ‘fortfahren, zuerst Gottes Königreich und Gottes Gerechtigkeit zu suchen’. Wie nützlich ist es daher, sich Zeit für das Studium des Wortes Gottes, der Bibel, zu nehmen und kennenzulernen, was erforderlich ist, um dem himmlischen Schöpfer wohlzugefallen! Das wird dazu führen, daß Gottes großartige Zusicherung, jetzt für alles zum Leben Notwendige zu sorgen, auch für dich gilt und daß du die Aussicht hast, in Gottes neuem System ewig zu leben, wo Überfluß sein wird an geistiger und leiblicher Nahrung. — Joh. 17:3.
Für die Zukunft planen ist zweckmäßig
Es ist zweckmäßig, sich zu bemühen, Leben in Gottes gerechtem neuen System zu erlangen. Aber jemand mag einwenden: „Das liegt doch in der Zukunft.“
Nun, man überlege einmal folgendes: Viele Eltern arbeiten hart, um ihren Kindern eine gute Ausbildung zu ermöglichen. Das erfordert vielfach, daß sie für den Unterhalt der Kinder aufkommen und zehn bis fünfzehn Jahre lang oder noch länger Schulgeld zahlen. Aber sie wissen, daß es zweckmäßig ist, in dieser Weise für die Zukunft zu planen, denn zur bestimmten Zeit werden die Kinder ihren Beruf ausüben und zum Unterhalt der Familie beisteuern können. Den Rat Jesu, für die Zukunft zu planen, indem man Schätze im Himmel aufhäuft, zu befolgen ist noch nutzbringender.
Aber wie kann man Schätze im Himmel aufhäufen? Das geschieht, indem man so lebt, daß man Gottes Wohlgefallen erlangt. Diese Schätze kann kein Dieb stehlen, auch verrosten sie nicht. Und selbst wenn du sterben solltest, sind sie dir von Nutzen. Wieso? Weil Gott sich an die Menschen, die sein Wohlgefallen erlangt haben, erinnern und sie in seinem neuen System der Dinge auferwecken wird. — Matth. 6:19, 20.
Denke einen kurzen Augenblick über dieses großartige neue System nach, das Gott schaffen wird. Damit ist nicht unser altes System gemeint, das von schwachen, unvollkommenen Menschen ausgebessert und renoviert würde. Nein, es wird eine ganz neue Ordnung sein. Aber wie werden die gegenwärtigen Regierungen der Menschen durch eine Gottesherrschaft ersetzt werden können?
Statt der alten eine neue Ordnung
Das erfordert, daß Gott dem ganzen bösen System der Dinge ein Ende macht. In der Bibel sind Äußerungen Jesu Christi über den „Abschluß des Systems der Dinge“ und Äußerungen seiner Jünger über die „letzten Tage“ aufgezeichnet. Jesu Prophezeiungen beziehen sich in erster Linie auf die Vernichtung Jerusalems im Jahre 70 u. Z., aber es ist offenbar, daß sie auch Anwendung haben auf die Zeit der zweiten Gegenwart Christi, die im ersten Jahrhundert noch in ferner Zukunft lag. Jesus zählte vieles auf, was den Menschen als sichtbarer Beweis dafür dienen würde, daß diese bedeutsame Zeit da sei.
Die Bibel schildert die „letzten Tage“ als eine Zeit, in der die Weltverhältnisse chaotisch und beängstigend sein würden, als eine Zeit, in der es Kriege, Seuchen, Erdbeben und eine Zunahme der Gesetzlosigkeit geben würde. Jesus sagte auch: „Es wird Lebensmittelknappheiten ... geben.“ (Matth. 24:3-14; 2. Tim. 3:1-5) Es ist ganz offensichtlich, daß diese Verhältnisse heute in der Welt herrschen! Alles das bedeutet, daß wir jetzt in der „Zeit des Endes“ leben, in der Zeit der zweiten Gegenwart Christi, und Gott dieses böse System der Dinge bald vernichten wird.
Alle, die sich die Zeit nehmen, Gottes Willen kennenzulernen, und ihn dann auch tun, haben jetzt günstige Aussichten. Sie können vertrauensvoll hoffen, daß sie bewahrt bleiben, denn wir lesen in der Bibel die Verheißung: „Überdies, die Welt vergeht und ebenso ihre Begierde, wer aber den Willen Gottes tut, bleibt immerdar.“ (1. Joh. 2:17) Welch eine Aussicht, am Leben bleiben zu dürfen, wenn Gott diese böse Welt vernichtet!
In Gottes neuem System werden die Menschen keinen harten Lebenskampf führen müssen. Gott wird die Arbeit der Menschen segnen. Die Aufgabe, aus allen Nationen Jünger zu machen und die christliche Organisation aufzubauen — eine Tätigkeit, die viel Freude bereitet —, wird auch bald die Aufgabe einschließen, buchstäblich zu bauen. In der Bibel lesen wir die Verheißung: „Sie werden Häuser bauen und bewohnen, und Weinberge pflanzen und ihre Frucht essen.“ Welch eine Wonne wird die Arbeit sein, wenn man ihre Früchte so wird genießen können! Die Bewohner der Erde werden sich dann „nicht vergeblich ... mühen, und nicht zum jähen Untergang werden sie zeugen; denn sie sind der Same der Gesegneten Jehovas, und ihre Sprößlinge werden bei ihnen sein“. — Jes. 65:21, 23.
Heute sind vielerorts die Lebensmittel knapp, doch dann wird es nicht mehr so sein. In Gottes neuem System wird alles in Hülle und Fülle vorhanden sein! Unter König Salomo hatten die Israeliten, die damals Gottes Volk waren, Überfluß. Das war prophetisch für die weltweite Wohlfahrt, die bald auf Erden herrschen wird; die Bibel sagt voraus: „Es wird Überfluß an Getreide sein auf der Erde, auf dem Gipfel der Berge.“ — Ps. 72:16, Fußnote; Matth. 12:42.
Welch eine schöne Zeit das sein wird! Im neuen System wird gewiß die durch den Psalmisten gegebene Verheißung erfüllt werden; darin wird von dem liebevollen Schöpfer gesagt: „Du tust deine Hand auf und sättigst alles Lebendige nach Begehr.“ — Ps. 145:16.
Zeit zum Handeln
Es ist ganz klar, daß man vor allem jetzt vermeiden sollte, durch Sorgen des Lebens beschwert zu werden und sich ganz auf materielle Interessen zu konzentrieren. Die Tage dieses bösen Systems der Dinge sind gezählt! Es ist daher dringend erforderlich, daß wir den Broterwerb nicht zu unserem Hauptanliegen machen. Wenn wir wirklich Leben wünschen, müssen wir Jesu Rat befolgen: „Wirkt nicht für die Speise, die vergänglich ist, sondern für die Speise, die für das ewige Leben bleibt.“ — Joh. 6:27.
Diese Ermahnung ist besonders heute von Bedeutung, da die Menschen überall in der Welt vom Broterwerb völlig in Anspruch genommen werden. Es ist jedoch unerläßlich, daß du dir Zeit nimmst, geistige Nahrung aufzunehmen, du magst beruflich noch so beschäftigt sein. Ohne Erkenntnis Gottes hast du keine Aussicht, noch viel länger zu leben! Warum also das Angebot der Zeugen Jehovas nicht annehmen, dir zu helfen, den Willen Jehovas Gottes und sein herrliches Vorhaben mit der Menschheit kennenzulernen. Die Zeit, die du dafür aufwendest, wird kaum ins Gewicht fallen im Verhältnis zu dem Lohn und den Segnungen, die du empfangen wirst.
Wie glücklich wirst du werden, wenn du, anstatt deine ganze Aufmerksamkeit dem Broterwerb zu widmen, dein Vertrauen auf Jehova Gott setzt, den erhabenen Ernährer! Handelst du so, dann wirst du Aussicht haben, von Gott beschützt zu werden, wenn er in wenigen kurzen Jahren dieses alte System vernichten wird. Du wirst dann auf einer gereinigten Erde, wo ‘Jehova der Heerscharen allen Völkern ein Mahl von Fettspeisen bereiten wird’, wahrhaft glücklich leben können. — Jes. 25:6.
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Behauptungen durch Beweise widerlegtErwachet! 1970 | 8. Mai
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Behauptungen durch Beweise widerlegt
● Von Zeit zu Zeit stellen Evolutionisten übertriebene Behauptungen über neue Fossilienfunde auf; später müssen sie jedoch oft feststellen, daß ihre Erklärungen durch andere Beweise widerlegt werden. Im Jahre 1959 entdeckte ein Paläontologe in Afrika die fossilen Überreste eines großen affenähnlichen Geschöpfes, das er Zinjanthropus nannte. Er behauptete, es handle sich dabei um einen Primatenvorfahren des Menschen. In der Zeitschrift Scientific American vom Mai 1964 hieß es jedoch, der Paläontologe habe „seine frühere Auffassung, daß der Zinjanthropus ... in die Abstammungslinie des Menschen gehöre, aufgegeben“.
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