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    Der Wachtturm 1952 | 15. Mai
    • EIN FLUCH AUFGEHOBEN, EIN FLUCH BLEIBT

      10. Welche Veränderungen traten mit dem Ende der Flut ein?

      10 Sechzehnhundert Jahre später beschloss Jehova Gott, die ganze Menschheit, ausgenommen Noah und seine Hausgenossen, durch eine Flut zu vernichten. Warum? Wegen ihrer äussersten Bosheit und hartnäckigen Neigung zum Unrechttun. Nachdem Noah und seine Familie nach der Flut aus der Arche herausgekommen waren, wurde der Auftrag, fruchtbar zu sein, sich zu mehren und die Erde zu füllen, von neuem erteilt, erfuhr aber seine Ausführung nur im Vorbilde. Die Herrschaft über die Tiere wurde durch Furcht und Schrecken und nicht durch liebende Fürsorge und gegenseitiges Vertrauen aufrechterhalten. Vorbei war es auch mit dem edengleichen Zustand aller Geschöpfe, in welchem sie sich ausschliesslich von Pflanzen nährten, denn nun kam das Tierfleisch zur Kost des Menschen hinzu. Jehova Gott sagte aber nach der Flut: „Nicht mehr will ich hinfort den Erdboden verfluchen um des Menschen willen; denn das Dichten [der Hang, AÜ] des menschlichen Herzens ist böse von seiner Jugend an.“ — 1. Mose 8:21; 9:1-7.

      11, 12. Wie wissen wir, dass der Fluch, der auf dem Erdboden lastete, nach der Flut aufgehoben war?

      11 Wie wissen wir, dass der Fluch, der auf dem Erdboden lastete, nach der Flut aufgehoben war? Weil von einer Zeit, die Jahrhunderte später kam, in 1. Mose 13:10 wie folgt berichtet wird: „Da hob Lot seine Augen auf und sah, dass die ganze Gegend am Jordan überall wohlbewässertes Land war — bevor nämlich der HErr Sodom und Gomorrha zerstört hatte —, wie der Garten Gottes.“ (Me) Bestimmt lastete kein Fluch auf dem Boden des Jordantales, wenn er mit des Herrn Garten von Eden verglichen werden konnte. Was dieses Land betrifft, das den Israeliten verheissen war, so berichtet uns 4. Mose 13:23 das, was die Kundschafter feststellten: „Und sie kamen bis in das Tal Eskol und schnitten daselbst eine Rebe mit einer Weintraube ab und trugen sie zu zweien an einer Stange, auch Granatäpfel und Feigen.“ Als die Kundschafter über die vorgefundenen Zustände berichteten, konnten sie wahrheitsgetreu sagen: „Wirklich, es fliesst von Milch und Honig.“ (4. Mose 13:27) Dies tönt nicht nach einem Lande, das verflucht gewesen wäre und zum Unterhalt des Menschen Dornen und Disteln und wilde Pflanzen hervorbringen konnte.

      12 Ferner finden wir in 5. Mose 8:7-9 und 11:10-15 folgende Schilderung dieses verheissenen Landes: „Denn Jehova, dein Gott, bringt dich in ein gutes Land, ein Land von Wasserbächen, Quellen und Gewässern, die in der Niederung und im Gebirge entspringen; ein Land von Weizen und Gerste und Weinstöcken und Feigenbäumen und Granatbäumen; ein Land von ölreichen Olivenbäumen und Honig; ein Land, in welchem du nicht in Dürftigkeit Brot essen wirst, in welchem es dir an nichts mangeln wird; ein Land, dessen Steine Eisen sind [enthalten, AÜ], und aus dessen Bergen du Erz [Kupfer, Me] hauen wirst.“ „Das Land, wohin du kommst, um es in Besitz zu nehmen, ist nicht wie das Land Ägypten, von wo ihr ausgezogen seid, wo du deine Saat sätest und mit deinem Fusse wässertest, wie einen Krautgarten; sondern das Land, wohin ihr hinüberziehet, um es in Besitz zu nehmen, ist ein Land mit Bergen und Tälern; vom Regen des Himmels trinkt es Wasser; ein Land, auf welches Jehova, dein Gott, achthat: beständig sind die Augen Jehovas, deines Gottes, darauf gerichtet, vom Anfang des Jahres bis zum Ende des Jahres. Und es wird geschehen, wenn ihr fleissig auf meine Gebote höret, die ich euch heute gebiete, Jehova, euren Gott, zu lieben und ihm zu dienen mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele, so werde ich den Regen eures Landes geben zu seiner Zeit, den Frühregen und den Spätregen [Winter- und Frühlingsregen, AÜ], damit du dein Getreide und deinen Most [Wein] und dein Öl einsammelst; und ich werde deinem Vieh Kraut geben auf deinem Felde, und du wirst essen und satt werden.“

      13. Warum ist denn die Erde nicht untertan gemacht worden?

      13 Wenn nun doch der auf der Erde lastende Fluch aufgehoben war, wieso ist die Erde denn nicht untertan gemacht worden? In 5. Mose 11:16, 17, 26-28 wird der Grund angegeben: „Hütet euch, dass euer Herz nicht verführt werde, und ihr abweichet und anderen Göttern dienet und euch vor ihnen niederbeuget, und der Zorn Jehovas wider euch entbrenne, und er den Himmel verschliesse, dass kein Regen sei, und der Erdboden seinen Ertrag nicht gebe, und ihr bald aus dem guten Lande vertilgt werdet, das Jehova euch gibt. Siehe, ich lege euch heute Segen und Fluch vor: den Segen, wenn ihr den Geboten Jehovas, eures Gottes, nicht gehorchet, die ich euch heute gebiete; und den Fluch, wenn ihr den Geboten Jehovas, eures Gottes, nicht gehorchet, und von dem Wege abweichet, den ich euch heute gebiete, um anderen Göttern nachzugehen, die ihr nicht kennet.“ In 5. Mose 30:19, 20 wird von einer ähnlichen Wahl des Lebens oder Todes berichtet: „Ich rufe heute den Himmel und die Erde zu Zeugen gegen euch an: das Leben und den Tod habe ich euch vorgelegt, den Segen und den Fluch. So wähle denn das Leben, damit du am Leben bleibst, du und deine Nachkommen, indem du den HErrn, deinen Gott, liebst, seinen Weisungen gehorchst und fest an ihm hältst; denn davon hängt dein Leben ab.“ (Me) Ferner wird in 3. Mose 26:14-43 und in weiteren Schrifttexten vor den Flüchen für Ungehorsame gewarnt.

      14. Was könnte der Mensch für die Erde tun, doch was tut er hauptsächlich?

      14 Das, was somit nun die Menschen daran hinderte, sich die Erde im Einklang mit dem ursprünglichen Vorhaben Jehovas untertan zu machen, waren die Flüche, die wegen ihres Ungehorsams über sie kamen. Durch diese Flüche statt durch einen Fluch hinsichtlich des Erdbodens, der ausgesprochen wurde, als der Mensch Eden verlassen musste, wurden sie nun geplagt. Doch selbst so konnte der Mensch viel tun, um die Erde schön zu machen, wenn er seine irdische Heimat nicht im Ungehorsam missbrauchte. Er hat viele schöne Parkanlagen gemacht und hat einige der hervorragenden Wunder der Natur, welche die Majestät des Schöpfers bezeugen, als Nationalpark-Gebiete reserviert. An diesen Orten ist ein gewisses Mass Frieden zwischen Mensch und Tier wiederhergestellt worden. Doch hat der Mensch die Erde nicht in dem Masse schön gemacht und den Frieden mit dem Tierreich wiederhergestellt, wie er dies hätte tun können. Statt dessen hat er an den Reichtümern der Natur Raubbau getrieben und die Tiere um geschäftlichen Gewinnes willen und auch aus Gründen des Sports getötet. In seiner Habgier hat er die Wälder der Berge umgehauen und die Metalle aus der Erde herausgerissen und sie für Schiffe und Flugzeuge verwendet, die später im Meer versanken oder vom Himmel herabstürzten.

      15. Was wird der Höhepunkt der Flüche für Ungehorsam sein?

      15 Statt sich die Erde untertan zu machen, verdirbt der Mensch die Erde, und in Offenbarung 11:18 (NW) wird erklärt, dass Jehova Gott ‚die verderben wird, welche die Erde verderben‘. In Anbetracht des zunehmenden Ungehorsams des Menschen wird seine Strafwürdigkeit in den Augen des Herrn grösser und grösser, und bald werden die Flüche für Ungehorsam in Jehovas Schlacht von Harmagedon ihren Höhepunkt finden. Über diesen verzehrenden Fluch, von dem die Erde betroffen wird, sagt Gottes Wort: „Die Erde ist entweiht worden unter ihren Bewohnern [verunreinigt durch die Berührung ihrer Bewohner, AÜ]; denn sie haben die Gesetze übertreten, die Satzungen überschritten, gebrochen den ewigen Bund. Darum hat der Fluch die Erde verzehrt, und es büssen ihre Bewohner; darum sind verbrannt [entschwinden, AÜ] der Erde Bewohner, und wenig Menschen bleiben übrig. Grauen und Grube und Garn über, dich, Bewohner der Erde! Und es geschieht, wer vor der Stimme des Grauens flieht, fällt in die Grube; und wer aus der Grube heraufsteigt, wird im Garne gefangen. Denn die Fenster in der Höhe tun sich auf, und es erbeben die Grundfesten der Erde. Die Erde klafft auseinander, die Erde zerberstet, die Erde schwankt hin und her; die Erde taumelt wie ein Trunkener und schaukelt wie eine Hängematte; und schwer lastet auf ihr ihre Übertretung: und sie fällt und steht nicht wieder auf.“ — Jes 24:5, 6, 17-20.

      JEHOVAS VORHABEN MIT DER ERDE ERFÜLLT

      16. Welches Werk wird dann hinsichtlich der Erde vorangehen?

      16 Was dann? Nach diesem katastrophalen Sturz der Welt Satans, der durch den Vollzug der feurigen Gerichte Jehovas eintritt, und von dem sich weder ihr himmlischer noch ihr irdischer Teil je wieder erholen kann, werden sich die Menschen, die auf Jehovas Seite stehen und überleben, der neuen Himmel und einer neuen Erde erfreuen, wie diese durch Jehovas Wort verheissen sind. In dieser neuen theokratischen Einrichtung der Dinge auf der bleibenden, buchstäblichen Erde wird es keine Flüche für Ungehorsam mehr geben, da die Ungehorsamen durch die reinigende Gewalt von Harmagedon weggefegt sein werden. (Pred. 1:4; 2. Pet. 3:13; Off. 21:1; 22:3) Dann wird die Erde, die nicht unter einem Fluche leidet, der auf ihrem Boden lasten würde, noch unter dem Fluch für den Ungehorsam ihrer menschlichen Bewohner, übereinstimmend mit dem erstmals in Eden angekündeten göttlichen Vorhaben untertan gemacht werden. Für manchen bedeutet der Montag den Anfang einer Woche von oft unliebsamer Arbeit und man spricht bisweilen sogar vom „Blaumachen“. In jener neuen Welt jedoch wird dieses Empfinden samt dem blauen Montag vorbei und vergessen sein, denn die Arbeit, die diesen Erdball in ein Paradies verwandelt, wird unbeschreibliche Freude und Befriedigung bringen. Dann werden sich die Menschen lange des Werkes ihrer Hände erfreuen. Statt Dornen und Disteln hervorzubringen, wird die Erde die Pflege, die auf sie verwandt wird, reichlich lohnen und wird die Fülle hervorbringen, da das Land seinen Ertrag gibt. (Ps. 67:6; Jes. 55:13) Selbst die Wüstenlandschaften werden zufolge der Bebauung durch den Menschen und durch den Segen Jehovas blühen wie eine Rose. — Jes. 35:1.

      17. Welche Beziehung wird zwischen Mensch und Tier bestehen?

      17 Die Tiere werden beherrscht werden, und der Friede zwischen ihnen und den Menschen wird aufgerichtet sein. Es macht uns jetzt Freude, als Lieblingstiere Katzen und Hunde zu haben, und in Parkanlagen entzückt es uns manchmal zudem, wenn uns ein Eichhörnchen oder eine Taube aus der Hand frisst, und wenn wir durch die Tiergärten wandern, mag in uns sogar der Wunsch aufsteigen, mit der Pelzmähne eines Löwen zu spielen oder das gestreifte Fell eines Tigers zu streicheln. Doch weislich unterdrücken wir diesen natürlichen Drang, denn wir wissen, dass, wenn wir unsere Hände durch ihr Pelzhaar gleiten lassen, sie mit den Zähnen durch unsere Hände fahren könnten. Die wilden Tiere misstrauen uns ebensosehr, als wir ihnen misstrauen. In der neuen Welt jedoch wird der Mensch die Herrschaft führen, nicht eine solche durch Furcht und Schrecken, noch durch Jäger oder Zoo-Wärter oder Zirkusdresseure, sondern durch ein so vollkommenes gegenseitiges Vertrauen, dass selbst ein kleines Kind die wildesten Tiere führen kann. Sogar der Löwe wird dann zum Vegetarier. — Jes. 11:6-9; Hos. 2:18.

      18. Welche Worte werden dann ihre vollständige Erfüllung finden, und wessen Garantie ist dafür vorhanden?

      18 Auch wird zu jener Zeit der Auftrag, die Erde mit einem gerechten Menschengeschlecht zu füllen, seine vollständige Erfüllung finden. Welche Freude wird dann auf einer paradiesischen Erde herrschen mit all den Tieren als Lieblingen der Menschen und mit Kindern, die in der „Zucht und im autoritativen Rate Jehovas“ erzogen werden! (Eph. 6:4, NW) Da wird es weder eine Kriminalität der Erwachsenen noch der Jugendlichen geben noch Familienzwistigkeiten noch zerrissene Familienverhältnisse, seien sie nun verursacht durch Ehescheidung oder Tod. In der neuen Welt wird sich Gottes Vorhaben erfüllen, das erstmals in Eden dargelegt wurde, sein Wille, die Erde bewohnen zu lassen. (Jes. 45:18) Seine Worte hinsichtlich des Füllens der Erde, ihres Untertanmachens, der Herrschaft des Menschen über die andern Geschöpfe der Erde — keine dieser Worte werden leer oder unerfüllt zu ihm zurückkehren, als ob sie in den Wind gesprochen wären. „Mein Ratschluss“, so sagt Jehova, „soll zustande kommen, und all mein Wohlgefallen werde ich tun … Ich habe geredet und werde es auch kommen lassen; ich habe entworfen und werde es auch ausführen.“ Wiederum verordnet er: „Also wird mein Wort sein, das aus meinem Munde hervorgeht; es wird nicht leer [fruchtlos, AÜ] zu mir zurückkehren, sondern es wird ausrichten, was mir gefällt, und durchführen, wozu ich es gesandt habe.“ — Jes. 46:10, 11; 55:11.

      19. Was erwählen sich die Menschen jetzt?

      19 Dieses Leben unter vollkommenen Zuständen, wie Gott es ursprünglich bestimmt hat, das durch die endlosen Zeitalter andauern soll, dieses Leben zu wählen, hat der Mensch nun die Gelegenheit! In der Tat gibt es Personen auf Erden, die jetzt entweder dieses Leben oder den ewigen Tod wählen.

  • Jetzt wählen, um dann zu leben!
    Der Wachtturm 1952 | 15. Mai
    • Jetzt wählen, um dann zu leben!

      1. Wie wählst du jenes Leben, und wer stellt die Bedingungen hierzu?

      WIE wählst du jenes Leben in der neuen Welt? Etwa durch Handerheben, indem du ja! rufst, indem du sagst: ‚Herr, ich möchte dann gerne leben?‘ Nein; sondern du wählst jenes Leben auf dieselbe Art wie du das gegenwärtige wählst. Und wie wählst du das gegenwärtige? Durch Atmen, Trinken, Essen, Schlafen und Arbeiten, jawohl, aber noch umfassender ausgedrückt: durch deine Handlungsweise. Und dieses Handeln, beachte wohl, wird nicht von dir diktiert oder bestimmt, sondern es ist eher ein Handeln gemäss den gebieterischen Forderungen des Körpers. Der Körper stellt seine Bedingungen und zwingt dich, seinen Anforderungen zu entsprechen. Ebenso verhält es sich, wenn du das Leben in der neuen Welt wählst. Es handelt sich nicht bloss darum, zu sagen, du möchtest dann gerne leben, sondern du triffst die Wahl durch deine Handlungsweise. Und hier ebenfalls wird die Handlungsweise nicht durch die einzelne Person bestimmt. Jehova Gott ist es, der die neue Welt aufrichtet und Menschen darin Leben gibt. Er gibt es zu seinen eigenen Bedingungen, und wir müssen seinen Anforderungen nachkommen. Sich jetzt zu weigern, in Übereinstimmung mit seinen Anforderungen zu handeln, bedeutet, den Tod statt ewiges Leben zu wählen, ebensogewiss als eine Weigerung zu atmen, um dem Verlangen des Körpers zu entsprechen, jetzt Tod für unsern physischen Organismus bedeuten würde.

      2. Was behaupten einige, und welches Gespräch passt hierher?

      2 Manche glauben, es genüge, wenn sie das tun, was sie für recht halten, und dass sie, wenn sie ihren Mitmenschen Gutes tun, Gottes Anerkennung und ewiges Leben erlangen werden. Doch über diese Lebensfrage müssen wir Gott sprechen lassen und dürfen endgültige Entscheidungen nicht fehlbaren Menschengeschöpfen überlassen. Jesu Gespräch mit einem reichen jungen Obersten gibt uns Licht über diesen Punkt: „Nun, siehe! es trat einer zu ihm und sprach: ‚Lehrer, was für Gutes muss ich tun, um ewiges Leben zu erhalten?‘ Er sagte zu ihm: ‚Warum fragst du mich darüber, was gut sei? Da ist e i n e r, der gut ist. Doch wenn du ins Leben eingehen willst, so beobachte fortgesetzt die Gebote.‘ Er sprach zu ihm: ‚Welche?‘ Jesus sagte: ‚Nun: du sollst nicht morden; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsches Zeugnis geben; ehre deinen Vater und deine Mutter, und: du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.‘ Der junge Mann sprach zu ihm: ‚Ich habe alle diese gehalten; was fehlt mir noch?‘ Jesus sprach zu ihm: ‚Wenn du vollständig sein willst, so geh, verkaufe deine Habe und gib den Armen, und du wirst einen Schatz im Himmel haben; und komm, folge mir.‘ Als der junge Mann diese Worte hörte, ging er betrübt hinweg, denn er hatte viele Besitztümer.“ — Matth. 19:16-22, NW.

      3. Was muss getan werden, ausser einem reinen Wandel und wohltätigen Werken, damit man „vollständig“ sei, d. h. dass einem nicht etwas mangle, um ewiges Leben zu erlangen?

      3 Bestimmt tat dieser junge Mann viel Gutes. Er lebte ein reines Leben, beging weder Mordtaten noch Ehebruch noch Diebstahl. Er war kein Lügner, ehrte seinen Vater und seine Mutter, und im Bekunden der gleichen Liebe zum Nächsten wie zu sich selbst wird er sich mit wohltätigen Werken befasst haben. Er wird in der Gemeinde einen guten Ruf genossen haben. Und trotz all diesem sagte Jesus zu ihm: „Wenn du vollständig sein willst“, womit er offenbar sagen wollte, dass trotz dem reinen persönlichen Wandel und den Wohltätigkeitswerken, die zu seinen Gunsten sprachen, er nicht „vollständig“ war, das heisst, es mangelte ihm etwas, um den Anforderungen Jehovas zu ewigem Leben zu entsprechen. Er sollte sich seiner zu vielen Besitztümer entledigen, da die Sorge darum soviel seiner Zeit und Kraft verschlang. Er sollte all diese geschäftlichen Verpflichtungen und Sorgen von sich abschütteln, um sich für die wirklich lebenswichtige Tätigkeit frei zu machen, die von denen verlangt wird, welche „vollständig“ sein wollen, was das Erfüllen der Anforderungen für ewiges Leben betrifft. Er sollte ein Nachfolger Christi Jesu sein, das heisst, Gottes Wort studieren, Gottes Willen ermitteln, sich dem Tun dieses Willens hingeben, treu dieser Weihung entsprechend leben, in den Fussstapfen Jesu wandeln und das Evangelium vom Königreich so predigen, wie das grosse Vorbild und Beispiel der Christen es tat. — 1. Pet. 2:21.

      4. Was ist nach den Behauptungen einiger genügend, doch was muss diesem vorangestellt werden?

      4 Viele Menschen werden das Argument erheben, wir seien Jehovas Anforderungen schon dadurch nachgekommen, dass wir unsern Nächsten wie uns selbst liebten, was bedeutet, dass wir unsern Nächsten selbstlos Gutes tun; aber dass dem nicht so ist, wird ferner durch folgende Worte gezeigt: „Du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Sinn“ und „deinen Nächsten wie dich selbst“. Viele verfehlen, hier zu beachten, dass Nächstenliebe in dieser Aufzählung der Anforderungen zuletzt kommt. An der ersten Stelle steht die Liebe zu Jehova, die von ganzem Herzen, ganzer Seele, ganzer Kraft und ganzem Sinn bekundet werden muss und durch nichts geteilt oder zurückgehalten sein darf. Wie wird diese Liebe ohne Zurückhaltung geoffenbart? „Dies ist es, was die Liebe Gottes bedeutet, dass wir seine Gebote beobachten.“ Indem wir dies in erster Linie tun und in zweiter Linie den Nächsten lieben, kommen wir Gottes Anforderungen nach; denn Jesus sagte in bezug auf solch Gehorsame: „Tue dies weiterhin, und du wirst Leben erlangen.“ — Luk. 10:27, 28; 1. Joh. 5:3, NW.

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