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Sich auf das wahre Leben freuenDer Wachtturm 1954 | 15. November
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brauchen solch eine Regierung, die die Menschheit mit dauerndem Frieden segnen kann. Deshalb spornte Jesus seine Nachfolger an, zu beten, daß das Königreich komme und Jehovas Wille auf Erden geschehe, wie er im Himmel geschieht.
Woran wir aber in erster Linie interessiert sind, ist die Frage: Wann wird all dieses Gute kommen? Werden wir es sehen können? Wird es zu unserer Zeit eintreten? Der Prophet Daniel hat uns die Antwort auf diese Fragen gegeben, wenn er in Daniel 2:44 sagt: „Und in den Tagen dieser Könige [der Könige und Herrscher unserer Tage] wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, welches ewiglich nicht zerstört, und dessen Herrschaft keinem anderen Volke überlassen werden wird; es wird alle jene Königreiche zermalmen und vernichten, selbst aber ewiglich bestehen.“
So zeigt uns Gott in diesem Verse, daß er vorhat, alle Königreiche dieser Welt zu beseitigen und sie durch sein Königreich, das unter der Leitung seines Sohnes Jesus Christus steht, zu ersetzen. Nachdem Gott diese irdischen Königreiche beseitigt haben wird, wird sich die Menschheit des Friedens erfreuen, denn der Herrscher des Königreiches Gottes ist der Friedefürst. So hat es Jesaja gesagt: „Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer, Berater, starker Gott, Ewigvater, Friedefürst. Die Mehrung der Herrschaft und der Friede werden kein Ende haben.“ — Jes. 9:6, 7, Fußn.
Heute können wir sehen, daß wir an den Toren der Herrschaft dieser neuen Welt leben — einer Herrschaft Gottes Jehovas, des Höchsten, die durch seinen regierenden König Christus Jesus ausgeübt wird. Es ist unerläßlich, daß die ganze Menschheit etwas von diesem Königreich höre, etwas von seinen Machttaten erfahre und erkenne, was es für die Menschheit tun wird, damit sie während dieser prüfungsreichen Zeiten zur Ehre Gottes und in Erfüllung seines Wortes eine Hoffnung haben möge.
Menschen haben verfehlt, Frieden zu schaffen und die Menschheit zu lehren, wie sie wahres Leben finden kann. Gott wird darin nicht versagen. Machen Sie sich diese Königreichsverheißungen zu eigen, indem Sie daran glauben und darauf vertrauen, daß Gott sie erfüllen wird. In diesem Königreich werden sich alle, die Glauben an ihn ausüben, des Lebens in vollem Sinne erfreuen und werden kosten, was wahres Leben ist.
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„Noch nie in einer solchen Klemme“Der Wachtturm 1954 | 15. November
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„Noch nie in einer solchen Klemme“
Vor neunzehnhundert Jahren schrieb der Apostel Paulus: „Wo ist der Weise? Wo der Schriftgelehrte? Wo der Wortstreiter dieses Systems der Dinge? Machte Gott nicht die Weisheit der Welt zur Torheit?“ (1. Kor. 1:20, NW) Die heutige Christenheit unterscheidet sich nicht von der Welt in Pauli Tagen, wie wir aus den folgenden Beobachtungen ersehen können, die im letzten April von Dr. T. Lord, dem Präsidenten des Welt-Baptisten-Bundes, gemacht wurden. Im Leicester Evening Mail vom 17. April 1954 wird darüber berichtet: „Unsere Gescheitheit und unsere mächtige Kraft werden uns nichts nützen, wenn nicht der Herr selbst in unsere Konzile kommt und sie in seinem Mitleid führt. Wenn wir uns nicht zum Herrn Jesus Christus hinwenden, sind wir verloren. Die Zivilisation kann gerettet werden, wenn wir den Herrn in den Mittelpunkt stellen.
Das beunruhigt mich. Wir sind so gescheit, so gelehrt, wir haben nie zuvor so viele akademische Würden in der Welt gehabt, so viele gelehrte Prediger, so viele Doktoren der Theologie, so viele Studenten und so viele wissenschaftliche Fortschritte. Und doch sind wir noch nie in einer solchen Klemme gewesen. Es hat noch nie so viele zerrüttete Familienverhältnisse gegeben, noch nie so viele Kinder, die dem Verbrechertum anheimfallen, und wir haben noch nie in einem solch fortgesetzten Zustand der Furcht gelebt wie gerade jetzt.“
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