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Ist Gott um uns besorgt?Der Wachtturm 1954 | 15. September
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bereuen. Von Bösen ist er falsch verstanden worden, und man hat ihm diese Haltung als Schwäche oder Gleichgültigkeit ausgelegt. Seine Langmut ist mißbraucht worden und hat dadurch die Menschen mehr und mehr Jehova entfremdet, so daß der Mißbrauch der Erde, der Tiere und der Mitmenschen immer größer wurde. In Harmagedon wird dieser Handlungsweise ein endgültiges Ende bereitet werden, wenn Jehova schließlich diejenigen ausrottet, „welche die Erde verderben“. — Matth. 5:45; Off. 11:18.
Viele Menschen mögen heute sagen, Gott befasse sich nicht mit den Menschen. Er nehme keine Notiz von ihnen und habe die Erde verworfen. In Wahrheit versuchen sie damit nur zu rechtfertigen, daß sie Jehova und sein Wort verworfen haben. Sie möchten den Anschein erwecken, Gott habe sie zuerst verworfen und es sei somit gerechtfertigt, daß sie sich von ihm wenden. Jehova gab Israel nicht auf, bis diese Nation ihn wegen anderer Götter verworfen hatte. „Ihr aber habt mich verlassen und habt anderen Göttern gedient; darum werde ich euch nicht mehr retten. Gehet hin und schreiet zu den Göttern, die ihr erwählt habt. Sie mögen euch retten zur Zeit eurer Bedrängnis!“ Jehova gibt heute niemand auf, der zu ihm hält, in seinem Dienst steht, sich durch sein Wort leiten läßt und auf seine Macht vertraut. Die Mehrheit der Menschen hat heute ihr Vertrauen auf andere Menschen, auf menschliche Einrichtungen und Organisationen, auf Armeen und Waffen, auf die Wissenschaft und falsche Götter gesetzt. Das ist ihre Wahl. Sie befassen sich nicht mehr mit Jehova oder mit seinem Wort, der Bibel, und kümmern sich nicht um seine treuen Zeugen. Im Gegenteil, sie zeigen Haß gegen Gott, sein Wort und sein Volk. Sie haben sich neue Götter erwählt. Wenn Harmagedon kommt, mögen sie zu ihren Göttern um Befreiung vor dem Zorn Jehovas schreien. — Richt. 10:13, 14, NW.
Jehova sagte zu Israel: „Ein Ochse kennt seinen Besitzer, und ein Esel die Krippe seines Herrn; Israel hat keine Erkenntnis, mein Volk hat kein Verständnis. Wehe der sündigen Nation, dem Volke, belastet mit Ungerechtigkeit, dem Samen der Übeltäter, den verderbt handelnden Kindern! Sie haben Jehova verlassen.“ Diese Nation verließ nicht nur Jehova als Quell der lebengebenden Wahrheit, sondern suchte tödliche Falschheiten an seine Stelle zu setzen: „Denn zwiefach Böses hat mein Volk begangen: Mich, den Born lebendigen Wassers, haben sie verlassen, um sich Zisternen auszuhauen, geborstene Zisternen, die kein Wasser halten.“ Als Ergebnis davon wurde die Nation vernichtet. Das gleiche Ende wird für Nationen der heutigen Zeit, die Jehova in der Tat verlassen haben, bereit sein, ohne Rücksicht darauf, wie eifrig sie in ihrem heuchlerischen Lippendienst sind. Wie es mit den Menschen ist, so ist es auch mit den Nationen: „Irret euch nicht, Gott läßt sich nicht spotten! denn was irgend ein Mensch sät, das wird er auch ernten. Denn wer für sein eigenes Fleisch sät, wird von dem Fleische Verderben ernten; wer aber für den Geist sät, wird von dem Geiste ewiges Leben ernten.“ Die Nationen säen gemäß dem Fleisch. — Jes. 1:3, 4; Jer. 2:13; Gal. 6:7, 8.
NEUE-WELT-GESELLSCHAFT UM UNS BESORGT
Während dieser Generation sammelt Jehova aus der alten Welt Menschen heraus, die ihn und seine Grundsätze beachten, die ihre Liebe durch Taten und durch Worte unter Beweis stellen. Sie wachsen sehr schnell zu einer großen Menge von Lobpreisern an und sind aus jeder Nation und Rasse und Zunge gesammelt worden. Indem sie die Wege der alten Welt verlassen, bilden sie wahrlich eine Neue-Welt-Gesellschaft, die dazu bestimmt ist, ewig in der verheißenen neuen Welt der Gerechtigkeit zu leben. Möchtest du nicht ein Teil von ihr sein? Dann höre auf, ‚dich nach diesem System der Dinge zu formen, und werde umgewandelt, indem du deinen Sinn neu gestaltest, damit du dich selbst überzeugen magst, was der gute und annehmbare und vollständige Wille Gottes ist‘. „Tue dein Äußerstes, dich als von Gott anerkannt darzustellen, als einen Arbeiter, der sich wegen nichts zu schämen braucht, der das Wort der Wahrheit recht handhabt.“ „Heiligt den Christus als Herrn in euren Herzen, allezeit bereit zu einer Verteidigung vor jedermann, der von euch einen Grund fordert für die Hoffnung, die in euch ist, doch tut dies mit Milde und hoher Achtung. Bewahret ein gutes Gewissen.“ Beweist, daß ihr Christus liebt: „Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort beobachten.“ Beweist, daß ihr Gott liebt: „Dies ist es, was die Liebe Gottes bedeutet, daß wir seine Gebote beobachten.“ — Röm. 12:2; 2. Tim. 2:15; 1. Pet. 3:15, 16; Joh. 14:23; 1. Joh. 5:3, NW.
So wirst du beweisen, daß du dich um Gott kümmerst, und er wird sich auch um dich kümmern. Beweise, daß du mit seinem Vorhaben bezüglich der Erde in Harmonie bist, indem du jetzt so lebst, wie er es von Bewohnern der neuen Welt erwartet. Zeige, daß du die Schönheit der Erde liebst, indem du sie bewahrst, daß du die Tiere liebst, indem du sie freundlich behandelst, zeige, daß du Frieden, Moral, Gerechtigkeit und Gottseligkeit liebst, indem du diese Dinge jetzt suchst. Beweise deine Liebe zu deinem Nächsten und zeige, daß sie so groß ist wie die Liebe für dich selbst, indem du ihm die gute Botschaft von dieser neuen Welt predigst. Demonstriere, daß du dich um Jehovas Wort und um seine Rechtfertigung kümmerst, indem du treu deine Lauterkeit bewahrst trotz Spott und Verfolgung von seiten dieser wahnsinnigen alten Welt unter ihrem wütenden Gott Satan. Zeige das, und Jehova wird sich mit dir befassen, jetzt und für immer in der verheißenen neuen Welt der Gerechtigkeit.
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Dürfen Christen Fleisch essen?Der Wachtturm 1954 | 15. September
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Dürfen Christen Fleisch essen?
EIN CHRIST ist jemand, der sich Gott hingegeben hat, um seinen Willen zu tun und den Fußstapfen Christi Jesu zu folgen. Nach bestem Können muß er das tun, was Gottes Gesetz von ihm zu tun verlangt, und muß sich von dem enthalten, was es verbietet. Gehört das Fleischessen zu den Dingen, die dem Christen verboten sind?
Ja, sagen viele Vegetarier, die sich als Christen ausgeben, wie zum Beispiel die Adventisten des siebenten Tages. Gemäß gewissen Vegetariern untersage das Gebot „Du sollst nicht töten“ nicht nur das Töten von Menschen, sondern auch das Töten von Tieren. — 2. Mose 20:13.
Die Bibel offenbart unseren großen Gesetzgeber, Jehova Gott, als einen Gott der Liebe, Gerechtigkeit, Weisheit und Macht. Alle seine Wege und Gesetze sind daher immer gerecht, liebreich und recht, und wir, als unvollkommene Menschen, können ebensowenig größere Liebe und Gerechtigkeit als er selbst haben, als wir ihn übertreffen könnten an Weisheit und Macht. So offensichtlich dies auch ist, ist es doch nötig, uns daran zu erinnern, denn die Stellungnahme derer, die ihren Vegetarismus auf religiöse Gründe stützen, ist eine Kritik an Gottes Wegen und Gesetzen. Ein solches Handeln ist in Wirklichkeit anmaßend.
Der Vegetarismus (der Ausdruck erschien zum erstenmal vor etwa hundert Jahren, obwohl der Gedanke mindestens dreitausend Jahre alt ist) mag für jemand einen Wert haben vom gesundheitlichen und wirtschaftlichen Standpunkte aus; aber wenn das Töten der Tiere dasselbe wäre wie das Töten des Menschen, das heißt moralisch unrecht, könnten wir uns da einen Gott der Gerechtigkeit und Liebe vorstellen, der auf das von Abel dargebrachte Tieropfer wohlgefällig blickte und gleichzeitig das vegetarische Opfer Kains
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