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Jetzt als eine Neue-Welt-Gesellschaft lebenDer Wachtturm 1953 | 15. Oktober
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Organisation, indem wir Gottes Herrschaft einer Menschenherrschaft voranstellen. Wir dürfen keine Einsiedler, keine Einzelgänger oder Individualisten sein, die sich den Verpflichtungen und Beschränkungen der Organisation entwinden möchten und Einspruch dagegen erheben, organisiert zu werden, wobei Gott obenan ist und wir ihm unterordnet sind.
27. Was bedeutet das Königreich nun für Gottes Volk auf Erden, und warum dürfen wir jetzt keine Separatisten sein?
27 Wenn wir an das Königreich glauben, wenn wir Gottes gesalbtem König liebevoll und loyal ergeben sind, werden wir seinen Anweisungen und Vorkehrungen, die er durch seine sichtbare theokratische Organisation trifft, froh gehorchen. Das Königreich bedeutet straffere Organisation für Gottes Volk auf Erden. Diese ist unbedingt nötig, wenn wir aufstehen sollen wider die verbündeten Streitkräfte des Feindes und wenn wir diese Welt überwinden sollen. Keiner kann den Weg alleine gehen, und der König wird ihn nicht alleine mit solchen Einzelgängern gehen. Er geht mit seiner Herde, seinen organisierten Untertanen. Wenn wir Organisationsanweisungen zurückweisen, wenn wir unser Zusammenkommen versäumen, um dem Organisiertwerden samt seinen Verpflichtungen auszuweichen — wohin könnten wir denn nach Harmagedon gehen? Wird es etwa nach Harmagedon Separatisten geben, von denen sich jeder seine eigene Gesellschaft bildet und auf einer geräumigen Erde wie ein Einsiedler lebt, indem er die Fühlungnahme mit den Menschen vermeidet und die Gesellschaft der Tiere vorzieht? Dies bedeutet für irgend jemand, der die organisierte Versammlung derer verläßt, welche Harmagedon überleben sollen, daß er niemals Harmagedon überleben und in die Neue Welt und ihr theokratisches System hineinkommen wird. Gleichwie die Familie Noahs müssen wir nun alle miteinander in die Arche hineingehen!
28. Was sollten wir jetzt in bezug auf innere Schwierigkeiten unter uns tun, und weshalb?
28 Der Umstand, daß wir, solange wir unvollkommen sind und unsere selbstischen Zuneigungen und Abneigungen und Tendenzen haben, jetzt in der Organisation eng miteinander verbunden sind, mag eine Zeitlang gewisse Reibungen und Schwierigkeiten zur Folge haben. Doch wenn wir die Gesinnung und den Geist Christi an den Tag zu legen suchen und unsere Brüder in Liebe ertragen, werden wir unsere Schwierigkeiten zu schlichten und in der einen, höchsten, gemeinschaftlichen Sache zusammenzuhalten vermögen. Wir sind aus der alten Welt und ihrem Zank und Streit nicht herausgekommen, um uns in unseren Reihen in Zank und Streit zu stürzen, die wir uns selbst bereiten. So müssen wir es denn lernen, unsere inneren Schwierigkeiten zu überwinden und sie jetzt zu schlichten. Es ist besser, dies jetzt zu tun, als daß wir nach Harmagedon mit solchen Dingen zu kämpfen haben. Paulus hat gesagt: „Zürnet und sündiget nicht. Laßt die Sonne nicht über eurer zornigen Stimmung untergehen, und gebt auch nicht Raum für den Teufel.“ (Eph. 4:26, 27, NW) Wir könnten hier gut sagen: Laß nicht zu, daß Harmagedon wie ein Dieb über dich komme, während du in zorniger Stimmung, in gereizter Verfassung bist gegen deinen Bruder. Es gilt jetzt, den Frieden und die Eintracht mit deinem Bruder zu suchen. Das Buch der Neuen-Welt-Gesellschaft, die Bibel, unterrichtet dich, wie du das tun kannst. — Matth. 18:15-17.
DIE GEMEINSAME SPRACHE DER GESELLSCHAFT
29. Wird es unter den Überlebenden nationalistische Spaltungen nach Harmagedon geben, und wie steht es mit ihrer Sprache?
29 Werden gleich nach der Schlacht von Harmagedon die Überlebenden unter nationalistischen Regierungen mit verschiedenen Loyalitätsverhältnissen, nebenbuhlerischen Ansprüchen, stolzen Überlieferungen und alten Feindschaften und Verdächtigungen zusammen wohnen? Nein, nicht nachdem der König sein Zepter wider die tobenden Nationen geschwungen hat. Die Überlebenden werden jene sein, die nun aus dieser Welt herausgekommen sind und sich über jene selbstischen Dinge erhoben haben, die vom „Gott dieses Systems der Dinge“ gezüchtet wurden. Zuerst wird es schon noch Sprachengruppen geben. Dessenungeachtet werden alle e i n e theokratische Familie bilden, so wie sie jetzt „e i n e Herde [unter] e i n e m Hirten“ sind. (Joh. 10:16, NW) Es wird keine Nationen geben, sondern alle werden unter dem e i n e n König Bürger der neuen Welt sein. Es wird dasselbe sein wie jetzt im Falle des Leibes Christi, „wo weder Grieche noch Jude ist, weder Beschneidung noch Unbeschnittensein, Fremdling, Skythe, Sklave, Freier, sondern Christus alles und in allen.“ (Kol. 3:11, NW) Bereits hat Jehova Gott den Gliedern seines Volkes, das aus allen Nationen herkommt, eine „reine Sprache“ gegeben, und gleich von Anfang der neuen Welt an werden alle die e i n e Sprache sprechen, nämlich die theokratische Königreichswahrheit.
30. Welche absolute Pflicht wird uns nun auferlegt, gleichwie sie den Israeliten auferlegt wurde, die aus Babylon befreit wurden waren?
30 Ein unerläßliches Erfordernis, um in der Neuen-Welt-Gesellschaft zu bleiben, ist das Reden der Wahrheit. Satan, der Teufel, ist der „Vater der Lüge“, und die Lüge ist ein Merkmal des Systems der Dinge, dessen Gott er ist. (Joh. 8:44, NW) Einer unserer großen Kämpfe besteht darin, uns der Lügen, besonders der Religionslügen zu entledigen, die wir zufolge der Tatsache ererbt haben, daß wir ein Teil seiner alten Welt gewesen sind. Nachdem die ehemaligen Israeliten vom mächtigen Babylon befreit waren, lautete der Befehl, den Jehova Gott ihnen durch seinen Propheten Sacharja im Interesse ihrer Wohlfahrt erteilte, wie folgt: „Dies sind die Dinge, die ihr tun sollt: Redet die Wahrheit einer mit dem anderen; richtet der Wahrheit gemäß und fället einen Rechtsspruch des Friedens in euren Toren; und sinnet keiner auf des anderen Unglück in euren Herzen, und falschen Eid liebet nicht; denn alles dieses, ich hasse es, spricht Jehova.“ Zufolge dieser Treue zur Wahrheit im Reden mit dem Nächsten und im Rechtsprechen und im unparteiischen Fällen von Entscheidungen in den Stadttoren und im Schwören ohne falschen Eid, durch den man einen Nachbarn, gegen den man Böses im Schilde führt, verletzen will, sollte die Stadt Jerusalem die „Stadt der Wahrheit“ genannt werden. (Sach. 8:16, 17, 3) Der Apostel Paulus sah, daß diese Anforderung an die Christen seiner Tage gestellt war. Nachdem er ihnen gesagt hatte, nicht weiter so zu wandeln wie die weltlichen Nationen in der Uneinträglichkeit ihres Sinns wandeln, sondern eine neue Persönlichkeit anzuziehen, sagte er ihnen, wie dies zu tun sei, mit den Worten: „Deshalb nun, da ihr die Unwahrheit abgelegt habt, redet Wahrheit, ein jeder von euch mit seinem Nächsten, denn wir sind Glieder, die zueinander gehören.“ — Eph. 4:25, NW.
31. Was bedeutet es für uns heute, ‚die Wahrheit zu reden‘, und als was wird die Organisation bekannt werden, wenn wir so handeln?
31 Dieselbe Anforderung ergeht heute an die Neue-Welt-Gesellschaft, deren Glieder befreit worden sind von einer falschen, heuchlerischen alten Welt. Auch wir müssen darauf bestehen, die Wahrheit zu reden. Dies bedeutet, daß wir uns von den Lügen und den Unwahrheiten, die die alte Welt aus irgendeinem selbstischen Grunde pflegt, befreien müssen. Es bedeutet, daß wir frei werden müssen von den Lügen der falschen Religion, die Gottes Namen lästern und sein Vorhaben und seinen Weg der Rettung entstellen und die Menschheit dem Verderben in Harmagedon entgegenführen. „Die Wahrheit wird euch frei machen“, sagte Jesus, und diese Wahrheit finden wir in Gottes Wort. Diese Wahrheit müssen wir in der Neuen-Welt-Gesellschaft miteinander reden, um uns gegenseitig aufzuerbauen in unserem allerheiligsten Glauben. (Judas 20) Die Wahrheit ist das, was wir außerhalb der Neuen-Welt-Gesellschaft weit und breit veröffentlichen müssen, damit andere, die nach Wahrheit und Gerechtigkeit hungern, in die Gesellschaft eingehen und gesättigt und frei gemacht werden können. Dies ist besonders in gewissen Ländern nötig, wo kleinere Gemeinden zu hundert Prozent Glieder der Neuen-Welt-Gesellschaft geworden sind. Diese dürfen sich nicht absondern, um sich allein für sich der Wahrheit und des Friedens zu erfreuen, wobei sie den Beschwerden des Zeugniswerkes aus dem Wege gehen. Um ein Selbstsüchtigwerden zu vermeiden, müssen sie hinausziehen und denen predigen, die noch in der Knechtschaft des Irrtums sind, und müssen auch die Verbreitung der Wahrheit durch andere unterstützen. Durch ein solch beharrliches Reden der theokratischen Wahrheit mit unseren Nächsten fern und nah wird die Neue-Welt-Gesellschaft in der Tat als eine Organisation der Wahrheit bekanntwerden.
32, 33. (a) Auf welche Weise hat Jehova Richter und Ratgeber wie zuerst für uns wiederhergestellt? (b) Welchen Bund schloß Jehova mit den Israeliten in Moab, und was zu tun spornte Mose sie dann an?
32 Jesaja hat die herrlichen Tage der Wiederherstellung des Volkes Jehovas zur theokratischen Art der Organisation und Tätigkeit prophezeit, indem er folgende Verheißung Jehovas äußerte: „Ich werde deine Richter wiederherstellen wie zuerst, und deine Räte wie im Anfang. Danach wird man dich nennen: Stadt der Gerechtigkeit, treue Stadt.“ (Jes. 1:26) Da Jehova Gott nun seinen König als unseren Richter und als „Wunderbarer, Berater“ auf den Thron gesetzt hat, hat er die Dinge wiederhergestellt wie zur Zeit, da Jesus Christus im Fleische sichtbar auf Erden anwesend war, und nun erfreuen wir uns der Ratschläge des sich entfaltenden Wortes Gottes wie nie zuvor. Es wird unsere Aufgabe, uns selbst als eine treue Gesellschaft, als loyaler Vertreter von Gottes himmlischem Jerusalem, der „treuen Stadt“ droben, zu erweisen. Wir stehen jetzt in einer Stellung ähnlich derjenigen der Israeliten auf den öden Ebenen Moabs, kurz bevor sie den Jordan überschritten und ins Verheißene Land einzogen. Mose, der wußte, daß er binnen eines Monats sterben werde, versammelte die Israeliten und gab ihnen eine Wiederholung des Gesetzesbundes, den Jehova mit ihnen am Berge Horeb in Arabien gemacht hatte, zusammen mit den Änderungen, die unter den neuen Verhältnissen im Verheißenen Lande in Kraft treten sollten.
33 Nachdem Mose das theokratische Gesetz dort in Moab wiederholt hatte, lesen wir: „Dies sind die Worte des Bundes, den Jehova dem Mose mit den Söhnen Israel im Lande Moab zu schließen gebot, außer dem Bunde, den er mit ihnen am Horeb geschlossen hatte.“ (5. Mose 29:1, NW) Diesen Bund pflegte man einen „Bund der Treue“ zu nennen, doch war es in der Tat ein Bund des wiederholten Gesetzes mit Revisionen des Horeb-Bundes, um ihn den Vorkehrungen anzupassen, die im Verheißenen Lande in Kraft treten sollten. Folglich wird das Buch der Bibel, das diese Wiederholung des Gesetzes enthält, Deuteronomium genannt. Es bestätigte und bekräftigte den Gesetzesbund, welcher der Nation Israel am Horeb oder Berg Sinai gegeben worden war. Nach diesem spornte Mose die Israeliten an, diesem Bunde treu zu sein, und er nahm Himmel und Erde zu Zeugen wider sie, daß er ihnen Leben und Tod vorgesetzt habe, Segen und Fluch: durch treues Halten des Bundes sollten sie daher das Leben wählen, damit sie weiterhin ein Leben in Gottes Gunst und mit seinem Segen führen könnten.
34. Wie wird uns jetzt Jehovas theokratisches Gesetz mit seinen Anforderungen wiederholt, und warum müssen wir nun unter den gegenwärtigen Verhältnissen den Weg zum Leben wählen?
34 Heute, seitdem wir im Jahre 1919 vom neuzeitlichen Babylon befreit worden sind und ehe wir in die neue Welt nach Harmagedon eingehen, wird uns Jehovas theokratisches Gesetz mit seinen Anforderungen wie nie zuvor in der christlichen Geschichte von neuem dargelegt. Die ganze Bibel wird uns erschlossen. Dies ist das Werk Jesu Christi, des größeren Mose Jehovas. Wir werden in den Anforderungen der Neuen-Welt-Gesellschaft trainiert, damit wir wissen können, wie wir den Weg des Lebens wählen und weiterhin ein Leben führen können, wodurch wir jetzt Gottes Gunst und Segen erlangen. Es mag sein, daß wir auch durch Harmagedon hindurch bewahrt werden und gleich von Anfang der neuen Welt an in dieser leben dürfen. Es liegt jetzt an uns, die Entscheidung im Lichte des offenbarten theokratischen Gesetzes zu treffen. Jetzt müssen wir diesen theokratischen Anforderungen nachkommen, jetzt, in dieser „Zeit des Endes“, und nicht erst nach Harmagedon. Nach jenem Kriege wird es keine heidnischen Nachbarn geben, die uns umgäben, so wie die Israeliten es erfuhren, nachdem Mose gestorben war und sie über den Jordan hinüber ins Verheißene Land zogen. Nein, in der neuen Welt wird es keine Heiden und keine Nachbarn mit einer falschen Religion mehr geben, die Harmagedon überlebt hätten und uns dann bedrängten und uns in die Versuchung führten, ihre falschen Götter anzubeten, und uns ihre Kinder zur Ehe anböten, vorausgesetzt, daß wir ihnen die unsrigen anbieten und dadurch Bündnisse und Allianzen machten, was uns zu einer Gefahr werden könnte. Jetzt ist die Zeit, da wir mit solchen Dingen zu kämpfen haben. Deshalb hat uns der größere Mose die Gesetze und Anforderungen Gottes wiederholt und erweitert.
35. Wozu wird nun unsere Standhaftigkeit unter Widerwärtigkeiten beitragen, und zu welchem Lauf spornt uns der größere Mose an?
35 Jetzt ist die Zeit, da wir uns entschließen müssen, die Lauterkeit zu bewahren und der Theokratie treu zu sein, um uns der kommenden Welt des einen wahren Gottes als würdig zu erweisen. Wenn wir jetzt trotz den Widerwärtigkeiten in dieser feindseligen alten Welt standhaft bleiben, wird dies dazu beitragen, daß wir auch dann treu sind, inmitten der ununterbrochenen geistigen und materiellen Wohlfahrt, wo es keine Versuchungen des Teufels und seiner entarteten, selbstischen Welt gibt. Die Gegenwart ist für uns die günstige Zeit, als Glieder der Neuen-Welt-Gesellschaft unsere endgültige Wahl zwischen zwei Wegen zu treffen, die der größere Mose uns vorgelegt hat. Sein dringender Rat lautet: „Wähle das Leben, damit du am Leben bleibst, du und deine Nachkommen, indem du Jehova, deinen Gott, liebst, indem du auf seine Stimme horchst und dich fest an ihn hältst; denn er ist dein Leben und die Länge deiner Tage.“ — 5. Mose 30:19, 20, NW.
DIE ZEIT DES TRAUERNS VORBEI
36. Warum dürfen wir nicht mit der Welt zusammen trauern? Was zu tun, haben wir statt dessen jetzt Gelegenheit?
36 Wenn wir unsere Augen stets vorwärts, der neuen Welt entgegen richten, die an unserem Horizont heraufdämmert, so wird uns dies helfen, bei unserem Entschluß zu bleiben, dem Entschluß, Leben in der neuen Welt zu erlangen, die wir als Gesellschaft vertreten. Heute trauert die vergehende Welt wegen ihrer Leiden, ihrer Verluste, ihrer Enttäuschungen, ist aber nicht in gottgemäßer Weise betrübt, was die Reue zur Rettung bewirkt. Über nichts in der Welt, was wir hinter uns ließen und von dem uns der allmächtige Gott befreite, brauchen wir zu trauern. Wir können es uns nicht leisten, die geistige Haltung der Welt und ihre Auffassung der Dinge zu teilen. Mit der Welt an ihrer selbstischen Traurigkeit teilzunehmen, ist für uns nicht heilsam: „Die Betrübnis der Welt bewirkt den Tod.“ (2. Kor. 7:9, 10, NW) Als Einzelpersonen sind wir in der Vergangenheit Sünder gewesen. Wir haben unsere Fehler gemacht und Gottes Gesetz übertreten oder uns ihm gar widersetzt und sein Volk verfolgt. Ja, auch die Überrestglieder seiner Erben des himmlischen Königreiches haben in vergangenen Zeiten geirrt und sich während des Ersten Weltkrieges des Unrechttuns schuldig gemacht, gewisser Mängel und Verfehlungen, und Jehova war zornig über sie und ließ zu, daß sie in der babylonischen Gefangenschaft dieser Welt litten. Warum aber weiterhin über die tote Vergangenheit trauern? Gott hat seinen Überrest nun befreit und mit ihm auch eine „große Menge“ solcher, die Wahrheit und Gerechtigkeit lieben, und er hat sie zu einer Neuen-Welt-Gesellschaft gebildet. Kummer, der zur Reue, und Reue, die zu dieser Befreiung führte, sind jetzt Dinge der Vergangenheit. Nun ist die Gelegenheit für uns da, nicht weiter zu trauern und zu unserer Entmutigung allzusehr betrübt zu sein, sondern wir sollen uns über die gegenwärtige Rettung freuen, die uns durch Jehovas Barmherzigkeit zuteil wird.
37. Warum ist Jehova Gott in der Gegenwart voller Freude, und weshalb sollten wir mit ihm freudig sein?
37 Kummer, Betrübtheit und Trauer schwächen, Freude aber stärkt. Jehova, unser Gott, ist zu dieser Zeit voller Freude. Sein Königreich, das durch seinen geliebten Sohn Jesus Christus regiert wird, hat begonnen; seine lange geduldeten Feinde, Satan und die Dämonen, sind aus dem Himmel hinaus- und auf die Erde hinabgeworfen worden. Er hat sein Volk von der Sklaverei dieser Welt befreit und es zu einer Gesellschaft von Königreichsverkündigern gemacht, und nun rückt der große Krieg zur Rechtfertigung seiner universellen Souveränität ein für allemal näher, und der Sieg ist gewiß. An uns ist es daher, aus einer kummervollen, nach innen gekehrten Art der Betrachtung des eigenen Ichs herauszukommen und an das zu denken, was Gott getan hat, was er tut und was er zu seinem unvergänglichen Ruhm und zum Segen seines treuen Volkes noch tun wird. Warum sollten wir mit dieser Welt, die Gottes Feind ist, trauern? Warum sollte Jehovas Volk kummervoll sein, wenn Er fröhlich, ja überfließend ist vor gerechter Freude? Sein Sohn ist hier gleich einem jubelnden Bräutigam, und die „Hochzeit des Lammes“ nähert sich ihrer Vollendung. (Off. 19:7) Jehova sammelt alle Dinge im Himmel und auf Erden unter seiner Souveränität in eins zusammen. Wir erleben das Gegenbild des alten theokratischen Festes der Einsammlung, des Festes des Ertrages der mühevollen Arbeit des Jahres, des fröhlichsten Festes des ganzen Jahres. Weg denn mit allem nutzlosen Trauern und Grämen über die Vergangenheit! Dies ist die Zeit, mit Jehova als seine ihn liebenden Freunde zu frohlocken, denn, wie es in den Worten Nehemias heißt: „Die Freude Jehovas ist eure Stärke!“ — Neh. 8:10, AS.
38. Wie haben wir ewige Freude und Fröhlichkeit erlangt, und warum ändert unser gegenwärtiges Leiden nichts daran?
38 Die Neue-Welt-Gesellschaft sollte weiterhin das freudigste und optimistischste Volk auf der Fläche des Erdbodens sein. Ewige Freude ist über unseren Häuptern, denn wir erkennen, daß das Königreich der Rechtfertigung Jehovas für alle Zeit hier ist, und daß wir seine Ankündiger sind. Da wir in die Neue-Welt-Gesellschaft eingetreten sind, haben wir Jubel und Freude erlangt, und trotz dem Haß und der internationalen Verfolgung, die wir noch eine kleine Weile zu erdulden haben, sind Kummer und Seufzen entschwunden. Seinetwegen zu leiden, erachten wir als eine Ehre. — Jes. 35:10.
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„Vergewissert euch über alle Dinge“Der Wachtturm 1953 | 15. Oktober
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„Vergewissert euch über alle Dinge“
1, 2. Womit müssen wir uns an diesem bösen Tage ausrüsten, und zu welchem Angriff sollten wir schreiten?
NACH der vorausgegangenen Ansprache schritt der Präsident der Watch Tower Society zur Freigabe der ersten wichtigeren Neuerscheinung, wobei er an die Versammelten folgende Worte richtete:
2 Der Apostel sagt: „Übrigens, erwerbet weiterhin Kraft im Herrn und in der Macht seiner Stärke.“ (Eph. 6:10, NW) Dies müssen wir tun, um die noch vor uns liegende Prüfung des Ausharrens zu bestehen, und um das noch verbleibende Werk zu tun. Wir stehen in einem Kampf auf Leben und Tod, nicht in einem fleischlichen Ringen mit Fleisch und Blut, sondern in einem Kampfe mit den bösen Geistermächten, die jetzt wutentbrannt sind, weil sie aus den hohen, himmlischen Örtern hinausgeworfen und auf diese Erde beschränkt wurden. Wir müssen die volle Waffenrüstung Gottes anziehen, um als eine Neue-Welt-Gesellschaft an diesem bösen Tage fest und geeint dazustehen, indem wir eine gemeinsame Front bilden wider die verbündeten Feinde. Wir sind zum Handgemenge mit dem Feinde gekommen, und außer dem Schild des Glaubens, mit dem wir alle feurigen Pfeile des Bösen abwehren und seinen Stichen Einhalt tun können, müssen wir die unbezwingliche Waffe in der Hand haben, „das Schwert des Geistes, welches Gottes Wort ist“. (Eph. 6:12, 17, NW) Mit dieser mächtigen Offensivwaffe müssen wir im Gehorsam gegen den göttlichen Befehl vorwärtsgehen
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