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  • Berichte aus dem Jahrbuch 1954 der Zeugen Jehovas
    Der Wachtturm 1954 | 1. März
    • „Schaf“ zu finden, und hier beschreibt er, wie er es gefunden hat: „Als ich Euren Brief erhielt, worin Ihr mir von einem alleinstehenden Interessierten sagtet, der mehr über die Taufe wissen wollte, bat ich einen jungen Bruder vom Orte, mich doch die 27 km lange Strecke in die Gebirgsgegend zu begleiten, wo dieser Mann wohne. Wir gingen um 9 Uhr morgens weg, aber wegen eines Defektes am Fahrrad mußten wir zu Fuß gehen und erreichten unseren Bestimmungsort erst spät am Nachmittag. In einem sauberen, strohbedeckten Häuschen wurden wir freundlich aufgenommen und von der Frau und zwei Kindern bewirtet. Der Mann war nicht daheim, aber wir besprachen verschiedene Schrifttexte mit der Familie und so verflossen rasch zwei Stunden. Es tat uns leid, daß wir den Mann nicht treffen konnten, aber wir gingen fort mit dem Versprechen, wiederzukommen. Auf unserem Heimweg schien der Mond hell, und der Himmel stand voller Sterne. Gerade als wir aus einem Walde traten, stießen wir auf einen Mann, und — welch glückliche Überraschung! — es war gerade jener, den wir hatten sehen wollen! Welche Freude! Sein Gesicht strahlte, als er uns sagte, er komme eben von einem Bibelstudium, das er regelmäßig mit einem jungen Manne im nächsten Dorfe abhalte, und dieser junge Mann wolle nun in den Pionierdienst eintreten. Bestimmt hatten wir allen Grund, überrascht zu sein, denn hier sprach ein Mann, der nie zuvor einer Versammlung der Zeugen Jehovas beigewohnt hatte. Er hatte bloß seit einiger Zeit den Wachtturm gelesen, da er Abonnent geworden war, nachdem ein Bekannter zu ihm davon gesprochen hatte. Am nächsten Tage kam er zur Versammlung herüber, und über das Wochenende nahm er eifrig am Felddienst teil. Er erwies sich als reif in der Wahrheit und wurde bei der Kreisversammlung getauft, welche in der folgenden Woche stattfand.“

      Der Neue-Welt-Gesellschaft-Kongreß im Yankee-Stadion ist natürlich das hervorragende Ereignis für Jehovas Zeugen auf der ganzen Erde gewesen. So hatte denn auch in Österreich seine Ankündigung große Freude ausgelöst, und monatelang waren unsere Herzen vereint in dem Gebet, daß Jehova alle Vorbereitungen zur größten Zusammenkunft von Christen, die je stattgefunden hat, segnen möge. Das erste Mal war es möglich, daß 19 Delegierte von Österreich einen Kongreß in den Vereinigten Staaten besuchen konnten. Alle Zurückgekehrten werden teilhaben an den drei Bezirksversammlungen im September und werden ihren Brüdern von den wunderbaren Dingen erzählen, die sie gesehen und gehört haben.

  • Kommentare zum Neue-Welt-Gesellschaft-Kongreß
    Der Wachtturm 1954 | 1. März
    • Kommentare zum Neue-Welt-Gesellschaft-Kongreß

      NICHT alle waren erfreut, daß Jehovas Zeugen letzten Juli im Yankee-Stadion in solcher Zahl zusammenkamen. Doch ob gern oder ungern, fast jeder stimmte zu, daß etwas Wichtiges geschehen sei. Redaktionelle Kommentare in Zeitungen aus weit voneinander liegenden Orten liefern hierfür folgende Beispiele:

      „Der achttägige Weltkongreß der Zeugen Jehovas führte nahezu 150 000 Glieder dieser eingewurzelten Sekte in die Stadt New York — Männer und Frauen und ihre Angehörigen aus der ganzen Welt, die ihrem Glauben eifrig nachleben … Ihre Evangelisationsmethoden sind von direkter Art und reizen gewisse Leute; doch derselbe anspornende Missionareifer, der all ihre Anstrengungen auszeichnet, reicht bis zu den kleinsten, dunkelsten Winkeln des Erdballs.

      Seit der verhängnisvollen Steinigung des Stephanus zur Zeit Christi haben die Zeugen vielleicht mehr Beschimpfung und Widerstand ertragen als irgendeine andere religiöse Gruppe. Aber einmal ums andere hat der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten und haben andere Gerichte sie in ihren verfassungsmäßigen Rechten gestützt, so daß sie glauben können, was sie wollen, und ihre Anbetung so darbringen können, wie sie es wünschen, und versuchen können, Leute nach ihrer eigenen Art zu bekehren, auch wenn sich andere durch diese Art belästigt fühlen sollten.

      Eine Minderheitssekte? Sicherlich, doch tut Amerika Außergewöhnliches, um Minderheiten zu schützen. Abseits stehend und schwierig, sich in das einzugliedern, was wir unser kooperatives Gesellschaftsleben zu nennen pflegen? Zweifellos — doch die Christen des alten Antiochien beharrten ebenfalls fest auf ihrem Entschluß und hüteten sich davor, ihre Lauterkeit durch Anpassung aufzugeben!

      Wirf einen Blick auf das Yankee-Stadion in New York am ersten Tage der Zusammenkunft der Zeugen und sieh ihrer 82 861 versammelt! Eine größere Menge, als je zu einem Baseball-Spiel erschienen war, dazu 48 000 weitere Personen jenseits des Hudson versammelt, die den Vorträgen durch Lautsprecher lauschten. Ein solcher Anprall ist denkwürdig und gewaltig und kann nicht unbeachtet bleiben. Wir erinnern andere Völker daran, daß dies Amerika ist, dies ist die Demokratie, dies ist Gottesdienst- und Versammlungsfreiheit — dies ist unsere veranschaulichte Verfassung und unser verteidigtes gemeinsames Erbe.“ — The Columbian, Vancouver, Washington, 24. Juli.

      Von einer anderen Warte aus gesehen, lautete ein Bericht aus Allentown, Pennsylvanien, wie folgt:

      „Während wenigen Stunden, ja vielleicht nur während wenigen Minuten kam gestern den Bewohnern von Allentown und anderen der Route 22 entlang ein ‚Querschnitt‘ des amerikanischen Volkes zu Gesicht, nämlich in den Zeugen Jehovas, die auf ihrem Heimweg von der New Yorker Weltkonferenz von letzter Woche hier durch unsere Stadt zogen.

      Alle Arten und Klassen von Männern, Frauen und Kindern eilten in allen Arten von Autos und Anhängern auf ihrem Heimwege nach allen Staaten, ausgenommen denen Neuenglands, durch unsere Stadt. Da gab es Weiße und Schwarze und anscheinend auch amerikanische Indianer und Leute von orientalischer Herkunft, sowohl von der gelben wie von der braunen Rasse. Sie kamen meistens in Familiengruppen und waren stillvergnügt, im Besitze einer Religion zu sein, die sie ganz in Anspruch nimmt und der sie ihr Leben widmen.

      Sie beabsichtigten nicht, in Karawanen zu reisen, und dennoch bildeten sie eine Karawane, die sich gerade in diesem Augenblick über mehr als ein halbes Dutzend Staaten, welche westlich und südwestlich von uns liegen, hinziehen muß.

      Wo immer sie hinkommen, machen sie stolz und freudig ihre Sache bekannt, doch in der ruhigen, ordentlichen Art und Weise, zu der sie diszipliniert worden sind. Sie sind ein prächtiges Volk und nehmen an Zahl und Einfluß zu. Und wo immer sie hingelangen, sind sie willkommen. Durch ihr Benehmen machen sie einen so guten Eindruck, daß man sie anspornt, wiederzukommen. Und das kann nicht von allen Kongressen und Zusammenkünften gesagt werden.“ — The Morning Call, Allentown, Pennsylvanien, 28. Juli.

      Über die nahe Wohnwagenstadt wurde folgender Leitartikel unter dem Titel „Eine Religion bekundet große Kraft“ veröffentlicht:

      „Oftmals sind Jehovas Zeugen durch ihre Glaubensansichten mit den Mächten des weltlichen Gesetzes in Konflikt geraten. Mitglieder wurden verhaftet und eingesperrt, weil sie ihr Leben eher nach ihrem Glauben als nach den Gesetzen richten, die für Menschen durch Menschen aufgestellt worden sind. Einige der Zeugen sind intolerant, was die Glaubensansichten anderer Religionen betrifft.

      Wenn wir über die lange Geschichte des Menschen zurückblicken, müssen wir uns jedoch daran erinnern, daß es oft Zeiten gab, da Gottesmänner verhaftet und eingesperrt wurden, und heute betrachten wir die Amtspersonen, die es taten, sowie die Kerkermeister als die eigentlichen Verbrecher.

      Jehovas Zeugen sind aufrichtig in ihrem Glauben. Sie leben nach ihrer Religion. Wir denken, daß der kommende Kongreß in New York eine gewaltige Schaustellung der Stoßkraft ist, die das religiöse Leben auf diese Zehntausende von Menschen ausübt, und wir sind stolz, daß die Grafschaft Middlesex einen Anteil daran haben soll, den Erfolg des Kongresses zu sichern.“ — New Brunswick (New Jersey) Home News, 17. Juli.

      Gleich nachdem der Kongreß begann, sagte eine andere Zeitung von New Jersey:

      „Glieder der Watchtower Bible and Tract Society (Jehovas Zeugen) sind glühende Verfechter der Bibel als ‚Gottes Wort der Wahrheit‘. In ihrem Eifer und ihrer Inbrunst sind Glieder der Sekte bisweilen mit eingesetzten Behörden in Konflikt geraten. Ihre Triebkraft und ihr Schwung erregen jedoch Bewunderung. Ihre Hingabe ist eine Antwort auf die oft gestellte Frage, ob die Religion die Menschheit im Stich gelassen habe. Natürlich hat sie es nicht, aber die Menschen scheinen oft verfehlt zu haben, die Ideale wahrer Religion zu finden.“ — Paterson (New Jersey) Morning Call, 20. Juli.

      In Parkersburg, West-Virginia, hieß es in einem zweispaltigen Leitartikel, betitelt „Yankee-Stadion mit ‚Zeugen‘ gefüllt“:

      „Epische Schauspiele, sei es auf dem Gebiete des Sports, der Religion, der Politik oder auch nur im Film, sind dem Herzen des Amerikaners teuer, und aus diesem Grunde hat es Eindruck gemacht, daß das Yankee-Stadion mit einer Menge von 82 861 Zeugen Jehovas gefüllt war, ja insgesamt mit über 100 000 beim Finale des Kongresses … Das Schauspiel wurde in der New Yorker Times durch einen Bericht von einer vollen Spalte und mit Hilfe eines großen Bildes beschrieben und auch ausführlich in der New Yorker Herald-Tribune erwähnt. Wenn man sich vergegenwärtigt, daß Jehovas Zeugen behaupten, in der ganzen Welt nur 466 265 Zeugen als Mitglieder zu haben, davon nur 132 797 im ganzen Gebiet der Vereinigten Staaten, so tritt die Größe des Ereignisses im Yankee-Stadion noch deutlicher hervor.

      Wie in der Herald-Tribune dargelegt worden ist, entnehmen sie ihren Namen dem Text in Jesaja 43:12: ‚Ihr seid meine Zeugen, spricht Jehova, und ich bin Gott.‘ Die Zeugen erheben Einwand gegen ‚Weltkriege‘ und glauben, daß Gott in einem universellen Kriege — Harmagedon — bald alles Böse von der Erde vertilgen werde —, wie Milton G. Henschel, ein Direktor der Gesellschaft, sich ausdrückte.

      Wenn irgendeine religiöse Versammlung größer wird als eine zu einem Sportanlaß in irgendeinem Lande versammelte Menge, so verdient sie es bestimmt, in die Chronik eingetragen zu werden, und deshalb nehmen wir von den Leistungen der Zeugen gebührend Notiz. Liegt darin vielleicht ein Beispiel für Leute von anderen Glaubensansichten hinsichtlich der Art und Weise, wie große, eindrucksvolle religiöse Schaustellungen in Szene gesetzt werden können? … Bestimmt ist eine Wiederbelebung der Religion in Amerika nicht unangebracht — ein Hinweis und eine Vorführung der Bruderschaft der Menschen unter der Vaterschaft Gottes … Aus diesem Grunde mag es gut sein, daß die Zeugen, ungeachtet, wie jemand gegen ihre besonderen Glaubensansichten eingestellt sei, ein wertvolles Beispiel gegeben haben.“ — The Parkersburg (West-Virginia) News, 25. Juli.

      Ja, die Zeugen mögen ein Beispiel gegeben haben, aber dieses Beispiel betrifft nicht nur die Größe der Versammlung, es war ein Beispiel der christlichen Bruderschaft, des Eifers für Gott und des Wunsches, ihm zu dienen. Jehovas Zeugen hegen den Wunsch, daß andere dies ebenfalls tun, doch haben die Erfahrungen in der Vergangenheit gezeigt, daß nur einige Einzelpersonen, nicht ganze Organisationen, dies tun werden. Das ist der Unterschied. Deshalb war der Kongreß so bemerkenswert. Der heutige Mangel an Eifer für wahres Christentum unter den Religionen der sogenannten „Christenheit“ ist das, was jene, die noch danach handeln, als ungewöhnlich und bemerkenswert hervortreten läßt.

      Nicht allen paßte dieser Kongreß. Nicht in allen Leitartikeln waren die Zahlen der Anwesenden richtig vermerkt oder der Name „Jehovah’s witnesses“ richtig geschrieben. Ob gern oder ungern: sie erkannten aber, daß etwas Wichtiges geschehen sei, und sie bestätigten die vom Präsidenten der Watch Tower Society vor den Versammelten gesprochenen Worte: „Der wahre Glaube an Gott ist nicht im Abnehmen.“ Er wird weiter zunehmen. Während Tausende weiterer Menschen den Unterschied zwischen seiner eifervollen Kraft und der Gleichgültigkeit der Religionen der alten Welt erkennen, verlassen sie diese und gelangen in die Einheit mit dem wahren Glauben. Dann wachsen auch sie an Kraft und Eifer. Indem du dich ihnen anschließt, kannst auch du darin zunehmen.

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