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Warum sie ihren Orden verlassenErwachet! 1975 | 8. Mai
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Nonnen erhalten befriedigende Antworten
Es gibt eine Möglichkeit, zuverlässige religiöse Unterweisung zu erhalten. Die erwähnte ehemalige Nonne aus Adams (Massachusetts), die 1969 aus dem Kloster ausgetreten ist, berichtet: „Ich ging nicht mehr zur Kirche. Ich war zu dem Schluß gekommen, daß das, was die katholische Kirche lehrte, nicht die Wahrheit war, aber ich hatte keine Ahnung, wo ich die Wahrheit finden könnte. Später kamen zwei Zeugen Jehovas an meine Tür, und freudig bat ich sie einzutreten, um mit ihnen sprechen zu können.
Ich prüfte sorgfältig, was die Zeugen mich lehrten, weil ich keine Lust hatte, noch einmal irregeführt zu werden. Doch nach zwei oder drei Studien wußte ich, daß das, was Jehovas Zeugen lehrten, die biblische Wahrheit war. Es war alles so logisch, daß es unmöglich nicht wahr sein konnte. Besonders erfreut war ich, zu erfahren, daß Gott kein dreieiniger Gott ist.
Aber es ist nicht nur befriedigend, die Wahrheit über Gott und über seine großartigen Vorsätze zu erfahren, sondern es ist auch beglückend, die echte Liebe zu verspüren, die unter Jehovas Zeugen besteht. „Das zog mich noch mehr an als ihre biblischen Lehren“, sagte eine ehemalige Nonne, die zehn Jahre lang einer Ordensgemeinschaft angehört hatte und die im Januar 1974 in Paraguay von Jehovas Zeugen getauft wurde.
Hast du einer Ordensgemeinschaft angehört, oder gehörst du heute noch einer solchen Gemeinschaft an? Hast du den Wunsch, Gott so zu dienen, wie Christus und seine ersten Nachfolger ihm dienten? Würdest du dich in der herzlichen, liebevollen Gemeinschaft von Christen, die die Christen des ersten Jahrhunderts in allem nachahmen, wohl fühlen? Jehovas Zeugen würden sich von Herzen freuen, dir helfen zu dürfen. Laß dich das nächste Mal, wenn sie an deine Tür kommen, mit ihnen auf ein Gespräch ein, oder schreibe an die Herausgeber dieser Zeitschrift.
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Der geheimnisvolle RegenbogenErwachet! 1975 | 8. Mai
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Der geheimnisvolle Regenbogen
DER Regenbogen fasziniert den Menschen schon lange, aber er gibt ihm durch die Geheimnisse, die er in sich birgt, immer neue Rätsel auf.
Warum erscheint der Regenbogen nur nach bestimmten Regenfällen? Warum kann man in einem Regenbogen mehr Farben sehen als in einem anderen? Warum scheint sich der Bogen vom Betrachter zu entfernen, wenn er darauf zugeht? Weißt du es?
Viele Völker des Altertums fürchteten sich vor allem, was sie nicht verstanden, und betrachteten so den schönen Regenbogen als eine feindliche Kraft oder als ein böses Vorzeichen. Einige hielten ihn für eine große Schlange (oder ein anderes Tier), die Wasser trank und den Regen zurückhielt. Diese Ansichten stehen jedoch in krassem Gegensatz zu dem ersten schriftlichen Bericht über einen Regenbogen.
Der erste Regenbogen
Das älteste Geschichtsbuch der Welt, die Bibel, berichtet über den ersten Regenbogen und nennt den Grund dafür, weshalb er immer wieder erscheint. Es berichtet, daß Gott mit den Überlebenden der weltweiten Flut, nämlich mit Noah und seiner Familie, einen Bund schloß und ihnen verhieß: „Nie mehr wird alles Fleisch durch die Wasser einer Sintflut vom Leben abgeschnitten werden.“ Und als Zeichen dieses Bundes ließ Gott den Regenbogen erscheinen. Er sagte: „Meinen Regenbogen habe ich in die Wolke gesetzt, und er soll als Zeichen des Bundes dienen zwischen mir und der Erde“ (1. Mose 9:8-16). Welch eine großartige Vorkehrung, die Menschheit an Gottes Verheißung zu erinnern!
Einige vertreten die Ansicht, daß die Bibel hier nicht wirklich die erste Erscheinung eines Regenbogens beschreibe, sondern daß von da an mit dem Regenbogen eine neue Bedeutung verbunden worden sei. Die Bibel stellt die Begebenheit jedoch so dar, als sei der Regenbogen damals das erstemal erschienen. Offensichtlich ließen die atmosphärischen Bedingungen vor der Sintflut die Bildung eines Regenbogens nicht zu. Sogar heute müssen bestimmte atmosphärische Bedingungen herrschen, damit ein Regenbogen am Himmel erscheinen kann.
Obwohl die Erläuterungen der Bibel nur kurz sind, zeigen sie doch das Warum des Regenbogens, und bis heute sehen gläubige Menschen darin eine Bestätigung, daß Gott sich immer noch um die Menschen kümmert.
Versuche, das Geheimnis zu lüften
Als der Mensch begann, über das Wie, über das Zustandekommen des Regenbogens, nachzudenken, packte er ein Geheimnis an, das ihm manche Überraschung bereiten sollte. Tatsächlich hat sich schon manch einer, der einen Regenbogen fangen wollte, die Füße wund gelaufen!
Einer der frühen „Detektive“, der griechische Philosoph Aristoteles, vertrat die Ansicht, der Regenbogen entstehe durch die Reflexion des Lichts an der unebenen Oberfläche der Tröpfchen in den Wolken. Außerdem glaubte er, daß es im Regenbogen nur drei Farben gebe — eine Ansicht, die die Vorstellungen der Wissenschaftler jahrhundertelang beeinflußte. Seine Erklärungen ließen jedoch viele Fragen unbeantwortet.
Ein verwirrendes Rätsel war das Erscheinen zweier Regenbogen. Warum erscheinen im äußeren Regenbogen die Farben in genau umgekehrter Reihenfolge wie im inneren Bogen, wenn doch der Regenbogen lediglich eine Reflexion von Licht ist? Nachdem verschiedene Theorien über diesen und andere Gesichtspunkte verworfen worden waren, fühlte sich Roger Bacon veranlaßt zu sagen: „Eines ist sicher: Keinem Philosophen ist es bis jetzt gelungen, über den Regenbogen Wissen zu erlangen.“
„Aber nein“, antwortete René Descartes, ein französischer Wissenschaftler des 17. Jahrhunderts. Nachdem er komplizierte mathematische Berechnungen angestellt hatte, fertigte er Karten an, auf denen die Winkel abgebildet waren, die seiner Ansicht nach für die Bildung eines Regenbogens notwendig sind. Er rühmte sich, wer seine Theorien verstehe, würde die Ursachen des Regenbogens „leicht verstehen“. Allerdings sagte ein Mathematikprofessor, der am Brooklyn College lehrt, er habe „in Wirklichkeit nicht alle mit dem Regenbogen verbundenen Probleme gelöst“. Zum Beispiel konnte er die Bildung der Farben und das Auftreten sekundärer Regenbogen nicht korrekt erklären.
Dann, 67 Jahre später, veröffentlichte Isaac Newton sein Werk Opticks, in dem er korrekt erklärte, Sonnenlicht könne in verschiedene Farben aufgespalten werden und somit würden die Regentropfen lediglich das Sonnenlicht in seine Spektralfarben aufspalten. Danach nahm man allgemein an, es sei das letzte Wort darüber geschrieben worden. Aber war das Geheimnis des Regenbogens wirklich gelöst? Viele dachten das. Doch die Regenbogen, die gelegentlich erschienen, weigerten sich, den von Menschen gemachten Regeln zu gehorchen.
Schließlich kamen Wissenschaftler zu der Ansicht, Licht habe Wellencharakter und verhalte sich ähnlich wie Schallwellen. Eine dementsprechende Erklärung veranlaßte die Encyclopædia Britannica des Jahres 1858 zu der Schlußfolgerung: „Endlich beginnen wir zu glauben, daß wir die Sache [die Bildung des Regenbogens] völlig verstehen.“ Tatsächlich
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