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  • Fehlernährung — die schleichende Krankheit
    Erwachet! 1978 | 8. Februar
    • möchte die Regierung, daß Familien aus den Slums der Städte ziehen, Geschäfte aufbauen und Genossenschaften bilden, die ihnen bessere Verdienstmöglichkeiten bieten.

      Die Rolle der Bildung

      Zur Zeit läuft auch in den Schulen und durch die Massenmedien eine Bildungskampagne, durch die plausibel gemacht werden soll, welche Nahrungsmittel eine Familie benötigt. Die Nahrungsmittel werden in drei Gruppen eingeteilt: Aufbaunahrung, Energiespender und regulierende Nährstoffe. Die regulierenden Nährstoffe sind sehr vitamin- und mineralhaltig und schützen vor Geschwüren, Nachtblindheit, Blutarmut, Schilddrüsenvergrößerung und Beriberi. Typische Aufbaunahrung auf den Philippinen sind Fleisch, Fisch, Milch, Bohnen, Nüsse und Eier. Zu den Energiespendern zählen Reis, Mais, Brot, Nudeln, Kokosöl, Zucker und Knollenpflanzen wie camote (Süßkartoffel). Zu den regulierenden Nahrungsmitteln gehören Blattpflanzen, gelbe Pflanzen wie calabasa (Kürbis) und Karotten, aber auch Mangopflaumen, Guaven, Melonen, Papayafrüchte und Bananen.

      Wichtig ist die richtige Zubereitung der Nahrung. Daher werden die Hausfrauen ermuntert, die Pflanzen vor dem Schälen gründlich zu waschen und sie gleich anschließend zu kochen, damit nicht all die wasserlöslichen Mineralien verlorengehen.

      Junge Ernährungswissenschaftler, die versuchen, erfahrenen älteren Hausfrauen Ratschläge über das Kochen zu geben, werden nicht immer mit offenen Armen empfangen. Bei einer Kochvorführung rief eine lola (Großmutter): „Warum soll ich in meinem Alter auf einmal anders kochen? Mit meiner Kochmethode habe ich meine Kinder großgezogen, und jetzt koche ich genauso für deren Kinder, und die mögen das. Wenn ich es jetzt anders machen würde, könnte es sein, daß sie nicht das essen werden, was ich koche. Dann werden sie abmagern, und das Problem wird noch größer sein!“ Manchmal wollen die Eltern nicht wahrhaben, daß ihre Kinder fehlernährt sind. Wenn zum Beispiel in einem Gebiet 80 Prozent der Kinder im Vorschulalter in der einen oder anderen Weise fehlernährt sind, wird die Fehlernährung anscheinend als etwas Normales hingenommen.

      Oft unterschätzen Eltern auch, wie im Fall von Johannes, den Eiweißbedarf des Kindes. Die Eiweißmangelkrankheit, die man „kwashiorkor“ nennt, hat ihren Namen von einem afrikanischen Wort, das bedeutet „die Krankheit des älteren Kindes, wenn das nächste Baby geboren wird“. Wenn das Kind entwöhnt wird — was oft deshalb geschieht, weil wieder ein Baby da ist, das die Muttermilch braucht —, ist wasserverdünnte Milch oder Reiswasser vielleicht die einzige Nahrung, die es erhält. Manchmal bekommt es erst nach dem ersten Lebensjahr feste Nahrung. Wenn das Kind seinen Magen voll hat, fühlt es sich bestimmt nicht hungrig, und die Mutter, die sicher ihr Kind liebt, bemerkt natürlich nicht, daß es fehlernährt ist.

      Nehmen wir beispielsweise an, eine Familie sitzt am Tisch und nimmt eine Mahlzeit ein, die aus Fisch und Reis (gute Aufbaunahrung und Energiespender) besteht. Allerdings essen die Männer den größten Teil des Fisches, weil sie auf den Feldern arbeiten müssen, während die Kinder zum Reis nur etwas Fisch bekommen. Solche Eltern verstehen nicht, daß ihre Kinder Aufbaunahrung brauchen, damit sie richtig wachsen und sich geistig entwickeln.

      Obwohl von der Landesregierung und den kommunalen Verwaltungen Hunderte von Millionen Pesos aufgebracht werden, unterstützt durch die Geldbeträge, die von privaten Organisationen und ausländischen Quellen stammen, wird das Problem der Fehlernährung immer größer. Die Geburtenziffer des Landes ist ziemlich hoch. Daher schließt ein Teil des Feldzuges gegen Fehlernährung die Ermunterung zur Familienplanung ein.

      Was kann der einzelne tun?

      Was kann jemand tun, der in einem Gebiet wohnt, in dem Fehlernährung vorherrscht? Der allgemeine Rat lautet: Sei ausgeglichen. Man sollte für Hinweise empfänglich sein und die Verwirklichung neuer Ideen nicht durch althergebrachte Methoden behindern. Man sollte eine Vielzahl der verfügbaren Nahrungsmittel zu sich nehmen und daran denken, daß Kinder, die im Wachstum begriffen sind, Aufbaunahrung benötigen. Daher sollte ihnen ein angemessener Teil der Nahrungsmittel der Familie zustehen. Das gilt auch vor allem für schwangere und stillende Frauen.

      Steht dir ein Garten zur Verfügung, kannst du ihn nutzbar machen, um den Speiseplan deiner Familie zu bereichern. Vielleicht ist es dir möglich, Gemüse oder Früchte zu ziehen oder Hühner zu züchten. Der einzelne Verdiener sollte sein Geld auch auf die wirksamste Weise verwenden, indem er beispielsweise etwas weniger Reis, aber dafür mehr Aufbaunahrung kauft. Und bestimmt sollte man es vermeiden, einerseits ein Radio und ein Fernsehgerät auf Abzahlung zu kaufen und andererseits den Kindern nur Reis zu essen zu geben.

      Für die Christen hier auf den Philippinen ist das Versprechen Jesu Christi eine große Ermunterung: „Fahrt denn fort, zuerst das Königreich und Seine Gerechtigkeit zu suchen, und alle diese anderen Dinge werden euch hinzugefügt werden“ (Matth. 6:33). Sie wissen, daß es ihnen möglich ist, mit Lebensunterhalt und Bedeckung zufrieden zu sein, wenn sie in ihrem Leben die geistigen Belange an die erste Stelle setzen (1. Tim. 6:6-8). Durch die Bibel werden sie auch angewiesen, Verschwendung zu vermeiden und mit Fleiß für das Lebensnotwendige zu sorgen. Außerdem blicken sie mit Optimismus in die Zukunft und freuen sich auf die Zeit, in der Gott dafür sorgen wird, daß alles Übel, wie beispielsweise die schleichende Krankheit der Fehlernährung, beseitigt werden wird (Jes. 25:6-8).

  • Was ist seine Aufgabe?
    Erwachet! 1978 | 8. Februar
    • Was ist seine Aufgabe?

      Es besteht die weitverbreitete Ansicht daß in einem Löwenrudel die Löwinnen den Hauptteil der Arbeit übernehmen, während die männlichen Löwen nichts weiter als gleichgültige Parasiten sind. Ein Professor beobachtete jedoch bei einer eingehenden Studie über die Tiere Afrikas, daß in einem Löwenrudel der männliche Löwe die wichtige Aufgabe hat, für Sicherheit zu sorgen. Als in einem Fall ein männlicher Löwe getötet wurde, kamen Löwen von anderen Rudeln hinzu und töteten ein paar Junge. Das ursprüngliche Rudel brauchte ungefähr zwei Jahre, um wieder sein Gleichgewicht zu erreichen.

      Während die Löwinnen 80 bis 90 Prozent der Jagd übernehmen, halten sich die männlichen Löwen im hinteren Teil des Rudels auf und bieten dadurch den Jungen Schutz, die gewöhnlich hinter den pirschenden Löwinnen zurückbleiben. Der Professor nimmt an daß diese Einrichtung für die Nahrungssuche am besten ist, da die verräterische Mähne des männlichen Löwen leicht von anderen Tieren entdeckt werden kann, wenn er versucht, sich heranzupirschen.

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