Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK
Wachtturm
ONLINE-BIBLIOTHEK
Deutsch
  • BIBEL
  • PUBLIKATIONEN
  • ZUSAMMENKÜNFTE
  • w78 1. 11. S. 3-4
  • Anderen das Gehorchen leichtmachen

Kein Video für diese Auswahl verfügbar.

Beim Laden des Videos ist ein Fehler aufgetreten.

  • Anderen das Gehorchen leichtmachen
  • Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1978
  • Ähnliches Material
  • Als Familie nach der Bibel leben — ein bleibender Gewinn
    Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1975
  • Als Familie Jehova wohlgefallen
    Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 1982
  • Der Weg des freudigen Gehorsams
    Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1970
  • Kinder, gehorcht ihr Jehova?
    Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1962
Hier mehr
Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1978
w78 1. 11. S. 3-4

Anderen das Gehorchen leichtmachen

RÜCKSICHT und Aufmerksamkeit sind für die menschlichen Beziehungen das gleiche wie Öl und Schmiere für eine Maschine. Das ist besonders dann der Fall, wenn diese Eigenschaften von jemandem bekundet werden, der eine verantwortliche Stellung innehat und von anderen Gehorsam verlangen muß. Viele hassen den Gedanken, jemandem gehorchen zu müssen; das trifft sowohl auf Kinder als auch auf Erwachsene zu. Doch wenn jemand in verantwortlicher Stellung rücksichtsvoll und aufmerksam ist, kann er anderen das Gehorchen leichtmachen, während es sonst eine unangenehme Pflicht sein könnte.

Eltern zum Beispiel sind von Gott mit der Verantwortung für ihre Kinder betraut worden. Doch wie machen sie davon Gebrauch? Einige Eltern verlangen von ihren Kindern Gehorsam, denken aber nicht weiter darüber nach, ob sie gern oder widerwillig gehorchen. Zweifellos ist diese Gedankenlosigkeit zahlreicher Erwachsener ein Grund dafür, weshalb in diesen „letzten Tagen“ so viele Kinder „den Eltern ungehorsam“ sind (2. Tim. 3:1, 2). Wie können Eltern ihren Kindern das Gehorchen leichtmachen? Sie können dies am besten tun, wenn sie Mitgefühl zeigen, denn Mitgefühl veranlaßt einen, rücksichtsvoll und aufmerksam zu sein. Mitgefühl zu haben bedeutet für die Eltern, sich in die Lage ihrer Kinder zu versetzen. Wenn sie von einem Kind etwas verlangen, sollten sie es so tun, daß das Kind es gut verstehen kann. Wichtig ist auch, daß sie dies freundlich und liebevoll, aber auch fest und entschieden tun, falls es nötig ist. Vor allem sollten sie ihrem Kind nie etwas unbeherrscht im Zorn gebieten.

Sofern es Zeit und Umstände erlauben, wäre es eine große Hilfe, zu erklären, warum etwas Bestimmtes getan werden sollte. Für alles gibt es einen Grund. Ideal ist es, wenn die Betreffenden zusammenarbeiten können, zum Beispiel Vater und Sohn oder Mutter und Tochter. Ist dies nicht möglich, so könnte man in Verbindung mit einer Aufforderung sagen: „Während du dies tust, werde ich jenes tun.“ Um ihren Kindern das Gehorchen leichtzumachen, müssen Eltern auch konsequent sein. Sie müssen das, was sie predigen, selbst anwenden. Wenn sie möchten, daß ihre Kinder sie respektieren, müssen sie selbst Autoritätspersonen respektieren. All diese Faktoren spielen eine noch größere Rolle, wenn es sich um Erwachsene handelt. Gehorchen bedeutet, sich der Gewalt zu unterwerfen, die jemand rechtmäßig über andere ausübt, etwas, was einigen leicht gegen den Strich geht oder ihren Stolz verletzt. Die Bibel fordert Christen daher auf, ‘nichts aus Ichsucht zu tun, sondern in Demut die anderen höher zu achten als sich selbst’ (Phil. 2:3; vergleiche Galater 5:26).

Ehefrauen werden aufgefordert, ‘ihren Männern in allem untertan zu sein’. Wenn der Ehemann den Rat der Bibel befolgt und ‘seine Frau so liebt wie seinen eigenen Leib’, Mitgefühl zeigt und Rücksicht nimmt, dann wird es seiner Frau gewiß leichtfallen, ihm zu gehorchen (Eph. 5:22-28). Zum Beispiel: Ein Ehemann, der großherzig und verständnisvoll ist und ein gutes Unterscheidungsvermögen hat, wird an den Verstand seiner Frau, an ihre Loyalität und ihre Liebe appellieren, wenn er etwas von ihr wünscht. Und er wird nicht vergessen, sie für ihre tüchtige Unterstützung als seine Gehilfin und für ihren Fleiß zu loben, selbst wenn es sich nur um kleine Dinge handelt (Spr. 31:10, 27-31).

Außerdem ist es rücksichtsvoll und aufmerksam, Gründe zu nennen, bevor man etwas verlangt. Ein Ehemann könnte beispielsweise sagen: „Unsere Ausgaben lagen im letzten Monat weit über unserem Einkommen. Wenn es so weitergeht, können wir dieses Jahr nicht in Urlaub fahren. Laß uns doch diesen Monat versuchen, etwas bescheidener zu leben! Einverstanden, Schatz?“ Der Ehemann sollte unbedingt darauf achten, daß das, was er verlangt, vernünftig ist. Er sollte dabei die Worte des Apostels Petrus im Sinn behalten: „Ihr Ehemänner, wohnt gleicherweise weiterhin bei ihnen [euren Frauen] gemäß Erkenntnis, indem ihr ihnen als einem schwächeren Gefäß, dem weiblichen, Ehre zuerkennt“ (1. Petr. 3:7).

Ähnliche Grundsätze kann man auf das Verhältnis zwischen einem Arbeiter und seinem Arbeitgeber oder seinem Vorgesetzten anwenden. Die Bibel gebietet denen, die in weltlichen Angelegenheiten Autorität über andere haben, diese nicht zu bedrohen — wozu Vorgesetzte oft neigen —, denn so etwas ist nicht gerade dazu angetan, anderen das Gehorchen leichtzumachen. Auch gebietet Gottes Wort Vorgesetzten, ‘das auszuteilen, was gerecht und billig ist’. Nichts trägt mehr dazu bei, jemandem die Freude an der Arbeit zu nehmen, als ungerechte und bedrückende Verhältnisse (Eph. 6:9; Kol. 4:1).

Auch hier ist es nützlich, an den Verstand des anderen zu appellieren sowie an seine Bereitwilligkeit. So könnte ein Ältester in einer Christenversammlung einer Bitte oder einer Arbeitszuteilung ein Wort der Wertschätzung für früher geleistete Dienste vorausschicken. Ein Aufseher könnte die Mitarbeit anderer suchen, indem er sie freundlich fragt, ob sie gern bei dieser oder jener Arbeit mithelfen wollten, oder indem er sich mit daran beteiligt, einige der anfallenden Arbeiten zu tun.

Um anderen das Gehorchen leichtzumachen, ist es besonders nützlich, Wertschätzung für getane Arbeit zum Ausdruck zu bringen. Das ist etwas so Einfaches, daß es oft als altmodisch abgetan wird, doch es wirkt sich auch heute noch gut aus, wie dies aus einem Bericht hervorgeht, der in der Zeitschrift Today’s Health vom August 1972 erschien. Ein Angestellter hatte unter anderem die Aufgabe, den Hauptgang eines Warenhauses zu wischen. Das erstemal, als der Vorgesetzte merkte, wie gut der Angestellte den Boden gewischt hatte, rief er aus: „He! Haben Sie gut gemacht!“ Der Angestellte sagte darüber: „Das war alles, nichts weiter, aber jeden Tag oder jedesmal, wenn ich den Boden wischte, sagte er etwas Nettes. ... Solche einfachen Worte geben einem das Gefühl, daß man etwas geleistet hat. Jemand interessiert sich für das, was man tut, und gibt zu verstehen, daß es wichtig ist. Und so macht man es dann mit jedem Mal besser.“

Es kann schnell passieren, daß Eltern das Verhältnis zu ihren Kindern verlieren, daß Ehemänner ihre Frauen gedankenlos behandeln und daß Arbeitgeber oder Vorgesetzte so von ihren Pflichten in Anspruch genommen werden, daß sie im Umgang mit denen, die ihnen unterstehen, das Menschliche vergessen. Doch Mitgefühl fördert in denen, die etwas verlangen oder Anordnungen erteilen, Rücksichtnahme und Aufmerksamkeit, und diese Eigenschaften können sehr dazu beitragen, anderen das Gehorchen leichtzumachen und nicht zu einer Pflicht, die man nur widerwillig erfüllt.

    Deutsche Publikationen (1950-2025)
    Abmelden
    Anmelden
    • Deutsch
    • Teilen
    • Einstellungen
    • Copyright © 2025 Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania
    • Nutzungsbedingungen
    • Datenschutzerklärung
    • Datenschutzeinstellungen
    • JW.ORG
    • Anmelden
    Teilen