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  • Des Knechts Fürsorge für des Meisters Güter
    Der Wachtturm 1950 | 1. Oktober
    • 19. Welch künftige Belohnungen warten jener, die ihre Talente mehren?

      19 Dann folgen ewige Segnungen in der glorreichen neuen Welt. „Und die Befreiten Jehovas werden zurückkehren und nach Zion kommen mit Jubel, und ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; sie werden Wonne und Freude erlangen, und Kummer und Seufzen werden entfliehen.“ „Denn das Lamm, das in der Mitte des Thrones ist, wird sie weiden und sie leiten zu Quellen der Wasser des Lebens, und Gott wird jede Träne von ihren Augen abwischen.“ (Jes. 35:10 und Off. 7:17) Es gibt jetzt keine Zeit, die Hand erschlaffen zu lassen, sondern es heisst, sich im Königreichsdienst regen, sich verbessern, zunehmen und stets seine Talente (die Königreichsinteressen) fördern. Die Zeit ist kurz. All ihr loyalen, treuen Diener Gottes tretet völlig in euren gegenwärtigen Dienst ein! Grössere Verantwortlichkeiten, die alle Kraft, die wir haben, beanspruchen mögen, liegen vor uns, doch sind auch die Belohnungen gross. Lasst uns daher alle nüchtern, wachsam und tatkräftig sein. Feinde werden wider uns aufstehen, aber Jehova wird sie zurückdrängen, so dass wir mit seinem kostbaren Werk vorangehen können. Achtet auf den „treuen und weisen Knecht“ und empfanget mit Demut und Dankbarkeit den Rat und die ausgegebenen Anweisungen. Haltet euch fern von den Tischen der Gegner. Wachet gut über eure gegenwärtigen Interessen im Königreich. Schonet euch selbst nicht, sondern nehmet mehr und mehr zu, und ihr werdet euch der Billigung des Herrn bewusst und höret jene lieblichen, beglückenden, befriedigenden Worte der Billigung durch den Meister: „Wohlgetan, guter und treuer Knecht!“ Unser ewiges Dasein hängt von treuer Pflichterfüllung ab.

  • Gehorsam gegen Gott oder Menschen?
    Der Wachtturm 1950 | 1. Oktober
    • Gehorsam gegen Gott oder Menschen?

      WENN diese Frage aufsteigt und die betroffenen Menschen die Herrscher weltlicher Regierungen sind, werden manche Religionisten die Gegenfrage stellen: Ist denn nicht allen Menschen geboten, den „obrigkeitlichen Gewalten“ zu gehorchen? und sind nicht die Herrscher in den verschiedenen Nationen die „obrigkeitlichen Gewalten“? Es steht ausser jeder Frage, dass alle, die den Willen Gottes zu tun gelobt haben, den „obrigkeitlichen Gewalten“ gehorchen und ihnen untertan sein müssen, wie es in Römer 13:1, 2 geschrieben steht: „Jede Seele unterwerfe sich den obrigkeitlichen Gewalten (höheren Mächten, engl. B.); denn es ist keine Obrigkeit (Gewalt, Fussnote), ausser von Gott, und diese, welche sind, sind von Gott verordnet. Wer sich daher der Obrigkeit widersetzt, widersteht der Anordnung Gottes; die aber widerstehen, werden ein Urteil über sich bringen.“

      Die hier erwähnten „höheren Mächte“ oder „obrigkeitlichen Gewalten“ sind jedoch nicht die Könige, Diktatoren und Staatspräsidenten oder andere politische Herrscher einer Nation, noch sind die Religionsführer der Christenheit ein Teil der „obrigkeitlichen Gewalten“. Nicht einer von ihnen vertritt Gott und Christus Jesus, sondern sie stehen im Gegenteil unter der Gewalt Satans, des Teufels, des unsichtbaren Herrschers dieser Welt. (2. Kor. 4:4) Diejenigen ferner unterweisend, die den rechten Weg kennen möchten, sagt der Schrifttext: „Denn die Regenten sind nicht ein Schrecken für das gute Werk, sondern für das böse. Willst du dich aber vor der Obrigkeit nicht fürchten? so übe das Gute, und du wirst Lob von ihr haben; denn sie ist Gottes Dienerin, dir zum Guten. Wenn du aber das Böse übst, so fürchte dich, denn sie trägt das Schwert nicht umsonst; denn sie ist Gottes Dienerin, eine Rächerin zur Strafe für den, der Böses tut.“ — Röm. 13:3, 4.

      Ein jeder weiss, dass die Herrscher dieser Welt böse sind und viel Übles tun, und statt bei guten Werken mitzuhelfen, verfolgen sie jene, die gute Werke tun. Dies zeigt, dass sie nicht die in der Schrift erwähnten „obrigkeitlichen Gewalten“ sind. Wer sind denn die „obrigkeitlichen Gewalten“? Jehova Gott ist der Höchste, und Christus Jesus ist sein Hauptbeauftragter, dem er alle Macht und Gewalt übertragen hat, sein Vorhaben auszuführen. Somit sind die „obrigkeitlichen Gewalten“ Jehova Gott und Christus Jesus. (Matth. 28:18) Die oben erwähnte Schriftstelle über die „obrigkeitlichen Gewalten“ ist besonders an die gerichtet, die sich einverstanden erklärt haben, Gottes Willen zu tun, und die Gott angenommen und in seine Organisation berufen hat. (Röm. 1:7) Gott handelt nicht mit den Herrschern dieser Welt, noch ermächtigt er sie, ihn zu vertreten.

      Gott unterrichtet die auf der Seite des Königreiches Stehenden, und nur sie allein, über die vorhin erwähnten „obrigkeitlichen Gewalten“ und zeigt, dass Christus ‚Gottes Diener‘ und ‚der Rächer zur Strafe [Gottes] für den ist, der Böses tut‘. Christus Jesus ist in Gottes Organisation „der König als Oberherr“ und wird im folgenden Schrifttext so genannt: „Unterwerfet euch [nun] aller menschlichen Einrichtung (Ordnung, Luther) um des Herrn willen: es sei dem Könige als Oberherrn, oder den Statthaltern als denen, die von ihm gesandt werden zur Bestrafung der Übeltäter, aber zum Lobe derer, die Gutes tun.“ (1. Pet. 2:13, 14) Mit den in diesem Text erwähnten „Statthaltern“ sind die Apostel gemeint, denen in der Organisation des Herrn besondere Macht verliehen wurde. Folgender Schriftvers bezieht sich ausschliesslich auf Gottes Organisation: „Gehorchet euren Führern und seid unterwürfig; denn sie wachen über eure Seelen (als die da Rechenschaft geben sollen), auf dass sie dies mit Freuden tun und nicht mit Seufzen; denn dies wäre euch nicht nützlich.“ — Heb. 13:17.

      Dieser Text nimmt keineswegs auf weltliche Organisationen Bezug. Sicherlich haben gottlose Männer wie Hitler, Mussolini und andere Diktatoren Gott nie vertreten. Über Herrscher von diesem Schlage kann nicht gesagt werden, lass sie „wachen über eure Seelen“, sondern eher suchen sie jene zu vernichten, die auf der Seite Christi, des Herrn, stehen. Im vorangegangenen Text (1. Pet. 2:13) beschränkt sich der Ausdruck „aller menschlichen Ordnung“ nur auf solche, die sich auf der Seite des Herrn und in seiner Organisation befinden. Als der Herr die Apostel aussandte, um Christengemeinden zu gründen, gab er jenen Aposteln Vollmacht, gewisse „Ordnungen“ oder Verordnungen zu erlassen, und deshalb waren die treuen Apostel „Statthalter“ in der Organisation des Herrn, und die von ihnen bekanntgegebenen Verordnungen müssen befolgt werden. Diese Verordnungen sind in der Heiligen Schrift niedergelegt.

      BILDER, MENSCHEN, FLAGGEN

      Soll ein Christ dem Gesetz des Landes, in dem er wohnt, gehorchen? Jawohl, es sei denn, das Gesetz des Landes laufe dem Gesetze Gottes direkt zuwider. Zum Beispiel werden zur Bestreitung der rechtmässigen Ausgaben eines Staates Steuern erhoben. Jesus sagte: „Gebet denn dem Kaiser [der Kaiser vertritt im Sinnbild den Staat], was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.“ (Matth. 22:18-21) Dieser vom Herrn angekündigten Verordnung folgend, sollte ein Christ jedem Gesetz des Staates gehorchen, das dem Gesetze Gottes nicht widerspricht. Wenn aber durch das Befolgen irgendeines Staatsgesetzes ein Christ zur Übertretung des göttlichen Gesetzes genötigt werden sollte, dann hat das Gesetz Gottes den Vorrang über das Gesetz des Staates, und es muss eher dem göttlichen als einem menschlichen oder staatlichen Gesetz gehorcht werden.

      Wenn in einem Staat oder einer Regierung die gesamte Tätigkeit des Volkes der Gewalt eines Diktators untersteht, so bildet diese Herrschermacht einen totalitären Staat oder eine totalitäre Regierung. Unter einer solchen Herrschaft wird das Volk zwangsweise organisiert oder in Klassen eingeteilt, und all seine privaten Rechte werden vom Staate festgelegt, sofern es überhaupt welche hat. Nazideutschland war ein Beispiel hiefür. In jenem Lande wurde vom ganzen Volke verlangt, dass es einen besonderen Gruss leiste und „Heil Hitler“ rufe, was bedeutete: „Heil und Schutz kommen von Hitler“. Wer sich in einem Bunde befindet, den Willen Gottes des Allmächtigen zu tun, konnte diesem Nazigesetz nicht gehorchen, das von ihm verlangte, einen besonderen Gruss zu leisten und die oben erwähnten Worte zu sprechen, und zwar weil dies eine offenkundige Übertretung des in 2. Mose 20:2-5 niedergelegten ausdrücklichen Befehles Gottes wäre. „Von Jehova ist die Rettung“, nicht von irgendeinem Menschen (Ps. 3:8); und ein Christ, der dies verneint, und eher dem Staat als Gott gehorcht, schlägt den Weg ein, der zum sicheren Verderben führt.

      Nach der Erklärung der Heiligen Schrift bedeutet ein „Bild“: „eine Darstellung, ein Gleichnis, ein Symbol, das heisst eine Sache, die etwas anderes vertritt und an dessen Stelle steht“. Webster erklärt es wie folgt: „Eine Sache, die etwas anderes vertritt; ein Symbol; eine Darstellung.“ „Sich niederbeugen“, wie die Schrift diesen Ausdruck gebraucht, bedeutet Reverenz, Huldigung, Anbetung erweisen. Der Teufel will die Menschen veranlassen, Gottes Namen zu schmähen, um sie ins Verderben zu stürzen. Ausdrücklich zum Schutze derer, die sich einverstanden erklärt haben, Gottes Willen zu tun, erlässt der Höchste das Gebot: „Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. — Du sollst dir kein geschnitztes Bild machen, noch irgend ein Gleichnis dessen, was oben im Himmel, und was unten auf der Erde, und was in den Wassern unter der Erde ist. Du sollst dich nicht vor ihnen niederbeugen und ihnen nicht dienen; denn ich, Jehova, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Ungerechtigkeit der Väter heimsucht an den Kindern, am dritten und am vierten Gliede (bis ins dritte und vierte Glied, Luther) derer, die mich hassen.“ — 2. Mose 20:3-5.

      Durch das Salutieren eines Diktatorherrschers, wie es oben erwähnt wurde, durch das Niederbeugen vor Bildern oder die Anbetung solcher wird dem, was das Bild darstellt, die Fähigkeit des Schutzes und der Rettung zugeschrieben, und dies ist daher eine offenkundige Übertretung des göttlichen Gesetzes. Wer Jehova geweiht ist, kann und wird daher dem Gesetz eines Staates, das von ihm verlangt, Gottes Gesetz zu brechen, nicht gehorchen.

      Die Israeliten standen in einem Bunde, den Willen Gottes zu tun, und als sie in das Land Kanaan einzogen, befanden sie sich unter heidnischen Nationen. Satan hatte heidnische Religionen unter jenen Kanaanitern eingeführt, und es wurde dem Volke Gottes ausdrücklich befohlen, sich an das Gesetz Moses zu halten, besonders hinsichtlich des Gebotes, sich nicht vor Bildern niederzubeugen noch vor irgend etwas in diesen heidnischen Nationen, die unter der Gewalt des Teufels standen. (Jos. 23:6-8) Diese Welt und ihre Nationen befinden sich immer noch unter der unsichtbaren Herrschaft des teuflischen Gottes dieser bösen Welt. (Joh. 12:31; 14:30; 2. Kor. 4:4; 1. Joh. 5:19) Folglich würden sich Christen, die Gott gefallen und sich an seine Gebote halten möchten, nicht vor Bildnissen niederbeugen und ihnen Rettung zuschreiben, welche Bildnisse Nationen darstellen, die unter der Gewalt Satans sind.

      Die Fahnen oder Flaggen der verschiedenen Nationen stellen die Regierungen dar und das, wofür diese eintreten. Irgendein Gesetz, das verlangt, dass ein Christ die nationale Flagge grüsse, verlangt damit, dass der Betreffende den Teufel grüsse, welcher der unsichtbare Herrscher aller weltlichen Nationen ist. (Jak. 4:4) Während der Naziherrschaft in Deutschland wurden Tausende von Zeugen Jehovas in Konzentrationslagern eingesperrt und gefoltert, und Hunderte wurden getötet, weil sie nicht „Heil Hitler“ schrieen und das Hakenkreuz grüssten. Ist aber z. B. das Salutieren der amerikanischen Flagge durch einen Christen oder eine Person, die einen Bund geschlossen hat, Gottes Willen zu tun, eine Verletzung des göttlichen Gesetzes? Jawohl, und zwar weil dadurch dieser Nation Schutz und Rettung zugeschrieben wird, während doch dem Christen Schutz und Rettung vom Herrn zukommen.

      Die Flagge an und für sich ist harmlos. Sie stellt jedoch die Herrschermacht einer Regierung dar, und alle irdischen Regierungen gehören zur Welt Satans, und keine davon befürwortet Gottes durch Christus regiertes Königreich. Jede befürwortet ihre eigene Art einer Regierung. Der Christ aber gibt einer andern Herrschermacht den Vorzug: dem Königreich Christi. Wenn er die Flagge salutierte, die irgendeine weltliche Regierung vertritt, so würde er damit seinen Bund mit Jehova Gott verleugnen und solche Bundbrüchigen ernten von Gott den Tod. (Röm. 1:31, 32, Schmoller, Rdbem.) Die Frage, auf die es ankommt, ist: Soll ein Christ das fürchten, was die Regierungen dieser Welt vertreten? oder soll er Jehova Gott und sein Königreich unter Christus fürchten?

      Heute ist Gottes Königreich im Himmel aufgerichtet, und Christus hat seine Macht empfangen, und er regiert, während Satan immer noch Gewalt hat über die Erde. Alle Nationen der Erde sind gegen Gott und sein Königreich. Es ist daher unmöglich, dass jemand in vollem Einklang mit den Regierungen dieser Welt und gleichzeitig in voller Harmonie mit Gottes Königreich unter Christus sei. Er muss entweder diesem oder jenem Herrn dienen, und er darf keine Kompromisse machen. Die Schwierigkeit für nationale Herrscher und viele Richter an Gerichtshöfen und die Mehrheit der Menschen liegt darin, dass sie weder erkennen noch verstehen, was Gottes Königreich ist oder bedeutet. Der wahre Christ weiss, dass er nicht für Gott und sein Königreich sein kann und dabei gleichzeitig den Regierungen dieser Welt, die unter Satan steht, Schutz und Rettung zuschreiben kann. Die Flagge einer Nation zu grüssen, besagt dem Sinne nach: „Ich erwarte von dem Schutz und Rettung, was diese Fahne vertritt und darstellt.“ Kein Christ könnte das tun, denn er weiss, dass alle Nationen durch Gottes Macht bald in die Vernichtung von Harmagedon hinabsinken werden. Die Nation, welche durch eine Flagge dargestellt wird, kann in jener Schlacht weder Schutz noch Rettung bieten.

      Bedeutet denn das Salutieren der Flagge einer Nation, zum Beispiel der Vereinigten Staaten, mehr, als ihr einfach Respekt zu zollen? Jawohl, weit mehr. Auch wenn es nur das Erweisen von Respekt und Gehorsam gegenüber allen Gesetzen bedeutete, die Gottes Gesetz nicht widersprechen, würden Christen doch das Salutieren als ein Sinnbild, als Verletzung des Zweiten Gebotes betrachten. Man nehme aber Kenntnis von dem, was weltliche Autoritäten über die Bedeutung der Flagge sagen: „Gleich dem Kreuz ist die Flagge heilig. Viele Menschen gebrauchen die Worte oder den Ausdruck ‚Flaggen-Etikette‘. Dieser Ausdruck ist zu schwach, zu oberflächlich und riecht nach Salonhöflichkeit. Die Vorschriften und Bestimmungen hinsichtlich der Haltung des Menschen gegenüber nationalen Standarten gebrauchen starke, ausdrucksvolle Worte, wie ‚Flaggenverehrung‘, ‚Respekt für die Flagge‘, ‚Reverenz für die Flagge‘, ‚Flaggenhuldigung‘, ‚Haltung der Flagge gegenüber‘. (Encyclopedia Americana, Bd. 11, S. 316) Das Informationsbuch, Nationale Gesellschaft

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