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Von Gott unabhängig sein zu wollen führt ins UnglückDer Wachtturm 1972 | 15. Dezember
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Daher überließ sie Gott entsprechend den Begierden ihrer Herzen der Unreinheit, damit ihre Leiber untereinander entehrt würden, ja diejenigen, die die Wahrheit Gottes mit der Lüge vertauschten und eher der Schöpfung Verehrung und heiligen Dienst darbrachten als dem Schöpfer, der immerdar gesegnet ist. Amen. Deshalb übergab Gott sie schändlichen sexuellen Gelüsten, denn sowohl ihre weiblichen Personen vertauschten den natürlichen Gebrauch von sich selbst mit dem widernatürlichen; und desgleichen verließen auch die männlichen Personen den natürlichen Gebrauch der weiblichen Person und entbrannten in ihrer Wollust zueinander, Männliche mit Männlichen, indem sie unzüchtige Dinge trieben und an sich selbst die volle Vergeltung empfingen, die ihnen für ihre Verirrung gebührte.
Und so, wie sie es nicht billigten, Gott in genauer Erkenntnis zu behalten, übergab Gott sie einem mißbilligten Geisteszustand, so daß sie Dinge taten, die sich nicht geziemen, erfüllt, wie sie waren, mit aller Ungerechtigkeit, Bosheit, Habsucht, Schlechtigkeit, indem sie voll Neid, Mord, Streit, Trug und Niedertracht waren, Ohrenbläser, böse Zungen, Gotteshasser, unverschämt, hochmütig, anmaßend, erfinderisch im Schadenstiften, den Eltern ungehorsam, ohne Verständnis, vertragsbrüchig, ohne natürliche Zuneigung, unbarmherzig.“
15. Gibt es die entwürdigenden Bräuche, die der Apostel Paulus beschrieb, immer noch?
15 Wir brauchen heute nicht daran erinnert werden, daß es alles das, was der Apostel Paulus erwähnte, heute noch gibt und daß dadurch eine Atmosphäre der Furcht und des Mißtrauens entstanden ist. Tagtäglich werden durch die Mißachtung des göttlichen Maßstabes in bezug auf Gut und Böse das Leben, das Glück und die Gesundheit anderer bedroht. Diebstähle, Vergewaltigungen und Überfälle, die von erwachsenen und jugendlichen Verbrechern oder von perversen Personen verübt werden, sind an der Tagesordnung. Sexuelle Unsittlichkeit hat zur Ausbreitung abscheulicher Geschlechtskrankheiten und zu zerrütteten Familien geführt sowie dazu beigetragen, daß Kinder nicht die nötige elterliche Erziehung erhalten und daß durch Abtreibungen manch ein Leben ausgelöscht worden ist. Körperliche, geistige und seelische Schäden kennzeichnen die, die den Schöpfer außer acht lassen. Die Auswirkungen des unabänderlichen göttlichen Gesetzes: „Was immer ein Mensch sät, das wird er auch ernten“ sind unverkennbar. — Gal. 6:7.
GEHORSAM GEGENÜBER GOTT WIRKT SICH ZUM GUTEN AUS
16, 17. Auf welche Weise wirkt sich der Gehorsam gegenüber dem Gesetz Gottes zum Guten aus?
16 Gewissenhaftes Festhalten an Gottes Gesetz wirkt sich dagegen für immer zum Guten aus, weil der Allmächtige, der ein Gott der Liebe (1. Joh. 4:8) und unendlich weise ist (Röm. 16:27), nur solche Gesetze erlassen hat, die zum Wohl der Menschen sind. Diese Gesetze sollen den Menschen vor Schaden bewahren und bewirken, daß es ihm gutgeht. Alle göttlichen Gesetze, denen die menschlichen Beziehungen unterworfen sind, beruhen auf Nächstenliebe. Der Apostel Paulus schrieb: „Seid niemandem irgend etwas schuldig, außer daß ihr einander liebt; denn wer seinen Mitmenschen liebt, hat das Gesetz erfüllt. Denn das geschriebene Recht: ,Du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht morden, du sollst nicht stehlen. du sollst nicht begehren‘ und was immer für ein Gebot es sonst noch gibt, ist in diesem Wort zusammengefaßt, nämlich: ,Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.‘ Die Liebe fügt dem Nächsten nichts Böses zu.“ — Röm. 13:8-10.
17 Bestimmt wird kein vernünftiger Mensch bestreiten wollen, daß es zu seinem Nutzen wäre, wenn alle Menschen echte Nächstenliebe üben würden. Ja, die Menschen werden Glück, Frieden und Sicherheit nur dann finden, wenn sie sich Gottes Gesetz unterwerfen. Der englische Rechtsgelehrte William Blackstone kam zu folgendem Schluß: „[Gott] hat das Gesetz der ewigen Gerechtigkeit und das Glück jedes Menschen so eng miteinander verbunden und so untrennbar miteinander verknüpft, daß dieses nur durch die Beachtung von jenem erlangt wird und daß, wenn jenem genau gehorcht wird, dieses unweigerlich die Folge ist.“ Da wir wissen, daß Gottes Gesetz für uns zum Guten ist, sollten wir uns veranlaßt fühlen, unsere Wertschätzung dafür zum Ausdruck zu bringen, wie es der Psalmist mit folgenden Worten tat: „Siebenmal am Tag habe ich dich gepriesen wegen deiner gerechten richterlichen Entscheidungen. Überströmender Friede gehört denen, die dein Gesetz lieben, und für sie gibt es keine Ursache des Strauchelns.“ — Ps. 119:164, 165.
GOTT UNTERWÜRFIG BLEIBEN
18. Warum ist eine genaue Erkenntnis der Bibel unbedingt erforderlich, um Gott wohlzugefallen?
18 Damit sich jemand der Segnungen erfreuen kann, die sich daraus ergeben, daß er sich treu an Gottes Maßstab von Gut und Böse hält, muß er natürlich diesen Maßstab, wie er in der Bibel dargelegt wird, genau kennen. Offensichtlich kann jemand, der den göttlichen Maßstab nie geprüft hat oder der lediglich dem glaubt, was ein anderer darüber gesagt hat, nicht die Gewißheit haben, daß er sich von Gottes Standpunkt aus richtig verhält. In den Sprüchen heißt es: „Es gibt einen Weg, der vor einem Mann gerade ist, aber sein Ende sind danach die Wege des Todes.“ — Spr. 14:12.
19. (a) Warum genügt Erkenntnis allein nicht, damit man ein anerkannter Diener Jehovas bleiben kann? (b) Was ist außer Erkenntnis erforderlich?
19 Eine Erkenntnis zu haben genügt jedoch nicht, damit jemand seinem Schöpfer weiterhin unterwürfig bleibt. Adam wußte zum Beispiel, daß das Essen von der verbotenen Frucht für ihn den Tod bedeuten würde; er wurde „nicht betrogen“. (1. Tim. 2:14) Dennoch übertrat Adam bewußt das Gesetz Gottes. Warum? Weil er seinem Verhältnis zu seiner sündigen Frau einen größeren Wert beimaß als seinem Verhältnis zu seinem Schöpfer. Das zeigt, daß jemand nur dann ein anerkannter Diener Gottes sein und bleiben kann, wenn er eine unzerstörbare Liebe zu seinem Schöpfer hat, eine Liebe, von der jede andere Zuneigung übertroffen wird. Dies bedeutet, daß er bereit wäre, alles, ja sogar sein Leben zu opfern, um Gott gegenüber gehorsam zu bleiben, wenn es ihm durch Druck, der auf ihn ausgeübt wird, sehr schwer gemacht wird. Hast du eine solche Liebe? Dein ewiges Wohl hängt davon ab, daß du sie hast und beibehältst. Christus Jesus sagte: „Wer seine Seele liebhat, vernichtet sie; wer aber seine Seele in dieser Welt haßt, wird sie zum ewigen Leben bewahren.“ — Joh. 12:25.
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Den Weg der Unabhängigkeit verlassenDer Wachtturm 1972 | 15. Dezember
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Den Weg der Unabhängigkeit verlassen
„‚Kehret um zu mir‘, ist der Ausspruch Jehovas der Heerscharen, ‚und ich werde zu euch umkehren.‘“ — Sach. 1:3.
1. Was für einen Gehorsam wünscht Jehova von seinen vernunftbegabten Geschöpfen?
JEHOVA GOTT hat noch niemand gezwungen, ihm zu dienen. Er wünscht bereitwilligen Gehorsam von seinen vernunftbegabten Geschöpfen, einen Gehorsam, der sich auf Liebe zu ihm und auf Wertschätzung für das, was er für sie getan hat, stützt. (5. Mose 30:11-16; 1. Joh. 4:8-10; 5:2, 3) Moses sagte zu den Israeliten in den Wüstenebenen Moabs: „Ich nehme heute tatsächlich die Himmel und die Erde gegen euch zu Zeugen, daß ich dir Leben und Tod vorgelegt habe, den Segen und den Fluch; und du sollst das Leben wählen, damit du am Leben bleibest, du und deine Nachkommen, indem du Jehova, deinen Gott, liebst, indem du auf seine Stimme hörst und indem du fest zu ihm hältst; denn er ist dein Leben und die Länge deiner Tage, damit du auf dem Erdboden wohnest, den Jehova deinen Vorvätern Abraham, Isaak und Jakob zuschwor, ihnen zu geben.“ — 5. Mose 30:19, 20.
2. Wie reagieren die Engel, wenn sich Menschen bereitwillig Jehova Gott unterwerfen, und warum?
2 Lange bevor der Mensch erschaffen wurde, fanden Millionen von Engeln Freude daran, Jehova Gott zu dienen, und sie finden auch jetzt Freude daran. (Hiob 38:4-7; Dan. 7:10; Hebr. 12:22) Sie empfinden dasselbe, was die vierundzwanzig Ältesten zum Ausdruck brachten, die der Apostel Johannes in
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