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  • 1914 — Ein gekennzeichnetes Jahr!
    Der Wachtturm 1952 | 1. Juli
    • Jehova sprach zum Satan: Wo kommst du her? Und der Satan antwortete Jehova und sprach: Vom Durchstreifen der Erde und vom Umherwandeln auf ihr. Und Jehova sprach zum Satan: Hast du achtgehabt auf meinen Knecht Hiob? denn seinesgleichen ist kein Mann auf Erden, vollkommen [untadelig, Mo] und rechtschaffen, gottesfürchtig und das Böse meidend. Und der Satan antwortete Jehova und sprach: Ist es umsonst, dass Hiob Gott fürchtet? Hast du nicht selbst ihn und sein Haus und alles, was er hat, ringsum eingezäunt? Du hast das Werk seiner Hände gesegnet, und sein Besitztum hat sich [seine Herden haben sich, ZB] ausgebreitet im Lande. Aber strecke einmal deine Hand aus und taste alles an, was er hat, ob er sich nicht offen von dir lossagen [dir ins Angesicht fluchen, ZB] wird. Da sprach Jehova zum Satan: Siehe, alles, was er hat, ist in deiner Hand [Gewalt, SB]; nur nach ihm strecke deine Hand nicht aus. Und der Satan ging von dem Angesicht Jehovas hinweg.“ — Hiob 1:6-12.

      13, 14. (a) Worauf deuten die Worte „vom Durchstreifen der Erde und vom Umherwandeln auf ihr“ hin? (b) Was zeigt die Geschichte der Regierungen der Menschen?

      13 Das oben erwähnte Gespräch oder die Unterredung zwischen dem universellen Souverän Jehova und dem ausgestossenen Scheinsouverän Satan, das im fünfzehnten Jahrhundert vor Christus oder etwa 2500 Jahre nach der Rebellion in Eden aufgezeichnet wurde, enthüllt einige interessante Punkte. Erstens wird durch die Worte, dass Satan „vom Durchstreifen der Erde und vom Umherwandeln auf ihr“ gekommen sei, gezeigt, dass er irdische Interessen bei der gefallenen Menschheit hatte, was seine Aufsicht als unsichtbarer, selbsternannter Oberherr erforderte. Nachdem sich Satan selbst durch das unabhängig gemacht hatte, was er als eine erfolgreiche Trennung von der theokratischen Herrschaft ansah, suchte er von da an als nachahmender Souverän mancherlei Regierungsformen eigenen Entwurfs über die gefallene Menschheit mit Macht zu bekleiden. Von seinem ersten Versuche an, zu Nimrods Zeit in Babylon eine Königreichsregierung aufzurichten, bis in die Gegenwart hinein sind all die vielen nichttheokratischen Regierungen von ihm erfunden und autorisiert worden. — 1. Mose 10:8-10.

      WOHER DIE NATIONEN IHRE SOUVERÄNITÄT ERLANGEN

      14 Die Tatsachen zeigen, dass unter all den vielen Experimenten im Organisieren irdischer Regierungen in alter und neuer Zeit, von den absoluten Monarchien zur Rechten bis zu kommunistischen Regierungsformen zur äussersten Linken, jede eine Geschichte hat, die nachweist, dass sie streng geherrscht hat, ohne Einsicht, mit Hilfe von Bestechungen, dass sie korrupt, bedrückend, tierisch gewesen ist, indem sie wahre Anbeter Gottes verfolgte, den ewigen Bund hinsichtlich der Heiligkeit des Lebens brach und blutige Kriege entfachte. (1. Mose 9:4-6, 16) Jede hatte ihren Höhepunkt und endete dann durch rohe Gewalt. Die souveräne Macht, die solch elende Versager als Regierungen autorisierte, konnte nicht der wahre Souverän des Universums gewesen sein. Statt dessen sind die offenkundigen Anzeichen überwältigend, dass es Satan, der Drache, gewesen ist, der versucht hat, diesen ungöttlichen Regierungen souveräne Macht und Autorität zu verleihen. (Off. 13:2 und Eph. 6:12) Tatsächlich ist seit dem Fall Adams und Evas bis in die Gegenwart hinein die ganze untreue menschliche Gesellschaft unter die Gewalt dieses falschen, listigen Oberherrn gekommen, der sich zum „Gott dieses Systems der Dinge“ gemacht hat. (2. Kor. 4:4, NW) Bei der gegenwärtigen Alten-Welt-Gesellschaft und ihren Regierungen ist absolut keine Hoffnung auf ewiges Leben und dauernde Sicherheit zu finden, denn ihre Grundlagen sind nicht in Gott verankert, sondern sind mit Satan zusammen seit Adams Tagen von ihm geschieden. — 1. Mose 3:16-19.

      15, 16. (a) Welche Enthüllung machen die Worte: „Hast du nicht selbst ihn ringsum eingezäunt“? (b) Welche Anerkennung liess Gott seinen wahren Anbetern auf Erden zuteil werden?

      15 Die obenerwähnte Unterredung im Himmel über Hiob gibt weiteres offenbarendes Licht. Wir erhalten es aus Satans Beschwerde: „Hast du nicht selbst ihn ringsum eingezäunt?“ Dies scheint anzuzeigen, dass gleich von der Rebellion an Jehova, ungeachtet Satans, unabhängige Massnahmen hinsichtlich irgendwelcher Interessen, die er auf Erden hatte, ergriff, und dass er überlegene höhere Autorität ausübte, wann immer es ihm gefiel. Die in der Schrift aufgezeichneten Tatsachen stützen diese Folgerung. Jehova übernahm sogleich die Gewalt über den Garten Eden und anvertraute seine Obhut den Händen anderer mächtiger Cherubim, die ihm treuergeben waren. (1. Mose 3:24) Gott sorgte nun dafür, dass irgend jemand vom Menschengeschlecht, der ihm wahre Anbetung darbrachte, unter eine besondere Hüterschaft kam, die nicht durch eine theokratische Regierung ausgeübt wurde, wie er dies ursprünglich für Adams Nachkommen vorgesehen hatte, sondern durch direkten Schutz der Engel.

      16 Wir wissen, dass Jehova direkt mit Abel, Henoch und Noah handelte und ihnen Offenbarungen seines Willens gab. Sie hatten also Gottes Anerkennung. (1. Mose 4:4; 6:8; Judas 14) Abraham, Isaak und Jakob, die getrennt von den Regierungen der Welt Satans lebten und durch einen Hüterengel in Palästina geleitet wurden, liess Gott seine Anerkennung zuteil werden. (1. Mose 22:15; 24:7; 31:11; 48:16) Der Engel Jehovas sprach zu Mose in der Feuerflamme eines Dornbusches. (Apg. 7:30, 35) Als die Heerscharen Israels im Jahre 1513 v. Chr. aus Ägypten auszogen, trat der Engel Jehovas, der vor den Israeliten herzog, hinter sie, um als Nachhut zu dienen und das Ägypterheer daran zu hindern, sie einzuholen und niederzumetzeln. (2. Mose 14:19) Nach den Tagen der Vorbildtheokratie Israels, als Gottes Volk in Babylon gefangen war, war Michael, der Hüterengel und Fürst Israels, am Werk, Jehovas Interessen auf der Erde zu wahren. Dieser Hüterengel Israels war zweifellos Jesus Christus in seinem vormenschlichen Dasein. — Dan. 10:13, 21; Off. 12:7.

      17. Welche Vorkehrung ist in bezug auf die göttliche Fürsorge für wahre Christen getroffen worden? Führe Beweise an.

      17 Gleichwie Satan vor der Zeit Jesu keine theokratische, durch den Souverän gewährte Macht über Gottes wahre Anbeter ausübte, so hat Jehova in den Tagen Jesu und der ersten Christen Fürsorgerengel gehabt, die sein Volk „vor der Gewalt der Finsternis“ schützten. Auf Satan bezugnehmend, sagte Jesus: ‚Er kann sich meiner nicht bemächtigen.‘ (Kol. 1:13; Joh. 14:30, NW) Dann haben wir den Fall des Petrus, der durch Jehovas Engel aus den mörderischen Händen des Herodes befreit wurde. (Apg. 12:6-11) Paulus sagt im Hinblick auf schützende Engel: „Sind sie nicht alle Geister [Engel] zu öffentlichem Dienst, ausgesandt, um jenen zu dienen, welche die Rettung ererben werden?“ (Heb. 1:14, NW) Trotz Satans eisernen Regierungen und ihren starken Verfolgungsmächten hat Jehovas Volk zu allen Zeiten abgesondert dagestanden und hat sie überdauert. Nur jene, die einen Mangel an Glauben bekundeten und auf Kompromisse eingingen, haben sich dadurch aus der besondern Fürsorge Gottes hinausbegeben. Auch heute sind alle jene, die den Kern der Neuen-Welt-Gesellschaft bilden, sowohl der gesalbte Überrest als auch die von den „andern Schafen“, in Tat und Wahrheit aus der babylonischen Knechtschaft herausgekommen und den Klauen Satans entronnen. (Off. 18:4; 2. Kor. 6:15) Während Satan auf der ganzen Linie seine Seite der Streitfrage über die Souveränität zu stützen suchte, indem er alle Menschen unter die Gewalt seiner Scheinsouveränität zwingen wollte, hat sich die folgende Schriftstelle doch als wahr erwiesen: „Der Engel Jehovas lagert sich um die her, welche ihn fürchten, und er befreit sie.“ — Ps. 34:7.

      18. In welchem Ausmasse hat Satan Jehovas Souveränität nachzuäffen gesucht, und wie gross ist er dabei geworden?

      18 Als Letztes ist aus dem frechen Gespräch, das Satan mit Jehova über Hiob führte, noch etwas Ergötzliches zu erwähnen. Satan war nicht der allmächtige Souverän, der zu sein er sich ursprünglich vorstellte. Die Tatsache, dass Gott ihn mit den Worten „Wo kommst du her?“ zur Rechenschaft zieht, zeigt an, dass Jehova die Oberhand hatte. Der sich fürchtende Satan wurde sozusagen gestellt. Die weitere Tatsache, dass Satan sich über den „Zaun“ beschwerte, der um Hiob herum gemacht worden sei, zeigt an, dass ihn die Entfaltung der überlegenen Macht Jehovas reizte, die nicht nur zur Verteidigung seiner wahren Anbetung auf Erden diente, sondern auch bei besonderen Gelegenheiten zur Anwendung kam, zum Beispiel bei der Sintflut, als Gott ohne Schwierigkeit Satans „engelisierte“ irdische Zivilisation wegwusch, ferner in Babel, wo Gott die Sprache des ersten irdischen Königreiches Satans verwirrte, und in Ägypten, wo Jehova die erste Weltmacht auf die Knie zwang und so die Israeliten mit erhobener Hand befreite. (1. Mose 7:21-24; 11:7-9; 2. Mose 14:8) Schliesslich setzte Jehova dem Satan eine Grenze in bezug auf den Punkt, wie weit er bei seiner Prüfung der Lauterkeit Hiobs gehen könnte. (Hiob 1:12) Man beachte auch, dass Satan den geziemenden Respekt vor Jehovas Macht an den Tag legte, indem er dieser Anordnung nachkam. Er riskierte es nicht, unnötigerweise Jehovas weit überlegene Kräfte herauszufordern. All dies machte aus dem Scheinsouverän einen hilflosen Untergeordneten und zeigte, dass seine Gewalt über die Erde nicht allumfassend war. In der Tat hatte er nur jene Gegenden in seiner Gewalt, wo er die Bewohner mit seinen falschen Religionen verblendet und sie mittels seiner verschiedenen Ersatzregierungen in Schach gehalten hatte. Niemals hat er sich der unbestrittenen Macht und Gewalt über die ganze Menschheit erfreut, denn zu allen Zeiten hat es Menschen gegeben, die sich an die wahre Anbetung Gottes Jehovas klammerten und der Wiederherstellung einer göttlichen Regierung entgegenblickten, welche souveräne Macht über die ganze Erde innehat. — Heb. 11:10.

  • Das Jahr ermitteln an Hand von Tatsachen und der Bibel
    Der Wachtturm 1952 | 1. Juli
    • Das Jahr ermitteln an Hand von Tatsachen und der Bibel

      1, 2. (a) Auf welches Gebiet beschränkte Jehova den Streit um die Herrschaft? (b) Was für eine Regierung organisierte Jehova im Vorbilde, wie wurde sie ins Dasein gebracht, und was geschah schliesslich mit ihr?

      WIE wir sahen, hatte Jehova etwa 2500 Jahre lang, von Abel bis Mose, für seine einzelnen wahren Anbeter Schutz durch Engel vorgesehen. Nun kam die Zeit für ihn, in kleinem Umfang darzutun, was er schliesslich für die Erdbewohner in erdenweitem Umfang herbeizuführen gedachte, nämlich die Wiederherstellung seiner rechtmässigen souveränen Herrschaft mittels einer loyalen theokratischen Regierung. In der Entwicklung der Streitfrage um die erdenweite Herrschaft bezeichnete Gott in Palästina ein Muster-Gebiet mit vier Grenzen, welches das „Land der Verheissung“ genannt wurde. (Heb. 10:1; 1. Mose 15:18-21; 2. Mose 23:31; 5. Mose 34:1-4; Heb. 11:9) Als Erlöser erkaufte Jehova im Jahre 1513 v. Chr. Israel als sein Volk, befreite es aus Ägypten und organisierte es unter einer vorbildlichen theokratischen Regierung, die von seiner Souveränität die Macht erhielt, und er wurde auch dessen unsichtbarer Herrscher. (2. Mose 6:6; 19:6; 5. Mose 33:2-5; Jes. 33:22) Er brachte sein Volk in das Verheissene Land, so dass es dieses im Jahre 1473 v. Chr. in Besitz nahm. Nach sechs Jahren hatte es die früheren Bewohner, die kein gesetzliches Recht auf das Land besassen, da sie lediglich Ansiedler auf fremdem Grund und Boden waren, grossenteils vertrieben und unterworfen. Auf diese Weise wurde Jehovas souveräne Herrschaft gesetzlich sowie tatsächlich über dieses umstrittene Gebiet aufgerichtet.

      2 Während einer Zeitspanne von 866 Jahren übte dieselbe Form einer theokratischen Regierung unter der einen Verfassung des Gesetzesbundes nationale Souveränität im Verheissenen Lande aus. Dies war um viele Jahre länger als die Dauer der meisten der ursprünglichen Regierungen, die auf dieser Erde unter der Macht Satans existiert hatten. Zufolge der Untreue der gesalbten Könige Judas, die der Untreue des gesalbten Cherubs in Eden gleichkam, entzog Jehova dieser theokratischen Vorbildregierung schliesslich die Macht und hörte eine Zeitlang auf, seine souveräne Gewalt in Palästina auszuüben. Er entzog dem letzten gesetzlosen König Judas, Zedekia mit Namen, im Jahre 607 v. Chr. seine Herrscherbefugnis und liess ihn durch die Hände seines heidnischen Eroberers Nebukadnezar, des Königs von Babylon, gefangen nach Babylon wegführen. — 2. Kön. 25:1-7.

      3. Welchen Ausspruch tat Gott hinsichtlich der Beendigung dieser vorbildlichen Herrschaft?

      3 Über diese Beendigung der vorbildlichen Königreichsherrschaft im Jahre 607 v. Chr. berichtet die Bibel: „Und du, Ruchloser, dem Tode verfallener Fürst Israels, dem die Stunde der vollen Bestrafung der Sünde Untergang bringt — ‚Weg mit seinem Diadem, fort mit seiner Krone!‘ spricht der Herr, der Ewige [Jehova, Elb]; ‚stellt die Dinge auf den Kopf, empor mit dem Niedrigen, herunter mit dem Hohen! Ich lege alles in Trümmer, Trümmer, Trümmer; alles wird umgekehrt, bis der kommt, dem das Recht gehört — und ihm werde ich alles geben.‘“ (Hes. 21:25-27, Mo; Verse 30-32, Elb)

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