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Was wissen wir über die Lebensdauer des Menschen?Erwachet! 1971 | 8. April
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Kenntnisse über die Langlebigkeit, kann keine genaue Zahl für die Lebensdauer des Menschen angegeben werden.“
Berechtigt die medizinische Forschung zur Hoffnung auf längeres Leben?
Was sagen denn die medizinischen Forscher und die Forscher auf dem Gebiet der Langlebigkeit über das künftige Alter des Menschen? Erwarten sie, daß er bald über hundert Jahre alt wird wie die Schildkröte? Berechtigen ihre Forschungen zu der Hoffnung, daß du mit einem höheren Lebensalter rechnen kannst, als der Mensch heute hat? Wenn nicht, berechtigt irgendeine andere Quelle zu dieser Hoffnung?
In dem Werk Science Year (1967) wird gesagt: „Optimisten unter den medizinischen Forschern hoffen auf das 21. Jahrhundert, in dem viele der heutigen Probleme gelöst sein mögen. Doch die meisten Spezialisten bezweifeln, daß der Durchschnittsmensch ein viel höheres Lebensalter erreichen wird als die sprichwörtlichen 70 Jahre.“
Allerdings liest man hin und wieder in Zeitungen oder Zeitschriften ziemlich sensationelle Voraussagen einiger Wissenschaftler, die mit gewaltigen Fortschritten rechnen. Es gibt aber keine stichhaltigen Beweise dafür, daß durch die Bemühungen von dieser Seite das Lebensalter des Menschen sehr viel verlängert würde. Die Zeitschrift Scientific American schrieb in ihrer Ausgabe vom März 1968:
„Selbst wenn die im Alter auftretenden wichtigsten Todesursachen — Herzkrankheiten, Schlaganfall und Krebs — ausgeschaltet würden, könnte die durchschnittliche Lebenserwartung nicht viel mehr als um 10 Jahre verlängert werden. Dann betrüge sie nicht 70 Jahre wie jetzt in den meisten fortschrittlichen Ländern, sondern etwa 80 Jahre.“
Bedeutet das, daß keine Aussicht auf eine längere Lebensdauer besteht? Bedeutet es, daß eine Generation von Männern und Frauen um die andere im Alter von etwa 80 Jahren dahinstirbt, während Buchen, Eichen und Mammutbäume viel älter werden? Kann man irgendwo zuverlässigen Aufschluß erhalten, der zu einer anderen Auffassung berechtigen würde?
Zuverlässige Quelle der Hoffnung
Das kann man. Es gibt eine Quelle, die nicht nur Aufschluß darüber gibt, warum der Mensch altert und stirbt, sondern auch darüber, wie es dem Menschen ermöglicht werden wird, länger zu leben als irgendwelche Pflanzen und Tiere der Erde. Es handelt sich um die gleiche Quelle, aus der uns das von den Wissenschaftlern erwähnte „sprichwörtliche“ Lebensalter des Menschen bekannt ist. Es ist die Bibel, und in Psalm 90:10 lesen wir: „Die Tage unserer Jahre — ihrer sind siebenzig Jahre und, wenn in Kraft, achtzig Jahre, und ihr Stolz ist Mühsal und Nichtigkeit, denn schnell eilt es vorüber, und wir fliegen dahin.“
Du magst sagen: „Das bestätigt doch lediglich, wie kurz das Leben des Menschen ist.“ Das stimmt, dieser Psalm, der vor Tausenden von Jahren geschrieben worden ist, zeigt, daß sich an der Lebenserwartung des Menschen bis heute nicht viel geändert hat. Aber in diesem Text wird nicht gesagt, daß es immer so war, daß der Mensch niemals die Aussicht hatte, älter zu werden als siebzig oder achtzig Jahre, oder daß er keine Aussicht hat, einmal ein weit höheres Alter zu erreichen. In der Bibel werden neun Männer erwähnt, die vor der weltweiten Flut der Tage Noahs lebten und ein Durchschnittsalter von 847 Jahren erreichten. — 1. Mose 5:1-31.
Die Wissenschaftler geben im großen und ganzen zu, daß es für sie immer noch ein Rätsel ist, warum der Mensch altert. Die Bibel erklärt das in einfachen Worten. Sie zeigt, daß der Mensch altert und stirbt, weil er von seinen ersten Eltern, von Adam und Eva, Sünde und Unvollkommenheit ererbt hat. Deshalb schrieb der Apostel Paulus: „So wie durch e i n e n Menschen [Adam] die Sünde in die Welt hineingekommen ist und durch die Sünde der Tod, und sich so der Tod zu allen Menschen hin verbreitet hat, weil sie alle gesündigt hatten ...“ — Röm. 5:12.
Der Schöpfer schuf den Menschen so, daß sein Leben von gewissen Dingen abhängt. Er muß Luft atmen, Wasser trinken, Nahrung zu sich nehmen. Würde er das nicht tun, so müßte er sterben. Aber sein Leben hängt nicht nur von diesen materiellen Dingen ab, sondern er muß auch ein rechtes Verhältnis zu seinem Schöpfer haben. Gottes Sohn zitierte aus den Hebräischen Schriften folgende Worte: „Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jeder Äußerung, die durch den Mund Jehovas ausgeht.“ (Matth. 4:4) Dem ersten Menschen hatte Gott ein Gesetz gegeben, aber er übertrat es und zerstörte dadurch das richtige Verhältnis der Menschheit zu Gott. Diese falsche Handlungsweise hatte Unvollkommenheit zur Folge, und die Unvollkommenheit führte schließlich zum Tod. Als das erste Menschenpaar begann, sich fortzupflanzen, bewirkte das Gesetz der Vererbung, daß seine Nachkommen die sündige Natur und die daraus resultierende Unvollkommenheit ererbten. — Ps. 51:5.
Die Wissenschaftler geben zu, daß es ihnen nicht möglich ist, „wissenschaftlich“ zuverlässige Angaben über das mögliche Höchstalter des Menschen zu machen. Die Bibel zeigt, daß die Lebensdauer des Menschen ursprünglich unbegrenzt war, daß Gott dem ersten Menschenpaar sagte, es würde nicht sterben, solange es gehorsam wäre. (1. Mose 2:16, 17) Adam und Eva zerstörten durch ihren Ungehorsam das rechte Verhältnis zu Gott und brachten so Krankheit, Leid, Alter und Tod über alle ihre Nachkommen, zu denen auch wir gehören. Von jener Zeit an sind die Menschen allmählich schwächer geworden, und das Lebensalter, das vor der Sintflut noch durchschnittlich Hunderte von Jahren betrug, ist auf die heutigen siebzig bis achtzig Jahre zusammengeschmolzen.
Aus der Erklärung der Bibel kann man erkennen, daß der Mensch nicht altern würde, daß seine körperlichen und geistigen Kräfte nicht abnähmen und er nicht von Krankheiten befallen würde, die schließlich zum Tod führen, wenn die Sünde nicht wäre. Die Beseitigung der Sünde und die Wiederherstellung des rechten Verhältnisses zu Gott hätten somit ewiges Leben zur Folge. Das ist genau das, was in der Bibel verheißen wird, nämlich „das ewige Leben, das Gott, der nicht lügen kann, vor langwährenden Zeiten verheißen hat“, wie der Apostel Paulus in Titus 1:2 schrieb. Als Jesus Christus auf der Erde war, sagte er: „Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es in Fülle haben sollen.“ (Joh. 10:10) Er beschränkte diese Hoffnung auf Leben in Fülle nicht auf Leben im Himmel, denn er wies seine Nachfolger an, zu seinem Vater zu beten: „Dein Königreich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf der Erde.“ — Matth. 6:10.
Erscheint dir die Aussicht auf ewiges Leben auf der Erde unrealistisch? Dein eigener Organismus liefert den Beweis dafür, daß der Mensch geschaffen worden ist, um zu leben, und nicht, um langsam zu altern und schließlich zu sterben. Wir laden dich ein, diesen Beweis nun zu prüfen, um zu ermitteln, in welcher Weise er bestätigt, daß die Hoffnung, die die Bibel bietet, vernünftig ist.
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Konstruiert, um für immer zu funktionierenErwachet! 1971 | 8. April
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Konstruiert, um für immer zu funktionieren
WENN der Mensch geschaffen wurde, um ewig zu leben, dürfen wir erwarten, Beweise dafür zu finden, daß sein Organismus, auch sein Gehirn, entsprechend konstruiert ist. Verrät die Kapazität seines Gehirns und übrigen Körpers, daß der Mensch mit Gottes Hilfe nicht nur Hunderte oder gar Tausende von Jahren, sondern ewig leben könnte?
Ewiges Leben wäre nur sinnvoll oder wünschenswert, wenn der Mensch über ein Gehirn verfügte, das ein unbegrenztes Leistungsvermögen besäße. Dieses Gehirn müßte so konstruiert sein, daß es sozusagen unbegrenzt Informationen aufnehmen und speichern könnte. Es müßte so gebaut sein, daß der Mensch seinem Wissensgut
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