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  • Das geplagte Zypern hört die „gute Botschaft“
  • Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 1981
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  • DAS PREDIGEN DES KÖNIGREICHES AUF ZYPERN
  • WIDERSTAND VON ANGEHÖRIGEN ÜBERWUNDEN
Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 1981
w81 15. 7. S. 28-30

Das geplagte Zypern hört die „gute Botschaft“

NACH einem gelungenen Staatsstreich im Juli 1974, der den Sturz der Regierung herbeiführte, fiel die türkische Armee in Zypern ein. Seitdem sind fast sieben Jahre vergangen, und die nördliche Hälfte des Landes (ungefähr 40 Prozent) befindet sich noch immer in der Gewalt der Türken. Tausende sind nach England, Australien, Kanada und Griechenland ausgewandert. Rund 200 000 griechische Zyprioten sind vom nördlichen in den südlichen Teil der Insel umgesiedelt.

Man könnte meinen, das Land habe unter diesen Umständen wirtschaftliche Probleme. Doch im südlichen Teil Zyperns ist das nicht der Fall. Häuser, Hotels und Bürohäuser schießen wie Pilze aus dem Boden. Man muß achtgeben, daß man nicht dem Materialismus verfällt.

DAS PREDIGEN DES KÖNIGREICHES AUF ZYPERN

Jesus Christus sagte einmal: „Ich [muß] die gute Botschaft vom Königreich Gottes verkünden, denn dazu bin ich ausgesandt worden“ (Luk. 4:43). Jehovas Zeugen auf Zypern bemühen sich, mit den Bewohnern dieser geplagten Insel über die „gute Botschaft“ zu sprechen.

Zwar haben die Türken, die den Norden der Insel besetzt halten, die Tätigkeit der Zeugen Jehovas verboten, aber im Süden konnten die Zeugen Fortschritte erzielen. Schätzungsweise 300 Zeugen sind aus dem Norden in den Süden umgesiedelt. Viele von ihnen konnten Häuser bekommen, die ursprünglich Türken gehört hatten, die in den Norden gezogen waren.

Dadurch, daß das Land geteilt wurde, befand sich jetzt das Zweigbüro der Zeugen Jehovas in Nikosia an der Grenze zwischen dem Norden und dem Süden Zyperns. Da dies ein gefährliches Gebiet war, wurde der Entschluß gefaßt, alles, was sich in dem Gebäude befand, nach Limassol zu transportieren. Eine kleine Gruppe von Zeugen betrat unter Einsatz ihres Lebens das Zweigbüro und ließ auf der Seite, die zu den türkischen Truppen zeigte, die Rolläden herunter. Dann trugen die Zeugen die Möbel und die Büroausrüstung zusammen, ließen sie durch ein Fenster herab, trugen sie über die Zäune von verlassenen Nachbargrundstücken und luden alles in Autos ein, die schon bereitstanden, um die Last aus der Gefahrenzone zu bringen. Die Straße, die an dem Zweigbüro entlangführt, konnte nicht benutzt werden, denn dort hätte man leicht die Zielscheibe türkischer Truppen werden können, die sich in der Nähe aufhielten.

In der Vergangenheit hatten viele Zyprioten noch nie etwas von Jehovas Zeugen gehört. Doch jetzt ist es anders. Im Jahre 1980 wurde eine Höchstzahl von 1008 Zeugen Jehovas erreicht, die sich an der Verkündigung des Königreiches beteiligten. Das war für die 962 Prediger des Königreiches, die im Jahr zuvor tätig waren, eine beträchtliche Zunahme. Ein altes türkisches Kino in Limassol dient den Zeugen Jehovas dort zur Zeit als Kongreßsaal. Ein Teil davon wird als Königreichssaal benutzt. Auf Zypern gibt es gegenwärtig 12 Versammlungen.

WIDERSTAND VON ANGEHÖRIGEN ÜBERWUNDEN

Jesus beschrieb, was einige Personen erleben würden, die wahre Christen würden, wenn er sagte: „Ich bin gekommen, um zu entzweien: einen Menschen mit seinem Vater und eine Tochter mit ihrer Mutter und eine junge Ehefrau mit ihrer Schwiegermutter. In der Tat, eines Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein“ (Matth. 10:35, 36). In der heutigen Zeit haben sich diese Worte auch auf Zypern als wahr erwiesen. Eine junge Frau, die 1975 mit Jehovas Zeugen in Kontakt kam, erzählte:

„Ich hatte ernste Probleme, mit meinem Mann auszukommen. Im April 1975 verließ ich ihn und ging nach Limassol zu meinen Verwandten. Diese wurden regelmäßig von Zeugen Jehovas besucht, und bald erkannte ich, daß ich nichts aus der Bibel wußte. Die Zeugen bemerkten mein Interesse am Worte Gottes, und deshalb studierten sie auch mit mir regelmäßig die Bibel. Zur gleichen Zeit wurden die Schwierigkeiten mit meinem Mann so schlimm, daß ich einem Nervenzusammenbruch nahe war. Eines Nachts — ich war sehr unglücklich — las ich eine Publikation der Watchtower Society, in der die Grundlehren der Bibel erklärt werden. Das interessierte mich sehr, und ich las so lange in dem Buch, bis ich es durchgelesen hatte. Das war vier Uhr morgens.“

Kurz danach besuchte diese Frau einen Kreiskongreß der Zeugen Jehovas. Sie beobachtete das gute Benehmen der Anwesenden und sagte beeindruckt: „Ich dachte, ich sei im Paradies!“

Doch dann stellte sich Widerstand ein. Sie erzählte: „Als ich vom Kongreß zurückkam, schlug mich meine Mutter. Auch mein Mann leistete mir Widerstand und viele meiner Angehörigen ebenfalls. Da meine Mutter Angst hatte, der Ruf der Familie werde besudelt, wenn ich eine Zeugin Jehovas würde, drohte sie sogar mit Selbstmord. Eine meiner Schwestern zeigte allerdings Interesse an der Bibel und fing an, mit Jehovas Zeugen zu studieren. Nun wandten sich auch andere meiner Angehörigen gegen uns beide. Sie vernichteten unsere Bücher und drohten den Zeugen, die mit uns studierten, den Tod an.“

Aufgrund dessen, was diese Frau aus ihrem Studium der Bibel lernte, versöhnte sie sich wieder mit ihrem Mann, von dem sie getrennt gelebt hatte. Sie suchte sich eine Wohnung und zog mit ihren zwei Kindern wieder zu ihm. Doch das bedeutete nicht, daß ihr Mann jetzt mit dem Bibelstudium einverstanden war. Sie erklärte: „Oft kam es vor, daß ich nach christlichen Zusammenkünften zu Hause vor verschlossener Tür stand. Wenn mich dann mein Mann schließlich hereinließ, erwarteten die Kinder und mich Schläge.“

Die Bibel fordert Christen auf, nicht Böses mit Bösem zu vergelten, sondern langmütig zu sein (Röm. 12:17, 18). Die junge Frau bemühte sich, diesen schriftgemäßen Rat zu befolgen. Deshalb wurde sie schließlich auch belohnt, denn sie sagte weiter:

„Nach drei langen Jahren — im April 1978 — ließ ich mich taufen. Von da an goß Jehova eine Segnung nach der anderen über mich aus. Mein Mann hat seine Einstellung geändert und hat angefangen, die Bibel zu studieren. Wir sind eine geeinte Familie. Meine Schwester hat sich inzwischen taufen lassen. Auch ihr Mann hat seine Einstellung geändert. Er ist an einem Bibelstudium interessiert und besucht die Zusammenkünfte im Königreichssaal. Meine Eltern haben sich ebenfalls geändert. Zuvor hatten sie sich geweigert, mich noch als ihre Tochter anzuerkennen. Doch jetzt betrachten sie diese Entscheidung als töricht und möchten ihre Kinder nicht aufgrund dessen verlieren, was andere denken mögen. Meine ganze Verwandtschaft möchte nun die Bibel kennenlernen.“

Personen, die ihr Leben nach den Lehren Jesu ausrichten, machen auf andere einen guten Eindruck (Matth. 5:16). Bei einer Gelegenheit brachte ein Rechtsanwalt vor Gericht das Argument vor, sein Mandant würde nicht mehr stehlen und lügen. Der Richter fragte daraufhin: „Ist Ihr Mandant ein Zeuge Jehovas geworden?“

Während viele dem biblischen Erziehungswerk der Zeugen Jehovas weiterhin Widerstand leisten, findet man immer noch Personen, die für die Wahrheit der Bibel Wertschätzung haben und günstig darauf reagieren. Dadurch werden Jehovas Zeugen angespornt, fortzufahren, den Bewohnern von Zypern die „gute Botschaft“ zu predigen.

[Karte auf Seite 28]

(Genaue Textanordnung in der gedruckten Ausgabe)

TÜRKEI

MITTELMEER

Nikosia

ZYPERN

SYRIEN

LIBANON

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