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  • Befähigt, Prediger zu sein
    Der Wachtturm 1956 | 1. Januar
    • mehr Geltungskraft für die Klasse des Knechtes Gottes, die sich im neuen Bunde befindet und von der er prophetisch sagte: „Dieses Volk, das ich mir gebildet habe, sie sollen meinen Ruhm erzählen.“ (Jes. 43:10, 21) Das Licht der Herrlichkeit von Jehova auffangend, so wie es vom Angesicht Jesu Christi, der zu den Menschen gekommen ist, widergespiegelt wird, müssen die heutigen Diener des neuen Bundes gleich Spiegeln sein, die jenes Licht der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes an andere widerspiegeln, damit er gepriesen und ihnen Erleuchtung zuteil werde. In dieser Zeit der Verfinsterung ist dies sehr nötig.

  • Ordination der befähigten Prediger
    Der Wachtturm 1956 | 1. Januar
    • Ordination der befähigten Prediger

      1. Wie wurde die Ordination der befähigten Diener Jehovas im Falle Jeremias dargestellt?

      PAULUS sagt: „Unsere hinreichende Befähigung kommt von Gott, der uns in der Tat hinreichend befähigt hat, Diener eines neuen Bundes zu sein.“ (2. Kor. 3:5, 6, NW) Dies bedeutet, daß jemand von Gott ordiniert oder ernannt werden muß, um sein Diener zu sein. Diese Tatsache wurde bildlich dargestellt im Falle Jeremias, der ein Diener des alten Bundes, des Gesetzesbundes Israels, geworden war. Da Jeremia zu Aarons priesterlicher Familie gehörte, war er automatisch an der Reihe, im Tempel Jerusalems als Priester zu amten. Um indes mehr als nur Priester zu sein, nämlich ein Prophet, der über alle Nationen der Erde prophezeien sollte, mußte Jeremia mehr sein als nur durch Geburt ein Sohn Hilkijas, des Priesters. Kein Mensch konnte ihn zu einem solchen Propheten machen. Gott, der zum Prophezeien inspiriert, war es daher, der ihn zum Propheten ordinierte oder bestimmte, um ihn so für sein Amt hinreichend zu befähigen. Jeremia weist auf seine Ordination oder Ernennung von Gott hin, wenn er sagt: „Das Wort Jehovas geschah zu mir also: Ehe ich dich im Mutterleibe bildete, habe ich dich erkannt, und ehe du aus dem Mutterschoße hervorkamst, habe ich dich geheiligt: zum Propheten an die Nationen habe ich dich bestellt [eingesetzt, Fußn.; ordiniert, KJ] … wohin ich dich senden werde, sollst du gehen, und alles, was ich dir gebieten werde, sollst du reden … Und Jehova streckte seine Hand aus und rührte meinen Mund an, und Jehova sprach zu mir: Siehe, ich lege meine Worte in deinen Mund. Siehe, ich bestelle dich an diesem Tage über die Nationen.“ — Jer. 1:4-10.

      2. Warum war bei Jesus dieselbe Art der Ordination erforderlich?

      2 Selbst Jesus, der Zimmermann von Nazareth, mußte diese Ordination von Jehova Gott empfangen. Als Mensch entstammte Jesus nicht einer priesterlichen Familie in Israel. Als Glied des königlichen Stammes Juda war er ein Erbe des irdischen Thrones Davids, nicht aber eines himmlischen Thrones und der himmlischen Königswürde. Um Hoherpriester zu sein wie der Priester und König Melchisedek, mußte Jesus von Jehova ordiniert werden, und Jehova hatte prophetisch geschworen, daß Jesus ein solch königlicher Priester sein solle. Um ein himmlischer König zu sein, der zur Rechten Jehovas auf dessen Thron sitzt, mußte Jesus mit etwas gesalbt werden, das mehr war als nur das Salböl, das ein menschlicher Prophet oder Priester darreichte. Er mußte von Jehova Gott mit heiligem Geist gesalbt und so ordiniert oder zu seinem Amte ernannt werden. So schreibt es Paulus: „Der Christus verherrlichte sich nicht selbst dadurch, daß er Hoherpriester wurde, sondern er wurde von dem verherrlicht, der mit Bezug auf ihn sprach: ‚Du bist mein Sohn, heute bin ich dein Vater geworden.‘ Gleichwie er auch an anderer Stelle sagt: ‚Du bist Priester auf ewig nach der Weise Melchisedeks.‘“ — Heb. 5:5, 6, NW.

      3. Wie zeigte Jesus, daß seine Ordination nicht von Johannes dem Täufer, sondern von Jehova kam?

      3 Jesus empfing tatsächlich die erforderliche Ordination von Gott. Als Johannes, der Sohn des Priesters Zacharias, Jesus im Jordan taufte, ordinierte er Jesus nicht zum Priester oder König. Dies konnte er nicht tun. Johannes wußte nicht, weshalb er Jesus taufte. Er verstand damals nicht, daß er Jesus nur zur Versinnbildlichung der Tatsache taufte, daß Jesus sich Gott hingegeben hatte, um dessen Willen zu tun, weshalb er ja in die Welt gekommen war. Durch die Wassertaufe symbolisierte Jesus seinen Schritt der Hingabe, den Wechsel in seinem Lebenslauf. Erst nachdem Jesus getauft und aus dem Wasser heraufgestiegen war, ordinierte ihn sein himmlischer Vater, Jehova Gott, oder ernannte ihn zu seinem Dienstamte, indem er den Gott hingegebenen Jesus in hörbarer Weise als seinen geistlichen Sohn anerkannte und ihn mit seinem heiligen Geist salbte. (Matth. 3:13-17) Um zu zeigen, daß es Jehova und nicht der priesterliche Johannes der Täufer gewesen war, der ihn ordiniert hatte, begab sich Jesus kurz nach seiner Taufe in die Synagoge von Nazareth und las den Leuten dort die Prophezeiung Jesajas vor: „Jehovas Geist ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, um den Armen gute Botschaft kundzutun, er hat mich ausgesandt, um … zu predigen.“ Dann sagte Jesus zur Versammlung: „Heute hat sich dieses Schriftwort erfüllt, das ihr eben hörtet.“ — Luk. 4:16-21, NW; 3:21-23.

      4. Aus welchen Schrifttexten geht hervor, daß die Ordination des Apostels Paulus von Jehova kam?

      4 Besaß auch Paulus diese Ordination oder Ernennung von Gott? Er sagte: „Zum Zwecke dieses Zeugnisses wurde ich zum Prediger und Apostel ernannt [ordiniert, KJ] … als Lehrer von Nationen in der Sache des Glaubens und der Wahrheit.“ (1. Tim. 2:7, NW) Von wem „ernannt“ oder „ordiniert“? Paulus antwortet in seinem Briefe an die Galater: „Paulus, ein Apostel, weder von Menschen noch durch einen Menschen, sondern durch Jesus Christus und Gott, den Vater … Als es aber Gott, der mich von meiner Mutter Leib an abgesondert und mich durch seine unverdiente Güte berufen hat, als gut ansah, seinen Sohn in Verbindung mit mir zu offenbaren, damit ich die gute Botschaft über ihn den Nationen verkündigen möge, beriet ich mich gar nicht erst mit Fleisch und Blut. Auch ging ich nicht nach Jerusalem zu denen hinauf, die vor mir Apostel waren.“ (Gal. 1:1, 15-17, NW) Paulus wurde getauft, wahrscheinlich von Ananias, der ihn hieß, sich taufen zu lassen. Danach wurde Paulus „erfüllt mit heiligem Geiste“, und dies als Beweis dafür, daß er ordiniert oder von Jehova durch Christus zu seinem Dienst ernannt war, der ihn als ein „Gefäß“ dazu erwählt hatte, seinen Namen zu tragen. — Apg. 9:15-18, NW.

      5, 6. Was tat Petrus bei der Ordinierung des Kornelius, dessen Verwandten und vertrauten Freunden, wenn er dabei überhaupt etwas tat?

      5 Auch die ersten unbeschnittenen Bekehrten aus den Heiden empfingen diese Ordination oder diese Ernennung von Gott, um Diener seines neuen Bundes zu sein. Wäre ihre Ordination nicht von Gott gekommen, so wären die jüdischen Christen nicht bereit und willens gewesen, sie als ordinierte christliche Prediger anzuerkennen. Schon bevor der Apostel Petrus aufhörte, dem italischen Hauptmann Kornelius und vielen seiner Verwandten und vertrauten Freunde zu predigen, glaubten diese unbeschnittenen Nichtjuden seiner Botschaft und gingen auf Gottes durch Christus getroffene barmherzige Vorkehrung ein, und Gott ordinierte oder ernannte sie zum Dienste als seine Zeugen. Der biblische Bericht sagt darüber: „Während Petrus noch von diesen Dingen sprach, fiel der heilige Geist auf alle, die das Wort hörten. Und die Treuen, die mit Petrus gekommen waren und zu den Beschnittenen gehörten, waren höchst erstaunt, weil der heilige Geist als freie Gabe auch auf Leute aus den Nationen ausgegossen wurde. Denn sie hörten sie in Zungen reden und Gott verherrlichen. Dann antwortete Petrus: ‚Kann wohl jemandem das Wasser vorenthalten werden, damit jene nicht getauft würden, die den heiligen Geist wie wir selbst empfangen haben?‘ Und damit befahl er, daß sie getauft würden in dem Namen Jesu Christi.“ Später erklärte Petrus in Jerusalem seinen Mitchristen aus den Juden: „Als ich zu reden begann, fiel der heilige Geist ebenso auf sie, wie er ursprünglich auch auf uns gefallen war … Wenn also Gott ihnen die gleiche freie Gabe verliehen hat, wie er sie auch uns verlieh, die wir an den Herrn Jesus Christus geglaubt haben — wer bin ich denn, daß ich Gott hätte daran hindern können?“ — Apg. 10:44-48; 11:15-17, NW.

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