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Befähigt, Prediger zu seinDer Wachtturm 1956 | 1. Januar
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mehr Geltungskraft für die Klasse des Knechtes Gottes, die sich im neuen Bunde befindet und von der er prophetisch sagte: „Dieses Volk, das ich mir gebildet habe, sie sollen meinen Ruhm erzählen.“ (Jes. 43:10, 21) Das Licht der Herrlichkeit von Jehova auffangend, so wie es vom Angesicht Jesu Christi, der zu den Menschen gekommen ist, widergespiegelt wird, müssen die heutigen Diener des neuen Bundes gleich Spiegeln sein, die jenes Licht der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes an andere widerspiegeln, damit er gepriesen und ihnen Erleuchtung zuteil werde. In dieser Zeit der Verfinsterung ist dies sehr nötig.
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Ordination der befähigten PredigerDer Wachtturm 1956 | 1. Januar
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Ordination der befähigten Prediger
1. Wie wurde die Ordination der befähigten Diener Jehovas im Falle Jeremias dargestellt?
PAULUS sagt: „Unsere hinreichende Befähigung kommt von Gott, der uns in der Tat hinreichend befähigt hat, Diener eines neuen Bundes zu sein.“ (2. Kor. 3:5, 6, NW) Dies bedeutet, daß jemand von Gott ordiniert oder ernannt werden muß, um sein Diener zu sein. Diese Tatsache wurde bildlich dargestellt im Falle Jeremias, der ein Diener des alten Bundes, des Gesetzesbundes Israels, geworden war. Da Jeremia zu Aarons priesterlicher Familie gehörte, war er automatisch an der Reihe, im Tempel Jerusalems als Priester zu amten. Um indes mehr als nur Priester zu sein, nämlich ein Prophet, der über alle Nationen der Erde prophezeien sollte, mußte Jeremia mehr sein als nur durch Geburt ein Sohn Hilkijas, des Priesters. Kein Mensch konnte ihn zu einem solchen Propheten machen. Gott, der zum Prophezeien inspiriert, war es daher, der ihn zum Propheten ordinierte oder bestimmte, um ihn so für sein Amt hinreichend zu befähigen. Jeremia weist auf seine Ordination oder Ernennung von Gott hin, wenn er sagt: „Das Wort Jehovas geschah zu mir also: Ehe ich dich im Mutterleibe bildete, habe ich dich erkannt, und ehe du aus dem Mutterschoße hervorkamst, habe ich dich geheiligt: zum Propheten an die Nationen habe ich dich bestellt [eingesetzt, Fußn.; ordiniert, KJ] … wohin ich dich senden werde, sollst du gehen, und alles, was ich dir gebieten werde, sollst du reden … Und Jehova streckte seine Hand aus und rührte meinen Mund an, und Jehova sprach zu mir: Siehe, ich lege meine Worte in deinen Mund. Siehe, ich bestelle dich an diesem Tage über die Nationen.“ — Jer. 1:4-10.
2. Warum war bei Jesus dieselbe Art der Ordination erforderlich?
2 Selbst Jesus, der Zimmermann von Nazareth, mußte diese Ordination von Jehova Gott empfangen. Als Mensch entstammte Jesus nicht einer priesterlichen Familie in Israel. Als Glied des königlichen Stammes Juda war er ein Erbe des irdischen Thrones Davids, nicht aber eines himmlischen Thrones und der himmlischen Königswürde. Um Hoherpriester zu sein wie der Priester und König Melchisedek, mußte Jesus von Jehova ordiniert werden, und Jehova hatte prophetisch geschworen, daß Jesus ein solch königlicher Priester sein solle. Um ein himmlischer König zu sein, der zur Rechten Jehovas auf dessen Thron sitzt, mußte Jesus mit etwas gesalbt werden, das mehr war als nur das Salböl, das ein menschlicher Prophet oder Priester darreichte. Er mußte von Jehova Gott mit heiligem Geist gesalbt und so ordiniert oder zu seinem Amte ernannt werden. So schreibt es Paulus: „Der Christus verherrlichte sich nicht selbst dadurch, daß er Hoherpriester wurde, sondern er wurde von dem verherrlicht, der mit Bezug auf ihn sprach: ‚Du bist mein Sohn, heute bin ich dein Vater geworden.‘ Gleichwie er auch an anderer Stelle sagt: ‚Du bist Priester auf ewig nach der Weise Melchisedeks.‘“ — Heb. 5:5, 6, NW.
3. Wie zeigte Jesus, daß seine Ordination nicht von Johannes dem Täufer, sondern von Jehova kam?
3 Jesus empfing tatsächlich die erforderliche Ordination von Gott. Als Johannes, der Sohn des Priesters Zacharias, Jesus im Jordan taufte, ordinierte er Jesus nicht zum Priester oder König. Dies konnte er nicht tun. Johannes wußte nicht, weshalb er Jesus taufte. Er verstand damals nicht, daß er Jesus nur zur Versinnbildlichung der Tatsache taufte, daß Jesus sich Gott hingegeben hatte, um dessen Willen zu tun, weshalb er ja in die Welt gekommen war. Durch die Wassertaufe symbolisierte Jesus seinen Schritt der Hingabe, den Wechsel in seinem Lebenslauf. Erst nachdem Jesus getauft und aus dem Wasser heraufgestiegen war, ordinierte ihn sein himmlischer Vater, Jehova Gott, oder ernannte ihn zu seinem Dienstamte, indem er den Gott hingegebenen Jesus in hörbarer Weise als seinen geistlichen Sohn anerkannte und ihn mit seinem heiligen Geist salbte. (Matth. 3:13-17) Um zu zeigen, daß es Jehova und nicht der priesterliche Johannes der Täufer gewesen war, der ihn ordiniert hatte, begab sich Jesus kurz nach seiner Taufe in die Synagoge von Nazareth und las den Leuten dort die Prophezeiung Jesajas vor: „Jehovas Geist ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, um den Armen gute Botschaft kundzutun, er hat mich ausgesandt, um … zu predigen.“ Dann sagte Jesus zur Versammlung: „Heute hat sich dieses Schriftwort erfüllt, das ihr eben hörtet.“ — Luk. 4:16-21, NW; 3:21-23.
4. Aus welchen Schrifttexten geht hervor, daß die Ordination des Apostels Paulus von Jehova kam?
4 Besaß auch Paulus diese Ordination oder Ernennung von Gott? Er sagte: „Zum Zwecke dieses Zeugnisses wurde ich zum Prediger und Apostel ernannt [ordiniert, KJ] … als Lehrer von Nationen in der Sache des Glaubens und der Wahrheit.“ (1. Tim. 2:7, NW) Von wem „ernannt“ oder „ordiniert“? Paulus antwortet in seinem Briefe an die Galater: „Paulus, ein Apostel, weder von Menschen noch durch einen Menschen, sondern durch Jesus Christus und Gott, den Vater … Als es aber Gott, der mich von meiner Mutter Leib an abgesondert und mich durch seine unverdiente Güte berufen hat, als gut ansah, seinen Sohn in Verbindung mit mir zu offenbaren, damit ich die gute Botschaft über ihn den Nationen verkündigen möge, beriet ich mich gar nicht erst mit Fleisch und Blut. Auch ging ich nicht nach Jerusalem zu denen hinauf, die vor mir Apostel waren.“ (Gal. 1:1, 15-17, NW) Paulus wurde getauft, wahrscheinlich von Ananias, der ihn hieß, sich taufen zu lassen. Danach wurde Paulus „erfüllt mit heiligem Geiste“, und dies als Beweis dafür, daß er ordiniert oder von Jehova durch Christus zu seinem Dienst ernannt war, der ihn als ein „Gefäß“ dazu erwählt hatte, seinen Namen zu tragen. — Apg. 9:15-18, NW.
5, 6. Was tat Petrus bei der Ordinierung des Kornelius, dessen Verwandten und vertrauten Freunden, wenn er dabei überhaupt etwas tat?
5 Auch die ersten unbeschnittenen Bekehrten aus den Heiden empfingen diese Ordination oder diese Ernennung von Gott, um Diener seines neuen Bundes zu sein. Wäre ihre Ordination nicht von Gott gekommen, so wären die jüdischen Christen nicht bereit und willens gewesen, sie als ordinierte christliche Prediger anzuerkennen. Schon bevor der Apostel Petrus aufhörte, dem italischen Hauptmann Kornelius und vielen seiner Verwandten und vertrauten Freunde zu predigen, glaubten diese unbeschnittenen Nichtjuden seiner Botschaft und gingen auf Gottes durch Christus getroffene barmherzige Vorkehrung ein, und Gott ordinierte oder ernannte sie zum Dienste als seine Zeugen. Der biblische Bericht sagt darüber: „Während Petrus noch von diesen Dingen sprach, fiel der heilige Geist auf alle, die das Wort hörten. Und die Treuen, die mit Petrus gekommen waren und zu den Beschnittenen gehörten, waren höchst erstaunt, weil der heilige Geist als freie Gabe auch auf Leute aus den Nationen ausgegossen wurde. Denn sie hörten sie in Zungen reden und Gott verherrlichen. Dann antwortete Petrus: ‚Kann wohl jemandem das Wasser vorenthalten werden, damit jene nicht getauft würden, die den heiligen Geist wie wir selbst empfangen haben?‘ Und damit befahl er, daß sie getauft würden in dem Namen Jesu Christi.“ Später erklärte Petrus in Jerusalem seinen Mitchristen aus den Juden: „Als ich zu reden begann, fiel der heilige Geist ebenso auf sie, wie er ursprünglich auch auf uns gefallen war … Wenn also Gott ihnen die gleiche freie Gabe verliehen hat, wie er sie auch uns verlieh, die wir an den Herrn Jesus Christus geglaubt haben — wer bin ich denn, daß ich Gott hätte daran hindern können?“ — Apg. 10:44-48; 11:15-17, NW.
6 So veranlaßte denn Petrus, daß sie getauft wurden, nicht um sie zu ordinieren (Gott hatte dies bereits getan), sondern damit sie ihren Glauben sowie ihren Schritt der Hingabe symbolisierten, den Gott schon angenommen und dafür wunderbare Beweise gegeben hatte.
7, 8. Welchen Beweis besitzen wir, daß der heutige Überrest der gesalbten Zeugen von Gott zu seinem Dienste ernannt worden ist?
7 Wie steht es mit Gott hingegebenen Zeugen Jehovas von heute? Auch sie verlassen sich auf die Ernennung oder Ordination von ihm, um diesem Erfordernis gemäß zum Dienst als seine Prediger befähigt zu sein. Heute lebt auf Erden nur noch ein Überrest jener, die Jehova Gott im Laufe der vergangenen neunzehnhundert Jahre erwählt und zu seinen gesalbten Dienern des neuen Bundes ernannt oder ordiniert hat. Es sind dies die Überrestglieder oder die „Übriggebliebenen“ des Samens der Weibesorganisation Gottes. (Off. 12:17, NW) Zu ihnen sagt er: „Ihr seid meine Zeugen, spricht Jehova, und mein Knecht, den ich erwählt habe.“ (Jes. 43:10) Als Gruppe bildet dieser Überrest nun eine Dienerkörperschaft oder Sklavenschar. Sie bildet das, was Jesus in seiner Prophezeiung „den treuen und verständigen Sklaven“ nannte, der „über die Diener seines Hauses gesetzt“ worden ist, „um ihnen ihre Speise zur rechten Zeit zu geben“. Von wem ist dem Überrest seine Ernennung oder Ordination dazu zuteil geworden? Nicht von Menschen, sondern von seinem Meister, dem regierenden König Jesus Christus. Seitdem dieser im Jahre 1914 in sein Königreich und im Jahre 1918 zum Tempel gekommen ist, um zuerst das „Haus Gottes“ zu richten, hat er diesen Überrest Gott hingegebener, gesalbter Christen mit dem beschäftigt vorgefunden, das zu tun sie bestimmt sind. Daher hat er mit ihnen so gehandelt, wie er es verheißen hatte: „Wahrlich, ich sage euch: Er wird ihn über all seinen Besitz einsetzen.“ — Matth. 24:45-47, NW.
8 Welchen Beweis haben wir denn, daß sie von Gott durch seinen unsichtbaren, verherrlichten Christus ernannt und hinreichend befähigt worden sind? Der Beweis liegt darin, daß sie die geistige „Speise zur rechten Zeit“ austeilen. Nicht sie betreffend hatte Jehova prophezeit: „Siehe, Tage kommen, spricht der Herr, Jehova, da werde ich einen Hunger in das Land senden, nicht einen Hunger nach Brot und nicht einen Durst nach Wasser, sondern die Worte Jehovas zu hören.“ (Amos 8:11) Diese Prophezeiung erfolgte im Hinblick auf die Geistlichkeit der Christenheit und ihre Gemeinden. Sie verwerfen die Speise, die durch die Hände und den Mund der „Sklaven“-Klasse ausgeteilt wird, und erleiden so geistigen Hunger; all dies, weil sie die untraditionelle Ordination oder Ernennung der Klasse des „treuen und verständigen Sklaven“ nicht anerkennen. Doch gibt es Hunderttausende anderer, die sich ihres geistigen Mangels bewußt sind und feststellen, wo sie die geistige Nahrung finden können, und die sie aus den Händen des gesalbten Überrests der Zeugen Jehovas annehmen. Dies sind die ehrlichen, demütigen, schafähnlichen Leute, die Jesus Christus, Jehovas Rechter Hirte, in die Herde hineinbringt, damit sie seine „anderen Schafe“ seien, die er mit dem gesalbten Überrest zu „e i n e r Herde“ macht. — Joh. 10:16.
DIENER UNTER DEM NEUEN BUNDE
9, 10. Warum gehören auch die „anderen Schafe“ zu den heute richtig ordinierten Dienern, obwohl sie nicht „Diener eines neuen Bundes“ sein können?
9 Da die „anderen Schafe“ dem Rechten Hirten Jehovas folgen sollen, müssen auch sie sich als ‚treue und wahrhaftige Zeugen‘ erweisen, gleichwie er dies war. Auch sie müssen hinreichend befähigte Diener Gottes, Jehovas, sein. Natürlich können sie nicht „Diener eines neuen Bundes“ sein in dem Sinne, wie der Apostel Paulus es war, der sich als ein Glied der „heiligen Nation“ des geistlichen Israel im neuen Bunde befand und daher ein priesterlicher Diener war, ein Glied der „königlichen Priesterschaft“, die eine himmlische Berufung hat. Wir müssen uns aber daran erinnern, daß das geistliche Israel durch das natürliche Israel der alten Zeit dargestellt oder vorgeschattet wurde. Als Glieder dieser erwählten Nation befanden sich die natürlichen Israeliten mit Jehova, ihrem Gott, im alten Bunde, dem Gesetzesbunde. Unter den natürlichen Israeliten gab es aber auch viele Nichtisraeliten, die vorübergehend unter ihnen weilten oder Fremde waren und in verschiedener Weise unter den Israeliten dienten; einige dienten sogar als Sklaven im Tempel. Auch diese beteten Jehova als ihren Gott an, erhielten den Schutz seines Gesetzes und wurden vieler Segnungen und Vorrechte teilhaftig. Sie waren ‚deine vorübergehend Ansässigen, die innerhalb deiner Tore weilen‘, welche an Israels Sabbattag nicht arbeiten durften. (2. Mose 20:8-10, NW) Sie sollten keine Schmach auf den Namen Jehovas bringen, sondern sollten ihn zusammen mit den natürlichen Israeliten lobpreisen. Sie mußten kundtun, wie sehr er sie durch seinen natürlichen Samen Abrahams segnete.
10 Ebenso sollen sich die „anderen Schafe“ verhalten, die neuzeitlichen ‚vorübergehend Ansässigen, die innerhalb der Tore‘ der geistlichen Israeliten weilen. Sie sind nicht geistliche Israeliten, die im neuen Bunde stehen, doch leben sie unter den Segnungen und Vorkehrungen des neuen Bundes und müssen ihr Leben damit in Einklang bringen. Zusammen mit dem Überrest des geistlichen Israel müssen sie eine Neue-Welt-Gesellschaft sein. Sie stehen unter dem einen allgemeinen Gesetz, Jehovas Zeugen zu sein und die Königreichsbotschaft zu einem Zeugnis allen Nationen zu predigen, bevor dieses weltliche System der Dinge vollständig endet. (Matth. 24:14) Hierzu müssen sie auch hinreichend befähigt sein, und dies verlangt vor allem, daß sie eine Ordination von Gott haben. Als notwendigen Schritt in dieser Richtung haben sie sich Gott durch seinen Sohn Jesus Christus willig und in Liebe hingegeben, und diese völlige Hingabe ihrer selbst an ihn haben sie gleichwie Jesus durch die Wassertaufe symbolisiert. Auf Grund des richtig erfolgten Schrittes ihrer Hingabe an Gott nimmt er sie in die „eine Herde“ seines Rechten Hirten Jesus Christus auf, nicht um sie zu Gliedern des geistlichen Volkes Israel oder der königlichen Priesterschaft zu machen, der ein himmlisches Erbe in Aussicht steht, noch um sie priesterliche Diener des neuen Bundes sein zu lassen, sondern damit sie Zeugen Jehovas und hinreichend befähigte Diener unter dem neuen Bunde seien. Er ordiniert oder ernennt sie zu seinen irdischen Dienern, damit sie mit dem gesalbten Überrest des geistlichen Israel dienen. Sie alle haben diese Ordination oder Ernennung kraft der Tatsache erhalten, daß Jehova durch Jesus Christus, den Mittler des neuen Bundes, ihre Hingabe angenommen hat. So sind sie alle, ob Mann oder Frau nach dem Fleische, seine ordinierten Diener.
11. Wie berühren, vom Standpunkte der Schrift aus gesehen, Ordinationsvorschriften weltlicher Nationen die von Jehova ordinierten Prediger?
11 Auf dieser Grundlage allein wäre es angebracht, daß alle Staaten, die behaupten, sie nähmen Rücksicht auf christliche Prediger, sie als schriftgemäß ordinierte Prediger anerkennen würden. Die Nationen handeln eigenwillig und diktatorisch, wenn sie ihre eigenen Regeln und Vorschriften aufstellen und durch sie festlegen, wer ein wirklich ordinierter, von Gott anerkannter Prediger ist. Wenn die Staaten eine schriftliche Bescheinigung von einem Menschen, einer Gruppe von Menschen, einer Religionsorganisation oder wenn sie eine von Menschen zu machende Zeremonie verlangen, ehe sie diese gottergebenen Männer und Frauen als Gottes Diener anerkennen, so ist dies gemäß der Bibel unangebracht. Die Schriften der Bibel sind nicht von den uninspirierten Gesetzgebern dieser Welt geschrieben worden, sondern Gott, ließ sie durch die treibende Kraft seines Geistes aufzeichnen, und seine wahren Diener besitzen das Zeugnis seiner inspirierten Schrift hinsichtlich der Ordination, die sie von ihm empfangen haben, weil sie sich ihm hingaben. Der Beweis für das, was seine ordinierten Prediger sein sollen, muß dem geschriebenen Worte Gottes, d. h. des Gottes, der die Ordination vornimmt, entnommen werden, und nicht menschlichen Gesetzen und ihrer Gesetzesauslegung durch Richter.
12, 13. Wie wird Weltlingen, die sich in die Bildung und Tätigkeit einer Gesellschaft von Predigern, wie es Jehovas Zeugen sind, einmischen, mit Recht geantwortet, und weshalb?
12 Gott, der universelle Souverän, hat das Recht, festzulegen, wie seine sichtbare Organisation für sein Volk gebildet sein muß und wie sie funktionieren soll, ferner wer als seine Diener darin amten und unter welchen Bedingungen sie dies tun sollten. Selbst Religionssekten der Christenheit erkennen dieses Recht ihrer Organisation als Sekte an. Als letztes Jahr der oberste Verwaltungsbeamte der Presbyterianer-Kirche in den Vereinigten Staaten von Amerika zu 400 Delegierten der Presbyterianer-Allianz der Welt [World Presbyterian Alliance] in Princeton, New Jersey, sprach, führte er unter den grundlegenden Religionsfreiheiten auch das Recht an, „die interne Regierung und die Vorschriften einer kirchlichen Körperschaft zu bestimmen“. Er sagte dann: „Wenn gemäß dem reiflich erwogenen, unter Gebet gefaßten Urteil einer Kirche die Rechtsfreiheit, diesen Verantwortlichkeiten nachzukommen, durch Staat oder Gesellschaft im wesentlichen verkürzt wird, so ist es die Pflicht der Kirche, dem Staate und auch der Gesellschaft ‚Nein‘ zu sagen.“ (New York Times, 29. Juli 1954) Jehovas Zeugen halten sich theokratisch an Gottes Verordnungen und Bestimmungen darüber, wie die Organisation seines neuen Bundes aufgebaut und betrieben werden soll. Zu den Weltlingen, die sich in ihre Angelegenheiten einmischen wollen, sagen sie nein.
13 Sie brauchen keine religiösen Leute, die die Hände auf sie legen, damit sie die Ordination empfangen. Ihre Ordination kommt von Gott und wird ihnen zuteil, weil sie sich ihm durch Christus auf ewig hingegeben haben. Sie werden nicht dadurch ordiniert, daß jener die Hände auf sie legt, der sie als Sinnbild ihrer Hingabe im Wasser tauft. Doch sofern ihre Wassertaufe in Beziehung steht zu ihrer Ordination von Gott, können sie zu einem dokumentarischen Zweck ihr Taufdatum als die ungefähre Zeit ihrer Ordination angeben, um dem Gesetz des Landes zu genügen, in dem ein Ordinationsdatum gefordert wird. Jehovas Zeugen wollen, daß zu ihrer Befähigung zum Dienste Gottes Hand auf ihnen sei, also die Hand dessen, der auch den Mund Jeremias berührte und der sagte: „Siehe, ich lege meine Worte in deinen Mund.“ (Jer. 1:9) Sie wollen, daß die Hand dessen auf ihnen sei, der den Priester Esra einst sicher nach Jerusalem zurückbrachte, ‚die gute Hand seines Gottes, die auf ihm war‘, dieselbe Hand, von der Nehemia, der Erbauer der Mauern Jerusalems, sprach: „So gab der König [sie] mir, gemäß der guten Hand meines Gottes, die auf mir war.“ (Esra 7:6, 9, 28; Neh. 2:8, 18, NW) Der Psalmist sagt: „Deine Hand sei auf dem Manne deiner Rechten, auf dem Menschensohne, den du dir gestärkt hast!“ (Ps. 80:17) Jehovas Hand ist die erste Hand, die auf uns ruhen sollte, um uns als befähigte Diener zu ordinieren oder zu ernennen. Wenn nicht er zuerst seine Hand auf uns gelegt hat, hilft es nichts, wenn Menschenhände auf uns gelegt werden, sondern das wäre nur eine äußere Form.
14. In welchen wichtigsten Beziehungen unterscheiden sich geistliche Israeliten und ihre Gott hingegebenen Gefährten von der Geistlichkeit der Christenheit?
14 Durch Jehovas Hand werden seine gesalbten Überrestglieder des geistlichen Israel und ihre Gott hingegebenen Gefährten abgesondert. So sagte es bei der Einweihung des Tempels in Jerusalem König Salomo prophetisch zu Gott: „Denn du selbst hast sie als dein Besitztum von allen Völkern der Erde abgesondert, gerade wie du durch Mose, deinen Diener, geredet hast, als du unsere Vorfahren aus Ägypten herausführtest, o Herr Jehova!“ (1. Kön. 8:53, NW) Daß sie alle von dieser Welt abgesondert sind, um die gute Botschaft von Gottes Königreich zu predigen, sagte der Apostel Paulus in der Einführung zu seinem Briefe: „Paulus, ein Sklave Jesu Christi, berufen zum Apostel, abgesondert für Gottes gute Botschaft, die er ehemals durch seine Propheten in den heiligen Schriften in bezug auf seinen Sohn verheißen hat.“ (Röm. 1:1-3, NW) Weil sie so abgesondert, von der Welt getrennt sind, sind sie verpflichtet, die reine, makellose Form der Anbetung, die reine Religion, zu pflegen; wozu unter anderem auch gehört, daß sie „sich selbst von der Welt unbefleckt halten“. (Jak. 1:27, NW) Daher gleichen sie nicht den „regelrechten Predigern“ oder Geistlichen der Christenheit, die eine besondere Stellung für sich beanspruchen und denen das Gesetz eine besondere Stellung zuerkennt, die sich aber trotzdem in die Politik und die Kämpfe der Nationen einmischen und sich mit dieser Welt ganz beflecken.
BESONDERE ERNENNUNGEN
15. Wie wurde in den ersten Christenversammlungen die Ernennungsgewalt ausgeübt?
15 Die ganze Nation des geistlichen Israel und ihre Gott hingegebenen Gefährten sind von dieser Welt getrennt und befinden sich in einer von dieser Welt abgesonderten Stellung. Sie sind alle zusammen eine Neue-Welt-Gesellschaft befähigter Evangeliumsdiener. Doch sind gewisse Glieder unter ihnen dazu
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