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Suche Frieden!Der Wachtturm 1960 | 15. Januar
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sind, in welchem der böse Leviathan wirkt, und auf Grund des Blutes Jesu Christi, des Lammes Gottes, haben sie Frieden mit Jehova Gott geschlossen. In Offenbarung 7:9, 10 werden sie als eine große Volksmenge dargestellt, deren Glieder aus allen Nationen, Stämmen, Völkern und Sprachen stammen, und sie schreiben ihren Zustand des Gerettetseins Gott und seinem Sohne Jesus Christus zu, indem sie sagen: „Die Rettung verdanken wir unserem Gott, der auf dem Throne sitzt, und dem Lamme.“
24. Wie beschreibt Offenbarung 7:14-17 den Weg, auf dem sie ihren friedevollen Zustand erreichten?
24 Weil die Glieder dieser ungezählten, großen Volksmenge mit Gott Frieden zu erlangen suchen und auf Grund des Glaubens an das reinigende Blut Jesu Christi vor ihm rein und recht dastehen, beschreibt der Text in Offenbarung 7:14-17 die Art, wie sie in diesen friedevollen Zustand gelangt sind, wie folgt: „Sie haben ihre Gewänder gewaschen und sie im Blute des Lammes weiß gemacht. Deshalb sind sie vor dem Throne Gottes, und sie bringen ihm Tag und Nacht heiligen Dienst in seinem Tempel dar, und der auf dem Throne sitzt [Gott], wird sein Zelt über sie ausbreiten. Sie werden nicht mehr hungern und auch nicht mehr dürsten, noch wird die Sonne auf sie fallen, noch sengende Hitze; denn das Lamm [Jesus Christus], das in der Mitte des Thrones ist, wird sie hüten und sie zu Wasserquellen des Lebens führen. Und Gott wird jede Träne von ihren Augen abwischen.“
25. Wer veranschaulichte in der ehemaligen Stadt Jericho die „große Volksmenge“ und in welchen Beziehungen?
25 In alter Zeit, nämlich in den Tagen Josuas, des Nachfolgers Moses, wurde diese „große Volksmenge“ durch das kanaanitische Weib namens Rahab dargestellt. Rahab wohnte in der kanaanitischen Stadt Jericho, die mit all ihren Bewohnern dem Untergang geweiht war. Rahab und ihre Angehörigen entgingen aber der Zerstörung, als Jehova Gott die Mauern Jerichos niederriß und als die Männer Israels, die sieben Tage lang um Jericho marschiert waren, in die offene Stadt eindrangen und ihre gesetzlosen Bewohner töteten. Wieso? Weil sie mit dem Gott des Volkes Israel Frieden geschlossen hatte. Sie hatte die zwei Kundschafter, die Josua in die Stadt gesandt hatte und die in Rahabs Herberge Unterkunft gefunden hatten, nicht verraten. (Jos. 2:1-21; 6:1-25) Darüber lesen wir in den Christlichen Griechischen Schriften: „Durch Glauben fielen die Mauern Jerichos, nachdem sie sieben Tage umzogen waren. Durch Glauben kam Rahab, die Hure, nicht mit den Ungläubigen [Ungehorsamen, NW] um, da sie die Kundschafter in Frieden aufgenommen hatte.“ — Heb. 11:30, 31.
26. Durch die Bewohner welcher Stadt in Kanaan wurde die ‚große Menge‘ Überlebender vorgeschattet und durch welches Vorgehen?
26 Dieselbe ‚große Menge‘ von Überlebenden des kommenden „Krieges, des großen Tages Gottes, des Allmächtigen“, wurde auch durch die Bewohner der Stadt Gibeon vorgeschattet. Auch diese Stadt in Kanaan sollte von Jehovas israelitischen Heeren, die unter Josua standen, vernichtet werden. Die Griechen sprachen den Namen Josua wie Jesus aus, und Josua stellte in der Tat prophetisch Jesus Christus, Gottes Urteilsvollstrecker, dar. (Apg. 7:45; Heb. 4:8) Befremdenderweise entgingen die Stadt Gibeon und drei Nachbarstädte der Zerstörung, die Josua über die anderen Städte Kanaans brachte. Wieso? Wieder lag ein Fall vor, in dem Frieden mit Jehova Gott geschlossen worden war, bevor der Gerichtsvollstrecker eintraf. Einige Tage, bevor Josua und seine Streitmächte näherkamen, sandten die Gibeoniter unter Tarnung ihre Gesandten in Josuas Lager und baten um Frieden mit Jehova Gott und seinem Volke. Sie waren zu einer restlosen Übergabe an Gott durch Josua bereit.
27. Was wird das Ergebnis für die ‚große Menge‘ derer sein, die Frieden suchen, ähnlich dem, was gewissen Menschen in alter Zeit widerfuhr?
27 Was war das Ergebnis? Der Bericht antwortet: „Und Josua machte Frieden mit ihnen und machte mit ihnen einen Bund, sie am Leben zu lassen; und die Fürsten [Obersten, SB] der Gemeinde [Israel] schwuren ihnen.“ (Jos. 9:15) Gleich jenen nichtisraelitischen Gibeonitern in alter Zeit geben sich die Glieder der heutigen ‚großen Menge‘ derer, die Frieden suchen, durch Jesus Christus Jehova Gott völlig hin, und dies jetzt, noch bevor Harmagedon losbricht. Daher verschont sie der größere Josua, Jesus Christus, davor, in der Vernichtung umzukommen, die dieser universelle Krieg mit sich bringen wird. Gleich dem Überrest der geistlichen Israeliten liebt die große Volksmenge das Leben. Sie wünscht, unter Gottes Königreich bis in Ewigkeit gute Tage zu erleben. Daher folgt sie heute den Ratschlägen, die David und Petrus bezüglich des Friedens erteilt haben.
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Jage dem Frieden nach!Der Wachtturm 1960 | 15. Januar
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Jage dem Frieden nach!
1. Was muß jemand, der das Leben liebt, nachdem er Frieden gefunden hat, tun, und welche Pflicht obliegt ihm von da an?
WAS muß ein Mensch tun, der das Leben liebt, wenn er Frieden mit Gott durch seinen Sohn Jesus Christus zu erlangen gesucht und auch gefunden hat? Er muß von nun an dem Frieden nachjagen. „Er suche Frieden und jage ihm nach.“ Das ist der Rat, den der christliche Apostel Petrus erteilt. (1. Pet. 3:11) Er muß sein ganzes übriges Leben lang dem Frieden nachjagen. Das bedeutet, daß er den Frieden bewahren muß. Er erfreut sich des Friedens mit Gott durch Christus nicht allein. Weil er zum Frieden mit Gott gelangt ist, ist er auch in friedliche Beziehungen mit der Versammlung all derer getreten, die sich Gott durch Christus völlig hingegeben haben und daher mit Gott versöhnt worden sind. (2. Kor. 5:18-21) Ein solcher darf nicht ein Friedensstörer in der Christenversammlung werden. Er hat die Pflicht, ein ruhiges, angenehmes, harmonisches Verhältnis mit dieser Organisation zu bewahren. Er muß der Verhaltensregel nachkommen, die ein Apostel der christlichen, leitenden Körperschaft dargelegt hat: „Seid friedsam untereinander. Andererseits ermahnen wir euch, Brüder: Verwarnt die Unordentlichen, sprecht niedergedrückten Seelen tröstend zu, unterstützt die Schwachen, seid langmütig gegen alle. Seht zu, daß niemand einem anderen Unrecht mit Unrecht vergelte, sondern strebt allezeit dem Guten nach, sowohl untereinander wie gegenüber allen anderen.“ — 1. Thess. 5:13-15, NW.
2. Unter welchen Verhältnissen müssen Christen ihren Lauf verfolgen, und welcher Versuch wird, sie betreffend gemacht, weil sie ein Hauptangriffsziel sind?
2 So müssen Christen in einer Welt handeln, in der es überall soviel Tumult und Unruhe gibt wie nie zuvor. Seit Satan, gleich nachdem Gottes Königreich im Jahre 1914 in den Himmeln geboren worden war, auf die Erde hinabgeworfen worden ist, ist er, der Teufel, samt seinen Dämonen boshaft darauf erpicht gewesen, all das an Weh und Leid, Tumult und Unruhe zu verursachen, was ihm unter den Menschen nur möglich war. (Off. 12:12) Sein Hauptangriffsziel sind heute der christliche Überrest des geistigen Volkes Israel und dessen schafähnliche Gefährten, die eine „große Volksmenge“ bilden. (Off. 12:17) Satan tut daher sein Äußerstes, um Unruhe, Störungen und Zerrüttung unter ihnen herbeizuführen und so die Organisation zu sprengen.
3. Welche Verschiedenheiten betonend, hat Satan die Welt in Aufruhr gehalten, doch wie hat Gott schon vor langer Zeit in seiner Organisation damit aufgeräumt?
3 Deswegen muß jeder, der das Leben liebt und der in Gottes sichtbarer Organisation den Frieden gefunden hat, den er suchte, sich das bestimmte Ziel setzen, dem Frieden nachzujagen. Es ist Satan, dem Teufel, gelungen, diese Welt durch die Beachtung ihrer Verschiedenheit hinsichtlich Rasse, Farbe oder Stammeszugehörigkeit in Aufregung und Aufruhr zu versetzen. Solches hat Gott aber durch Christus innerhalb seiner wahren Christenversammlung ausgeschaltet. Die Christenversammlung hat ihren Anfang mit einer fast ausschließlich aus den Juden stammenden
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