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Der Glaubenskampf der FriedfertigenDer Wachtturm 1957 | 15. Oktober
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Streiche weniger einen, dreimal wurde ich mit Ruten geschlagen, einmal wurde ich gesteinigt, dreimal erlitt ich Schiffbruch, eine Nacht und einen Tag habe ich in der Tiefe zugebracht; oftmals auf Reisen, in Gefahren durch Flüsse, in Gefahren durch Wegelagerer, in Gefahren durch das eigene Volk.“ (2. Kor. 11:23-26, NW) Ungeachtet dieser Behandlung, war Paulus mildgesinnt. Er vertraute nicht auf fleischliche Waffen und vergalt nicht Böses mit Bösem. Vielmehr freute er sich, als ein Prediger der guten Botschaft zu dienen.
SIEG FÜR DIE FRIEDFERTIGEN
16. Welchem weisen Laufe sollen wir im Leben folgen?
16 Es besteht ein gewaltiger Kontrast zwischen den Kriegen, die die Nationen führen, und dem rechten Kampf des Glaubens. Aus diesem Kampf als Sieger hervorzugehen und die Krone des Lebens zu erlangen liegt im Bereich der Möglichkeit. Gott hält uns diese Hoffnung nicht auf eine Weise vor Augen, als ob ihre Verwirklichung unmöglich wäre, sondern gibt sie uns als etwas, auf das wir zuversichtlich hinwirken sollen. Wir werden das Erhoffte erlangen, wenn wir die richtige geistige Einstellung bewahren, ferner ein mutiges Herz und die feste Entschlossenheit, Jehova auf eine Weise zu dienen, die ihm wohlgefällig ist. Dies bedeutet, daß wir den Königreichsinteressen in unserem Leben den ersten Platz einräumen und Gott in Gerechtigkeit und mit Ausharren dienen. Wir können ihm nicht gefallen, wenn wir zwei Herren zu dienen suchen, indem wir Schätze in der alten Welt aufhäufen und gleichzeitig ein Auge auf die neue Welt richten. (2. Tim. 2:4) Die das tun, rufen: „Herr, Herr!“, bringen aber keine Früchte des Königreiches hervor.
17. (a) Warum wird der Predigtdienst als ein Werk des Hütens beschrieben? (b) Wie erfüllt sich heute Jesaja 2:2-4?
17 Obwohl Jehovas Zeugen von der Geistlichkeit verurteilt und in ihrem Predigtwerk von vielen Nationen gehindert werden, fahren sie fort, am friedsamen Dienste teilzunehmen, den zu vollführen ihnen Jehova durch die Schrift geboten hat. Sie erkennen die gewaltige Arbeit, die im Hüten und Sammeln jener Menschen guten Willens noch getan werden muß, die die Schrift als die „anderen Schafe“ bezeichnet. Diese schafähnlichen Menschen sind zerstreut und durch falsche Anbetung hin- und hergerissen worden. Doch jetzt werden sie unter der Leitung Christi, des Guten Hirten, in die e i n e Herde eingesammelt. Sie werden zu den lauteren Wassern der erquickenden Wahrheit geführt, zu grünen Auen, wo sie reiche geistige Speise finden. Sie lernen die Gefahr des verunreinigten Wassers kennen und erfassen, daß derselbe geistige Quell nicht zugleich bitteres und süßes Wasser spendet. Der Gute Hirte führt seine Herde zu dem Strom von Wasser des Lebens, der vom Throne Jehovas quillt. Unter den treuen Unterhirten auf Erden herrscht Freude über jedes einzelne verlorene oder irregegangene Schaf, das den Rückweg zu diesem lebengebenden Wasser findet. Begierig laden sie andere Menschen ein, sich ihnen beim Genießen der nährenden geistigen Speise anzuschließen, indem sie sagen: „Kommt und laßt uns hinaufziehen zum Berge Jehovas … Und er wird uns belehren aus seinen Wegen, und wir wollen wandeln in seinen Pfaden.“ Menschen aus allen Nationen nehmen nun diese Einladung, sich der friedfertigen Neuen-Welt-Gesellschaft anzuschließen, an und ‚schlagen ihre Schwerter zu Pflugscharen‘, indem sie das konstruktive, geistig aufbauende Werk des Predigens durchführen. Dieses Werk wird direkt durch das Ende des gegenwärtigen Systems hindurch, das unter Satan steht, getan werden, durch das Ende eines Systems, in dem der Krieg als ein „universelles Lebensgesetz“ gilt, und die Personen, die aus diesem Werke Nutzen ziehen, werden sich des Lebens in der friedsamen neuen Welt erfreuen, die Jehova aufrichtet. — Jes. 2:2-4.
18. Wie geht die Ernte unter den Nationen vor sich?
18 Das Predigtwerk der Neuen-Welt-Gesellschaft wird auch als eine große Ernte beschrieben. Jesus sah voraus, daß Menschen guten Willens „reif“ sein würden, um in dieser Zeit eingesammelt zu werden. Noch weitere Erntearbeiter werden im Vollzeitdienst benötigt, um dieses gewaltige Einsammlungswerk vor Harmagedon durchzuführen. Diese Erntezeit ist eine Zeit großer Freude. Es ist eine Zeit, in der wir die Ergebnisse unserer Mühe und Arbeit und die Auswirkungen des auf dem Werke ruhenden Segens Jehovas sehen und erleben. Die Arbeiten des Hütens und Erntens sind friedsame Beschäftigungen und stellen treffend die Tätigkeit der wahren Friedensstifter von heute dar. Es ist ein aufbauendes Werk, das zu ewigem Leben führt.
19. Wie wird Jehova selbst dauernden Frieden herbeiführen? Beschreibe die Zustände in der neuen Welt.
19 Nur noch kurze Zeit verbleibt jetzt, in der dieses Predigtwerk vollführt werden kann. Wir leben in einer Zwischenzeit der unverdienten Güte Jehovas, in der Zeit zwischen dem Krieg, der im Himmel stattfand, und dem endgültigen Höhepunkt der Drangsal in der Schlacht von Harmagedon. Dann werden durch Gottes Kampfaktion alle Nationen von der Weltorganisation Satans und von all deren Spuren befreit werden, um Raum zu schaffen für die neuen Himmel und für eine neue Erde, die allen gottesfürchtigen Überlebenden Segnungen bringen wird. Diese werden dann die Erde verschönern, werden für ihre Familien und ihre lieben Angehörigen Häuser bauen und werden sich lange des Werkes ihrer Hände erfreuen. Wenn es deine Hoffnung ist, unter der Leitung Jehovas, des ewigen Souveräns, und Christi Jesu, des Friedefürsten, in einer solch friedvollen, glücklichen Zeit zu leben, dann mußt du jetzt das Heilmittel anwenden, das Gott für diese kriegerische, durch Streit zerrissene Welt vorgeschrieben hat, nämlich Gott zu lieben von ganzem Herzen, ganzem Sinn, ganzer Seele und Kraft und deinen Nächsten wie dich selbst. Wenn du es tust, dann wirst auch du dich des Lebens in der neuen Welt erfreuen, in der die Gerechten blühen und in der Fülle von Frieden sein wird, „solange der Mond besteht“. Dann wird Christus die Herrschaft „von Meer zu Meer und vom Strome bis an die Enden der Erde“ innehaben. Die dann Lebenden werden sanftmütige Menschen sein, Personen, die sich jetzt schon als wahre Friedensstifter erweisen, indem sie die gute Botschaft von Jehovas Reich verkündigen.
20. Welche Hoffnung haben die „Söhne Gottes“?
20 Welchem Wege willst du folgen? Dem Wege, der Menschen als gerade erscheint, indem du auf die Nationen vertraust und auf ihre bewaffneten Mächte, in der Annahme, diese seien die einzige Lösung für die gegenwärtigen Weltprobleme, wobei du der ungewissen oder irreführenden Wegleitung folgst, die die falsche Religion dem Volke gibt? Oder vertraust du auf das Wort Jehovas, das besagt, daß „die Mehrung der Herrschaft und der Friede kein Ende haben“ werden? (Jes. 9:7) Wenn das deine Hoffnung ist, dann wirst auch du zu jenen gezählt werden, von denen Jesus sprach, als er sagte: „Glücklich sind die Friedfertigen, da sie ‚Söhne Gottes‘ genannt werden.“
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Rund um die Welt mit dem Vizepräsidenten (4. Teil)Der Wachtturm 1957 | 15. Oktober
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Rund um die Welt mit dem Vizepräsidenten (4. Teil)
Formosa, Okinawa, Japan
AM FREITAG, dem 18. Januar, um 18.20 Uhr, landete das Flugzeug der Civil-Air-Transport-Linie, von Manila, P. R., kommend, auf dem Flugplatz von Taipeh auf Formosa. Zwei Gileadabsolventen, der Zweigdiener von Formosa und seine Frau, die selbst erst vor kurzem, mit dem Flugzeug von Okinawa kommend, auf der Insel eingetroffen waren, standen unten an der Treppe des CAT-Flugzeuges, um Fred W. Franz einen überraschenden Empfang zu bereiten. Eine Delegation von philippinischen Bankiers kam mit ihm an, und so erlaubten die Beamten des Flugplatzes einer Anzahl Reporter, zur Rollbahn zu gehen, wo das Flugzeug stand. Der Zweigdiener und seine Frau nutzten diese Gelegenheit aus, um sich ihnen anzuschließen und jemanden zu empfangen, der mit noch höheren Interessen betraut ist, nämlich mit den geistigen Interessen des Reiches Gottes. Sie leisteten sogleich Hilfe, indem sie dem Vizepräsidenten der Watch Tower Society beistanden, den Anforderungen der Sicherheitspolizei in bezug auf seinen kurzen Aufenthalt auf diesem Inselgebiet Nationalchinas, das unter
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