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„Jehova ist in seinem heiligen Tempel“Der Wachtturm 1956 | 15. Januar
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Israeliten werden sie „vorübergehend Ansässige“.
41. (a) Welches einzigartige „Recht des Fremdlings“ müssen alle echten Anbeter Jehovas jetzt anerkennen und wahren? (b) Welchen tiefen Sinn vermitteln uns heute die Worte, die Jesus aus Jesaja (56:7) zitierte, als er zum letzten Vorbildtempel in Jerusalem kam und ihn reinigte?
41 Heute haben diese anderen Menschen, die wie Schafe sind, die Hoffnung, Harmagedon zu überleben, um in Gottes neue Welt zu gelangen. In dieser kurzen, noch verbleibenden Zeit bis Harmagedon fällt den nichtisraelitischen Schafen aus allen Nationen gebührenderweise das Recht zu, heraufzukommen zum erhöhten „Hause des Gottes Jakobs“, um Jehova dort anzubeten und Rettung zu erlangen. Statt irgend etwas zu tun, durch das ‚das Recht des Fremdlings gebeugt‘ wird, sollten wir im Gehorsam gegen Gott alles tun, um sie zu ihrem Recht hinzuführen und ihnen dazu zu verhelfen. Als Jesus als der Engel des Bundes im Jahre 33 zum Tempel kam und ihn reinigte, damit er nicht mehr eine ‚Räuberhöhle‘ sei, sagte er zu diesen Räubern: „Steht nicht geschrieben: ‚Mein Haus wird ein Bethaus genannt werden für alle Nationen‘?“ (Mark. 11:17, NW) Heute stellt derselbe Engel des Bundes im geistlichen Tempel dieselbe Frage: „Steht nicht geschrieben?“ Doch, und weil es so für unsere Zeit geschrieben steht, ergeht nun der Erlaß Gottes, Jehovas, daß sein heiliger Tempel ein Bethaus sein soll für alle Völker, alle Nationen. Zur Zeit, da der Tempel auf dem Berge Morija eingeweiht wurde und dann Jehova zum Tempel kam und ihn mit der herrlichen Wolke seiner Gegenwart erfüllte, betete König Salomo, daß er ein Haus internationalen Betens werden möchte, denn Salomo schloß in seinen sieben Bitten eine für den Fremdling ein, der um des Namens Jehovas willen aus fernem Lande kommt. — 1. Kön. 8:41-43.
42. Warum ist nun Einheit unter allen echten Anbetern Jehovas von erster Wichtigkeit?
42 Bist du ein Glied des Überrests? Dann denke nicht, daß jene anderen Schafe, weil sie keine geistlichen Israeliten sind und ihnen nicht ein himmlisches Erbe in Aussicht steht, kein Recht hätten, in den Hof des geistlichen Tempels einzutreten, um Jehova durch seinen Hohenpriester Jesus anzubeten. Oder bist du ein gegenbildlicher Fremdling aus fernem Lande? Dann denke nicht, daß du aus der Mitte der Zeugen Jehovas ausgeschieden werden solltest, weil du kein Glied des Überrests seist, und daß man dich nicht als ein Glied der Neuen-Welt-Gesellschaft anerkennen könne, auch wenn du dich Jehova durch deinen Akt der Hingabe an ihn angeschlossen hast. So denkt Jehova bestimmt nicht heute, da seine Rettung, die durch sein aufgerichtetes Königreich kommt, so nahe ist. Jehova sagt von all den anderen Menschen von heute, die mit Schafen verglichen werden und aus allen Nationen kommen, die dem geistlichen Israel fremd sind: „Und der Sohn der Fremde [der Fremdling, PB], der sich Jehova angeschlossen hat, spreche nicht und sage: Jehova wird mich sicherlich von seinem Volke ausschließen [ausscheiden, Kautzsch] … Und die Söhne der Fremde, die sich Jehova angeschlossen haben, um ihm zu dienen und den Namen Jehovas zu lieben, ihm zu Knechten zu sein — einen jeden, der den Sabbat hält, daß er ihn nicht entweihe, und die da festhalten an meinem Bunde: die werde ich zu meinem heiligen Berge [auf dem der Tempel steht] bringen und sie erfreuen in meinem Bethause; ihre Brandopfer und ihre Schlachtopfer sollen wohlgefällig [angenommen, AS] sein auf meinem Altar. Denn mein Haus wird ein Bethaus genannt werden für alle Völker. Es spricht der Herr, Jehova, der die Vertriebenen Israels sammelt: Zu ihm, zu seinen Gesammelten werde ich noch mehr hinzusammeln.“ — Jes. 56:3, 6-8.
43, 44. (a) Welche und von wem beharrlich angestrebten Hindernisse haben seit 1919 gänzlich verfehlt, das weltweite Einsammlungswerk Jehovas abzustoppen? (b) Welche von Gott vorausgesagten Rufe und Anblicke fallen heute zeitlich zusammen mit dem fortlaufend wachsenden Einsammlungswerk?
43 Vom Jahre 1919 an bis besonders zum Jahre 1931 sammelte Jehova den Überrest der geistlichen Israeliten, die Vertriebene in Knechtschaft der babylonischen Welt waren. Seither hat er in seinen Tempel außer seinem eigenen israelitischen Überrest weitere Menschen zu sich versammelt. Er hat diese anderen eingesammelt. Wer hat ihn bis jetzt daran hindern können? Etwa die Klasse des „schlechten Sklaven“? die Geistlichkeit der Christenheit und ihre Herden? politische Diktatoren, radikale Regierungen, totalitäre Herrschaften oder andere politische Mächte dieser Welt? Satan, der Teufel, und seine Dämonen? Nein, sondern heute scharen sich im Tempel Jehovas um den Kern der 17 000 Glieder des Tempelüberrests 608 000 Zeugen als tätige Glieder der Neuen-Welt-Gesellschaft. Es ist Jehovas Glück und Freude an diesem Tage, diese gegenbildlichen „Fremdlinge“, diese anderen Schafe, zu ‚erfreuen in seinem Bethause‘. Hat er sie in seinem Dienste denn glücklich gemacht? O ja! Der heilige „Berg des Hauses Jehovas“ widerhallt von ihren Rufen der Freude, während sie durch seinen Hohenpriester ihre geistlichen „Brandopfer“ und „Schlachtopfer“ auf seinem Altar darbringen und während er deren Annahme bekundet, indem er sie in seinem Dienst, seinem Zeugniswerke, segnet.
44 Vor neunzehnhundert Jahren gab der Hohepriester Jesus Christus dem Apostel Johannes eine Vision, in der Johannes diese „große Menge“ von „Fremdlingen“ aus allen Nationen mit weißen Gewändern angetan und mit Palmzweigen in ihren Händen im Tempel versammelt sah, wo sie Jehova und seinem Sohn, der sich selbst als Opfer dahingab, zujubelten, ihnen ihre Rettung zuschrieben und Jehova Tag und Nacht in seinem Tempel dienten. Welch hinreißendes Erlebnis für Johannes, dies in einer Vision zu sehen! Jawohl, doch welch erhebendes Erlebnis für uns hier heute, es in herrlicher Tatsächlichkeit zu sehen! — Off. 7:9-15.
45. Wer hat jetzt in Erfüllung der von Gott gemachten Voraussagen an der einheitlichen echten Anbetung Jehovas in seinem geistlichen Bethause teil, auf welche Weise und mit welchen beglückenden Aussichten?
45 Jehova übt immer noch göttliche Geduld, um schafähnliche Menschen zu retten, und ist noch nicht damit zu Ende, sie in sein Bethaus, das allen Nationen offensteht, einzusammeln. Werden wir also eins sein mit ihm und seinem Rechten Hirten in diesem Werke? Jawohl, indem wir ‚mit ihm zusammenwirken‘, indem wir weiterhin die gute Botschaft vom triumphierenden Königreich predigen und das Erziehungswerk durchführen, wodurch die Schafe eingesammelt werden. Helfen wir den schafähnlichen Fremdlingen die lebenswichtige Notwendigkeit und Gelegenheit erkennen, sich nun Jehova anzuschließen, ‚um ihm zu dienen und den Namen Jehovas zu lieben und ihm zu Knechten zu sein‘, um seinen gegenbildlichen Sabbat zu halten, indem sie ihn nicht durch Werke der Selbstsucht und Selbstgerechtigkeit entweihen, in dem Versuch, sich auf ihre eigene Art zu retten, sondern festhalten an Jehovas neuem Bunde. Das tun sie, indem sie seinen Tempel, seine Priesterschaft, seine Mittlerschaft, seine Opfer zur Vergebung von Sünden annehmen und zudem seine Unterweisung in der Erkenntnis Jehovas, die für den Kleinsten wie auch für den Größten erteilt wird. (Jer. 31:31-34) Wenn wir dies tun, werden wir als solche vorgefunden werden, die ‚das Recht des Fremdlings nicht beugen‘, sondern ihn lieben wie sich selbst. Demzufolge wird Jehova in Harmagedon in seinem heiligen Tempel nicht ein schneller Zeuge sein gegen uns, indem er ein feuriges Gericht an uns vollzieht, sondern er wird uns billigen und uns am Leben erhalten, damit wir den frohen Dienst für ihn durch Harmagedon hindurch bis in seine neue Welt hinein fortsetzen.
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Geschriebener UnsinnDer Wachtturm 1956 | 15. Januar
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Geschriebener Unsinn
Noch nie ist soviel Unsinn geschrieben worden wie heutzutage. Zur Zeit der Römer sagte Paulus den Christen, daß sie nicht wie die Leute von den Nationen handeln sollten, die ‚in der Unersprießlichkeit ihres Sinnes wandeln‘. (Eph. 4:17, NW) Wie elend nutzlos einige der Schriften jener Geister gewesen sein müssen, können wir uns aus einer Entdeckung in Pompeji vorstellen. Es war damals Brauch, auf Mauern von Gebäuden zu schreiben. Ein kluger Leser und Kommentator der Inschriften anderer hatte auf eine Mauer in Pompeji folgendes in Latein geschrieben: „Welch ein Wunder, o Mauer, daß du unter dem Gewicht so viel geschriebenen Unsinns noch nicht einstürztest!“
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